CH166581A - Verfahren zum Betrieb einer elektrischen Stromerzeugungs- und Verteilungsanlage. - Google Patents

Verfahren zum Betrieb einer elektrischen Stromerzeugungs- und Verteilungsanlage.

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CH166581A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  Verfahren zum     Betrieb    einer elektrischen     Stromerzeugungs-    und Verteilungsanlage.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren  zum Betrieb einer elektrischen     Stromerzeü-          gungs-    und Verteilungsanlage mit mehreren       Stromerzeugern    oder mehreren Gruppen von  solchen, welche bei wechselnden Betriebsver  hältnissen nach einem bestimmten Plan ein  geschaltet, ausgeschaltet,     be-    und entlastet  werden, ohne dass hierzu umständliche Denk  operationen     erfordrelich    sind;

   meist können  auch besondere     Mess-    oder Steuerleitungen  oder     Fernwirkverbindungen    zwischen den  einzelnen Stromerzeugern oder zwischen die  sen und einer gemeinsamen     Lastverteilstelle     entfallen.  



  Der Belastungsplan kann beispielsweise  die durch die Wirtschaftlichkeit der Strom  erzeugung bestimmte Qualifikation der ein  zelnen Stromerzeuger sein. Es sei angenom  men, dass ein     Wasserkraftlaufwerk    A, Grund  lastdampfkraftwerk B, ein     Wasserkraft-          speieherwerk    C, ein Wärmespeicherwerk D  und ein     Spitzendeckungswerk    E auf ein ge  meinsames Netz arbeiten.

   .Das Wasserkraft-         lauf-werk        A.    soll mit den niedrigsten Strom  erzeugungskosten je     Kilowattstunde    arbeiten,  die Werke B, C und D mit     immer        grösseren          Stromerzeugungskosten    und das     Spitzendek-          kungswerk    mit den höchsten     Stromerzeu-          gungskosten    je Kilowattstunde.

   Um daher  möglichst wirtschaftlich Strom zu erzeugen,       wird    es zweckmässig sein, bei geringer Be  lastung bloss das     Wasserkraftlaufwerk        g    ar  beiten zu lassen und die übrigen Werke fort  schreitend entsprechend fortschreitender Be  lastung zuzuschalten     bezw.    zu belasten. In  der     Fig.    1     sind    die Höchstbelastungen der  einzelnen Werke angegeben.

   Es wird also  beispielsweise bei     einer    Belastung, welche  zwischen 0 und 20 000     Kilowatt    liegt, bloss  Werk 4 Strom abgeben, bei einer Belastung  zwischen 20 000 und 30 000 Kilowatt wer  den Werk A und Werk B Strom     abgeben,     zwischen 30 000 bis 38 000     Kilowatt    Werk  <I>A,</I> Werk     B    und Werk C,     zwischen    38 000  und 42 000     Kilowatt    wird noch Werk D  hinzutreten und erst zwischen 42 000 und      50 000     Kilowatt    Belastung werden alle fünf  Werke Strom abgeben.  



  Es ist bekannt, die Einhaltung dieses  oder     eines    andern Betriebsplanes dadurch zu  erreichen, dass man die gesamte Netzbela  stung durch entsprechende     Fernmess-    und       Fernmeldeeinrichtungen    aus den Einzel  belastungen der Maschinen addiert, daraus  durch Gedankenarbeit feststellt, welche Ma  schinen     eingeschaltet    und wie weit sie be  lastet werden müssen und darnach Befehle  oder Steuerimpulse an die     einzelnen    Kraft  werke,     Lastverteilerstellen,    Phasenschieber  stationen oder dergleichen gibt.

       Erfindung.--          gemäss    kann aber das Gleiche auch ohne die  sen Umweg erreicht werden, indem man min  destens eine im ganzen Netz vorhandene  elektrische Grösse, zum Beispiel die Fre  quenz oder die Spannung,     in        einen    funktio  nellen Zusammenhang     mit    dem     zugrundelie-          genden    Belastungsplan bringt.     Anhand    des  eingangs erwähnten Beispiels soll dies     erläu:          tert    werden:  Es handelt sich um eine     Drehstromanlage.     Als Bezugsgrösse für die Belastungsauftei  lung soll die Frequenz gewählt werden.

   Es       %ird    nun für das Netz eine sogenannte Leer  lauffrequenz     eingeführt,    welche zum Bei  spiel 50 Perioden betragen soll. Ferner     wird     jedem Stromerzeuger eine bestimmte andere  Frequenz zugeordnet, welche im folgenden  als Sollfrequenz dieser Maschine bezeichnet  werden soll. Der funktionelle Zusammen  hang zwischen Frequenz und Belastungsplan  bestehe ferner darin, dass die Differenz zwi  schen Sollfrequenz einer Maschine und Leer  lauffrequenz des Netzes den     reinen    Erzeu  gungskosten der Maschine proportional ist.  Es werden dann jene Maschinen eingeschal  tet und belastet, für welche die Sollfrequenz  über der     geraäe    herrschenden Netzfrequenz  liegt.  



  Der Erfolg dieser     Massnahme    ist aus       Fig.    1 zu     entnehmen.    Solange dem Netz  keine     Leistung    entnommen     wird,    wird das       Wasserkraftlaufwerk    A in der Lage     sein,     dem Netz seine Sollfrequenz aufzudrücken.  Die reinen Erzeugungskosten dieses Lauf-    Werkes sind praktisch gleich     Null    und seine  Sollfrequenz ist daher gleich der Leerlauf  frequenz des Netzes, nämlich 50 Perioden.

    Die Werke mit höheren Erzeugungskosten  und dementsprechend tieferer Sollfrequenz  beteiligen sich nicht an der     Frequenzhaltung.     Man wird den Betrieb dann so führen,     daC     das Werk mit der nächst tieferen Sollfre  quenz zum Anlauf bereit gehalten wird,  während die übrigen Werke ihre Maschinen  abgestellt haben. Wird     nun    dem Netz eine  allmählich steigende Leistung entnommen, so  wird diese vorerst vom Laufwerk A allein  gedeckt, was sich dadurch ausdrückt, dass das  Netz nach wie vor mit der Sollfrequenz die  ses Laufwerkes betrieben wird.

