CH166590A - Einrichtung zur kurzzeitigen Erhöhung eines zur Fehlerauslösung dienenden Stromes. - Google Patents

Einrichtung zur kurzzeitigen Erhöhung eines zur Fehlerauslösung dienenden Stromes.

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CH166590A
CH166590A CH166590DA CH166590A CH 166590 A CH166590 A CH 166590A CH 166590D A CH166590D A CH 166590DA CH 166590 A CH166590 A CH 166590A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Einrichtung zur kurzzeitigen Erhöhung eines zur Fehlerauslösung dienenden Stromes.    Um ein selektives Abschalten von An  lageteilen zu erreichen, wurde bereits vorge  schlagen, jeden auftretenden Fehler in einen  Kurzschluss zu verwandeln. Unter dem Ein  fluss des Kurzschlusses werden dann die  widerstandsabhängigen Distanzrelais zum  Ansprechen gebracht und dadurch die Ab  schaltung des vom Fehler betroffenen An  lageteils     bewirkt.    Derartige Einrichtungen  haben aber den Nachteil, dass unnötigerweise  eine hohe Beanspruchung infolge des Kurz  schlussstromes auftritt. Um diese Nachteile  zu vermeiden, ist es daher zweckmässig, statt  eines dauernd fliessenden     Kurzschlussstromes     ,nur     kurzzeitig    Stromstösse in die     Leitung    zu  senden.

    



  Auch wurde bereits vorgeschlagen, den  beim Auftreten eines Erdschlusses sich ein  stellenden Fehlerstrom für kurze Zeitdauer  so weit zu vergrössern, dass die angeschlos  senen     Erdschlussrelais    zum Ansprechen ge  bracht werden können. Man verwendet  hierzu spannungsabhängige Widerstände    oder automatisch sich verändernde     Induktivi-          täten,    wie zum Beispiel unter dem Einfluss  des     Erdschlussstromes    anlaufende elektrische       Maschinen,    deren Ständer im     Erdschlusskreis     liegt, so dass     im.    ersten     Augenblick    die volle       Kurzschlussinduktivität    der Maschine,

   später  aber nur deren     Leerlaufinduktivität    wirksam  wird.  



  Eine andere sehr einfache Möglichkeit.  den zur Fehlerauslösung dienenden Strom  kurzzeitig zu erhöhen, besteht nach der Er  findung darin, dass gittergesteuerte Ent  ladungsgefässe mit Gas- oder Dampffüllung  verwendet werden, deren Anodenkreis im  Stromkreis des die     Schutzeinrichtung        betäti-          genden    Stromes liegt und deren Gitter so  gesteuert     ist,    dass eine     zeitweise    Erhöhung  des Anodenstromes auftritt.  



  Die Einrichtung kann     zum    selektiven  Abschalten irgendeines Fehlers verwendet  werden. Wenn zum Beispiel das zur     Über-          vt        achung    der Lagertemperatur einer elektri  schen     Maschine    dienende Organ eine zu hohe           Temperatur    anzeigt oder irgendwelche an  dern Schutzeinrichtungen ansprechen, dann  wird das     Gitter    an eine solche Spannung  gelegt, dass der Anodenkreis, der zwischen  zwei Netzleiter geschaltet ist, kurzzeitig  einen solchen Strom führt,

   dass die     Kurz-          sehlussvorrichtungen    des Netzes zum An  sprechen gebracht werden und ein     selektives     Abschalten des fehlerbetroffenen     Anlageteils          herbeiführen.     



  Eine Ausführung der Erfindung für  einen     Erdschlussschutz    ist in     Fig.    1 darge  stellt. Der     Nullpunkt    1 eines Netzes 2 ist  über einen Widerstand 3 geerdet. Parallel  zu einem     Teil    des Widerstandes 3 oder sei  ner ganzen Grösse liegt der Anodenkreis  eines dampfgefüllten Entladungsgefässes 4,  dessen     Gitter    5 über eine Umschaltvorrich  tung 6 normalerweise an den Minuspol einer  Batterie 7 gelegt ist. Die Umschaltvorrich  tung 6 wird von einem Relais 8 gesteuert,  das in die     Erdverbindung    des Nullpunktes 1.  eingebaut- ist.

