CH166786A - Verfahren zur Herstellung von Camphen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Camphen.

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CH166786A
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sulfate
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catalysts
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A-G Schering-Kahlbaum
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Schering Kahlbaum Ag
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  Verfahren zur Herstellung von     Camphen.       Es ist bekannt, dass man     Pinen    in     Cam-          phen    katalytisch umlagern kann, wenn man  auf das     Pinen    weniger als     äquivalente    Men  gen von anorganischen Säuren oder Kom  plexsäuren, die mit dem     Pinen    keine oder  nur unbeständige     Anlagerungsprodukte    ge  ben, oder von sauer reagierenden Salzen die  ser Säuren einwirken lässt. Als Träger der  Wirkung dieser Katalysatoren werden deren  saure Eigenschaften angesehen.  



  Weiterhin ist es bekannt, bei diesem  Prozess ein     Pinen    zu verwenden, das durch  Umlagerung von     Nopinen    mit den gleichen  Katalysatoren in einem Arbeitsgang mit der  Herstellung des     Camphens    gebildet wurde.  



  Es wurde überraschenderweise festge  stellt, dass für die Umlagerung des     Pinens     in     Camphen    erfindungsgemäss auch wasser  lösliche neutrale Metallsalze der Schwefel  säure, vorzüglich geeignet sind, die bei 120  bis 220' 1     Mol    Kristallwasser festhalten.  Diese Katalysatoren zeichnen sich vor allen  bisher bekannten durch ihre Wasserlöslich-         keit    aus,     wodurch    eine leichtere und     billigere          Aufarbeitung    der Reaktionscharge     und    Wie  dergewinnung der Katalysatoren möglich  wird.

   Ausserdem lassen sie sich durch Kri  stallisation und Trocknen bei gewöhnlichem  Druck oder im Vakuum leicht und in stets  gleichbleibender Aktivität herstellen.  



  Vorteilhaft     kann    man als Ausgangs  stoff für das vorliegende Verfahren ein       Pinen    verwenden, das aus     Nopinen    durch  Umlagerung mit den gleichen Katalysatoren  in einem Arbeitsgang mit der Herstellung  des     Camphens    gebildet wurde.  



  Man kann diese Katalysatoren auf ein  mal oder in Anteilen in die erhitzte Flüssig  keit eintragen und. auch in der Weise an  wenden, dass man sie auf     inaktiven    Trägern  niederschlägt. Es lässt sich auch so verfah  ren, dass man das ölige Ausgangsprodukt bei  unter dessen Siedepunkt liegenden Tempera  turen durch eine     Katalysatorschicht    fliessen  lässt, oder dass man es allein oder in Mi  schung mit     inerten    Gasen bei     Temperaturen         über dem Siedepunkt des Öls über den Kata  lysator leitet.  



  Als Ausgangsmaterial kann man an Stelle  von     Pinen    auch     pinenlialtige    Öle verwenden,  die     ihrerseifs    wiederum aus     nopinenhaltigen     Ölen gewonnen worden sein können.  



  <I>Beispiel 1:</I>  1 kg     Pinen        wird        unter        Rückfluss    gekocht  und 50     gr    bei<B>125</B> bis<B>1,50'</B> getrocknetes  Bittersalz zugegeben. Nachdem alles     Pinen          verschwunden    ist, werden 200     cm3    Wasser  zugesetzt und das abgetrennte     Rohcamphen     in     bekannter    Weise aufgearbeitet.  



  An Stelle von Mg S04 .     H20    kann man  die entsprechenden Sulfate des Zinks, Eisens,  Kobalts, Nickels und anderer Schwermetalle  verwenden.  



  <I>Beispiel 2:</I>  1 kg     Nopinen        wird    auf 140   erhitzt und  in     Teilen    20 bis 30     gr    bei 12.5   getrocknetes  Nickelsulfat unter Rühren eingetragen. Die  Reaktion ist beendet, wenn     Nopinen        und          Pinen    verschwunden sind. Die Aufarbeitung  erfolgt     wie    bei Beispiel 1.  



  <I>Beispiel 3:</I>  1 kg destilliertes Terpentinöl wird unter       Rückfluss.    mit 10     gr    Mg     S04    .     H20    versetzt,.  das aus Bittersalz durch Trocknen im Va  kuum bei 110   hergestellt wurde. Die Reak  tion     ist    nach kurzer Zeit beendet und ergibt  ein     vorzügliches        Rohcamphen.     



  <I>Beispiel .</I>  



  Durch eine Röhre von 2 cm Durchmesser,  die mit Mg     S04    .     H20,    das auf     inaktiven     Trägern niedergeschlagen, in 30 cm Schicht  länge angefüllt ist und auf 170   gehalten  wird, lässt man unter langsamem Durchleiten  von Stickstoff 50 bis 60 Tropfen     Pinen    pro  Minute durchgehen. Das     Pinen    ist dann nicht  mehr nachzuweisen. Das     Rohcamphen    wird  wie üblich aufgearbeitet.    <I>Beispiel 5:</I>  Durch eine Schicht von granuliertem  Ni     SOa    .<B>11,0</B> lässt man Terpentinöl im lang  samen Strom durchlaufen, wobei die Tem  peratur auf 120 bis<B>130'</B> gehalten wird.

   Das       Pinen    verschwindet     unter    Bildung von     Cam-          phen,    das in bekannter Weise aufgearbeitet       wird.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Camphen durch katalytische Umlagerung von Pinen, dadurch gekennzeichnet, dass man als Kata lysatoren wasserlösliche neutrale Metallsalze der Schwefelsäure, die bei 120- bis 220 ein Mol Kristallwasser festhalten, einwirken lässt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Pinen ver wendet, das durch Umlagerung von No- pinen mit den gleichen Katalysatoren in einem Arbeitsgang mit der Herstellung des Camphens gebildet wurde. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Sulfat, das auf einem inaktiven Träger niedergeschla gen ist, verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Sulfat in das erhitzte Pinen portionenweise ein trägt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Pinen bei unter dessen Siedepunkt liegenden Tem peraturen durch eine Schicht des Sulfats fliessen lässt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Pinen in Mischung mit inerten Gasen bei über dessen Siedepunkt liegenden Temperatu ren über das Sulfat leitet.
CH166786D 1931-12-18 1932-11-30 Verfahren zur Herstellung von Camphen. CH166786A (de)

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