CH166860A - Verfahren zur Herstellung von aus Holzstücken zusammengesetzten Gegenständen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von aus Holzstücken zusammengesetzten Gegenständen.

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CH166860A
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Aktiebolag Sto Benmjolsfabriks
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Stockholms Benmjolsfabriks Akt
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  Verfahren zur Herstellung von aus     Holzstücken    zusammengesetzten Gegenständen.    Bei der Herstellung von Gegenständen  durch Verleimen von zwei oder mehreren  Holzstücken, zum Beispiel in der     Fournier-          und    Sperrholzindustrie ist es gebräuchlich  die Oberflächen der zu verleimenden Teil  stücke mit einer wässerigen Lösung tierischen       Leims,    in der Regel Knochenleim und Haut  leim, zu überziehen und hierauf die Teil  stücke so lange zusammenzupressen, bis der  Leim gebunden und auf diese Weise eine  feste     Verbindnug    hergestellt hat.  



  Die Leimlösung, die zur Ausführung der  artiger     Verleimungen    verwendet wird ist  eine kolloidale Lösung. Da dieselbe in der  Regel 50 bis     8.0%    Wasser enthält, liegt es  auf der Hand, dass beim Zusammenleimen der  Teilstücke beträchtliche Wassermengen     in    das  Holz eindringen oder in der Leimmasse ver  bleiben, welche alsdann durch Trocknen ent  fernt werden müssen, um eine gute Verbindung  zwischen den Oberflächen der Teilstücke her  zustellen. Der     Trocknungsprozess    verläuft     aber       sehr langsam, wodurch bei den bisherigen       Verleimungsverfahren    verhältnismässig hohe  Kosten verursacht werden.

   Ausserdem erfor  dern diese Verfahren die     umständliche    An  wendung von Pressen, Klammern usw., um  die Teilstücke während der     Trocknungszeit     zusammenzuhalten.  



  Weitere     Nachteile    der bisherigen     Ver-          leimungsverfahren        treten.    insbesondere bei  der Herstellung von Möbeln auf. Es ist be  kanntlich fast unmöglich einen     Leimüberzug     von gleichmässiger Dicke durch     Aufpinseln     oder     Aufbürsten    einer     Leimlösung    auf die  Oberflächen von Holzstücken und derglei  chen herzustellen.

       Leimlösungen.        neigen    da  zu, ihre Viskosität an verschiedenen     Stellen     zu ändern, insbesondere     wenn    die Tempera  tur während des     Auftragens    fällt. Hierdurch  entstehen an verschiedenen     Stellen.    der zu  überziehenden Oberflächen Bereiche stärkerer  Anhäufung der Leimlösung, wodurch der       Leimüberzug    stellenweise zu dick ausfällt.

             Dieses    ist besonders der Fall bei geringen       Unebenheiten    oder     Rauhigkeiten    der Ober  flächen, welche sich zum Beispiel dort fin  den, wo Astknoten und dergleichen     in.    dem  Holz vorhanden     sind.    Diese ungleichmässige       Anhäufung        des    Leims hat zur Folge, dass ,der  vorhandene     Leimüberschuss    in der Regel bei  dem     Pressungsverfahren    in die Poren des  Holzes     eingepresst    wird.

   Es tritt daher sehr  häufig der Fall ein, zum Beispiel bei Her  stellung von     Fourniermöbeln,        dass        missfarbige     Stellen, Streifen und Flecken auf der Aussen  seite des     Fourniers    während der     darauffol-          genden        Endbehandlung    der     Fournierober-          fläche    auftreten, weil die     Leimlösung    das       Fournier    an solchen Stellen durchdrungen  hat. Hierdurch werden aber die fertigen  Möbelstücke wesentlich entwertet und.müs  sen als     Ausschuss    behandelt werden.  