   Der Pluspol der     Batterie    7  ist nun über einen     hochohmigen    Widerstand  9 dauernd an das     Gitter    5 gelegt, während  der     Mittelpunkt    0 der.     Batterie    7 an die Ka  thode 10 der Röhre 4 geschaltet ist.  



  Infolge der negativen     Gittervorspannung     fliesst demnach normalerweise kein Strom  im Anodenkreis der Röhre 4. Wenn nun ein       Erdschluss        auftritt,    dann kann der     Erd-          schlussstrom,    namentlich wenn er in der  Nähe des Nullpunktes liegt, so klein sein,  dass er zwar die sehr empfindliche Umschalt  vorrichtung 8 zu     betätigen    vermag, aber  nicht dazu ausreicht, um die im Netz lie  genden, zum     selektiven    Abschalten dienen  den     Erdschlussrelais    11 zum Ansprechen zu  bringen.

   Die Erhöhung des     Erdschlussstro-          mes    wird nun dadurch erreicht, dass die Um  schaltvorrichtung 8 ihre Kontakte 6 umlegt.  Dadurch wird zeitweise die negative Vor  spannung von dem     Gitter    5 entfernt. Wäh  rend des     Umschaltvorganges    wird das Git  ter über den Widerstand 9 an die positive       Anschlussklemme    der     Batterie    7 gelegt.  Während dieser kurzen Umschaltzeit vermag  daher die Röhre 4 Strom zu führen und    einen Teil des Widerstandes 3 kurzzuschlie  ssen. Diese kurzzeitige Erhöhung reicht im  allgemeinen aus, um einen zur Betätigung  der     Erdschlussrelais    11 hinreichenden Strom  hervorzurufen.

   Die     Erdschlussrelais    11 sind  dabei als distanzabhängige Relais ausgebil  det, deren Stromspule vom     Asymmetriestrom     deren Spannungsspule von der Spannung  zwischen dem     erdschlussbehafteten    Leiter und  Erde in bekannter Weise beeinflusst wird.

      Zur Erzielung einer grösseren Sicherheit  kann die Einrichtung in der aus     Fig.    2 er  sichtlichen Weise geändert     werden.    An Stelle  des Widerstandes 3 ist hier eine     Erdschluss-          spule    12 vorgesehen, deren Abstimmung  durch Kurzschliessen einiger Windungen  durch das Entladungsgefäss 4 so weit ver  stimmt wird, dass im     Erdschluss'falle    kurz  zeitig ein zur Betätigung der     Erdschluss-          relais    ausreichender Strom fliesst.

   Die     Um-          schaltvorrichtung    8 ist als     Schrittschältwerk     ausgebildet, damit während des Erdschlusses  mehrere Stromstösse im Netz hervorgerufen  werden können. Der Kontakthebel 8 bewegt  sich über eine Anzahl von Kontakten 6 und  legt dadurch mehrere Male eine positive       Spannung    an das Gitter 5 der Röhre 4. Da  durch werden mehrere Stromstösse im Netz  ausgelöst, so dass eine erhöhte Sicherheit der  Einrichtung erzielt wird. Zur Erhöhung der       Selektivität    kann auch das     Erdschlussrelais     11 mit einem     Schrittschaltwerk    13 ausgerüstet  sein, das synchron mit dem     Schrittschaltwerk     8 läuft.

   In den     Augenblicken,    in denen das       Sehrittschaltwerk    8 seine Kontakte unter  bricht, legt das     Schrittschaltwerk    13 die       Spannungsspule    14 des     Erdschlussrelais    11  über verschieden hohe Widerstände 15 an die       Spannung    zwischen Erde und die fehler  behaftete Phase. Die Stellung 1 des Schritt  schaltwerkes     1'3    entspricht dabei einer Impe  danz, die etwas kleiner ist als die Impe  danz des zu überwachenden Streckenabschnit  tes. Bei jedem Stoss wird dann das Schritt  schaltwerk so weiter geschaltet, dass die Aus  lösebedingung auf einen immer grösser wer  denden Widerstand sich einstellt.

