CH166926A - Mehrpoliger Flüssigkeitsschalter. - Google Patents
Mehrpoliger Flüssigkeitsschalter.Info
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Description
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Nehrpoliger Flüssigkeitssehalter.
Es ist bei Flüssigl-zeitssehalterll bekannt, Bine Li5sebl@ammer mit dem festî,n Kontakt in Biner zweiten grôfleren Kammer anzuordnen, die zum Auffangen .der beim Scllalten entstehenden Gase und Dô.mpfe lient. Na.mentlich Schalter, deren Kontakte in Biner leitenden Flüssibkeit voneinander getrennt werden, pflegen in dieser Weise ausgebildet zu sein. Die zweite Kammer, kurz Vorkammer genannt, mul3 dabei ein môglichst grol3e@: Volumen erhalten, um hohe Drticke zu vermeiden, die starken Flüssigkeitsauswurf und stôrende Gerô,usche zur Folge haben. Bei den bekannten Bauarten solcher Schalter sied die bei.den Kammern so angeordnet, daB bei genügernd grol3em Volumen der Vorlzammer der Phasenabstand weit grôBer wird als es mit Rücksicht auf die gegenseitige Isolation -der Schaltpole nôtig wâre. Wenn der Schaltstift, wie bei den meisten Flüssigkeitsschaltern, auch aus der Vorkammer herausgezogen wird, dann er-
fordert die bekannte Bauweise auch ullni)tlg grofle Schalthübe.
Diese 1'Tachteile werden bei einem melirpoligen Fhissigkeitss.chalter, bei welchem Bine den feststehenden Kontakt und die Lôsehflüssigkeit enthaltende Lôschkammer in Biner geschlossenen, teilweise mit Luft gefüllten Vorkammer von einem Volumen, las mindestens so grofl ist wie las Volumen der Lüschkammer, angeordnet ist, erfindungsgemâ,B dadurcll vermieden, daB die Vorkammer, ans welcher der bewegliche Kontakt wô,hrend der Schaltbewegung vôllig herausgezogen wird, in solchen Richtungen sieh erstreckt, in -denen die VergrôBerung ihres Raumes nicht gleichzeitig Bine Vergr & B,erung der Phasenabstânde und des Schalthubes bedingi.
In -den Abbildungen sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, bei denen die durch die Achsen der Vorkammer und der LSschkammer gelegte
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Ebene senkrecht zu der durch -die nebeneinander liegenden Schaltpole der einzelnen Phasen gehenden Ebene ist.
Beim Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 befindet sich auf dem freistehenden Isolator ,a die aus -der Lôschkammer b und aus der Vorkammer c bestehende Doppelkammer. Die mit kreisfôrmigem Querschnitt ausgebildete Vorkammer c steht senkrecht, .das heiBt in Richtung der Achse des Isolators, wâhrend die Lbschkammer, welche den festen gon-, takt d enthâ1t, sowie der bewegliche Kontakt e unter einem Winkel zur Vertikalen angeordn;.!t sind. Die durch die Achsen der beiden Kammern gelegte Ebene steht dabei senkrecht zu Biner .durch -die nebeneinander liegenden Schaltpole Oder einzelnen Phasen gelegten gedachten Ebene. Die L & schkammer b besitzt Bine bffnung f und die Vorkammer c Bine Ü:ffnuno g. Die Mantelfh,che der Li>schkammerbohrung f ist so ausgebildet. da13 sie mindesterns angenâhert harallel mit der Achse der Vorkammer c verlâuft. Hierdurch wird erreieht, daB -die Schaltgase beim Austritt des beweglichen Kontaktes e aus der Ldschkammer b in der Hauptsache in Richtung -der Achse -der Vorkammer c abstrbmen. Man kann aber auch .den Austrittskanal für den Schaltstift mit -Biner oder mehreren Querbohrungen lt versehen, wie aus Ahb. 2 hervorgeht. Die Querbohrung la ist bel geschlossenem Schalter verschlossen und wird beim Ausschalten geôffnet, bevor .der bewegliche Kontakt den Durchtrittskanal f der Loschkaminer verlUt. Die Achse der Querbohriing liegt im wesentlichen in Richtung der Achse der Vorkammer c. Die Querbohrung la kann Bine trichterfôrmig erweiterte Mündung besitzen; es lassen sich dann var der Querbohrung als Zerstâuber wirkende Einrichtungen, beispielsweise in Gestalt Bines Querstabes, anbringen. Im. übrigen ist in der Abb. 2 noch gezeigt, wie man den Flüssigkeitsinhalt -des Schalters durch Anbau Biner Seitentasche i welter vergrSBern kann.
