CH166502A - Kohlenwasserstoffgemisch. - Google Patents

Kohlenwasserstoffgemisch.

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CH166502A
CH166502A CH166502DA CH166502A CH 166502 A CH166502 A CH 166502A CH 166502D A CH166502D A CH 166502DA CH 166502 A CH166502 A CH 166502A
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sep
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isobutylene
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high molecular
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

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  Kohlenwasserstoffgemisch.    Es wurde gefunden,     da.ss    die durch     Poly-          merisation    von     Isolefinen,    zum Beispiel     Iso-          butylen    erhaltenen hochmolekularen Kohlen  wasserstoffe, die beispielsweise ein     Moleku-          largewicht    von 1000 oder ?000 oder zweck  mässig ein noch höheres aufweisen, zur Ver  besserung von Kohlenwasserstoffprodukten  vorzüglich geeignet sind.  



  Durch den Zusatz dieser     Polymeizsate          können    zum Beispiel Schmieröl, Benzin       (Gasolin),    Leuchtöl (Kerosin), Gasöl, ferner  Starrschmieren und Hart- oder Weichparaf  fin verbessert werden. Die erzielte Verbes  serung liegt in der Erhöhung der Viskosität,  deren Änderung mit der Temperatur in  vielen Fällen auch geringer wird.

   Die     Poly-          merisä,te    beeinflussen auch die elektrischen  Eigenschaften der Kohlenwasserstoffge  mische derart, dass bereits 1 % Zusatz die elek  trische Durchschlagsfestigkeit sehr beträcht  lich, zum Beispiel etwa auf das     Doppelte,    er  höht und dass diese Wirkung auch nach    künstlicher     Alterung        bestehen    bleibt. Der  artige Kohlenwasserstoffgemische können  daher auch vorzüglich als     Transformatoren-          oder    Schalteröle verwendet werden.

   Bei Hart  oder Weichparaffinen wird eine gute Trans  parenz erzielt und das     Entstehen        van    Rissen  und Sprüngen beim Erstarren verhindert. In  den meisten Fällen genügt es, die     hochmole-          kularen        Polymerisate    in einer Menge von  Bruchteilen eines Prozentes, bis etwa 10 % zu  zusetzen.  



  Für viele Zwecke, zum     Beispiel    für die  Schmierung von Automobilmotoren, benötigt  man bekanntlich Schmieröle, die einerseits  bei höheren Temperaturen, zum Beispiel 100  bis<B>150'</B> C, noch eine genügende Viskosität  aufweisen, anderseits bei niedrigen Tempera  turen noch so. dünnflüssig sind, dass -die Rei  bung nicht zu gross     ist,    ein Automobilmotor  sich also noch mit der Startvorrichtung ohne  weiteres in Gang setzen lässt. Die vorliegende  Erfindung     gestattet    nun, aus Ölen, die diese    
EMI0002.0001     
      Eigenschaften nicht in genügendem Masse be  sitzen, verbesserte Öle, die den Anforderun  gen weitgehend entsprechen, herzustellen.  



  Die Wirkung des Zusatzes bei Schmier  ölen wird durch die in der Tabelle auf Seite  zusammengestellten Beispiele veranschau  licht. Die Öle 1, 2, 3, 4 und 5 sind Mineral  öle vom Typ der handelsüblichen, leichten  bis mittleren Maschinenöle. Zum Vergleich  sind einige gute Autoöle des Handels ange-    führt. Der     Viskositätsin.dex    zeigt die Güte  der Öle an, derart, dass mit steigender Index  zahl die Güte des Öls zunimmt.  



  Der niedrige Kokstest der     Polymerisa-          tionsprodukte    hat zur     Folge,    dass Schmier  öle, deren Viskosität :durch Zusatz der er-.  wähnten     Polymeris.a_te    erhöht wurde, statt  durch den bisher üblichen Zusatz von Heiss  ,dampfzylinderölen oder     Bright    Stock Ölen,  einen sehr niedrigen Kokstest haben.

