CH166508A - Verfahren zur Zerfaserung von Lignin-Zellulose-Material. - Google Patents

Verfahren zur Zerfaserung von Lignin-Zellulose-Material.

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CH166508A
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Arthur Asplund Arne Johan
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Asplund Arne J A
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    • D21D1/00Methods of beating or refining; Beaters of the Hollander type
    • D21D1/20Methods of refining
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
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Description


      Verfahren    zur     Zerfaserung    von     Lignin-Zellulose-Haterial.       hie Erfindung betrifft ein Verfahren zur       Zerfaserung    von     Libmin-Zellulose-Material,          nini    Beispiel Holz.  



  Das Hauptziel der Erfindung besteht  darin, ein einfaches und billiges     Verfahren     zur     Zerfaserung    von     Lignin-Zellulose-3#late-          rial,    zum Beispiel     Holz;    zu schaffen, um  Mine     Masse.    zum Beispiel zur Herstellung von  Papier und Pappe, zu erhalten.  



  Das Verfahren wird gemäss der     Erfin-          (lting    in der Weise ausgeführt, dass das Ma  terial auf über 100   C erhitzt wird und dar  auf bei dieser Temperatur in Gegenwart von  Feuchtigkeit. zum Beispiel Wasser oder  Wasserdampf, unter     Vermeidung    eines vor  bcrgehenden     Weichmachens    durch     Koch-          hehandlun-    in wässerigen Mitteln zerfasert       wird.     



       Da.,:    Verfahren kann in der Weise aus  geführt -werden,     class    Holz oder anderes       Li"iiin-Zellulose-@Iaterial    auf solche Tempe  ratur erhitzt wird, dass der Stoff oder die       Stoffe    des Materials, die als     Bindemittel     zwischen den Fasern des Materials dienen,    derart geschmolzen oder aufgeweicht werden,  dass ihre Fähigkeit, die Fasern zu     verbinden,     verlorengeht oder - zum mindesten herab  gesetzt wird, wodurch die nachfolgende     Zer-          faserung    erleichtert wird.  



  Das Material, welches in der oben ge  nannten Weise erhitzt wird, um das     Binde-          mittel    oder die     Bindemittel    zu erweichen oder  zu schmelzen, kann in dem weichen oder ge  schmolzenen Zustande     in    einer     Zerfaserungs-          vorrichtung    zerfasert werden, die in dem Be  hälter oder Kessel angeordnet ist, in dem die  genannte Erwärmung     ausgeführt    wird, oder  in direkter Verbindung mit demselben steht.  



  Das Material, das in der genannten Weise  erhitzt und zerfasert wird, kann darauf einer  chemischen Behandlung nach einer bekann  ten Art unterworfen werden, um die     Lignin-          stoffe    in dem gewünschten Grad aufzulösen.  



  Die Holzfasern höhenstehender Pflanzen  bestehen aus     Ligninzellulose.    Soweit es bis  her festzustellen möglich gewesen ist, scheint  der     Ligninstoff    nicht chemisch mit der Zellu  lose der Fasern verbunden zu sein,     sondern         vielmehr als getrennter Bestandteil vorhan  den zu sein. Er dient als Bindeglied zwi  schen den Fibrillen der Faserwandungen in  ähnlicher Weise, wie ein Mörtel die Mauer  steine einer Häuserwand verbindet. Die Fa  sern ihrerseits werden durch einen Film, eine  Zwischensubstanz, die sogenannte Mittel  lamelle, zusammengehalten, deren genaue     Zu-          sammensetzung    nicht bekannt ist.

   Bisher  wurde sie als identisch mit dem     Ligninstoff     der     Fasern    oder doch als nah verwandt mit  diesem angesehen.  



  Die Ergebnisse von Versuchen zeigen  aber, dass die Eigenschaften der     Mittellamelle     in gewisser Beziehung nicht genau die glei  chen sind wie diejenigen der     Ligninsubstanz,     die noch in Holzstoffen vorhanden ist. Es  wurde gefunden, dass durch     Erhitzung    auf  eine Temperatur     wenig    über 100   C die  Mittellamelle so viel von ihrer Eigenschaft,  die Fasern zusammenzukitten, verliert, dass  das Holzmaterial bei derartigen Tempera  turen leicht zerfasert werden kann, insbeson  dere bei Anwesenheit von Feuchtigkeit.  