   In der  Stellung 1 soll demnach das der Fehlerstelle      am nächsten liegende Relais zum Auslösen  kommen. Ist dies nicht geschehen, dann  schalten sämtliche     Schrittwerke    weiter und  in der Stellung 2: ist sowohl das dem Fehler  am nächsten benachbarte als das übernächste  Relais zum Abschalten bereit. Beim Ver  sagen des eigentlich zur Auslösung bestimm  ten Relais wird demnach dennoch eine Aus  lösung mit Sicherheit erfolgen.  



  Die synchrone Arbeitsweise der Schalt  werke 8 und 13 kann am besten dadurch er  reicht werden, dass das Schaltwerk 13 selbst  unter dem Einfluss der Stromstösse betätigt  wird. Zweckmässig ist es, den zeitlichen Ab  stand zwischen der ersten und zweiten Kon  taktgabe des     Schrittschaltwerkes    so weit zu  erhöhen, dass     in        etwa    fünf Sekunden Zwi  schenzeit der     Erdschlussspule    Gelegenheit ge  geben ist, den     Erdschluss'strom    zu löschen.  Nach dieser Zeit werden dann die Strom  stösse in kürzeren Zeitintervallen, vielleicht  in Abständen von einer Sekunde, erfolgen.

    Die     Impedanzrelais    werden vorteilhaft so  ausgebildet, dass sie gleichzeitig auch die  Richtung des     Erdschlussstromes    berücksich  tigen.  



  Die kurzzeitige Erhöhung des     Erdschluss-          stromes    kann auch in der Weise erfolgen,  dass eine kurzzeitige Änderung der Verlage  rung des Nullpunktes eintritt. Es ist bereits  bekannt, in die     Erdverbindung    des Null  punktes von elektrischen Apparaten eine  Spannung einzufügen, welche eine Verlage  rung des Nullpunktes herbeiführt. Mit Rück  sicht auf die Isolation der Anlage wird aber  die Verlagerung des Nullpunktes im allge  meinen nicht mehr als<B>10%</B> betragen.

   Der  Strom, der bei einem     Erdschluss    im Null  punkt auftritt, reicht dann im allgemeinen  aus, um     unter    dem Einfluss des     Erdschluss-          stromes    liegende hochempfindliche Relais  zum Ansprechen zu bringen, nicht aber um  die zur selektiven Abschaltung erforder  liehen, unter dem     Asymmetriestrom    stehen  den, zum Beispiel in     Holmgrenschaltung    an  geordneten Relais zu betätigen. Nach der  Erfindung soll daher durch gittergesteuerte       Dampfentladungsgefäss'e    kurzzeitig eine Er-         höhung    der Verlagerungsspannung bewirkt  werden.  



  In     Fig.    3 ist ein     Ausführungsbeispiel    für  diese Anwendung des Erfindungsgedankens  dargestellt. Der Nullpunkt 1 des Netzes 2  ist an den Punkt     n,    einer     Induktivität    16  angeschlossen, deren einer Endpunkt mit der  Phase     R.    des Netzes verbunden ist, deren an  derer Endpunkt     n,    über einen Widerstand  15 und den Anodenkreis einer Entladungs  röhre 5 geerdet ist.

   Ein Punkt     n,    der Dros  selspule 16, der so gewählt ist, dass die zwi  schen     n,    und     n,    erzeugte Spannung, wie aus  dem Diagramm der     Abb.    4 zu ersehen ist,  etwa     10%    der     Erdschlussspannung    beträgt,  ist über einen Widerstand 17 mit Erde ver  bunden. In die Erdleitung ist wieder ein  hochempfindliches Relais eingebaut, das das  Gitter der Röhre 5,     wie    bei den     Fig.    1 und  2, steuert.