   Erst wenn  die Netzbelastung grösser     wird    als die im  Laufwerk verfügbare     Leistung,        wird    die  Netzfrequenz unter diesen Wert     absinken,     weil das Werk A nicht mehr in der Lage  ist, durch weitere Leistungserhöhung seine  Sollfrequenz zu     erzwingen.    Die Frequenz  wird dann so weit fallen, bis die Sollfre  quenz irgendeiner andern im Netz ange  schlossenen Maschine erreicht und diese hier  durch zur Lieferung veranlasst     wird.        Im    vor  liegenden Beispiel ist dies das Dampfkraft  werk B, dem etwa eine Sollfrequenz von 49,9  Perioden zugeordnet ist.

   Da die     übrigen     Werke eine noch tieferliegende Sollfrequenz  besitzen, wird also die Spitzendeckung und       Frequenzhaltung    nunmehr ausschliesslich von  dem am billigsten arbeitenden Dampfkraft  werk B übernommen werden. Erst     wenn    in  folge steigender Netzbelastung auch dieses  Werk an der Grenze seiner Leistungsfähig  keit angelangt ist,     wird    ein neuerlicher     Fre-          guenzsprung    eintreten, der das Wasserkraft  speicherwerk C, dessen     Sollfrequenz    zum  Beispiel 49,8 Perioden betragen möge, zur       Übernahme    der     Frequenzhaltung    veranlasst.  



  Dieser Vorgang setzt sich mit steigender       Netzbelastung    in gleicher Weise fort, indem  jedes Werk bei Annäherung der Netzfre  quenz an seine     Sollfrequenz    bereitgestellt  wird und das     Absinken    der Netzfrequenz  unter     seine    eigene Sollfrequenz durch Er  höhung der     MaschinenIeistung        zu    verhindern           trachtet.    Bei Abnahme der Netzbelastung  vollzieht sich der gleiche Vorgang in ent  gegengesetzter Richtung, indem sich jedes  Werk bemüht, ein Ansteigen der Netzfre  quenz über seine eigene     Sollfrequenz    durch  Entlastung der Maschinen zu verhindern.

   Ist  ein Werk vollkommen entlastet; so springt  die Netzfrequenz bis zur nächst höher     gelege-          genen    Sollfrequenz empor. Aus der jeweiligen  Netzfrequenz kann hierbei. immer ersehen  werden, welche Gattung von Maschinen ge  rade im Betrieb ist und ob zwischen dem       frequenzhaltenden    Werk und einem beliebi  gen andern noch genügend Maschinen vor  handen sind, welche eine vollständige Ab  stellung eines Werkes gestatten.  



  Im vorstehenden Beispiel wurde der Ein  fachheit halber angenommen,     da.ss    die Soll  frequenz für eine Maschine oder ein Werk  eine konstante Grösse ist. Dies trifft im all  gemeinen nicht zu. Da gemäss dem gewähl  ten Belastungsplan die Sollfrequenz eine  Funktion der     Erzeugungskosten    ist, wird sie  von der prozentuellen Maschinenbelastung  entsprechend dem Verlauf der Wirkungs  gradkurve, in Dampfkraftwerken auch von  der     ILesselbelastung    abhängig sein. Dann  wird unter Umständen nicht mehr ein Werk  oder eine Maschine allein die Frequenz hal  ten,     sondern    es werden mehrere oder alle  Maschinen auf Teillasten gleicher Sollfre  quenz geregelt. Das Wesen der Erfindung  wird jedoch durch diese Tatsache in keiner  Weise berührt.  



  Überdies kann auch durch andere will  kürliche Festsetzungen die     Sollfrequenz        be-          einflusst    werden. Arbeitet beispielsweise     eine     Industrieanlage aufs Netz eines öffentlichen  Elektrizitätswerkes, so kann der Fabriks  betrieb das Interesse haben, vorwiegend zu  gewissen Tageszeiten Strom in das öffent  liche Netz abzugeben, während in den übri  gen Stunden die Parallelarbeit nur zur Auf  rechterhaltung der gegenseitigen Reserve be  stehen bleiben soll.

   In diesem Falle kann  nach einem von Verträgen, Tarifen oder an  dern willkürlichen Festsetzungen abhängigen  Fahrplan die Sollfrequenz der Fabriksgene-         ratoren    zusätzlich beeinflusst werden. Ähn  lich lässt sich jeder     beliebige    Tarif durch  eine Korrektur der Sollfrequenz berücksich  tigen, zum Beispiel Abhängigkeit des Strom  preises von der gelieferten Leistung, dem mit  gelieferten Blindstrom, dem Leistungsfak  tor u. v. a. m.  



  Mitunter kann es auch erwünscht sein,  die beschriebene planmässige Lastaufteilung  zeitweilig ausser Kraft zu setzen und     eine     andere Regelung wirksam werden zu lassen.  Werden zum Beispiel in einem Netz Syn  chronuhren betrieben, so     unterliegt    die     Fre-          quenzha.ltung    noch zusätzlichen Rücksichten  auf den Gang dieser Uhren.

   Wenn sich nun  auf Grund der geschilderten Manipulationen       mit    der Netzfrequenz im Laufe eines Zeit  raumes eine Fehlanzeige der     Synchronuhren     ergibt, so kann dieser Fehler wieder behoben       werden,    indem entweder bei allen Strom  erzeugern eine entsprechende Veränderung  des     Frequenzniveaus    in Abhängigkeit vom       Uhrenfehler    bis zu dessen Behebung und  ohne     Störung    der planmässigen Lastauftei  lung einsetzt oder indem die der planmässi  gen Lastaufteilung dienende Beeinflussung  der Frequenz zeitweilig aufgehoben und  durch eine nur auf Behebung des     Uhrenfeh-          lers    abzielende Beeinflussung ersetzt 

  wird.  



  Durch die Einführung der     beschriebenen     Sollfrequenzen ist es also möglich, mittelst  Messung der Frequenz am Aufstellungsort  jeder Maschine festzustellen, ob sie gemäss  dem gewählten Belastungsplan in Betrieb zu  halten und wie weit sie zu belasten ist. Die  einzelnen Netzfrequenzen sind hierbei nicht  immer den gleichen Netzbelastungen zuge  ordnet, denn es kann vorkommen, dass etwa       eines    der Werke durch Störungen oder ähn  liche Umstände von der     Energieerzeugung     ausscheidet. Dann wird bei zunehmender  Netzbelastung die Sollfrequenz dieses Wer  kes übersprungen und die Netzfrequenz wird  bei der gleichen Netzlast entsprechend tiefer  liegen, als     wenn    dieses Werk an der Energie  versorgung teilnehmen würde.  