  Bei solchen verhältnismässig niedrigen  Temperaturen hat anderseits die     Bindung     zwischen den Fädchen in den Wandungen  der Fasern nicht so viel von ihrer Stärke  verloren, dass die     Wandungen    der einzelnen  Fasern während der     Zerfaserung    des Mate  rials zerrissen werden. Um die Wandung  der Fasern ohne zu grosse     mechanische    Zer  störung der Fädchen zerreissen zu können, ist  es nötig, das Material beträchtlich höher zu  erhitzen, auf jeden Fall über 200   C.  



  Obwohl bei der     Zerfaserung    von Holz  material bei Temperaturen, die wenig über  <B>100'</B> C liegen, gute Ergebnisse erzielt wor  den sind, wurde gefunden, dass noch beträcht  lich bessere Ergebnisse bei höheren Tempe  raturen erhalten werden. Die     Zerfaserung     von Nadelhölzern wird vorzugsweise bei  einer     Temperatur    von 120' bis ,182   C aus  geführt. Die besten Ergebnisse wurden bei  Temperaturen     zwischen    150       und    172   C er  halten, wobei die     Zerfaserung    von harten       Hölzern    bei     etwas    geringeren Temperaturen       vorgenommen    werden kann.

   Die     besten    Er-         gebnisse    wurden     hierbei    zwischen     138'    und  172   C erreicht.  



  Obgleich man auf Grund von Beobach  tungen bei Versuchen     annehmen        kann,    dass  der     Ligninstoff    der     Mittellamelle    seine Ver  bindungseigenschaften bei geringeren Tem  peraturen verliert, als dies für den     Lignin-          stoff        zutrifft,    der die Fibrillen der Faser  wände verbindet, können keine Beweise dafür       gegeben    werden, dass diese beiden Stoffe in  chemischer Beziehung verschieden sind.

   Da  beide Stoffe allgemein unter dem Ausdruck       "Ligninstoff    des Holzes" zusammengefasst  werden, muss besonders auf den oben ge  nannten Unterschied in     physikalischer    Be  ziehung hingewiesen werden, um zu klären,  welche Wirkungen bei dem Erhitzen ein  treten.  



  Bei dem vorliegenden     Zerfaserungsver-          fahren    besteht die durch das Erhitzen des  Materials auf Temperaturen über 100   C in  Gegenwart von     Feuchtigkeit,    zum Beispiel  Wasser oder Dampf oder beiden angestrebte  Wirkung darin, den Stoff in der Mittel  lamelle zu erweichen oder zu     schmelzen,    und  zwar in der gleichen Weise -wie Wachs oder  ähnliche Stoffe erweicht oder     geschmolzen     werden, indem man sie auf Temperaturen  erhitzt, die über ihrem     Schmelzpunkt    liegen.

    Obwohl es nicht     bekannt    ist, ob der Stoff  der     Mittellamelle    wirklich bei erhöhten Tem  peraturen schmilzt oder nicht, ist die bei dem       Lignin-Zellulose-Material    erhaltene     Wirkung     so, als ob tatsächlich ein     Schmelzen    statt  fände.  



  Die Annahme, dass Wasser bei höheren  Temperaturen das Erweichen oder Schmelzen  der Mittellamelle begünstigt, mag richtig  oder nicht richtig sein. Da aber durch eine  solche Behandlung die     einzelnen    Fasern ge  schmeidiger und weniger steif als     in    einem  vollkommen trockenen Zustand sind, soll  Feuchtigkeit zum mindesten in geringem  Ausmass bei der     Zerfaserung    des Materials  vorhanden sein.  



  Es ist besonders typisch für die vorhan  denen Verhältnisse,     .dass    eine     Erhitzung    von       zehn,        Minuten        gegeia    eine solche -von     einer              Minute    keine beträchtlichen Unterschiede in  bezug auf die Ergebnisse zeitigt, voraus  gesetzt natürlich, dass gleiche     Endtempera-          turen    angewendet werden.  