   Beim Auftreten eines     Erdschluss-          stromes    wird dann die Röhre 5 leitend und  verbindet somit den Punkt     n2    über den Wi  derstand 15 mit Erde. Der Punkt     n,    ist da  bei so gewählt, dass eine weit höhere Span  nungsverlagerung erzeugt wird, als wenn der  Punkt     n,    mit Erde verbunden wäre. Zweck  mässig wird die Spannungsverlagerung, die  sich dann kurzzeitig einstellt, etwa<B>5,0%</B> der  Phasenspannung betragen.  



  Eine andere Schaltanordnung, die im  Prinzip dieselbe Arbeitsweise besitzt wie die  in     Fig.    3 dargestellte, ist in     Fig.    5 gezeich  net. Die zur Spannungsverlagerung     dienende          Induktivität    ist unmittelbar durch eine er  höhte Anzahl von Wicklungen auf dem drit  ten Schenkel des Nullpunktes 1 angeordnet.  Selbst bei Erdschlüssen, die im Nullpunkt  des zu     überwachenden    Apparates liegen,     wird     dann kurzzeitig ein     Erdschlussstrom    hervor  gerufen, der zum selektiven     Abschalten    der  fehlerbehafteten     Anlageteile    ausreicht.

   Bei  den in     Fig.    3 und 4 dargestellten Anordnun  gen ist es zweckmässig, den Widerstand 15  klein im Verhältnis zum Widerstand 17 zu  wählen, damit der entstehende Stromstoss  eine zur Auslösung der Relais genügende  Höhe besitzt.      Um auch in vernaschten Netzen eine se  lektive Abschaltung des vom Fehler betrof  fenen     Anlageteils    zu ermöglichen, wird für  das ganze Netz nur eine einzige Stromstoss  erzeugungsanlage vorgesehen, die Relais wer  den aber je nach ihrer Lage in ihren Aus  lösezeiten gestaffelt. Dazu können besondere       Zeitablaufrelais    vorgesehen werden, welche  beim ersten Stromstoss in Gang gesetzt wer  den.

   Das dem Fehler am nächsten benach  barte Relais schaltet dann zuerst aus und  nach dem Verschwinden des Fehlers kehren  die     übrigen    Relais in ihre Anfangslage zu  rück. Besonders vorteilhaft ist es, die Aus  lösezeit der Relais von der Zahl der Strom  stösse     abhängig    zu machen. Die gewünschte  Staffelung in den     Auslösezeiten    wird da  durch erreicht, dass die Relais von irgend  einer Stelle des Netzes aus von jedem für  die Stromzuführung     in    Betracht kommenden  Leitungsweg zum     Stromstosserzeuger    mit  immer grösser     urerdender        Auslösezeit    aus  gerüstet     werden.     



  In     Fig.    6 sind beispielsweise zwei Stich  leitungen<I>a</I> und     h    dargestellt, die an dem  Punkt c über einen     Stromstosserzeuger    d ge  erdet sind. In die einzelnen Abschnitte der  Stichleitungen<I>a, b</I> sind Relais eingebaut.  die durch eine verschieden grosse Anzahl von       Stromstössen    zum Ansprechen gebracht wer  den. Die Staffelung erfolgt in der Weise,  dass vom Ende der Stichleitungen aus bis  zum     Stromstosserzeuger    hin die     Auslösezei-          ten,    das heisst die erforderlichen Stromstösse,  entsprechend den beigeschriebenen arabischen  Ziffern immer grösser werden.

   Es ist leicht  einzusehen, dass bei einem Fehler am Ende  eines Leitungsteils, also etwa an der Stelle       e,    die     Auslösung    bereits nach einem einzigen  Stromstoss erfolgt, an der Stelle     f    dagegen  erst nach drei Stromstössen. In allen Fällen  bleibt aber der gesunde Leitungsteil weiter  eingeschaltet.  



