CH166503A - Verfahren zur Herstellung von Zündschnüren. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Zündschnüren.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Zündschnüren. Die Erfindung bezieht sich auf die Her- stellung von Zündschnüren. bestehend aus schlauchartigem Mantel mit den Hohlraum ausfüllender Zündmasseseele und besonders auf die Herstellung von langsam brennen den Zündschnüren, sogenannten Sicherheits zündschnüren.
Beim Gebrauch von Zündschnüren emp findet man es oft als Übelstand, dass das Zündmittel an den Enden der Zündschnur her ausfällt. Bei Sicherheitszündschnüren ist -das besonders deshalb lästig, weil man zur An zündung die Pulverseele so freilegen muss, dass man mit, einer Flamme die Pulverseele berühren kann. Bei Zündschnüren mit pul verartiger Zündmasseseel.e ist die Freilegung der Zündmasseseele zwecks Anzündung um. ständlich, weil die lockere pulverartige Zünd schnurfüllung dabei leicht herausfällt und verstreut wird.
Auch beim Versand der bis her üblichen Zündschnüre fällt immer reich lich Zündmasse an den Stirnflächen der Zündschnüre heraus, und die verstreute Zündmasse war eine Gefahrenquelle, die die Erlassung besonderer Transportvorschriften nötig gemacht hat.
Die Übelstände werden vermieden durch das erfindungsgemässe Verfahren, welches den Zweck hat, Zündschnüre mit verfestigter Zündmittelseele zu erzeugen. Das Verfahren beruht darauf, dass man die Zündmasse in losem, pulverartigen Zustand in die-Zünd- schnur einfüllt und erst dann, also erst in der Zündschnur, die Zündmasse in einen festeren Zustand überführt.
Man verfährt. hierbei so, da.ss man lose, pulverartige Zünd- masse zunächst in einen dünnen Mantel aus mindestens einem Streifen staubdichten Ma terials, zum Beispiel Papier, einhüllt und dann erst die mit dem Mantel umgebene Zündmasseseele mit den bei Zündschnüren allgemein üblichen Fadenumwicklungen ver sieht. Es erfolgt ferner erfindungsgemäss eine zur Verfestigung der Zündmasse füh rende Behandlung der Seele, welche während oder nach dem Aufbringen der Fadenumwick lungen erfolgen kann.
Diese Behandlung kann darin -bestehen, dass die Zündschnur der Einwirkung von Druck, Wärme und Feuchtigkeit ausgesetzt wird. Ob alle drei Faktoren, nämlich Druck, Wärme und Feuchtigkeit, angewendet werden und in welchem Masse, hängt von dem Grade der gewünschten Verfestigung ab. Man kann auch nur einen allein oder zwei dieser Fak toren zusammen anwenden.
Man kann sich darauf beschränken, die Verfestigung der in der Zündschnur eingeschlossenen ursprüng lich ganz lockeren Zündmasseseele nur so weit zu treiben, dass die einzelnen Partikel der Zündmasseseele so weit zusammen haftend gemacht werden, dass sie an den Zündschnurenden nicht mehr herausfallen, im übrigen aber die Festigkeit der Seele unterhalb der Druckfestigkeit von 0,5 kg pro Quadratzentimeter bleibt, gemessen an aus der fertigen Zündschnur herausgelösten Zündmasseseelestückchen. Man kann aber auch die verfestigend wirkende Behandlung so weit treiben, dass aus der ursprünglich lockeren,
pulverartigen Masse in der Zünd schnur eine feste Zündmassestange gebildet wird. Die Druckfestigkeit solcher Zünd- massestangen lässt sich so weit steigern, .dass man die in losem Zustande eingefüllte Zünd- masse an den Zündschnurenden in Form einer festen Stange von mehr als 0,5 kg pro Quadratzentimeter Druckfestigkeit freilegen kann.
Der die Zündmittelseele unmittelbar um gebende dünne Mantel aus staubdichtem Ma terial bezweckt bei der zur Verfestigung der Zündmittelseele angewandten Druckeinwir kung zu verhindern, dass die Zündmasse zwi schen die Fäden der Umwicklungslagen ein dringt und schützt ausserdem die Zündmasse vor Schädigungen, welche durch die Behand lung mit Wärme und Feuchtigkeit sonst ein treten könnten. Die Behandlung der Zünd schnur mit Wärme kann in der Weise ge schehen,
dass die Zündschnur zwischen heissen Walzen oder durch heisse Düsen hindurch geführt wird. Druck lässt sich in der Weise zur Verfestigung der Zündmasseseele anwen den, dass man die Schnur durch enge Düsen zwängt und die Schnur einer starken Zug- spannung aussetzt. Die Behandlung durch Feuchtigkeitseinwirkung geschieht am besten in der Weise, tlass man zum Umwickeln der im dünnen, schlauchartigen Mantel ein geschlossenen Zündmasseseele Garn mit mehr als<B>3</B>% bis 20% Feuchtigkeitsgehalt an wendet.