  Nach einer ausgedehnten Behandlung  von     Ligiiin-Zellulose-Materialien    bei höheren  Temperaturen und Anwesenheit von Wasser  oder Dampf oder     beiden,    haben die Mate  rialien durch das Ausziehen harzartiger und       Gummiartiger    Stoffe und anderer, im Was  ser löslicher Bestandteile an Gewicht ver  loren. Durch Hydrolyse wird der Betrag der  im Wasser löslichen Substanzen vergrössert,  und im gewissen Grad werden     umsomehr     wasserlösliche Substanzen ausgezogen, je  länger eine derartige Behandlung des Mate  rials dauert. Wenn     Lignin-Zellulose-Mate-          rial    gekocht und mit Wasser bei Tempera  turen über 1.00   C ausgezogen wird, verliert.

    das Material ungefähr<B>10%</B> an Gewicht  gegenüber dem ursprünglichen trockenen  Material.  



  Durch     wissenselia        ftliche    Untersuchungen  und durch die Praxis ist bekannt geworden,  dass nach dem Dämpfen oder Kochen mit  Wasser während einer ziemlich langen Zeit,  zum Beispiel einer Stunde oder mehr,     Lignin-          Zellulose-Materialien    durch mechanische Mit  tel und Verfahren, wie     Schleifen    oder Schla  gen, leichter zerfasert oder zerrissen werden  können, als Materialien, die nicht in der  artiger Weise behandelt wurden.

   Es ist aber  nicht bekannt. geworden, dass bei erhöhten  Temperaturen, vorzugsweise zwischen<B>132'</B>  und<B>182'</B> C. die     Mittellamelle    ohne     längere     Erhitzung in einem solchen Mass aufgeweicht  wird, dass das Material mit einfachen     Mitteln     zerfasert werden kann, ohne dass die Faser  wandungen selbst zerstört werden.  



  Die     Zerfaserung    von     Lignin-ZPllulose-          Material,    zum Beispiel Holz, kann beispiels  weise in folgender Weise ausgeführt werden:  Das Material wird durch     Rührschaufeln     oder durch Schleifen in Stücke von einer  Länge in Richtung der Fasern von ungefähr       25    mm und in andern Richtungen von un  gefähr 12 bis 25 mm     aufgeteilt.    Das Mate  rial, dessen Feuchtigkeitsgehalt     vorzugsweise       nicht 60 Gewichtsprozent überschreiten  sollte, wird dann in einen Behälter ein  geführt,

   zum Beispiel mit Hilfe     einer    fort  laufend arbeitenden     Fördervorrichtung.    Im  Behälter wird es der     Wirkung    von Dampf  unter einem Druck von vorzugsweise 4     atm     oder höher ausgesetzt. Der     Dampfdruck     sollte nicht geringer als 3     atm    sein. Seine  Höhe richtet sich nach der Art des Mate  rials des     gewünschten    Faserbreies. Die  Dampftemperatur soll vorzugsweise 5,5   bis  11   C höher sein als die Temperatur, bei der  die     Zerfaserung    vor sich gehen soll.  



  Der Dampf tritt in die Poren des Mate  rials ein und kondensiert im Innern .der  selben. Da die     Wärmeübertragung    von dem  Dampf auf das Material bei der Konden  sationstemperatur vor sich geht, findet eine       .#chnelle    Erhitzung     statt,    und die     benötigte     Zeit liegt nicht über 20 bis     4:0    Sekunden, sie  hängt von dem ursprünglichen     Feuchtigkeits-          gehalt    und der ursprünglichen Temperatur  des Materials ab.

   Material, das einen anfäng  lichen Feuchtigkeitsgehalt besitzt, der höher  als<B>50%</B> ist und eine -Temperatur unter dem  Gefrierpunkt des Wassers aufweist, benötigt  eine längere Zeit, bis seine     Temperatur    in  dem gewünschten Mass erhöht ist.  



  Nach dem Erhitzen soll die     Zerfaserung     sobald als möglich stattfinden, um ungün  stige Einwirkungen auf das Material bei der  erhöhten Temperatur zu vermeiden.     Wenn     die ungünstigen Wirkungen einer längeren       Erwärmung    des Materials von geringer Be  einflussung auf die     Eigenschaften    des End  produktes sind, kann die     Zerfaserung    so  lange hinausgeschoben werden, als es aus  technischen oder mechanischen Gründen not  wendig ist.  