  Als Bezugsgrösse für den Belastungsplan  wird man nicht immer die Frequenz wählen.      In Gleichstromanlagen     muss    man eine andere  elektrische Vergleichsgrösse wählen; man  wird hierfür     zweckmässigerweise    die Netz  spannung     benützen.    Auch hier besteht der  funktionelle     Zusammenhang    mit dem Be  lastungsplan in der Festlegung einer     Leer-          laufspannung    und einzelner den Maschinen  zugeordneten Sollspannungen. Hierbei er  geben sich sogar gewisse Vorteile gegenüber  der Regelung auf Grund der Frequenz.

   Diese  ist bekanntlich für sämtliche Stellen des Net  zes gleich gross, während die Spannung  durch die     Leitungsverluste        beeinflusst    wird.  Dies hat zur Folge, dass bei Spannungshal  tung durch ein Werk A an den Maschinen  klemmen der übrigen Werke nicht die Soll  wertspannung des Werkes A gemessen wird,  sondern eine andere Spannung, welche um  die     Spannungsabfälle    in den Leitungen da  von verschieden ist. Die Spannungsabfälle in  den Leitungen spielen für die Regelung die  gleiche Rolle wie die Differenzwerte zwi  schen Sollspannung und     Leerlaufspannung,     die als Mass für die Erzeugungskosten die  nen.

   Dies bedeutet aber, dass sich die Lei  tungsverluste     selbsttätig    zu den Erzeugungs  kosten addieren. Dies geht aus     Fig.    2, in  welcher eine     Leitung    mit drei     anspeisenden     Werken<I>A, B, C</I>     und    der     Spannungsverlauf     längs der Leitung dargestellt ist, hervor. In  der     Fig.    2 bedeuten     E"    die     Leerlaufspan-          nung,        ES    die     Sollwertspannung,    0 E den  Spannungsabfall in den Leitungen.

   Es ist  hierbei angenommen, dass die drei Werke A,  B und C gleiche     Erzeugungskosten    haben.  Ist die Netzbelastung sehr klein, so erfolgt  die     Spannungshaltung    ausschliesslich durch  das Werk<I>A.</I> Für die Werke<I>B</I> und C be  steht kein Anreiz, sich an der Lieferung zu  beteiligen, da ihre Klemmenspannung nicht       kleiner    ist als ihre     Sollspannung.    Erst wenn  das Werk A die     Netzbelastung    nicht mehr  decken kann,     wird    das Werk B einspringen  und seinerseits die Spannungshaltung über  nehmen. Der Spannungsverlauf der Leitung  entspricht dann der Linie 2.

   Werk A wird  hierbei auf Vollast gehalten, da die Klem  menspannung dort selbst um den Spannungs-         abfall    A     E,    unter der Sollfrequenz liegt. Das  Werk C bleibt weiter unbelastet, weil dort  selbst kein solcher Spannungsabfall gemes  sen wird. Erst wenn auch das Werk B den  Netzbedarf nicht mehr decken kann, wird  auch das Werk C zur Lieferung herangezo  gen. Man sieht also, dass von den drei Wer  ken, die den Strom zu gleichen Preisen er  zeugen, stets nur jene Werke in Betrieb sind,  welche dem Verbraucher am nächsten liegen  und erst bei Vollast dieser Werke die ent  fernter gelegenen, also mit     Leitungsverlusten     arbeitenden, herangezogen werden.

   Wäre an  die     Leitung    noch ein viertes Werk D an  geschlossen, welches kleinere Erzeugungs  kosten und daher eine höhere     Sollwertspan-          nung    aufweist, so kann der Fall     eintreten,     dass bei Vollast der Werke<I>A</I> und<I>B</I> nicht  das Werk C, sondern das Werk D einspringt.

    Dies geschieht, wenn die Differenz der Solle       spannungen    der Werke C und D kleiner ist  als der Spannungsabfall     zwischen    diesen bei  den Werken, mit andern Worten, wenn es       wirtschaftlicher    ist, den Strom mit     einer    bil  liger     arbeitenden    Maschine und grösseren  Leitungsverluste zu erzeugen als mit einer  teurer erzeugenden Maschine mit kleineren  Verlusten.  



  Ist nämlich die     Sollwertspannung    des  Werkes D so hoch, dass bei Lieferung der  gesamten noch freien Leistung von D aus die  Netzspannung im Punkt C die     Sollwertspan-          nung    des Werkes C     übertrifft,    so wird- das  Werk D allein an Stelle des Werkes C die  Lieferung der freien Leistung übernehmen.  Wächst die Netzleistung und damit auch die  Belastung des Werkes D, so wächst auch der       Spannungsabfall    zwischen den Punkten C  und D. Es wird dann der Augenblick ein  treten, in welchem wegen des Spannungs  abfalles die Netzspannung im     Punkt    C unter  die     Sollwertspannung    des Werkes C sinkt.

    In diesem Augenblick beginnt das Werk C  mit der Energielieferung. In diesem Augen  blick     muB    das     Werk    D noch     keineswegs    voll  belastet sein. Es     wird    dann also weder das  Werk C noch das Werk D mit Vollast ar  beiten, sondern beide- Werke werden gemein-           sam    die Spannungshaltung übernehmen, wo  bei das Werk D so viel Strom zur Gesamt  lieferung beiträgt, dass der Spannungsabfall  zwischen C und D gleich der Differenz der  Sollspannungen dieser Werke ist. Diese  Lastaufteilung entspricht auch dem wirt  schaftlichsten Betrieb unter     gleichzeitiger    Be  rücksichtigung der Erzeugungskosten und  der Verluste.

   Das Verfahren ist am besten  dann verwendbar; wenn die Erzeugungs  kosten der einzelnen Maschinen voneinander  nicht sehr verschieden     sind    und das Netz  entsprechend grosse Spannungsschwankungen  verträgt, wie dies etwa in Bahnnetzen der  Fall ist.  



