CH166793A - Dauerzündstab. - Google Patents

Dauerzündstab.

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CH166793A
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Aktiebolaget Svensk Tandsticks
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Svenska Tandsticks Aktiebolage
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      Danerzündstab.       Die Erfindung bezieht sich auf einen       Zündstab,    der zum wiederholten     Entzünden     und Auslöschen bestimmt ist. Obwohl in der  letzten Zeit Vorschläge zur Lösung .dieser       Aufgabe        ,gemacht    sind, hat es sich als schwie  rig erwiesen, einen praktisch     verwendbaren.     Stab ,dieser Gattung herzustellen.

   Man hat       nämlich    in eine organische, brennbare Sub  stanz eine     Zündmasse,    bestehend     aus        Kalium-          chl_orat    und Schwefel, direkt eingemischt;  da aber eine     verhältnismässig    grosse Menge  des     Chlorales    und einer leicht brennbaren       Grnadmasse,    wie     Nitrozellulose,        nötig    war,  damit: der Stab an einer Phosphorreibfläche  entzündet werden kann, hat es sich gleich  zeitig schwierig erwiesen, den Stab durch       Ausblasen    auszulöschen.

   Versuche zum  Herabsetzen der Verbrennungsgeschwindig  keit durch Zusatz von Stickstoffentwicklern  haben zum     gewünschten    Erfolg nicht ge  führt, und zwar wegen einer allzu     intensiven     Sauerstoffentwicklung von dem in     unmittel-          barer    Berührung mit den     brennbaren    Stoffen  befindlichen     Kaliumchlorat.       Durch die Erfindung wird es aber er  mögiicht, trotz des     Vorhandenseins    einer für  die Entzündung erforderlichen Menge von       Kaliumchlorat    oder     andern    Sauerstoffent  wicklern in der     Zündmasse,

          entweder    die  Fähigkeit .der     Zündmasse    zum     Fortpflanzen     der Verbrennung wesentlich     herabzusetzen     oder sogar .ganz zu verhindern, dass nach Ent  zünden der brennbaren Substanz die Zünd  masse selbst     weiterbrennt,    wodurch ,das Aus  blasen des     brennenden    Stabes ohne jede  Schwierigkeit vor sich gehen kann.  



  Dies wird erfindungsgemäss     dadurch.    er  reicht, dass der     Zündstab    eine brennbare  Substanz, die der Menge nach hauptsächlich  aus     organischen    Stoffen     besteht,    und eine       Zündmasse    aufweist,

   welch     letztere        einen          Sauerstoffentwickler    und ein     Bindemittel          von    derart niedriger Affinität zu Sauerstoff  und in     solchem    Mengenverhältnis     enthält"dass     die     Zündmasse    nicht mit wesentlich höherer  Geschwindigkeit     verbrennen    kann als die  brennbare Substanz selbst, und dass brenn  bare Substanz und Zündmasse derart-im           Zündstab    angeordnet sind,     dass    jede für sich  eine kompakte     Masse    bildet.  



  Die Ursache,     .dass        mau    bei einem     Zünd-          stab    der     erfindungsgemässen        Zusammenset-          zung    die     erwähnte    geringe Verbrennungs  geschwindigkeit der Zündmasse erhalten  kann, liegt     darin"dass    der Zündmasse     keine     wesentliche Menge leicht brennbarer Stoffe  beigemischt ist, welche durch chemische Re  aktion mit dem frei werdenden .Sauerstoff       eine    allzu grosse Wärmemenge entwickeln  könnten.  



  Demzufolge wird die Verwendung     VO-n    bis  zu 70 ö     Kaliumchlorat    in der Zündmasse  selbst ermöglicht, ohne dass das Auslöschen  irgend welche     .Schwierigkeit    bietet. In den  Fällen, wo man einen mehr aschenfreien       Riiekstand    wünscht, kann als Sauerstoffent  wickler in der Zündmasse anstatt des     Ka-          liumchlorates    zweckmässig     Ammoniumper-          chlorat    benützt werden, Als     Bindeanittel    für  die     Sauerstoffentwickler    eignet sich insbe  sondere     Alkalisilikat,    wie zum Beispiel Was  serglas,

   aber auch andere anorganische  Bindemittel können in Betracht kommen,  zum Beispiel Zement oder Gips. Als Bei  spiel. für die Zusammensetzung der     Zünd-          masse    kann     erwähnt    werden 60 bis 70 Teile       Kaliumehlorat    und 30 bis 40 Teile einer     30-          prozentigen        Wasserglaslösung,    welche Lö  sung, wie bekannt, unter dem Einfluss der       Kohlensäure    in Kieselsäure umgewandelt  wird.