  Die Erhitzung des Materials durch die  Kondensation des Dampfes erhöht den Feuch  tigkeitsgehalt. Da die Dampfmenge, die     zur     Erhitzung des Materials benötigt wird, zwi  schen einem     halben    kg oder weniger bis  zu zwei kg pro kg trockenes Material       ,"chwankenkann,    wobei die Menge von dem  ursprünglichen Zustande oder- vom Material      abhängt, kann der Feuchtigkeitsgehalt des  Materials nach     Beendigung    des     Erhitzens          zwischen    55 und     7,5%    liegen.  



  Gemäss der beschriebenen Arbeitsweise  findet die     Zerfaserung    in Gegenwart von nur  geringen     Wassermengen    statt. Es ist jedoch  auch möglich, um die     Auslaugung    des Ma  terials nach der     Zerfaserung    zu erleichtern,  das Verfahren in Gegenwart von solchen  Wassermengen auszuführen, dass die Masse  eine mehr oder weniger dickflüssige Flüssig  keit bildet.     In    dieser Weise kann es vorteil  haft sein, die     Zerfaserung    in Gegenwart von  starken Wassermengen auszuführen, um,  wenn gewünscht wird, einen Teil der Be  standteile des Materials chemisch aufzulösen.

    Dies kann dadurch     bewirkt    werden, dass im  Wässer     bestimmte    geeignete     Chemikalien,     zum Beispiel Alkalien,     bestimmte        Schwefel-          ogydverbindungen    in Anwesenheit von Cal  ciumsalzen oder dergleichen,     Reduziermitteln     oder Bleichmitteln usw. aufgelöst werden.       Durch    diese Mittel ist es möglich, einen  leicht farbigen Wasserbrei zu erhalten. Diese  Arbeitsweise kann auch angewendet werden,  wenn es     wünschenswert    ist,     gewisse    im  Material vorhandene Bestandteile, zum Bei  spiel Gerbsäuren und dergleichen, auszu  ziehen.  



  Eine andere Art der     Zerfaserung    von       Lignin-Zellulose-Material    :bei hohen Tempe  raturen besteht darin, das Verfahren in  Gegenwart von geringen Wassermengen, zum  Beispiel 7 kg Wasser auf 1 kg trockenes  Material, in der beschriebenen Weise zu be  ginnen, wonach die     Zerfaserung    in Gegen  wart grösserer Wassermengen, zum Beispiel  im Bereich von 10 bis 100 Teilen Wasser  auf einen Teil trockenes Material, fortgesetzt  wird.  



  Die     für    die     Zerfaserung    des erhitzten  Materials benötigte Kraft     wird        umao    ge  ringer sein, je geringer die     vorhandene     Wassermenge ist.

   Wenn die vorhandene  Wassermenge 7 kg nicht überschreitet, zum  Beispiel 1 bis 3 kg pro kg Material beträgt,  hat die Mischung insbesondere nach beendeter       Zerfaserung-    -das Aussehen einer ziemlich    trockenen Paste und besitzt keine so grosse  Viskosität, dass sie mit Erfolg in     Zer-          faserungs-    oder Schleifvorrichtungen, wie  Schlag- oder Schleifmaschinen     (Jordan-Ma.-          schinen,    Scheibenwerke) behandelt werden  könnte, da derartige     Vorrichtungen    eine  Wassermenge verlangen, die 1.2 bis 40 kg  pro kg trockenes Material beträgt.

   Ander  seits kann die     Zerfaserung    des Materials     mit     Vorrichtungen, wie     Kollergängen,    Kugel  oder     Stabmühlen    oder dergleichen ausgeführt  werden, wenn das Material in einem ziemlich  trockenen Zustand ist.  



  Vorrichtungen der .genannten Art und  anderer Arten, die gewöhnlich bei der Her  stellung oder Behandlung von Faserstoffen  für die Papier-, Pappe- und dergleichen       Industrien    benutzt werden, arbeiten nach  einem Prinzip, gemäss dem die Teilchen des  Materials mehr oder     weniger    zwischen zwei  Flächen aus hartem Stoff, die relativ zuein  ander bewegt werden, zermahlen oder zer  drückt werden.  



  Obwohl gute Ergebnisse mit Vorrichtun  gen der benannten Arten erhalten werden  können, wurde gefunden, dass das Material,  das in der genannten Weise erhitzt wurde,  mit grossem Erfolg in einer     Vorrichtung    be  handelt werden     kann,    die eine völlig ver  schiedene Wirkung auf das     Material    ausübt.