  Bei     Wechselstromanlagen    ist die Benüt  zung der Spannung als planabhängige Grösse  nicht in der gleichen Weise möglich. Für  die Aufteilung der Wirklast wird man dort  immer die Frequenz     wählen    müssen, wäh  rend die Spannung zur planmässigen Auftei  lung der Blindlast verwendet werden kann.  In diesem Falle werden also zwei elektrische.

    Grössen für die Einhaltung des Belastungs  planes herangezogen, und zwar die Frequenz  für die     Wirklastaufteilung,    die Spannung  für die     Blindlastaufteilung.    Es ist wieder  eine     Leerlaufspannung    festzulegen und die  Differenz zwischen der Sollspannung, auf  welche die einzelnen     Blindleistungserzeuger     eingeregelt werden und dieser     Leerlaufspan-          nung    ist den reinen Erzeugungskosten der  Blindleistung, also den Verlusten in Genera  toren,     Phasenschiebern    oder andern     Blindlei-          stungsmaschinen    proportional.

   Würden alle  Maschinen die Blindleistung verlustlos er  zeugen, so müssten alle Maschinen auf gleiche  Klemmenspannung geregelt werden, um die  optimale Verteilung der Blindstösse, das ist,  die kleinsten Leistungsverluste derselben zu  erhalten. Die durch die Stromwärme der  Maschinen bedingten Verluste sind eindeutig  durch die Wirkungsgradkurven bestimmt,  welche zur entsprechenden Richtigstellung  der Sollspannungen heranzuziehen sind, so  dass dann die Maschinen auf die dadurch be  dingten Klemmenspannungen zu regeln sind.  Die in den Verbindungsleitungen     zwischen       den     Kraftwerken    auftretenden Stromwärme  verluste der Wirkströme sind hingegen nicht  auf so einfache Weise erfassbar wie bei den  Blindströmen oder der früher     beschriebenen     Gleichstromanlage.

   Es muss     vielmehr    ein an  derer Weg hierzu eingeschlagen werden.  



  Auch die in den Leitungen fliessenden  Wirkströme rufen     Stromwärmeverluste    her  vor; diese müssen den Erzeugungskosten der  Wirkleistung zugezählt werden. Es wird  zum Beispiel unter Umständen wirtschaft  licher sein, die Wirkleistung, die ein Ver  braucher verlangt, von einem nahegelegenen,  an sich teurer arbeitenden Werk erzeugen zu  lassen, als von einem an sich zwar     billigeren,     aber weit entfernten Werk, von welchem die  Leistung nur mit bedeutendem Verlust dem  Verbraucher zugeführt werden kann.

   Es  müssen also bei den einzelnen Maschinen die       Sollfrequenzen        bezw.        die        Sollspannungen     noch eine zusätzliche Korrektur erfahren,  welche dem im Leitungsnetz auftretenden       Stromwärmeverlust    der Wirkströme Rech  nung trägt.  



  Arbeitet beispielsweise, wie     Fig.    4 zeigt,  das Kraftwerk A auf einen     entfernten    Ver  braucher B über die Leitung C und ist fer  ner die den     Erzeugungskosten    des Kraftwer  kes allein entsprechende Sollfrequenz gleich       f1    so müssten die Maschinen des Kraftwerkes  A auf eine niedrigere Sollfrequenz geregelt  werden als f,. Es kommt aber aufs Gleiche  heraus, wenn statt dessen das mit den glei  chen Erzeugungskosten, also der gleichen  Sollfrequenz<I>f,</I> behaftete Kraftwerk<I>D</I> nicht  auf die Frequenz f,, sondern auf .eine höhere  Frequenz geregelt wird.

   Das Mass dieser Er  höhung ist gegeben durch die     in    der Leitung  C auftretenden     Stromwärmeverluste    oder  auch durch den bis zum     Anschlusspunkt-    des  Kraftwerkes D     auftretenden    Spannungs  abfall. Dieser ist als Differenz gegenüber  der     Leerlaufspannung    des Netzes im Kraft  werke D messbar, welches seine Sollfrequenz  dieser Differenz entsprechend erhöht.

   Wenn  aber der     Verbraucher    B nicht nur Wirk  leistung, sondern auch Blindleistung bezieht,  so ist der vom     Kraftwerk    gemessene Span-           nungsabfall    kein richtiges     Kennzeichen    der  durch den Wirkstrom in der Leitung C her  vorgerufenen     Stromwärmeverluste.    Er rührt  vielmehr vom Wirk- und     Blindstrom    gleich  zeitig her. Um dieser Schwierigkeit zu be  gegnen, werden Sollfrequenz oder Sollspan  nung oder beide von der bei der Wirklast  regelung     auftretenden    Spannungsänderung  zusätzlich beeinflusst.  



  Wenn zum Beispiel anfänglich die bei  den Kraftwerke<I>A</I> und<I>D</I> in das Netz C nur  Blindlast liefern und nun eines oder beide  auf     Wirklastlieferung    geregelt werden, so  tritt eine Störung der früheren     Blindlastauf-          teilung    durch die nun fliessenden Wirkströme  ein. Diese Störung ist um so stärker, je grö  sser der durch die Wirkströme hervorgeru  fene Spannungsabfall im Netz C ist. Wird  nun durch geeignete Spannungsänderungen  die frühere     Blindlastaufteilung    wieder her  gestellt, so ist die Grösse dieser Spannungs  änderungen ein Mass für die Grösse der Stö  rung in der     Blindlastaufteilung    und damit  ein Mass für die Leitungsverluste der Wirk  ströme. Dieses.

   Mass     kann    nun dazu benützt  werden, die Sollfrequenz so zu korrigieren,  dass die     Stromwärmeverluste    der Wirkströme  Berücksichtigung finden.  



  Die beschriebene Methode ist ein Nähe  rungsverfahren, da eine genaue Messung der       Ohmschen    Spannungsabfälle ohne     Messleitun-          gen    oder     Fernmessverbindungen    nicht mög  lich ist. Es kann hierfür auch ein beliebiges  anderes     Näherungsverfahren    benützt werden.  Zum Beispiel ist es auch möglich, die Ohm  schen     Leitungsverluste    durch Messung der       Reaktanz    des Netzes zu erfassen. Die Er  höhung der Sollspannungen und die gleich  zeitige Ermässigung der Sollfrequenz hat  dann in Abhängigkeit der scheinbaren Re  aktanzen des Netzes zu     erfolgen.     