  Handelt es sich um Netzteile, die von  zwei Seiten aus gespeist werden, also zum  Beispiel um Ringleitungen, dann müssen an  den beiden Enden eines Leitungsteils Schutz  einrichtungen angeordnet werden, welche von    der Richtung der Stromstösse in der Weise  abhängig sind, dass sie nur bei einem in den  Leitungsteil     hineinfliessenden        Stromstoss    an  sprechen. In     Fig.    7 ist eine Ringleitung     g     dargestellt, an die ausserdem noch Stichlei  tungen     a    und b angeschlossen sind. Die ein  zelnen Abzweige der Ringleitung sind mit  zeitlich gestaffelten Relais ausgerüstet.

   Die  Pfeile deuten die Richtung der Stromstösse  an, bei denen die Relais ansprechen, die     Zah.          len    die Stromimpulse, die erforderlich sind,  um die Relais zum Auslösen zu bringen. Die  zeitliche Staffelung ist so erfolgt, dass von  irgendeinem Punkt des Netzgebildes aus auf  dem Wege zum Stromerzeuger d immer das  nächstfolgende. Relais eine höhere Auslöse  zeit besitzt.  



       Tritt    bei der Einrichtung etwa an der  Stelle fein     Erdschluss    auf, dann wird dieser  von dem Stromerzeuger d über zwei Lei  tungswege gespeist. Wenn der längere     Lei-          l:ungsweg    keinen zu hohen Widerstand be  sitzt,     dann    wird das Relais mit der Ziffer 1  bereits nach einem     Stromstoss    ansprechen und  damit den Ring auftrennen. Die     Erdschluss-          stelle        wird    dann nur noch über eine Seite  her gespeist, bis nach sechs     Stromstössen    das  Relais 6 ebenfalls den fehlerbehafteten An  legeteil abschaltet.

   Ist der Widerstand des  längeren Ringnetzes im Vergleich zu dem  kürzeren Ringteil sehr gross, dann     wird    das  Relais mit der Ziffer 1 erst nach dem Re  lais mit der Ziffer 6 zum Auslösen kommen.  Damit dies nicht der Fall ist, ist es in allen  Fällen vorteilhaft, die     Ansprechempfindlich-          keit    der Relais ebenfalls zu staffeln, und  zwar in der Weise, dass die Relais mit der  geringsten     Auslösezeit    die grösste     Ansprech-          empfindlichkeit    besitzen. Bei Fehlern in den  Stichleitungen     a    und<I>b</I> arbeitet die Einrich  tung in derselben Weise wie anhand von       Fig.    6 beschrieben.  



  In     Fig.    8 ist gezeigt, wie sich die Ein  richtung nach der Erfindung auch bei paral  lelen Leitungen verwenden lässt, deren Sam  melschienen in den einzelnen Stationen nicht       miteinander    verbunden sind. In diesem Falle  stellen ja die parallelen Leitungen nichts      anderes dar als eine einzige Ringleitung, so  dass auch die Schutzeinrichtung in derselben  Weise ausgeführt werden kann wie bei die  sen. Im Prinzip gleichen sieh demnach die       Fig.    7 und 8 vollkommen.  



  In     Fig.    9 ist dasselbe Netzgebilde in den  Leitungen, die, vom Stromerzeuger aus ge  sehen, aus den einzelnen Stationen heraus  geführt sind, mit     Stromvergleichsrelais    aus  gerüstet, die nur beim Auftreten einer Dif  ferenz in den beiden parallelen Leitungen  ansprechen. Die Auslösung der Relais ist  in derselben Weise gestaffelt, wie anhand  der     Fib.    7 beschrieben ist.