    In dieser Vorrichtung wird das Material  durch     Zentrifugalbewegung    einer lebhaften       Durcheinanderbewegung    und     Knetbewegung     unterworfen, derart, dass die     Zerfaserung     hauptsächlich     infolge    innerer Reibung     zwi-          sehen    den Teilchen des Materials erfolgt.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel einer derartigen Vorrichtung, die be  sonders für die Ausführung der     Zerfaserung     g     o          emäss    der Erfindung geeignet ist, dar  gestellt.  



       Fig.    1 und 2 zeigen die Vorrichtung in  Quer- und Längsschnitt, und zwar       Fig.    1 gemäss der Linie     I-I    der     Fig.        \?,     und       Fig.    2 gemäss .der Linie 11-II der     Fig.    1.  Die Vorrichtung     weist    einen     zylin-.          drischen    - Kessel ' auf, der . durch Seiten-      wände 3 und 4 abgeschlossen ist. Innerhalb  des Kessels 2 liegt konzentrisch mit der  Achse desselben eine Einrichtung, die von  aussen gedreht werden kann.

   Diese Einrich  tung, die dem rotierenden Teil eines Schlag  werkes einer Hammermühle ähnlich ist, weist  eine Welle 5 und bewegliche Schaufeln 6 auf,  Die Schaufeln sind auf Achsen 7 befestigt,  die parallel zur Welle 5 in     Naben,8    liegen,  die ihrerseits auf der Welle 5 befestigt sind.  Die Innenwandung des zylindrischen Kes  sels     \?    ist mit     stangenartigen    Organen 9     ver-          ehen,    die verhindern sollen, dass das ein  geschlossene Material der Bewegung des  rotierenden Teils folgt.

   Das Material wird  bei der     Drehbewegung    gegen die Wandung  des Kessels und dann gegen und zwischen  die Schaufeln 6 geworfen, so     dass    eine gün  stige     Durcheinanderbewegung    des Materials  eintritt. Die Wirkung der Vorrichtung ist  ähnlich der einer     Teigknetmaschine.    Die       Zerfaserung    wird im wesentlichen durch die  Reib- oder     Knetwirkung    der rotierenden  Schaufeln 6 und durch innere Reibung zwi  schen den Teilen des Materials, die durch       die    lebhafte     Durcheinanderbewegung    des  selben entsteht, erzielt.  



  Es ist nicht unbedingt notwendig, dass  die Schaufeln des rotierenden Teils beweg  lich sind. Indessen ist dies erwünscht, da die  Wirkung der Schaufeln auf das Material  durch bewegliche Anordnung milder ist, als  wenn die Schaufeln unbeweglich an dem  rotierenden Teil festsitzen.  



  Um eine noch grössere     Zerfaserungswir-          kung    zu erhalten, kann der Kessel mit zwei  oder mehr rotierenden Einrichtungen der     be-          #chriebenen    Art versehen sein.

   Schleif- und       Zerfaserungsvorrichtungen    für     Lignin-Zellu-          lose-Materialien    der bisher bekannten Arten,  insbesondere des Jordan- oder Holländer  Typs, benötigen eine grosse Antriebskraft für  die Durchführung des     Zerfaserungsvor-          ga.nges,    da einerseits die     Schleifflächen    in  so dichtem Kontakt miteinander sind, dass       .rosse    Energiebeträge nicht für die     Zerfase-          rung    benutzt, sondern in Wärme infolge Rei  bung zwischen den genannten Flächen um-    gesetzt werden,

   und da ferner beträchtliche  Energiebeträge durch die innere Reibung  in der grossen Wassermasse verloren gehen,  die gewöhnlich in derartigen Vorrichtungen  vorhanden ist, wobei die     Reihung    ein Er  gebnis der durch die beweglichen Teile er  zeugten Ströme ist. Die oben beschriebene       Zerfaserungsvorrichtung    verbraucht keine  Energie infolge unmittelbarer Reibung     zwi-          sehen    beweglichen und festen Teilen,     ausser     der nicht vermeidbaren Reibungsverluste,  die in' Lagern und Stopfbüchsen auftreten.  Ausserdem ist eine Leistungsersparnis er  zielbar, wenn die     Zerfaserung    bei Vorhanden  sein eines geringen Wasserbetrages durch  geführt wird.  