   Ferner können als Bindemittel     auch     andere     schwerverbrennliche    Stoffe, wie  künstliche Harze, zum     Beispiel    Bakelit, und       Zellulosederivate,    wie     Zellit,        benutzt    werden.

    Die     Zündmasse    kann in     solchem    Falle aus  60 'bis 70 Teilen     Kaliumchlorat,    20 bis     3(?     Teilen Bakelit oder     Zellit,    in Aceton gelöst,  und der     Rest    aus pulverisiertem Glas und  gegebenenfalls Schwefel oder andern für  Zündmassen gebräuchlichen Stoffen herge  stellt     sein..     



  Zur     Herstellung,der        brennbaren    Masse kön  nen beliebige Brennstoffe benutzt werden, aber  besonders eignen sieh hierzu solche organische  Stoffe, welche eine niedrige Vergasungstem-         peratur    haben, wie     Metaldehyd    und andere       Aldehyde,    sowie     Hexamethylentetramin    und  andere Amine. In diesem     Falle    kann ent  weder ein einziger derartiger Stoff oder auch  eine Mischung oder eine Mischung     zweier     oder mehrerer solcher Substanzen benutzt  werden.

   Es .empfiehlt sieh     somit    in gewissen  Fällen zwischen der Zündmasse und der  brennbaren Substanz einen     ;Stoff    anzuordnen,  der leichter entzündlich ist als die brenn  bare Masse selbst. Da beim     Verwenden    von  ganz     unverbrennlichen        Bindemitteln,    zum       Beispiel    Kieselsäure, der Stab unter gewis  sen Verhältnissen nach     einer        gewissen    Zeit  dauer von selbst erlöscht, kann dies, fall       erwünscht    durch Zusatz eines Sauerstoffent  w     icllers,

      zum Beispiel     Ammoniumperchlo-          ra.tes,    der keine     Aschenrückstände    gibt, oder  eines leichtsiedenden organischen Stoffes zu  der brennbaren     Substanz    verhindert werden,  welche Zusätze auch die Entzündung noch  erleichtern.  



  Die Zündmasse kann entweder rings  herum oder nur längs eines Teils der Ober  fläche der brennbaren Masse angeordnet oder  auch als Strang     ausgebildet    und in die  Masse eingeschlossen werden, entweder im  Innern der Masse, und zwar zweckmässig in  ihrer     Mitte,    oder auch in die äusserliche  Fläche .des Stabes     eingepresst.  

Claims (1)

  1. PATENTAN SPRUCH Zündstab zum wiederholten Entzünden und Auslöschen, dadurch ,gekennzeichnet, dass er eine brennbare Substanz, die der Menge nach hauptsächlich aus organischen Stoffen besteht, und eine Zündmasse auf weist, welch letztere einen Sauerstoffentwick ler und .ein Bindemittel von derart niedriger Affinität zu Sauerstoff und in solchem Men genverhältnis enthält,
    @dass die Zündmasse nicht mit wesentlich höherer Geschwindigkeit verbrennen kann als die brennbare Substanz selbst, und dass brennbare Substanz und Zündmasse derart im Zündstab angeordnet sind, dass jede für sieh eine kompakte Masse bildet. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Zündstab nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündmasse ass Bindemittel einen, unverbrennlichen anor ganischen Stoff enthält. \?. Zündstab nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündmasse als Bindemittel ein künstliches Harz enthält.
    3. Zündstab nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, @dass die Zündmasse als Bindemittel ein Zellulasederivat enthält. 4. Zündstab nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die brennbare Sub stanz einen Aldehyd enthält. 5. Zündstab nach Unteranspruch 4,. dadurch gekennzeichnet, -dass die brennbare Sub stanz einen Sauerstoffentwickler zwecks Ei rhaltens der gewünschten Verbrennungs geschwindigkeit enthält. 6.
    Zündstab nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die brennbare :Sub stanz einen leichtsiedenden, organischen Stoff enthält. 7. Zündstab nach dadurch gekennzeichnet, dass die Zündmasse als eine die brennbare Substanz wenigstens teilweise umgebende Schicht angeordnet ist. B. Zündstab nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündmasse in Form eines Stranges in der brennbaren Substanz angeordnet ist. 9.
    Zündstab nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, @d@ass zwischen der Zünd- masse und der brennbaren :Substanz ein Stoff angeordnet ist, der leichter entzünd lich ist als die brennbare Substanz.
CH166793D 1931-12-21 1932-12-16 Dauerzündstab. CH166793A (de)

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