  Da alle diese Verfahren     Näherungsmetho-          den    sind, ist es nicht zu vermeiden, dass sich  die Fehler in der Einstellung der Sollwerte  für Frequenz und Spannung mit der Zeit  addieren. Es ist daher notwendig, diese  Werte von Zeit zu Zeit zu korrigieren. Diese  Korrektur soll immer dann vorgenommen    werden, wenn     eine    Maschine     leerläuft,    da  dann Sollspannung und Sollfrequenz durch  keinerlei     Ohmsche    Leitungsverluste beein  flusst werden und die genaue Grösse der Soll  werte nur von der Maschine selbst abhängig  ist.  



  In jenen Fällen, wo ein     Kraftwerk    ans  Netz über eine Leitung angeschlossen ist, an  welche kein Verbraucher angeschlossen ist,  so dass die gesamte im Kraftwerke erzeugte  Leistung durch diese Leitung fliesst, können  die Verluste in dieser Leitung direkt gemes  sen und in die     Regelung    einbezogen werden;  sie addieren sich dann einfach zu den Er  zeugungsverlusten und können beispielsweise  durch eine entsprechende Korrektur der Wir  kungsgradkurve der Stromerzeuger berück  sichtigt werden.  



  Da in einem solchen     Kraftwerk    auch  Energie für den eigenen Bedarf oder den der  näheren     Umgebung        erzeugt    wird, die nicht  durch die     Anschlussleitung    fliesst und sich  daher auch nicht an dem Hervorbringen der       Fortleitungsverluste    beteiligt, so ist es not  wendig, diesen Teil der     Energieerzeugung     zunächst von der Gesamtenergieerzeugung  abzuziehen und erst die Differenz zur Er  fassung der     Leitungsverluste    zu verwenden.  Die Subtraktion kann dabei durch an sich  bekannte     Messmethoden    erfolgen.  



  Die Berücksichtigung der Netzverluste  ist aber auch in exakter Weise möglich,  wenn eine Zentralstelle zur Verfügung steht,  welcher alle im Netz erzeugten und ver  brauchten Leistungen, zum Beispiel     mittelst          Fernmessung,    ständig gemeldet werden. Aus  der dann eindeutig bekannten Lastaufteilung  können die mit Rücksicht auf die Netzver  luste erforderlichen     Korrekturen    der zur  planmässigen Lastaufteilung herangezogenen  elektrischen Grössen     bestimmt    und beispiels  weise durch     Fernwirkeinrichtungen    den       Kraftwerken    usw. übermittelt werden.  



  Besteht eine solche Zentralstelle, so kön  nen dort nicht nur die     Korrekturen    der Soll  werte für die Berücksichtigung der Leitungs  verluste, sondern die Sollwerte der zur plan  mässigen Regelung verwendeten Grösse selbst      bestimmt und den einzelnen Kraftwerken       mitgeteilt    werden.  



  Dabei ist es in sich gleichgültig, ob die  Ermittlung dieser Sollwerte oder deren Kor  rekturen in der Zentralstelle durch Gedan  kenarbeit oder durch ganz oder teilweise  selbsttätig wirkende Einrichtungen erfolgt.  



  Zur ganz oder teilweise selbsttätigen Er  mittlung der Sollwerte oder ihrer Korrektu  ren kann beispielsweise eine Netznachbil  dung benützt werden, in welcher die im  Netz fliessenden Leistungen durch Hilfs  ströme nachgeahmt werden. Spannungen.,  Frequenzen oder andere Kennzeichen dieser  Hilfsströme dienen dann als planabhängige  Grösse in einer den vorstehenden Ausführun  gen analogen Weise. Werden in seinem  Wechselstromnetz Wirk- und Blindleistung  planmässig geregelt, so können zu diesem  Zweck zwei Netznachbildungen für die ge  trennte Ermittlung der planmässigen Wirk  und     Blindlastverteilung    verwendet werden.  Die Ermittlung der Korrekturen erfolgt  dann durch gegenseitige Beeinflussung der  beiden Netznachbildungen.  



  Solche Einrichtungen kann man auch  dazu verwenden, statt der Sollwerte der zur  Regelung verwendeten Grösse, die Sollwerte  der Belastungen selbst zu ermitteln. Es ist  hierzu noch notwendig, die Hilfsströme nach  den früher für Frequenz, Spannung usw.  angegebenen Gesichtspunkten zu regeln.  



  Wie schon aus dem Vorhergehenden er  sichtlich war, fällt die Rolle der plangemäss  veränderlichen Grösse jeweils jener Grösse zu,  die beeinflusst werden muss, um eine Ände  rung der Belastungsverteilung herbeizufüh  ren. In Wechselstromnetzen ist dies, wie be  kannt und im vorhergehenden vorausgesetzt,  die Frequenz, in Gleichstromnetzen die Span  nung. Letzteres gilt naturgemäss nur für  Gleichstromnetze, deren Erzeuger und Ver  braucher parallel geschaltet sind. Gleich  stromnetze in     Serieschaltung    arbeiten be  kanntlich mit konstantem Strom. Die Ge  samtspannung der in Serie geschalteten  Stromerzeuger ist ebenso ein Mass der Netz  belastung, wie in den gewöhnlichen Gleich-    stromneuen die Summe aller parallel ge  schalteten Erzeugerströme.  



  Während nun bei     Wechselstromnetzexi,     die im Prinzip mit konstanter Frequenz ar  beiten, und bei Gleichstromnetzen, die im  Prinzip mit konstanter Spannung arbeiten,  erfindungsgemäss die Variation dieser Grö  ssen zur     Lastverteilung    dient, wie im vor  stehenden beschrieben wurde, so muss bei  Gleichstromnetzen, die im Prinzip mit kon  stantem Strom arbeiten, die Variation des  Stromes zur planmässigen Lastaufteilung  herangezogen werden. Es werden also jene  Maschinen, die zunächst zur Stromabgabe  herangezogen werden sollen, auf den höch  sten, jene die zuletzt     darankommen,    auf den  niedrigsten Strom zu regeln sein.

   In Ab  hängigkeit vom Strom erfolgt nicht nur das       Be-    und Entlasten, sondern auch das Ein  schalten     bezw.    das Kurzschliessen und Aus  schalten der Maschinen.  