   Die  folgende Tabelle zeigt dies:  
EMI0003.0007     
  
    Viskosität <SEP> Kokstest
<tb>  100  <SEP> C
<tb>  (Conradson)
<tb>  Marken-Winteröl <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> .1,56 <SEP> 0,08
<tb>  " <SEP> -@-- <SEP> 4,6 <SEP> % <SEP> Polymerisat <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 3,0 <SEP> 0,09
<tb>  " <SEP> -f- <SEP> 33,0 <SEP> % <SEP> Bright <SEP> Stocköl <SEP> . <SEP> . <SEP> 1,9 <SEP> 0,52
<tb>  " <SEP> " <SEP> + <SEP> 33,00% <SEP> Heissdampfzylinderöl <SEP> 1,9 <SEP> 0,71       Die Wirkung des Zusatzes von     Isobutylenpolymerisat    zu Benzin zeigt folgende Tabelle:

    
EMI0003.0009     
  
    Absolute <SEP> Viskosität <SEP> (nach <SEP> Ostwald)
<tb>  Zusammensetzung
<tb>  bei <SEP> 20 <SEP>   <SEP> C <SEP> I <SEP> bei <SEP> 38 <SEP>   <SEP> C
<tb>  Benzin <SEP> ohne <SEP> Zusatz <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 0,0057 <SEP> 0,0048
<tb>  " <SEP> -f- <SEP> 0,1% <SEP> Isobutylenpolymerisat <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 0,0060 <SEP> 0,0051
<tb>  -f- <SEP> <B>0,50/, <SEP> 27</B> <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 0,0073 <SEP> 0,0063
<tb>  <B>1,00/,</B> <SEP> 0,0089 <SEP> 0,0078       Die physikalischen Konstanten des be  nutzten Benzins waren folgende:

    
EMI0003.0010     
  
    Siedebeginn <SEP> 35  <SEP> C
<tb>  Destillat <SEP> bis <SEP> 100 <SEP>   <SEP> C <SEP> - <SEP> 30 <SEP> %
<tb>  Endsiedepunkt <SEP> 198 <SEP>   <SEP> C
<tb>  Spez. <SEP> Gewicht <SEP> 15 <SEP>   <SEP> C <SEP> <B>0,752</B>
<tb>  Schwefelgehalt <SEP> 0,003 <SEP> % <SEP> .

         Die Wirkung des Zusatzes bei     Starr-          schmieren    zeigt folgendes Beispiel:  1200     gr    eines Eismaschinenöls mit     einer     Viskosität von 7       Engler    bei 20          C und  einem Stockpunkt von -45   C werden nach  Auflösen von 60     gr        Isobutylenpolymerisat     mit 250     -r        Olein,    30     gr    Kalkhydrat und    20 g r 20%iger Natronlauge versetzt und  etwa 5 Stunden bei<B>100'</B> C gerührt. Die er  haltene Starrschmiere hat eine grosse Ge  schmeidigkeit und     Haftfestigkeit.     



  Bei Hart- oder Weichparaffin werden  durch Zusätze des     Isobutylenpolymerisates     ebenfalls erhebliche Verbesserungen erzielt,  wie das folgende Beispiel näher erläutert:  Zu Paraffin, das stark zum     Kizstallisie-          ren    neigt, so dass     beispielsweise    beim Giessen  von Kerzen Risse auftreten, wird     Isobuty-          lenpolymerisat    in einer Menge von     etwa    1 bis  4 % zugesetzt. Die mit dieser Mischung ge  gossenen Kerzen zeigen im allgemeinen keine  Risse, oder noch auftretende Risse und Kri-           stallisationspunkte    verschwinden nach 1 bis  2 Tagen.

   Die Kerzen zeigen gleichmässige       Transparenz.     