Solche Zündmassen, welche keine Nei gung zeigen, sich durch Druck, Wärme und Feuchtigkeitseinwirkung zum Zusammen ballen bringen zu lassen, kann man durch. Zusätze geeigneter machen. Als Zusätze ver wendet man vorteilhaft solche Stoffe, die unter Druck und Wärme plastisch werden oder unter Feuchtigkeitseinwirkung ver klebend wirken.
Das Vorhandensein von freien Salpeterkörnchen und freien Schwefel körnchen in der Zündmasse erleichtert die Zusammenballung der Zündmasseseele. Auch Schwarzpulver in staubförmigem Zustand, sogenanntes Mehlpulver, ist leichter zusa.m- menballbar als das bisher meist zur Sicher heitszündschnurfüllung verwendete gekörnte Schwarzpulver, und man kann die Zu sammenballung einer aus Schwarzpulver bestehenden Sicherheitszündschnurseele da durch erleichtern, dass man das Schwarz pulver statt in kleinkörniger Form ganz oder zum Teil, mindestens<B>10%</B> in Staubform, als sogenanntes Mehlpulver verwendet.
Die Bildung der in einen dünnen Strei fen eingehüllten Zündmittelseele kann in der Weise erfolgen, dass durch ein dem Quer schnitt der unverfestigten Zündmasseseele entsprechendes Loch ein Streifen aus dün nem, aber staubdichtem Material hindurch gezogen wird. Der Streifen hat eine Breite gleich dreimal dem Lochdurchmesser, und er wird so durch das Loch hindurchgezogen, dass er sich dabei rohrähnlich zusammenbiegt. Beim Zusammenbiegen läuft der Streifen durch pulverige Zündmasse hindurch, beladet sich damit und tritt als schlauchähnlicher, pulvergefüllter Strang durch das Loch aus.
Dann wird dieser für sich noch nicht wider standsfähige Strang mit widerstandsfähiger Umwicklung, aus Fäden bestehend, versehen und der verfestigend wirkenden Behandlung unterzogen.
Damit n )an beim Vorbereiten der Zünd- sehnurenden für die Anzündung die nur mit (lem dünnen Innenmantel umgebene Zünd- mittelseele leicht freilegen kann, empfiehlt e s sich, die in der Regel den dünnen Innen mantel umgebenden weiteren Mantellagen aus Tsoliermasse nicht mit dem Innenmantel zu verkleben, weil sonst die Ablösung der äussern Lagen erschwert wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Zünd schnüren, bestehend aus schlauchartigem Mantel mit. den Hohlraum ausfüllender Zünd- masseseele. dadurch gekennzeichnet. dass man die Zündmasse in losem, pulverartigem Zu- stand(- zunächst in einen dünnen Mantel aus mindestens einem Streifen staubdichten Ma terials einhüllt und dann die mit dem dün nen Mantel umgebene Zündmasseseele mit Fäden umwickelt und einer zur Verfestigung der Zündmasseseele führenden Behandlung >>ntorzieht. 1-N TERAN <RTIID="0003.0020"> SPRtrCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet. dass die zur Ver festigung der Seele führende Behandlung in Druckeinwirkung besteht. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die zur Ver festigung der Seele führende Behandlung in Wärmeeinwirkung besteht. :9. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzc,icbnet, dass die zur Ver festigung der Seele führende Behandlung in Feuchtigkeitseinwirkung besteht. 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die zur Ver festigung der Seele führende Behand lung darin besteht, dass man auf die ein gehüllte Seele Druck und Wärme ein wirken lässt. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die zur Ver festigung der Seele führende Behandlung darin besteht, dass man auf die ein gehüllte Seele Druck und Feuchtigkeit einwirken lässt. (i. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die zur Ver festigung der Seele führende Behandlung darin besteht, dass man auf die ein gehüllte Seele Wärme und Feuchtigkeit einwirken lässt.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die zur Ver festigung der Seele führende Behandlung darin besteht, dass man auf die ein gehüllte Seele Druck, Wärme und Feuch tigkeit einwirken lässt. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Verfesti gung nur so weit getrieben wird, dass die einzelnen Zündmassekörnchen sich ge nügend miteinander verbinden, um an den Zündschnurenden nicht herauszu fallen, im übrigen aber die Festigkeit der Seele unterhalb der Druckfestigkeit von 0,5 kg pro Quadratzentimeter bleibt, ge messen an aus der fertigen Zündschnur herausgelösten Zündmasseseelestückchen. 9.