  Da eine solche Anlage ihrem Wesen nach  mit konstanten, von der umgesetzten Lei  stung unabhängigen     Stromwärmeverlusten     arbeitet, entfallen besondere Massnahmen zu  deren Berücksichtigung. Es könnte jedoch  auch in einer solchen Anlage die zufällige  geographische Lage der Verbindungsleitun  gen so sein, dass an Übertragungsverlusten  gelegentlich gespart werden kann. Enthält  beispielsweise die Anlage     (Fig.    3) drei  Kraftwerke A, B und C, deren eines     mittelst     der Leitungsschleife L angeschlossen ist, so  können durch Schliessen des     .Schalters        S,_    so  lange die Verluste in der Leitung L erspart  werden, als\ das Kraftwerk C nicht zur  Stromlieferung herangezogen wird.

   Das Öff  nen des Schalters     S,    kann auch selbsttätig  in Abhängigkeit vom durchfliessenden Strom,  das     Schliessen    entweder in Abhängigkeit von  dem durch L     fliessenden    Strom oder der an  den Klemmen des Schalters     S,    auftretenden  Spannung, welche ein Mass für die vom  Werk C gelieferte Leistung ist, erfolgen.  



  In ähnlicher Abhängigkeit kann der  Schalter     S2    geöffnet und geschlossen werden,  wenn es erwünscht ist, die Leiterschleife L      ganz     abzutrennen,    wenn sie nicht- strom  durchflossen ist.  



  In ganz gleicher Weise kann die     Ein-          und        Ausschaltung    von Verbrauchern oder       Verbrauchergruppen    zusammen mit den sie  ans Netz anschliessenden Leiterschleifen er  folgen.  



  Für das Wesen der     Erfindung    ist es  gleichgültig, auf welche Weise die Einhal  tung der Sollwerte erfolgt. Da es sich darum  handelt, die Maschinen so  zu regeln, dass  eine     bestimmte    Grösse auf ihren durch die  Erfindung gekennzeichneten Sollwert gehal  tenwird, ist es grundsätzlich ohne Bedeu  tung, ob dies von Hand aus oder durch be  sondere Regelapparate oder andere geeignete  technische Hilfsmittel geschieht. Wird die  Regelung von Hand aus vorgenommen, so  ist es natürlich zweckmässig, dem Bedie  nungspersonal entsprechende Anzeigegeräte  zur Verfügung zu stellen, an welchen es den  jeweiligen Wert der planabhängigen Netz  grösse und deren Sollwert ablesen kann.

    Auch wenn die     Belastzm.gsregelung    selbst  tätig mit Hilfe von Regelapparaten erfolgt,  wird zumindest die     Inbetriebsetzung    und       Abstellung    der Maschinensätze von Hand aus  vorgenommen werden. Man wird dann die  selbsttätigen Regelapparate zweckmässiger  weise     durch    Vorrichtungen ergänzen, welche  die Differenz     zwischen    Sollwert und Augen  blickswert anzeigen, um das rechtzeitige  Vorbereiten und Abstellung der     Maschinen     sicherzustellen.

      Für die selbsttätige     Regelu.ug    können       entweder    eigene     Einrichtungen    verwendet  werden, welche direkt die zu regelnden Grö  ssen: Frequenz, Strom, Spannung usw. beein  flussen, oder aber, es werden an sich be  kannte, oder auch schon vorhandene Dreh  zahl-, Strom-,     Spannungs-    oder sonstige  Regler dazu benützt und deren Einstellvor  richtungen im gewünschten Sinne     beein-          flusst.    Im Sinne der Erfindung werden dann  die     Einstellvorriehtungen    dieser Apparate  stets auf den dem Belastungsplan     entspre-          elienden    Sollwert eingestellt.

           Aibeiten    mehrere verschiedenartige Netze  gekuppelt, zum Beispiel ein Gleich- und ein  Drehstromnetz, oder zwei Drehstromnetze  verschiedener     Frequenz,    so kann die Aus  tauschleistung nach den Grundsätzen der       Eifindung    geregelt werden. Die Kupp  lungsstellen der     beiden    Netze     bilden    jeweils  fürs     eine    Netz     Kraftwerke,    fürs andere  Verbraucher.

   Während aber den primären       Kraftwerken    Sollwerte der Regelgrösse zu  geordnet sind, die in erster Linie nur vom       Betriebszustand    des Kraftwerkes abhängen,  ist der     generatorischen    Seite dieser     Kupp-          lungsstationen    ein Sollwert zugeordnet, .der  in erster Linie von den Belastungsverhältnis  sen des auf der motorischen Seite liegenden  Netzes abhängt.

   Erfolgt beispielsweise die       Anspeisung    eines Gleichstromnetzes aus  einem Drehstromnetz über Motorgeneratoren  und ausserdem etwa aus einigen Gleichstrom  zentralen und soll die Regelung auf grösste  Wirtschaftlichkeit erfolgen, so ist die Soll  spannung der Generatoren der     -Umformer-          gruppen    in erster Linie von der Frequenz  des Drehstromnetzes bestimmt, welche ein  Kennzeichen des Betriebszustandes und der  Energiedarbietung im     Drehstromnetz    ist.  



  Sind in einem erfindungsgemäss betrie  benen Netz Speicherstationen irgendwelcher  Art vorhanden     (Pumpspeicher,        Akkumula-          torenbatterien    oder dergleichen), welche dazu  bestimmt sind, die zu gewissen Zeiten anfal  lende Energie aufzuspeichern und sie zu  Zeiten grösseren Bedarfes wieder abzugeben,  so kann das Ein- und Ausschalten, sowie das       Be-    und Entlasten der Speichereinrichtun  gen - sowohl im motorischen, als auch im       generatorischen    Sinn - ebenfalls in Ab  hängigkeit von der planmässigen Netzgrösse  erfolgen.

   Das Vorhandensein     anfallender     Energie wird an dem Wert der planmässigen  Netzgrösse     jeweils        erkennbar    sein, worauf  die Speicherung     unter    entsprechender Beein  flussung der in Frage kommenden Organe,  zum Beispiel der     Abstellorgane        "dex    Pumpen,  einsetzt. Die Art der Abhängigkeit von der  Netzgrösse kann dabei auch von     Eigenschaf-          fen    dieser     Speiclherwerke    zusätzlich abhängig      gemacht werden,     beispielsweise    bei Pump  speicherwerken von der zum Hochpumpen  verfügbaren Wassermenge oder dergleichen.