   Dadurch erbeben  sich innerhalb der parallelen Leitungen ge  ringere     Auslösezeiten,    so dass alle Fehler  schon nach drei Stromstössen erfasst werden       Icönnen,    während bei demselben Netzgebilde,  aber mit einer Schutzeinrichtung nach F     ig.    8  bis zu fünf Stromstösse bis zur Betätigung  der     Schutzeinrichtung    erfolgen müssen. Die       Stromvergleichsrelais    der     Parallelleitungen     der     Fig.    9 sind natürlich auch richtungs  abhängig, in der Weise, dass sie nur bei  einem in den     Anlageteil    hineinfliessenden       Strom    ansprechen.

   Durch den Vergleich der  Ströme wird genau unterschieden, ob der  Fehler innerhalb der     Parallelleitungen    liegt  oder erst in einer Stichleitung.  



  In     Fig.    10 ist ein besonders kompliziertes       Netzgebilde    dargestellt, bei der ebenfalls die  Staffelung der einzelnen Relais durchgeführt  ist. Es ist leicht zu erkennen, dass, wo immer  der Fehler auch liegen mag, eine selektive  Abschaltung erfolgt.  



  Bei. dem in     Fig.    11 dargestellten Netz  gebilde, bei dem an einem Punkt sehr viele  Leitungen zusammenstossen, ist es nicht er  forderlich, alle Leitungen von der     Erdschluss-          stelle    aus bis zum Stromerzeuger zu verfol  gen, um zur richtigen Staffelung zu     kom-          meii,    sondern nur diejenigen, von denen zu  erwarten ist, dass sie bei einem     Erdschluss     einen zur Betätigung der Relais genügend  hohen Strom führen. Die Leitungen, die  nämlich sehr grosse Umwege bis zum Strom  erzeuger bedeuten, stellen einen zu hohen  Widerstand dar, als dass der Strom die Re-         lais    betätigen könnte.

   Man kommt also auch  in diesem Falle mit einer Staffelung aus,  die relativ wenig Stromstösse auch bei der  ungünstigsten Lage des Erdschlusses erfor  dert, wie aus den den einzelnen Relais bei  beschriebenen Ziffern zu entnehmen ist.  



  Um Fehlauslösungen, die durch nicht von  der     Stromstosserzeugungsanlage    herrührende  Stromstösse hervorgerufen werden können, zu  vermeiden, ist es     zweckmässig,    die Betäti  gung der     Schutzrelais    von dem Ansprechen  weiterer     5,uf    die Merkmale eines     Erdschlus-          ses,    wie     Asymmetriestrom    oder     AsymTnetrie-          spannung,    ansprechender Relais abhängig zu  machen.

   Auch der     Stromstosserzeuger    kann       von.    derartigen Relais beim Auftreten eines  Fehlers erst in Betrieb genommen und nach  dem Verschwinden des Fehlers     wieder    ausser  Betrieb gesetzt werden.  



  Damit bei den beschriebenen Einrichtun  gen gleichzeitig zu erkennen ist, in welchem  Netzteil, von dem Einbauort des Relais aus  gesehen, der     Erdschluss        auftritt,    werden vor  teilhaft als     Anzeigeorgan    Relais verwendet  werden, deren Ausschlag von der Richtung  der Stromstösse abhängig ist. Namentlich in       vermaschten    Netzen ist es vorteilhaft, diese  Massnahme anzuwenden.  



  In     Fig.    12 ist ein Ausführungsbeispiel  für eine Leitung 21 dargestellt, die an  irgendeinem Punkt über     eine    Stromstoss  erzeugungsanlage 22 mit Erde verbunden ist.  Das     Anzeigerelais    23 ist nun als polarisiertes  Relais,     insbesondere    als     Drehspulenrelais     ausgebildet, so dass es je nachdem, ob der       Erdschluss    an der Stelle 24 oder 25 auftritt.  seine Kontakte 26 oder 27 schliesst und damit  in Abhängigkeit von der Lage der     Erd-          schlussstelle    die Schalter 28 oder 29 betätigt.

    Diese Massnahme lässt sich auch zum     Erd-          schlussschutz    von parallelen Leitungen ver  wenden, deren     Anzeigerelais        in    bekannter  Weise von der Differenz der Ströme in den  beiden parallelen Leitungen beeinflusst sind.