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Verfesti gung so weit getrieben wird, dass die einzelnen Zündmassekörnchen sich so weit miteinander verbinden, dass aus der fer tigen Zündschnur herausgelöste Zünd- masseseelestückehen mehr als 0,5 kg pro Quadratzentimeter Druckfestigkeit haben. 10. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Zündmasse verwendet wird, die mehr als 10 % staub förmiges Schwarzpulver enthält. . Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Zündmasse verwendet wird, die unter Druck und Wärme plastisch werdende Bestandteile enthält.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Zündmasse verwendet wird, die unter Feuchtigkeits- einwirkung verklebend wirkende Be standteile enthält. 1ä. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Zündmasse verwendet wird, welche als die Verfesti- gung begünstigendes Mittel freie Sal peterkörnchen enthält. 1.4.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Zündmasse verwendet wird, die als die Verfestigung begünstigendes Mittel freie Schwefel körnchen enthält. 15.Verfahren nach Patentauspruch I, da durch gekennzeichnet. dass die Bildung der in einen dünnen Streifen eingehüllten Zündmittelseele in der Weise erfolgt, dass durch ein dem Querschnitt .der un- verfestigten Zündmittelseele entsprechen des-Loch ein Streifen aus dünnem, staub dichtem Material von einer Breite gleich etwa dreimal Lochdurchmesser hin durchgezogen wird, so dass er sich dabei rohrähnlich zusammenbiegt,und dass der sich zusammenbiegende Streifen während des Zusaminenbiegens durch Zündmasse hindurchläuft, sich damit beladet und als schlauchähnlicher, pulvergefüllter Strang durch das Loch austritt, um dann mit widerstandsfähiger Umwick lung, aus Fäden bestehend, versehen und einer verfestigend wirkenden Behandlung unterzogen zu werden.PATENTANSPRUCH II: Sicherheitszündschnur, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, be stehend aus einem schlauchartigen Mantel mit den Hohlraum ausfüllender Zündmasse seele, dadurch gekennzeichnet, dass die die Zündmasse bildenden Körnchen unterein ander wenigstens einen solchen Zusammen hang aufweisen, dass das Herausfallen an den Enden erschwert wird und dass die Pulver seele unmittelbar durch einen Mantel aus einem dünnen, staubdichten Streifen um geben ist, worüber dann weitere, hauptsäch lich aus Fäden und Isoliermasse bestehende Mantelschichten angeordnet sind.UNTERAN SPRüCHE <B>16.</B> Sicherheitszündschnur nach Patentan spruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der staubdichte Streifen aus Papier be steht. 17. Sicherheitszündschnur nach Patentan spruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die den dünnen, aus staubdichten Strei fen gebildeten Innenmantel umgebenden weiteren Mantellagen mit dem dünnen.Innenmantel nicht verklebt sind, so dass sie zwecks Freilegung der nur mit dem dünnen Innenmantel bedeckten Pulver seele am Zündschnurende leicht so weit entfernt werden können, dass die nur mit dem dünnen Innenmantel bedeckte Zünd- masseseele aus dem Zündschnurende her ausragt und infolgedessen leicht ent zündbar ist. 18.Sicherheitszündschnur nach Patentan spruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündmasseseele eine meinen dünnen Mantel aus gasdichten Streifen ein- gehüllte mürbe Zündmassestange mit einer Druckfestigkeit von weniger als 0,5 kg pro Quadratzentimeter ist. 19.Sicherheitszündschnur nach Patentan spruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündmasseseele eine in einen dünnen Mantel aus gasdichten Streifen ein gehüllte Zündmassestange mit einer Druckfestigkeit von mehr als 0,5 kg pro Quadratzentimeter ist.
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| CH166503T | 1932-10-07 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE855214C (de) * | 1939-06-04 | 1953-01-08 | Johannes Dipl-Ing Fritzsche | Zuendschnur und Zuendschnur-Herstellungsverfahren |
-
1932
- 1932-10-07 CH CH166503D patent/CH166503A/de unknown
-
1933
- 1933-10-06 ES ES0132056A patent/ES132056A1/es not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE855214C (de) * | 1939-06-04 | 1953-01-08 | Johannes Dipl-Ing Fritzsche | Zuendschnur und Zuendschnur-Herstellungsverfahren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ES132056A1 (es) | 1934-02-01 |
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