  Es     wurde    bereits vorgeschlagen, um der  artige Übelstände zu beseitigen, verhältnis  mässig trockene Blätter von     Kunstharzen,     zum     Beispiel        Bakelite,    zu verwenden, welche  zwischen die zu     verbindenden    Oberflächen  gelegt werden, worauf     die    Verbindung der       Teilstücke    durch Druck und Hitze erfolgt.  Derartige Verfahren erfordern jedoch Hitze  grade von 140' C aufwärts, bei welcher  Temperatur das Holzmaterial zum Springen  neigt, da das in den Zellen .des Holzes vor  handene Wasser sich ausdehnt und ver  dampft, was Zerstörung der Holzstruktur  zur Folge hat.  



  Gemäss der vorliegenden Erfindung wer  den die vorstehend geschilderten Übelstände  vermieden. Dieselbe betrifft ein Verfahren  zur     Herstellung    von aus Holzstücken zusam  mengesetzten Gegenständen, beispielsweise  Möbelstücken, das     darin    besteht,     dass,    zwi  schen ,die Flächen der zu verleimenden Teil  stücke eine biegsame trockene Leimfolie, zum  Beispiel zu mehr als<B>50%</B> aus Knochenleim  oder     einem    Gemisch von mehr als 50%       Knochenleim        und    Hautleim bestehend, gelegt  wird und die Teilstücke unter Zufuhr von  Wärme zwecks     Verflüssigung    der Folie zu  sammengepresst werden, wonach man den  Leim erstarren lässt.

   Die hierbei zu verwen-         denden        Volien    weisen, im Gegensatz zu .den  bekannten     Klebefolien,        zweckmässigerweise     einen Feuchtigkeitsgehalt auf, der etwa dem  Feuchtigkeitsgehalt lufttrockenen Knochen  leims     bezw.    eines lufttrockenen Gemisches  von Knochenleim     und    Hautleim entspricht.       Nicht-Leimstoffe    sind in den Folien nach  .der Erfindung zweckmässig nur in einer  Menge von     höchstens        30-%    vorhanden.

   Bei  Verwendung der erfindungsgemässen Folien  werden sie, wie oben erwähnt, zwischen die  Oberflächen der zu     verbindenden    Stücke ge  legt, worauf die Stücke unter Anwendung  von     Hitze    zusammengepresst werden. Das  Ausgangsmaterial für die Herstellung der  Folien wird in die Form langer und dünner  Blätter gebracht, welche auf die     gewünschte     Grösse zugeschnitten     werden    können.     Die     Teile, zwischen welche die     Leimfolie    gelegt  ist, werden zusammengepresst und derart er  hitzt, dass die Leimfolie in eine zähflüssige  Masse verwandelt wird, welche beim Erstar  ren die Werkstücke zusammenhält.

      Die Leimfolge kann     eine    homogene       Struktur    besitzen. Es können aber auch Füll  materialien oder Gebilde, wie zum Beispiel  Papier, Gewebe oder dergleichen in sie ein  verleibt sein. In letzterem Falle ist es     vor-          teilhaft    .derart dünne oder poröse Papiere  oder Gewebe als Füllmaterialien oder Ein  lagen zu verwenden,     dass    dieselben von dem       Leim    vollständig     durchdrungen    oder gesät  tigt werden, und zwar     entweder    beider Her  stellung der Folie oder während der     zum     Verbinden der Werkstücke nötigen Hitze  behandlung,

   so dass eine unmittelbare Ver  bindung der Oberflächen .durch den Leim  selbst herbeigeführt wird. In manchen Fäl  len jedoch kann die Festigkeit der Einlage  selbst gross genug sein, um die beiden Teile       zusammenzuhalten,    selbst wenn die betref  fende Einlage nicht völlig vom Leim durch  drungen ist. In solchen Fällen werden die  beiden Teile durch die Einlage selbst zusam  mengehalten, die ihrerseits auf ihren beiden  Oberflächen durch den Leim mit den Ober  flächen der zu verleimenden Teile verbunden  ist.