    Liefern diese Speicherstationen die Energie  zurück. so fügen     sie    sich als     Kraftwerke    in  den Belastungsplan.  



       Iii    gleicher Weise können auch die ans  Netz angeschlossenen Verbraucher den Be  zug aus dem Netz regeln. Bezieht zum Bei  spiel eine Fabrik, die auch selbst Strom er  zeugt, Zusatzenergie aus einem Netz, so  kann sie ihre Einrichtungen, also ihre  eigenen Generatoren oder ihre Arbeitsmaschi  nen, oder beide in     Abhängigkeit    von der  planabhängigen Netzgrösse nach einem eige  nen Plane, also zum Beispiel mit Rücksicht  auf billigsten     Fremdstrombezug,    regeln.

   Mit  unter werden einzelne Verbraucher wohl  keine     Wirkleistüngsmaschine    besitzen, wohl  aber Phasenschieber oder andere     Blindlei-          stungsmaschinen.    Diese gelten dann natür  lich als Stromerzeuger und fügen sich als  solche in den allgemeinen Belastungsplan ein.  



  Werden Verbraucher, die selber keine       Energieerzeugungseinrichtung    besitzen, nach       einem    bestimmten Plan in Abhängigkeit von  einer planabhängigen Netzgrösse geregelt, so  sind noch zusätzliche Einrichtungen erforder  lich. Werden beispielsweise Heisswasserspei  cher in Abhängigkeit von der Netzfrequenz  ein- und ausgeschaltet, um den Wasserinhalt  während der Nachtsenke aufzuheizen, so  könnte es zufällig vorkommen, dass in einer  Nacht die zum Einschalten erforderliche  hohe Frequenz aus irgendwelchen Gründen  nicht auftritt.

   Um ein Auskühlen des Spei  chers zu vermeiden, ist dann Vorsorge zu  treffen, dass er auch bei niedrigeren Frequen  zen eingeschaltet wird, zum Beispiel indem  bei     Sinken    der Temperatur unter ein gewis  ses Mass die     Frequenzabhängigkeit    der Ein  schaltung ganz oder teilweise aufgehoben  und Temperaturabhängigkeit eingeführt     wird.     



  In einem nach vorstehender Erfindung  betriebenen Netz wird es natürlich erwünscht  sein, den Anteil der einzelnen Erzeuger und  Verbraucher am gesamten Energieumsatz  nicht: nur nach absoluten Zahlen in     kWh       festzustellen, sondern auch nach entsprechend  bewerteten Energiemengen. Es     wird        ixn.     Sinne der Ausführungen eine     kWh    je nach  dem Belastungsplan, zum Beispiel bei     niedri-.          gerer    Frequenz wertvoller sein als bei höhe  rer Frequenz, eine     Blind-k-MTh    bei niedri  gerer Spannung höher einzuschätzen     sein    als  bei höherer Spannung.

