CH166459A - Verfahren zur Herstellung von Schussflorgeweben. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schussflorgeweben.

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CH166459A
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Spinnerei Kulmbacher
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  Verfahren zur Herstellung von     Sehussflorgeweben.       Es ist bereits bekannt,     Schussflorgewebe     aus zwei oder mehreren Grundgeweben her  zustellen, die durch sich kreuzende Flor  schussfäden verbunden sind. Nach diesem  Verfahren lassen sich jedoch nur Gewebe  mit einem streifenförmigen Flor erzielen. Es  gelingt nicht, eine die Oberfläche gleich  mässig bedeckende     Florschicht    herzustellen,  selbst wenn man eine sehr grosse Zahl von       Florschüssen    verwendet. Es bilden sich nach  dem Schneiden des Gewebes im Flor sicht  bare Rippen,     bezw.    Rillen, die daher rühren,  dass der Abstand der Kettenfäden durch das  Eintragen der     Florschussfäden    verändert wird.

    Nimmt man an, dass nach dem Einbinden  eines Grundschusses die Abstände zwischen  den einzelnen Kettenfäden gleich sind, so  werden sie schon nach dem Einbinden des  ersten     Florschussfadens    ungleich, denn die  noch nicht eingebundenen Kettenfäden werden  aneinander gedrückt, weil die' Kettenfäden.  zwischen die der erste     Florschussfaden    ein  gebunden wird, auseinander gedrängt werden.    Da die Stellen, an denen die Kettenfäden  am weitesten auseinander liegen, und die  Stellen, an denen die Kettenfäden am dich  testen zusammengedrückt werden, im Ge  webe zwischen zwei     Grundschussfäden    immer  wieder die gleichen sind, so ist es klar, dass  der Flor der bekannten Gewebe Streifen auf  weisen muss.  



  Um diese Nachteile zu verhindern, um  also bei der Herstellung von     Florschussge-          weben    aus zwei oder mehreren Grundgeweben,  die durch sich kreuzende     Florschussfäden    ver  bunden sind, eine gleichmässige     Flordecke     zu erzielen, bindet der vorliegenden Erfin  dung gemäss der nach jedem Schuss des     Ober-          und    Untergewebes folgende     Florschussfaden     von den Kettenfäden solche, die durch den  ersten derjenigen     Florschussfäden    nicht ge  bunden sind, die den benachbarten Schüssen  des Grundgewebes folgen.

   Die Bindungs  stellen der ersten nach den Grundschüssen  folgenden     Florschüsse    liegen infolgedessen  versetzt zueinander. Die Art der Versetzung      kann verschieden sein, da es nur darauf an  kommt, zu vermeiden, dass immer die glei  chen Kettenfäden zuerst nach jedem Grund  schuss gebunden werden.  



  Zweckmässig sind die     Florschussfäden    in       Poldurchbindungen    so eingetragen, dass bei  jedem Grundgewebe jeder folgende     Florschuss-          faden,    die von dem vorausgehenden Flor  schussfaden abgebunden sind, jeweils nur den  jenigen einbindet, nach welchem der voraus  gehende     Florschussfaden    das     betreffende    Grund  gewebe verlässt. Auf diese Weise erzielt  man eine sehr gleichmässige     Flordecke.     



  Auf der Zeichnung sind zwei Ausfüh  rungsbeispiele des     Schussflorgewebes    nach der  Erfindung wiedergegeben, und zwar zeigt:       Fig.    1 einen Schnitt durch das Doppel  gewebe, bei dem jeder     Florschussfaden    zwi  schen 13 Kettenfäden eines Grundgewebes  flottiert, und       Fig.    2 eine schematische Ansicht der       Schussfolge    im Obergewebe,       Fig.    3 einen Schnitt durch das Doppel  gewebe, bei dem jeder     Florschussfaden    zwi  schen 13 Kettenfäden     flottiert    und bei dem  die     Florteile        büschelförmig    eingetragen sind,

         Fig.    4 eine schematische Ansicht der       Schussfolge    eines Obergewebes nach     Fig.    3.  In     Fig.    1 sind die Kettenfäden     a    der  beiden Grundgewebe durch die     Schussfäden    b       resp.    c verbunden. Die beiden Grundgewebe  sind durch die     Florschussfäden    d miteinander  verbunden, die in     Poldurchbindung    einge  tragen sind.

   In     Fig.    2 sind 17 Kettenfäden  wiedergegeben und zwischen je zwei der  Grundschüsse I,     II,        IH,    IV und V liegen  10     Florschüsse.    Der erste     Florschuss    geht  über den Kettenfaden 1, unter den Ketten  faden 2, über den Kettenfaden 3 und über  den Kettenfaden 17. Der     Florschuss    2 geht  über den Kettenfaden 3, unter den Ketten  faden 4 und über den Kettenfaden 5.

   Jeder  folgende     Florschussfaden    wird so eingetragen,  dass bei jedem Grundgewebe von den Ketten  fäden, die von dem vorausgehenden     Flor-          schussfaden@,;,abgebunden    sind, jeweils nur  derjenige eingebunden wird, nach welchem    der vorausgehende     Florschussfaden    das be  treffende Gewebe verlässt. Nach 10 Flor  schüssen wird für jedes Grundgewebe ein       Grundschussfaden        II    eingetragen. Der folgende       Florschuss    geht dann über den     Kettenfaden    5,  unter den Kettenfaden 6 und über den Ket  tenfaden 7.  