  Ähnlich verhalten sich     Polymerisations-          produkte    anderer     Isoolefine.     



  Zweckmässig erfolgt :die Herstellung des  den Kohlenwasserstoffgemischen zuzusetzen  den     Polymerisationsproduktes    in     Gegenwart     geeigneter Katalysatoren, vorzugsweise von  flüchtigen Halogeniden,     wie    zum Beispiel       Borfluorid,        mit        Flusssäure    beladenes     'Bor-          fluorid,        Aluminiumchlorid,        insbesondere    im  statu nascendi, das entsteht, wenn man auf  aktiviertes Aluminium Chlorwasserstoff ein  wirken lässt,

   oder     Lösungen        bezw.    Doppel  verbindungen solcher     Halogenide,    zweck  mässig     unter        Einhaltung    tiefer     Temperaturen,     zum Beispiel von -10   C und weniger,  während des     Polymerisationsvorganges.    Das  so erhaltene Produkt ist bei gewöhnlicher       Temperatur    zäh, klebrig bis halb oder ganz  fest oder kautschukartig;

   es ist farblos und  klar, in flüssigen     Kohlenwasserstoffen    in  vielen Fällen in jedem Verhältnis. löslich und       lässt    sich leicht durch Erhitzen,     zum    Bei  spiel auf     '350,'    C, ohne     Verkohlung    zu gas  förmigen oder niedrig siedenden     Kohlen-          wasserstoffen        depolymeiisieren.    Besonders       wertvoll    sind Produkte, die ein     Molekulax-          gewicht    von über 2000, zum Beispiel bis  10 000 und mehr, besitzen.

   Der     Conradso@n-          Kokstest    der Produkte ist sehr niedrig und  nähert sich Null (er beträgt beispielsweise  0,0l).  



  Die folgenden Beispiele betreffen die  Herstellung eines derartigen     Polymerisa-          tionsproduktes:     <I>Beispiel 1:</I>       In        Isobutylen,    das durch ein-     Kahlen-          säurebad    von<B>-80'</B> C gekühlt wird, leitet  man     Borfluorid    ein. Die     Reaktion        setzt    bald  lebhaft ein.     Durch        intensives    Rühren kann  man die beträchtliche     Reaktionswärme    so gut  abführen, dass die Temperatur nicht über  -20   C ansteigt.

   Das Produkt hat     ein        mittle-          res        Molekulargewicht    von 3,500. Es ist ausser-    ordentlich zähe, zieht lange Fäden und ist  auch bei 200   C noch nicht flüssig.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Man arbeitet wie nach Beispiel 1, mit  dem Unterschied, dass man vor und während  des     Einleitens    von     Borfluorid    in das     Reak-          tionsgut    feste     Kohlensäure    einwirft, um die  Temperatur bei -60 bis<B>-70'</B> C zu halten.       Es    entsteht ein     Körper    mit einem mittleren       Molekulargewicht    von 5000. Das so erhal  tene     Polymerisat    entspricht hinsichtlich  seiner Zähigkeit     mmtiziertem    Kautschuk. Es       ist    wenig klebrig, farblos und klar.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Die     Polymerisation    kann auch in einem       Lösungsmittel    ausgeführt werden. Eine       20%ige    Lösung von     Isobutylen    in     Pentan          wird        -40'        unter        C        gehalten.        Einleiten        Das        von        Produkt        Borfluorid        hat        nach        auf     Abtreiben der flüchtigen Bestandteile 

  mit  Wasserdampf ein     Molekulargewicht    von  2500. Das Produkt ist weich, sehr klebrig,  farblos und klar.  



  <I>Beispiel</I>     .i:     Ein Gemisch von<B>110</B>     gr        Isobutylen        und     110     gr        n.-Butylen    (überwiegend     a-Butylen)     wird nach     Beispiel    2 polymerisiert. Man er  hält nachdem     Abdestillieren    des     n-Butylens     120     gr    eines Rückstandes mit einem     Mole-          kulargew-icht    von etwa. 4000.  