        Die     Leimfolie    kann hergestellt werden,  indem man die gewünschte Einlage, zum       Beispiel    eine Papier- oder Gewebebahn in ge  eigneter Weise in ein flüssiges Leimgemisch  der beschriebenen Art eintaucht und nach  dem Herausführen gegebenenfalls nach Ab  streichen der überschüssigen Menge trocknet.  Eine Leimfolie ohne jegliche Einlage kann  erhalten werden, indem man     eine    zähflüssige       Leimlösung    zwischen zwei Walzen behandelt.  



  In manchen     Fällen.    ist die natürliche  Feuchtigkeit der Folie     bezw.    des Holzes aus  reichend, um die Leimfolie bei dem     Heiss-          pressverfahren    in zähflüssigen Zustand zu  versetzen. Eine     besondere        Ausführungsweise     der Erfindung kann jedoch darin bestehen,  dass die Folien Stoffe enthalten, welche die  Verflüssigung der Folie beim Erhitzen be  günstigen ohne aber die     Hygrosko.pizität,der-          selben    erheblich zu beeinflussen.     Ausser    der  natürlichen Feuchtigkeit, welche bei ge  wöhnlichen.

   Temperaturen im Leim vorhan  den und beim Erhitzen in Freiheit gesetzt  wird, können Stoffe, wie     Glyzerin,    Glukose,  milchsaures Kalium zu diesem Zweck ver  wendet werden.  



  Versuche haben gezeigt,     dass,    die Verwen  dung von Leimfolien nach der Erfindung die  Herstellung von weitgehend verbesserten ge  leimten Gegenständen, wie zum Beispiel  Tischlerholz, Sperrholz und dergleichen, un  ter bedeutender Zeitersparnis gegenüber den  bisher bekannten Verfahren ermöglichen,     und     zwar deshalb,     weil    bei dem     neuen    Verfahren  so gut wie keine Feuchtigkeit aus dem zur       Verleimung    benutzten Leim     entfernt    zu wer  den braucht.

   Es ist tatsächlich in der Regel  nichts weiter zu tun, als die Leimfolie zwi  schen die beiden zu verbindenden     Werkstücke     zu legen und hierauf eine Erhitzung unter  Druck von genügender Dauer anzuwenden,    um die Leimfolie in den gewünschten flüs  sigen Zustand     überzuführen,    worauf sie nach  dem Erstarren eine dauerhafte feste Verbin  dung     zwischen    .den beiden Teilen bewirkt.  



  Auch die mit Bildung der erwähnten  Flecken auf den     Fournieren    verbundenen  Nachteile werden vollständig     vermieden,     wenn der Leim nach vorliegender Erfindung  in Form einer dünnen biegsamen Folie ver  wendet wird, da eine solche Folie derart her  gestellt werden kann, dass sie an allen Stel  len gleich dick ist, so dass stellenweise An  häufungen überschüssigen     Leimes    zwischen  den beiden zu verbindenden Oberflächen un  möglich ist.  



       Mittelst    der beschriebenen Leimfolien  können auch mehr als zwei Holzteile mitein  ander verbunden werden, indem man zwi  schen je zwei zu verbindende Teile eine  Folie aus Knochenleim oder aus einer Mi  schung von Knochen- und Hautleim legt und  das ganze unter     Pressdruck    erhitzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von aus Holz stücken zusammengesetzten Gegenständen, dadurch gekennzeichnet, dass man zwischen die Flächen der zu verleimenden Teilstücke eine biegsame trockene Leimfolie legt, die Teilstücke hierauf unter Zufuhr von Wärme zwecks Verflüssigung .der Folie zusammen presst und dann den Leim erstarren lässt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, da-durch gekennzeichnet, dass die Leimfolie in luft trockenem Zustand verwendet wird.
CH166860D 1931-09-10 1932-09-06 Verfahren zur Herstellung von aus Holzstücken zusammengesetzten Gegenständen. CH166860A (de)

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CH166860D CH166860A (de) 1931-09-10 1932-09-06 Verfahren zur Herstellung von aus Holzstücken zusammengesetzten Gegenständen.

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