  Versuche haben gezeigt, dass Astknoten  und andere feste Teile des Holzes leicht  durch das neue Verfahren zerfasert werden,  insbesondere wenn dies in einer Vorrichtung  der beschriebenen Art ausgeführt wird. Dies  kommt daher, weil die Stoffe, die die Fasern  der dichten Astteile des Holzes miteinander  verbinden, genau so leicht aufgeweicht wer  den, wie diejenigen der mehr porösen Teile  des Holzes, wie zum Beispiel des Frühlings  und Sommerholzes. Wenn Fichtenzweige von  12 bis 35 mm im Durchmesser, die in Längen  von 25 bis 7-5 mm geschnitten sind, und  Holzteile aus dem Stamm des Baumes     unter     denselben Bedingungen zerfasert werden,  wurde ein Unterschied bei der     Zerfaserung     nicht bemerkt.  



  Wenn das Fasermaterial für die Herstel  lung von     Wandplatten    benutzt werden soll,  kann der     Zerfaserungsprozess    früher unter  brochen werden, als wenn die Fasern für die  Herstellung von Papier,     Kartonpappe    oder  dergleichen dienen sollen. Wenn nötig, kön  nen Teile, die nicht zerfasert sind, durch       Absieben    ausgeschieden und in die     Zerfase-          rungsvorrichtung    zurückgebracht werden.  



  Nach Beendigung der     Zerfaserung    wird  der Faserbrei aus der Vorrichtung abgezogen.  Dies kann dadurch bewirkt     werden,        da.ss    das  zerfaserte Material nach einer Öffnung in  der Vorrichtung befördert     wird,    wo es durch  den Überdruck nach aussen geblasen wird.      Eine bessere     Arbeitsweise    besteht darin, das  zerfaserte Material in .dem     untern    Teil der  Vorrichtung mit Wasser zu mischen und die  Mischung durch eine Öffnung, deren Grösse  vorzugsweise einstellbar ist, abzuziehen.  



  Die     Erfindung    ist in keiner Weise auf  die beschriebenen     Ausführungsformen    be  schränkt,     sondern    kann in verschiedenster  Hinsicht ausgeführt     werden,    ohne dass man  sich von dem Prinzip derselben entfernt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Zerfaserung von I.ignin- Zellulose-Material, dadurch gekennzeichnet, dass das Material auf über<B>100'</B> C erhitzt und darauf bei dieser Temperatur in Gegen wart von Feuchtigkeit, unter Vermeidung eines vorhergehenden Weichmachens durch Kochbehandlung in wässerigen Mitteln, zer fasert wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die vorhandene Feuch tigkeitsmenge bis zu 7 kg Wasser pro kg trockenes Material beträgt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Material durch Zentrifugalbewegung einer lebhaften Durcheinanderbewegung und Knetbewe- gung unterworfen wird, derart, dass die Zerfaserung hauptsächlich infolge innerer Reibung zwischen den Teilchen des Ma terials erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Material auf die Temperatur eines Dampfes von 4 atm er hitzt wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Feuehtig keits- gehalt des Materials derart geregelt wird, dass vor der Behandlung derselbe 60 Ge wichtsprozent nicht übersteigt, worauf die Erhitzung- des Materials mit Dampf von mindestens 3 atm und ferner die Zerfase- rung bei einer Mindesttemperatur von 120 C erfolgt. 5.
    Verfahren nach Unteranspruch .4, dadurch gekennzeichnet, dass das Material einer weiteren Zerfaserung in Gegenwart von mindestens 10 kg Wasser pro kg trockenes Material unterzogen wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Material auf eine solche Temperatur erhitzt wird, dass die Zwischensubstanz, durch die die einzelnen Fasern des Materials zusammengehalten werden, aufgeweicht wird.
CH166508D 1932-10-13 1932-10-13 Verfahren zur Zerfaserung von Lignin-Zellulose-Material. CH166508A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0327469A1 (de) * 1988-02-05 1989-08-09 Beghin-Say Societe Anonyme Verfahren zum Zermahlen lignocelluloseartiger Materialien
WO2013083784A3 (de) * 2011-12-09 2013-08-22 Aerocycle Gmbh Verfahren zur altpapieraufbereitung

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