  <I>Beispiel 5:</I>       Ein        Gemisch        von        50        g        r        Isobutylen        und     2.50     gr        n-Butylen    wird     nach        Beispiel    2 poly  merisiert.

   Man erhält nach dem     Abdestil-          lieren    einen Rückstand von 58     gr.    Von die  sem lassen sich bis 200' C bei 0,1     mm    11     gr          abdestillieren,    so dass man 47     gr        eines    Pro  duktes mit einem     Molekulargewicht    von etwa.  3000 erhält.  



  <I>Beispiel 6:</I>  Ein     unter        geringem    Überdruck flüssiges       Gemisch,    das aus 900 gor     Gasbenzin    (bis  <B>60'</B> C fast vollständig überdestillierend) be-      steht, dem 60     gr        Isabutylen    und 290     gr          n-Butylen    zugesetzt. sind, wird nach Beispiel       '?    polymerisiert.  



  Man erhält nach dein     Abdestillieren    79     gr          Polyinerisat,    von dem bis 200' C bei 15 mm  16     gr,    bis 200   C bei 0,07 mm weitere 18     gr     übergehen. Es verbleibt ein Rückstand von  45     gr    mit einem mittleren     Molekulargewicht     von 3500.  



  Eine Erhöhung des     Molekulargewichtes     erhält man, wenn man das Produkt, und  zwar entweder die ursprünglichen 79     gr    oder  die verbleibenden 45     gr,    durch Erhitzen wie  der in     Isobutylen        aufspaltet,    wobei man  Katalysatoren     anwenden    kann. Beispiels  weise wird das Produkt auf<B>300'</B> C     unter     Zusatz von Phosphorsäure unter     Rückfluss     erhitzt. Das so erhaltene     Isobutylen    wird  nach Beispiel 2 polymerisiert und hat dann  ein     Molekulargewicht    über 5000.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kohlenwasserstoffgemisch, dadurch ge kennzeichnet, dass ihm ein hochmolekulares Polymerisationsprodukt mindestens eines Iso-Olefins zugesetzt ist. UNTERANSPRtrCHE 1. Gemisch nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ihm ein hochmoleku lares Polymerisationsprodukt des Isobuty- lens zugesetzt ist.
    ?. Gemisch nach Patentanspruch, dadur cn gekennzeichnet, dass es aus Schmieröl be steht,dem ein hochmolekulares Polymeri- sationsprodukt des Isobutylens zugesetzt ist. 3. Gemisch nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es aus Benzin (Gaso,- lin) besteht, dem ein hochmolekulares Polymerisationsprodukt des Isobutylens zugesetzt ist. 4.
    Gemisch nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es aus Leuchtöl (Kerosin) besteht, dem ein hochmoleku lares Polymerisationsprodukt des Isobuty- lens zugesetzt ist. 5. Gemisch nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es aus Gasöl besteht, dem ein hochmolekulares Polymerisations- produkt des Isobutylens zugesetzt ist. 6.
    Gemisch nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es aus Starrschmiere besteht, der ein hochmolekulares Poly- merisationsprodukt des Isobutylens zuge setzt ist. 7. Gemisch nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es aus. Hartparaffin besteht, dem ein hochmolekulares Poly- merisationsprodukt des Isobutylens zuge setzt ist. B.
    Gemisch nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es aus, Weichparaffin besteht, dem ein hochmolekulares Poly- merisationspredukt des Isobutylens. zuge setzt ist. 9. Gemisch nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das zugesetzte Poly- merisationsprodukt durch Polymerisation von Isobutylen in Gegenwart von flüch tigen Halogeniden unter Einhaltung tiefer Temperaturen hergestellt ist.
CH166502D 1931-11-03 1932-08-10 Kohlenwasserstoffgemisch. CH166502A (de)

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