  Der dem     Schussfaden    IH des     Grundge-          webes    folgende erste     Florschussfaden    geht  über den Kettenfaden 9, unter den Ketten  faden 10, über den Kettenfaden 11 und der  dem     Schussfaden    IV folgende erste Flor  schussfaden über den Kettenfaden 13, unter  den Kettenfaden 14 und über den Ketten  faden 15. Wie man ohne weiteres ersehen  kann, liegen also die Bindungsstellen der  ersten     Florschüsse    nicht senkrecht unterein  ander, sondern auf einer Diagonalen.

   Der  Abstand, der durch das Eintragen des ersten       Florschusses    nach jedem     Grundschuss    zwi  schen den Kettenfäden am weitesten wird,  ist an verschiedene Stellen des Gewebes ge  rückt. Es wird also ein gewisser Ausgleich  durch die Verschiebung der Bindungsstellen       geschaffen.     



  Nach     Fig.    3 sind die Kettenfäden e eines  jeden Grundgewebes durch die     Schussfäden   <B>f</B>       resp.        g    miteinander verbunden. Zwischen den       Grundgeweben    liegen die     Florschussfäden        h.,     die in     Poldurchbindung    in die Grundgewebe  eingebunden sind. Jeder     Florschussfaden        flot-          tiert    über 13 Kettenfäden eines jeden Ge  webes.

   Nach acht     Florschussfäden    wird in  jedes Grundgewebe ein     Schussfaden    einge  tragen     (Fig.    4). Der erste     Florschussfaden     geht über den ersten Kettenfaden, unter den  zweiten Kettenfaden und über den dritten  Kettenfaden, flottiert zwischen den folgenden  13 und geht über den 17. wieder in das  Grundgewebe ein.  



  Der zweite     Florschussfaden    geht über den  fünften, unter den sechsten und über den  siebenten Kettenfaden, der dritte über den  neunten, unter den 10. und über den 11.  Die weitere Bindung der     Schussfäden    ist aus  der     Fig.    4 der Zeichnung deutlich ersichtlich.

    Von dem nach dem     Grundschuss    I einbinden  den     Florschussfaden    1 bildet das nach Ein-      binden des dritten Kettenfadens bei der Tren  nung der beiden     Grrundgewebe    entstehende  freie Ende     (Fig.    4) zusammen mit dem freien  Ende des     Florschussfadens    2, bevor dieser  über dem fünften Kettenfaden einbindet, und  ferner mit dem freien Ende des Ketten  fadens 5 nach dessen Einbinden des dritten  Kettenfadens, sowie mit dem freien Ende  des     Florschussfadens    6, bevor dieser den  fünften Kettenfaden einbindet, einen Büschel.

    Diese     Büschelbildung    wiederholt sich ent  sprechend versetzt bei allen     Florsahussfäden.     



  Nach dem zweiten Schuss des Grund  gewebes folgt ein     Florschuss,    der über den  dritten, unter den vierten und über den fünf  ten Kettenfaden gebt. Auf den dritten Grund  schuss folgt ein     Florschuss,    der über den  neunten, unter den 10. und über den 11.  Kettenfaden geht, und nach dem vierten       (xrundschuss    folgt ein     Flosschuh,    der über  den 11., unter den 12. und über den 13.  Kettenfaden geht. Die Bindungsstellen der  ersten von den zwischen zwei Grundschüssen  I,     II,        III,    IV, V liegenden Flosschüssen sind  also gegeneinander versetzt, um - wie oben  erklärt worden ist - nicht immer den wei  testen Abstand zwischen den gleichen Ketten  fäden zu haben.

   Der erste     Florschuss    bindet  also nicht nach jedem     Grundschuss    mit den  gleichen Kettenfäden.  



  Es könnte auch eine     Bindungsart    gewählt  werden, bei welcher mehr als vier freie Flor  schussfadenenden an der Bildung eines Bü  schels beteiligt sind.  



  Die beiden Grundgewebe werden in an  sich bekannter Weise durch ein über Rollen  geführtes Messerband getrennt, das die     Flos-          schüsse    in der Mitte zerschneidet. Jeder Teil  wird dann in     bekannter    Weise weiter ver  arbeitet und man erzielt hierbei eine äusserst  gleichmässige     Flordecke.     



  Für den     Schussfaden    kann man jedes be  liebige Material, z. B. Baumwolle, Wolle,    Seide, Leinen usw. verwenden. Für Baum  wolle hat sich die Bindung nach     Fig.    2 und  für Seide die Bindung nach     Fig.    4 am besten  bewährt. Man kann natürlich Schüsse so  wohl aus Baumwolle, als auch aus Wolle  oder Seide, also Schüsse aus verschiedenem  Material eintragen, wodurch man sehr brauch  bare, neue Produkte erhält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Schussflor- geweben aus zwei oder mehreren Grund geweben, die durch sich kreuzende Florschuss- fäden verbunden sind, dadurch gekennzeich net, dass der nach jedem Grundschuss des Ober- und Untergewebes folgende Florschuss- faden mit solchen Kettenfäden abbindet, die durch den ersten der im Anschluss an die benachbarten Grundschussfäden eingetragenen Florschussfaden nicht abgebunden sind.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei jedem Grund gewebe die Florsehussfäden zwischen zwei Grundsehussfäden mit einer solchen Ver setzung der Bindungsstellen eingetragen werden, dass nach der Trennung der beiden (-'xrundgewebe je mindestens vier freie Enden der Florschussfäden zusammen stehen und derart einen Büschel bilden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Florschussfäden in Poldurchbindung so eingetragen werden, dass bei jedem Grundgewebe jeder folgende Florschussfaden von den Kettenfäden, die von dem vorausgehenden Florschussfaden abgebunden sind, jeweils nur denjenigen einbindet, nach welchem der vorausgehende Florschussfaden das betreffende Grund gewebe verlässt.
CH166459D 1931-06-25 1932-03-26 Verfahren zur Herstellung von Schussflorgeweben. CH166459A (de)

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