Beim Ausführungsbeispiel nach Abb. 3 stehen .die Lbschkammer b und der bewegliche Kontakt e vertikal, wâhrend,die Achse
der Vorkammer c schrâg verlâuft. Auch bel dieser Anordnung ist es zweckmâ,Big, die bffnung der Lüschkammer se, auszubilden, dal3 -die 8chaltgase in Richtung -der Achse der Vorkammer c ausstr & men.
Die beschriebene Anordnung der beiden Kammern eignet sich zur Verwendung sowohl bel Schaltern mit isolierenden Flüssigkeiten, wie (?l, als auch bel Schaltern mit leitenden rilüssigkeiten, wie Wasser. In,der Regel liegt die Lbschkammer b v611ig unterhalb des Flüssigkeitsspiegels. Alsdann Iâ8t sich ohne besondere Seitentaschen in der Anordnung nach Abb. 3 mehr Flüssigkeit unterbringen als nach Abb. 1, was an und für si-eh durchaus erwünscht ist. Die bffnung g stellt hierbei die âuBerste Grenze für -den Flüssigkeitsspiegel dar. Bei der Anordnung nach Abb. 1 ist anderseits der Luftraum liber -dem Flüssigkeitsspiegel bel sonst gleichem lnhalt -der Vorlçammer c gr6Ber als bel der Anordnung nach Abb. 3, wenn man als âuflerste Grenze für den Flüssigkeitsstand wiederum die Bobrung g zugrunde legt. Im iibrigen sied unter Ums%nden mit Rüeksicht auf die besonderen Raumverhâltnisse aucb Zwischenstellungen zwischen -den Ausführungen gemâB Abb. 1 und 3 zweckmâ.I3ig.
Damit die Dâmpfe und Flüssigkeitsteilchen, die aus der Lbschkammer nach auBen gelangen, in der Vorlçammer zurückgehalten werden, ist es zweckmâffig, bel alleu Ausführungsformen in der Vorkaminer vor, der Austrittsôffnung für den Schaltstift Bine gegen die'Achse der Lôschkammer geneigte, mit Biner Durchtrittsbffnung für den Schaltstift versehene Zwischenwand anzuordnen. Die Zwischenvland wird hierbei geggen -die Achse -der Lôschkammer und der Vorkammer so geneigt, da-13 die auftreffenden Wasserteilchen und Dâmpfe im wesentlichen in Richtuug der Vorkammerachse reflektiert werden.
Ein Ausführunbsbeispiel hierfür zeigen die Abb. 4 und 5. Darin ist b die LSschkammer, c die Vorkammer, deren Achse in diesem Falle um 90' gegen die Achse der L6schkammer geneigt ist, e ist der Schalt-
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stift, der eine Beivegung in Richtung der L@schkammeracli,,e ausführt und dabei durch die Offnung g der Vorkammer hindurehtritt. Zwischen dieser Offnung und der Lbschkammer ist eine uni etwa 45 geneigte Zwischenwand k eingebaut, welch.e eine Offnung l zu dem Durchtritt des @Schaltstiftes e besitzt. Befindet sich der Schaltstift in der gezeichneten ,Stellung, so bat der ans der Iôschk:amrner austretende Gasstrahl etwa die in der Abbildung angedeutete Form; er prallt gegen die schrâge Wand k und wir.d von @lieser in die Lângsrichtung :der Vorkammer abgelenkt. Besvegt sich der Schaltstift weiter nacli oben, so gibt er zwar die Offnung l frei und der Kern des Gasstrahls künute durch diese Offnung l in den Raum m eindringen, aber in -der Zwischenzeit ist der weitaus grüflte Teil der Schaltgase ans der Liischkammer entwichen und auBerdein hat der Strahl so starke .Streuung, daB nur ein geringer Teil des Gesamtstrahls durch die Offnung l hindurchtreten kann, so daB erhebliche Mien-en der ans der I.