    Die Differenz lässt sich dabei,     wie    in     Fig.    13  gezeigt ist, in einem Relais mit zwei gegen  einander wirkenden Spulen, die jeweils von  dem Strom einer Parallelleitung erregt sind,           ermitteln.    Beim Auftreten eines     Erdschlus-          ses    in irgend einer der beiden Leitungen wer  den dann durch den Stromerzeuger Strom  stösse über die Relais geschickt, die, je nach  dem welche der beiden parallelen Leitungen  vom     Erdschluss    betroffen sind, und an wel  cher Stelle sich der     Erdschluss    befindet, die  fehlerbehaftete Leitung abschalten.  



  In     Fig.    14 und 15 sind Ausführungsbei  spiele für     einen    Längsdifferentialschutz dar  gestellt, bei dem die Differenz der Ströme  am Anfang und Ende einer Leitung auf die  Schutzeinrichtungen     einwirkt.    Die Schaltung  der Relais ist an sich     bekannt.    Die Schutz  einrichtung des linken Teils der     Fig.    14     wird.     von der Differenz der Ströme, die des rech  ten Teils von der Differenz der Spannungs  abfälle der Stromwandler beeinflusst.

   Je  nach der     Ausschlagsrichtung,    die die bei  einem     Erdschluss    erzeugten Stromstösse in  den Relais hervorrufen, erfolgt die Abschal  tung des vom Fehler betroffenen Leitungs  teils. In     Fig.    15 ist eine ähnliche bekannte       Schutzeinrichtung    gezeigt, bei der die Kon  takte der Relais 30 und 31 in Serie über die       Auslösespulen    der entsprechenden Netzschal  ter gelegt sind, so dass nur bei gleichzeitigem  Ansprechen der Relais 30 und 31, was allein  bei einer Richtung der Stromstösse, hervor  gerufen von einem innerhalb des zu über  wachenden     Anlageteils    liegenden Fehler, ein  tritt,     eine    Auslösung erfolgt.  