   Es     können    nun Zäh  ier für Wirk- oder Blindenergie so von der  Frequenz oder der Spannung, oder beiden  beeinflusst werden, dass die den Grundsätzen  des Belastungsplanes entsprechende Bewer  tung der gezählten Energie selbsttätig er  folgt. Beispielsweise kann in den Span  nungspfad dieser Zähler ein von Frequenz  oder Spannung entsprechend abhängiger       Vorwiderstand    eingeschaltet werden, welcher  eine planmässige Veränderung der Lauf  geschwindigkeit des Zählers herbeiführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Betrieb einer elektrischen Stromerzeugungs- und Verteilungsanlage mit mehreren nach einem bestimmten Belastungs plan zur Ein- und Ausschaltung bezw. Be lastung gelangenden Stromerzeugern oder Gruppen von solchen, dadurch gekennzeich net, dass deren Ein- und Ausschaltung bezw. Belastung in Abhängigkeit von je einem der betreffenden Maschine (Gruppe) dem Bela stungsplan entsprechend, zugeordneten Wert (Sollwert) mindestens einer bei jedem Strom erzeuger (Gruppe) messbaren elektrischen Grösse erfolgt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Sollwerte der zur Belastungsregelung benützten elektrischen Grössen, welche einem Stromerzeuger zugeordnet sind, vom Be triebszustand dieses Stromerzeugers oder des betreffenden Kraftwerkes oder bei der auch von sonstigen, den Belastungs plan beeinflussenden Veränderlichen ab hängig sind. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Abhängig- keit der Ein- und Ausschaltung bezw. Belastungsänderung von Stromerzeugern oder Gruppen von solchen von den der planmässigen Lastaufteilung dienenden Grössen zeitweise ganz oder zum Teil und in Abhängigkeit von andern Ver änderlichen aufgehoben wird. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ein- und Ausschaltung bezw. die Belastungsände rung von Verbrauchern in Abhängigkeit von den der planmässigen Lastaufteilung dienenden elektrischen Grössen erfolgt.
    Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Ein- und Ausschaltung bezw. die Belastungsände rung von Verbrauchern zusätzlich von sonstigen, den Belastungsplan beeinflus senden Veränderlichen, beeinflusst wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Abhängig keit der Ein- und Ausschaltung bezw. der Belastungsänderung von Verbrau chern von den der planmässigen Be lastungsaufteilung dienenden Grössen zeitweise ganz oder zum Teil und in Ab hängigkeit von sonstigen, den Belastungs plan beeinflussenden Veränderlichen aufgehoben wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die zur Be rücksichtigung der Netzverluste erfor derlichen Korrekturen der zur planmässi gen Lastaufteilung herangezogenen elek trischen Grössen in einer oder mehreren Zentralstellen bestimmt und den in Frage kommenden Stromerzeugern mitgeteilt werden. 7.
    Verfahren - nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass unmittelbar bei den einzelnen Erzeugern und Ver brauchern gemessene Grössen nach einer oder mehreren Zentralstellen fernübertra gen, dort, die den einzelnen Erzeugern zukommenden Sollwerte der zur plan mässigen Lastaufteilung herangezogenen elektrischen Grössen oder die Sollwerte der Belastungen selbst ganz oder teil- weise selbsttätig ermittelt und diese, so wie die erforderlichen Ein- und Aus schalt- bezw. Belastungsänderungsbefehle den Erzeugern und Verbrauchern mit geteilt werden. 8.
    Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die Zentral stelle, wohin die bei den einzelnen Er zeugern und Verbrauchern gemessenen elektrischen Grössen übertragen werden, mit Einrichtungen versehen werden, die in Abhängigkeit von den fernübertra genen elektrischen Grössen die Sollwerte der zur planmässigen Lastaufteilung die nenden elektrischen Grössen oder deren Korrekturen mittelst elektrischer Nach bildungen des Verteilnetzes ermitteln. 9.
    Verfahren nach Unteranspruch 8, bei einer Anlage für die Erzeugung von Wechselstrom, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Nachbildungen des Stromver- teilungsnetzes verwendet werden. 10. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Netznachbildungen einander beeinflus sen. 11. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Sollwerte der zur planmässigen Lastaufteilung her angezogenen elektrischen Grössen von den Stromerzeugungskosten abhängig sind. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch, bei einer Anlage mit Gleichstromerzeugern, dadurch gekennzeichnet, dass die plan mässige Lastaufteilung durch Einrege lung der Stromerzeuger auf bestimmte, dem Belastungsplan entsprechende Soll spannungen erfolgt. 13. Verfahren nach Patentanspruch, bei einer Anlage mit Wechselstromerzeu gern, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufteilung der Wirklast durch Einrege lung der Stromerzeuger auf bestimmte, dem Belastungsplan entsprechende Soll frequenzen erfolgt. 14.
    Verfahren nach Patentanspruch, bei einer Anlage mit Wechselstromerzeu# gern, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufteilung der Blindlast durch Einrege lung der Stromerzeuger, Phasenschieber oder anderer Blindleistungsmaschinen auf bestimmte, dem Belastungsplan ent sprechende Sollspannungen erfolgt. 15. Verfahren nach Unteranspruch 14, da durch gekennzeichnet, dass die Sollspan nungen oder Sollfrequenzen oder beide von den Spannungsabfällen in den Lei tungen, insbesondere von den durch die Wirkströme verursachten Spannungs abfällen, abhängig sind.
    1-(i. Verfahren nach Unteranspruch 15, da durch gekennzeichnet, da,ss die Sollfre quenz oder Sollspannung oder beide von der Grösse der bei Wirklastregelungen eintretenden Spannungs- oder Blindlast änderung abhängig sind. 17. Verfahren nach Unteranspruch 15, da durch gekennzeichnet, dass die beim Re geln der Anlage etwa bei einer Maschine auftretenden Sollwertfehler während des Leerlaufens dieser Maschine berichtigt werden. 18.
    Verfahren nach Patentanspruch, bei einer Anlage mit Gleichstromerzeugern in .Serienschaltung, dadurch gekennzeich net, dass die planmässige Belastungsauf teilung durch Einregelung der Strom erzeuger auf bestimmte, dem Belastungs plan entsprechende Sollströme erfolgt. 19. Verfahren nach Unteranspruch 18, da durch gekennzeichnet, dass die Ein- oder Ausschaltung einzelner Stromerzeuger oder Verbraucher oder von Gruppen sol cher in den bezw. aus dem Stromkreis in Abhängigkeit von dem jeweiligen Be lastungsstrom oder der an den Klemmen des zum Kurzschliessen bestimmten Schal ters auftretenden Spannung oder beiden erfolgt.
    2(1. Verfahren nach Unteranspruch 18, da durch gekennzeichnet, dass die Ein- und Ausschaltung einzelner Stromerzeuger oder Verbraucher oder von Gruppen sol cher in Abhängigkeit von einem an ent- fernter Stelle gemessenen Strom oder der an den Klemmen des zum Kurzschliessen bestimmten Schalters auftretenden Span nung oder von beiden samt ihren An schlussleitungen erfolgt. 21.. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass einzelne An zeige- bezw. Regelvorrichtungen auf Sollwerte eingestellt werden, oder sich selbsttätig einstellen, deren Grösse ein Mass für die Stromerzeugungskosten ein schliesslich der Fortleitungskosten sind. 22.
    Verfahren nach Unteranspruch 21, da durch gekennzeichnet, dass die Grösse der Stromfortleitungskosten oder eines Teils derselben durch Messung der gesamten in den Stromerzeugern erzeugten Lei stung oder des gesamten erzeugten Stro mes bestimmt wird. 23. Verfahren nach Unteranspruch 21, da durch gekennzeichnet, dass die Grösse der Stromfortleitungskosten durch Subtrak tion des für den Eigenbedarf der Kraft werksanlage erzeugten oder in die nähere Umgebung abgegebenen Stromes bezw. der entsprechenden Leistung von dem gesamten erzeugten Strom bezw. dieser Leistung bestimmt wird. 24.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei einer An lage, bei der mehrere - verschiedenartige Leistungsnetze gekuppelt sind, die Gene ratorseiten der Kupplungseinrichtungen auf bestimmte Sollwerte geregelt werden. 25. Verfahren nach Unteranspruch 24, da durch gekennzeichnet, dass der auf der Erzeugerseite eingestellte Sollwert der Kupplungseinrichtungen von Veränder lichen der Verbraucherseite beeinflusst wird. 26. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Netz vorhan dene Speicherstationen ihre Leistungs entnahme oder Abgabe planmässig regeln, und zwar verschieden, je nachdem sie als Stromerzeuger oder Verbraucher wirksam sind. 27.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Anlage mit Vorrichtungen ausgestattet wird, welche den Zeitpunkt .für das Zu- und Abschalten bezw. die Belastungsände rung einzelner Stromerzeuger oder- Ver braucher, oder von Gruppen solcher an geben. ?8.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Anlage mit Einrichtungen versehen wird, welche die einzelnen Stromerzeuger oder Ver braucher bei Abweichung der bei Auf stellung des Belastungsplanes verwende ten elektrischen Grösse von dem jeweili- gen Sollwert selbsttätig zu- oder ab schalten, bezw. be- oder entlasten. 29.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Netz an geschlossene Elektrizitätszähler von den zur planmässigen Lastaufteilung heran gezogenen elektrischen Grössen allein oder von diesen Grössen und von andern Veränderlichen entsprechend der ver schiedenen Bewertung der erzeugten Energie eine zusätzliche Beeinflussung ihrer Umlaufgeschwindigkeit erfahren.
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