ôschkammer austretenden Gase nicht in den Raum m gelangen. Gibt der Schaltstift e bel semer Weiterbewegung schliefich auch -die Offnung g frei, so tritt nur noch ein garez geringer Teil der gesamten Schaltgasmengen aus der (j@ffnung g ires Freie. Uni diese Menge noch welter zu verringern, kann, wie in Abb. 5 dargestellt ist, der Raum m durch Offnunzen n mit der Vorkammer c verbunden werden, die .o angeordnet sind. daB' der ans der Liischliammer austretende Gasstrahl nicht in sie eindringen kann. Die Wirkung dieser Offnungen n ist die folgende: In -der Zeit, die der Schaltstift ben5tigt, uni von der Offnung l bis zur @Offnung g überzugehen, erfiillt sieh -der Raum m mit Druck, und zwar,,da er uninittel'bar im Zuge des Gasstrahls liegt und im Verhzltnis zum Raum der Vorkammer sehr klein ist, trotz der kürzeren Zeit, die zu seiner Anfüllung zur Verfügung steht, mit einem hcheren Druck als die Vorkammer c, wenn, wie in Abb. 4, die -Üffnung n nicht vorhanden ist. Die in den Raum Ira eingetretenen Gase müBten schlieBlich durch die
Üffnung g ires Freie treten. Durch die Offnungen n künnen sie jedoch zum grBBten Teil in -die Vorkammer entweichen, bevor der .Sehaltstift die ;Üjffnung g freigegeben hat.
Uni das Entweichen der Gase -und Flüssigkeitsteilchen ans der Offnung g zu vermeiden, kônnte man ebenso wie bei einer bekannten Schalteransführung die Offnung in .der Vorkammer für den Durclitritt -des Schaltstiftes mittelst glappen verschlieBen, nachdem -der Schaltstift -die Offnung verlassen bat. Beim Einschalten trifft dann der Schaltstift auf -die Klappe auf un.d ôffnet diese. Es hat sicli jedoch gezeigt, daB derartige Klappen leicht zerstôrt werden, da der Schaltstiît sehr schnell bewegt werden muB und daller mit groBer Wucht auf -die glappe aufschlil,gt.
Uni diese Nachteile zu vermeiden, ist es vorteilhaft; .die vorzugsweise nach -einer Seite hin ausladende Vorkammer durch eine vorzugsweise in Richtung der Schaltbewegung verlaufende Zwischenwan.d in zwei M,ume zu teilen, von denen .der Bine oberhalb der Schaltkammer liegt. In der Zwischenwand soll weiterhin ein Rückachlagventil angeordnet werden, welches,den Durchgang von Flüssigkeit und Gasen nur nach dent nicht oberhalb -der Schaltkammer gelegenen Raum gestattet. So lange der Schaltstift -die Durehtrittsüffnung noch verschlieflt, tritt der grôflte Teil der erzeugten Dâmpfe durch -das Ventil hindurch in den nicha oberha.1b der Schaltkammer liegenden Raum der Vorkammer, ans dent er durch -die Wirkung des Rückschlagventils nicha mehr entweichen kann. Das Ventil ist dabei keinerlei mechanischen Beanspruchungen unterworfen.
In Abb. 6 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. Die @Schaltkammer b und die Vorkamnier c sind wïe bel -den Ausführungsbeispi:@len nach den Abb. 1 bis 5 ausgebildet. Dureb cive Zwis.clienwand o ist nun die Vorkaminer c in zwei Telle geteilt, in einen Raum cl, der oberhalb der ,Schaltkainmer sich befindet und einen Raum c2, der .durch den übrigen Teil -der Vorkammer gebildet ist. In der Zwischenwan.d befindet sich eine Off-
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niing, die durch eine Klappe p verschlossen ist. Bei Überdruck im Raum cl ôffnet sich die Malipe p,- wâhrend sie nach Verschwinden dieses tberdruckes, das heilh nach dem Eindringen von Dampf und Flüssigkeit in den Raum c@ sich unter dem EinfluB ihres Gewichtes Oder einer Feder verschliel3t. Mit e ist der Schaltstift bezeichnet, der bei der Schaltbewegung ans -der mit Wasser gefüllten Kammer h heraustritt.
Beide Kammerabteilungen ci, c2 sind als getrennte Gefü,Be ausgebildet und zusammengeset7t. Die Trennungswand mit dem Rückschlagventil wird hierbei zwiachen beide Teile eingelegt.