       Damit    die hochempfindlichen Relais nicht  auf     Stromstösse    ansprechen, die von Über  spannungen hervorgerufen werden, ist es       zweckmässig,    ihre Betätigung von weiteren  von den Merkmalen eines Erdschlusses be  einflussten Relais abhängig zu machen. Man  wird also besondere, von dem Asymmetrie  strom oder der     Asymmetriespannung    beein  flusste Relais vorsehen, welche erst bei ihrem  Ansprechen die Betätigung der Schutzein  richtung     gestatten.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur kurzzeitigen Erhöhung eines zur Fehlerauslösung dienenden Stro mes, gekennzeichnet durch gittergesteuerte Entladungsgefässe mit Gas- oder Dampffül lung, deren Anodenkreis im Stromkreis des die Schutzeinrichtung betätigenden Stromes liegt und deren Gitter so gesteuert ist, dass eine zeitweise Erhöhung des Anodenstromes auftritt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Anoden kreis der Entladungsröhre zwischen zwei Netzleiter geschaltet ist, während das Gitter normalerweise an eine solche Spannung gelegt ist, dass kein Anoden strom fliesst, beim Auftreten irgend eines Fehlers, der die Abschaltung eines Anlageteils erforderlich macht, dagegen kurzzeitig an eine Spannung gelegt wird, die einen Strom durch die Röhre fliessen lässt, der die Kurzschlussvorrich- tungen des Netzes zum Ansprechen bringt. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch für Erdschlussschutzeinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass der Anodenkreis der Entladungsröhre parallel zu einem Teil oder dem gesamten Widerstand der Erd verbindung geschaltet ist, während nor malerweise das Gitter an eine solche Spannung gelegt ist, dass kein Anoden strom fliesst, beim Auftreten eines Erd- schlusses dagegen kurzzeitig an eine Spannung gelegt wird, die einen Strom durch die Röhre fliessen lässt.
    3. Einrichtung nach Unteranspruch 2 für kompensierte Netze, dadurch gekenn zeichnet, dass der Anodenkreis der Ent ladungsröhre parallel zu einem Teil oder sämtlichen Windungen der Löschvor- richtung geschaltet ist. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Erzeu gung mehrerer Anodenstromstösse ein Schaltwerk vorgesehen ist, welches in geringen Zeitabständen an das Gitter der Entladungsröhre eine Spannung legt, welche einen Anodenstrom hervorruft, und dass mit dem ersten Schaltwerk syn- chron laufende Schaltwerke vorgesehen sind, welche die Auslösecharakteristik der im Netz liegenden Distanzrelais so verändern, dass die Auslösebedingung auf einen immer grösser werdenden Wi derstand sich einstellt. 5.
    Einrichtung nach Unteransprüchen 3 und 4 für Erdschlussschutzeinrichtungen mit verlagertem Nullpunkt, dadurch gekenn zeichnet, da,ss das Gitter der Elektronen röhre von einer Umschaltvorrichtung ge steuert ist, welche unter dem Einfluss des infolge der normalerweise geringen Ver lagerung des Nullpunktes zustande kom menden Erdschlussstromes steht, und dass der Anodenkreis so geschaltet ist, dass er beim Ansprechen der Röhre eine so hohe Verlagerung des Nullpunktes herbei- t' dass eine zur Betätigung der Schutzrelais ausreichende Stromstärke sich einstellt. 6.
    Einrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die normale Verlagerung 10%, die bei Erdschluss kurzzeitig einsetzende<B>50%</B> der Phasen spannung beträgt. 7. Einrichtung nach Unteranspruch 4, unter Verwendung eines einzigen Stromstoss- erzeugers, dadurch gekennzeichnet, dass die Relais je nach ihrer Lage in ihrer Auslösezeit gestaffelt sind. B. Einrichtung nach Unteranspruch 7, ge kennzeichnet durch Zeitablaufrelais, wel che beim ersten Stromstoss in Gang ge setzt und nach Verschwinden des Feh lers in ihre Anfangslage zurückgestellt werden. 9.
    Einrichtung nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die Auslöse zeit der Relais von der Zahl der Strom stösse abhängig ist. 10. Einrichtung nach Unteransprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Relais so gestaffelt sind, dass sie von irgendeiner Stelle aus auf jedem für die Stromzuführung in Betracht kommenden Leitungsweg zum Stromstosserzeuger eine immer grösser werdende Auslösezeit besitzen.
    11. Einrichtung nach Unteranspruch 10 für Netzteile, die von zwei Seiten aus ge speist werden, dadurch gekennzeichnet, dass an den beiden Enden eines Leitungs teils angeordnete Schutzvorrichtungen von der Richtung der Stromstösse in der Weise abhängig sind, dass sie nur bei einem in den Leitungsteil hineinfliessen den Stromstoss ansprechen. 12. Einrichtung nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass die Ansprech- empfindlichkeit der Relais um so grösser ist, je geringer ihre Auslösezeit ist. 13.
    Einrichtung nach Unteranspruch 12, ge kennzeichnet durch Vorrichtungen, wel che den Stromstosserzeuger beim Eintritt eines Fehlers in Betrieb nehmen und nach dem Verschwinden des Fehlers wie der ausser Betrieb setzen. 14. Einrichtung nach Patentanspruch für parallele Leitungen, dadurch gekenn zeichnet, dass die Anzeigerelais von der Differenz der Stromstösse in den paral lelen Leitungen beeinflusst sind. 15. Einrichtung nach Unteranspruch 14,<B>da-</B> durch gekennzeichnet, dass die Anzeige relais von der Differenz der Stromstösse am Anfang und Ende einer Leitung oder von der Differenz der diesen Stromstö ssen proportionalen Spannungen beeinflusst sind. 16.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Betäti gung der Anzeigeorgane von weiteren von den Merkmalen eines Erdschlusses beeinflussten Relais abhängig ist.
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