Claims (2)
- PATENTANSPRUCH: Mehrpoliger Flüssigkeitsschalter, bei welchem eine den feststehenden Kontakt und -die Lüschflüssigkeit enthaltende Lôschkammer in einer geschlossenen, teilweise mit Luft gefüllten Vorkammer von einem Volumen, das mindestens so grog ist wie das Volumen der Lüschkammer, angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daB die Vorkammer, ans welcher der bewegliche Kontakt wâhrend der Schaltbewegung vüllig herausgezogen wird, in solchen Richtungen sich erstreckt, in denen die Vergrüflerung ihres Raumes nicht gleichzeitig Bine Vergrôflerung der Phasenabstdndc und des Schalthubes bedingt. UNTERANSPRÛCHE: 1. -Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, daf dit Achsen der beiden Kammern in einem Winkel zueinander stehen.
- 2. Schalter nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, @dal3 -die durch die Achsen der beiden Kammern gelegte Ebene senkrecht zu einer durch -die nebeneinander liegenden Schaltpole der einzelnen Phasen gelegten, gedachten Ebene ist. 8. Schalter nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daB die Vorkammer senkrecht .steht, wâhrend die Lüschkammer und derbewegliche Kontakt schrüg dazu angeordnet sind. d. Schalter nach Patentanspruch und Unteransprfichen 1 und 2, -dadureh gekennzeichnet, daB die Lôschkammer und der bewegliche Kontakt senkrecht angeordnet sïnd, wü.hrend die Vorkammer schrâg dazu steht. 5. Schalter nach Patentanspruch und Unteran.sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daB -die Mantelflü,che der Lüschkammerbohrung mindestens angenühert parallel zur Achse der Vorkammer liegt. 6. Schalter nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daB der Austrittskanal fur den Schaltstift in der Lüschkammer mit einer Oder mehreren Querbohrungen versphen ist, die von dem Schaltstift bei geschlossenem Schalter verschlossen sied und vor dem Austritt des Schaltstiftes aus dem Kanal geüffnet werden. 7. Schalter nach Patentanspruch und Unteransprü.chen 1 und 2, .dadurch gekennzeichnet, daB in der Vorkammer von der Austrittsôffnung fur den Schaltstift Bine gegen die Achse der Lôschkammer geneigte, mit einer Durchtrittsüffnung für den Schaltstift versehene Zwischenwand vorgesehen ist. 8. Schalter nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, sawie 7, dadurch gekennzeichnet, daf die Zwisahenwand gegen die Achsen der Lôschkammer und der Vorkammer so geneigt ist, daB die auftreffenden Was:serteilchen und Dâmpfe mindestens angenühert in Richtung der Vorkammerachse reflektiert werden. 9. Flüssigkeitsschalter nach Patentanspruch und Ijnteransprüchen 1, 92,7 und 8, dadurch gekennzeiehnet, -dafl der durch die Zwischenwand von der Vorkammer abgetrennte Raum durch gesonderte blfnungen mit -der Vorkammer verbunden ist und daf diese Mfnungen so angeordnet sied, da13 ider alq? der L9sçhkammer auS,<Desc/Clms Page number 5>tretende Gasstrahl nicht unmittelbar in sie eindringen kann. 10. Schalter nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2 und 7 bis 9, -dadurch gekennzeichnet, daB -die geometrischen Achsen von Lôschkammer und Vorkammer einen Winkel von 90 und die Zwischenwand einen Winkel von etwa 45 zur Lbschkammerachse bil-den 11. @Schalter nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, da.B .die nach Biner Seite hin ausladende Vorkammer durch Bine in Richtung der Schaltbewegung verlaufende Zwischenwand in zwei Râume geteilt ist, von denen der Bine oberhalb -derSchaltkammer liegt und daB in der Zwischenwand Pin Rückschlagventil angeordnet ist, welches den Durchgang von Flüssigkeit und Gasen nur nach idem nicht oberhalb der Schaltkammer gelegenen Raum gestattet. 12. Schalter nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, sowie 11, dadurch gekenüzeichrnet, & B beide Ka-mmerabteilungen als getrennte Gefâfle ausgebildet und zusammengesetzt sind, wo- @bei die Trennungswand mit dem Rückschlagventil zwischen beide Teile eingelegt ist.
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1932
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