CH166939A - Einrichtung zum selbsttätigen Ein- und Ausschalten von Löschspulen zum Schutze von Hochspannungsnetzen. - Google Patents

Einrichtung zum selbsttätigen Ein- und Ausschalten von Löschspulen zum Schutze von Hochspannungsnetzen.

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CH166939A
CH166939A CH166939DA CH166939A CH 166939 A CH166939 A CH 166939A CH 166939D A CH166939D A CH 166939DA CH 166939 A CH166939 A CH 166939A
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CH
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coil
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  Einrichtung zum selbsttätigen Ein- und Ausschalten von Löschspulen  zum Schutze von Hochspannungsnetzen.         .Feim    Normalbetrieb von Hochspannungs  netzen, insbesondere solchen, bei :denen die  Teilkapazitäten der     INTetzleiter    gegen Erde  nicht alle den gleichen Wert haben, ergibt  sich     bekanntlich    er Nachteil, dass sich bei  Verwendung von     Erdungsinduktivitäten          (Löschspulen)    zum     Erdschlussschutz    -die Span  nung des Netzes gegen Erde     umsomehr    ver  lagert,

   je näher die Löschspule auf Resonanz  mit der Summe der     genannten        Kapazitäten          abgestimmt    ist.     Lm    diese Verlagerung zu  vermeiden, ist daher die sogenannte     Disso-          nanzabstimmung    der Löschspulen vorge  schlagen worden, welche die Spannungsver  lagerung des Netzes in engen Grenzen hält,  ohne die     Löschfähigkeit    der Schutzeinrich  tung wesentlich herabzusetzen.

   Eine andere  Möglichkeit, die Spannungsverlagerung zu  vermieden, besteht .darin, dass im Normal  betrieb des Netzes die     Löschspule    .durch  einen Stromkreis von sehr geringem Wider  stand überbrückt wird, der aber im Falle    eines Erdschlusses selbsttätig geöffnet wird,  so dass also im Normalbetrieb die Spannungs  verlagerung nahezu auf Null gebracht wird,  im     Erdschlussfalle    dagegen die Löschspule in  voller Wirksamkeit ist. Hierfür sind aber  Selbstschalter erforderlich, die unter dem       Einfluss    der Spannung zwischen Nullpunkt  und Erde stehen und die in kürzester     Zeit     beim Anstieg dieser Spannung den Über  brückungsstromkreis unterbrechen.

   Nun sind  aber Schalter gewöhnlicher Art für diesen  Zweck ganz ungeeignet, .da sie viel zu träge  arbeiten und für die in Frage kommenden       Abschaltleistungen    viel zu gross ausfallen.  Es ist nämlich zu beachten, dass die     maximal     am     Schalter    auftretende Spannung gleich der  Phasenspannung des Netzes und der im     Erd-          schlussfalle    auftretende Strom in der Über  brückung von der Grössenordnung .des     Erd-          schlussstromes    sein kann.

   Die     Abschalt-          leistung    entspricht also der Grössenordnung  nach dem Produkt aus Phasenspannung X           Erdschlussstrom.        Derartige    Schalter erfordern  zur Abschaltung eine     relativ    lange Zeit und  in dieser ist das Netz ungeschützt.  



  Diese     Nachteile        werden,    aber vollkommen  vermieden,     wenn    man erfindungsgemäss als  Schalter     gittergesteuerrte        Vakuumzellen    ver  wendet, die den Stromkreis selbsttätig in       ausserordentlich    kurzer Zeit     abschalten    und  dabei ohne Schwierigkeit für die genannten  Spannungen und Ströme bemessen werden       können.     



  Gegenstand der Erfindung ist somit eine       Einrichtung    zum selbsttätigen Ein- und Aus  schalten von Löschspulen zum Schutze von       Hochspannungsnetzen,    bei welcher im Nor  malbetrieb des Netzes die Löschspule durch  einen -die Verlagerungsspannung auf einen  kleinen Wert herabsetzenden Stromkreis  überbrückt ist, in welchem sich gitterge  steuerte Vakuumzellen     befinden,    deren Gitter  in     Abhängigkeit    von der Grösse der Span  nung     zwischen        Netznullpunkt    und Erde so  gesteuert werden,     .dass    beim     Steigen    dieser  Spannung über.

       einen,    gewissen Wert .der       Stromdurchgang    .durch die Vakuumzelle ge  sperrt und damit .der Überbrückungskreis  unterbrochen ist, während beim Herabsinken  der     .Spannung    unter diesen Wert das Gitter  ein Potential erhält, welches den Strom  durchgang freigibt.  



  Als Ventilzellen könnte man, weil es sich       um    den     Durchfluss    von Wechselstrom han  delt,     Zellen        verwenden,    die nur Elektronen       emittierende    Elektroden besitzen, sei es, dass  sie als "Glühkathoden" oder als  Quecksilber  elektroden ausgebildet sind. Eine vorteil  haftere Ausbildung der Einrichtung ergibt  sich aber aus der Verwendung zweier Va  kuumventilzellen entgegengesetzter Durch  lassrichtung, die sich im Überbrückungs  stromkreis in     Parallelschaltungbefinden    und  die gleichzeitig und im gleichen     ;Sinne    ge  steuert werden.  



  Der     Erfindungsgegenstand    soll nun an  hand der Ausführungsbeispiele der     Fig.    1       bis    3 näher     erläutert    werden.  



  In     Fig.    1     'bedeutet    C die totale Teil  kapazität des Netzes gegen Erde, L die         Löschspule,    U eine Überbrückungsleitung,       TV,,        TT.    zwei parallel geschaltete     Ventilzellen          entgegengesetzter        Durchlassrichtung.    Es sei       angenommen,    dass das Potential .der Gitter G,       bezw.        G^    so     eingestellt    ist,     dass    .der Strom  durchgang durch die Zellen     V,

  .    und     V2        ±rei-          g        o        egeben        ist.        Die        Löschspule        befindet        sich     dann über die     Ventilzellen    im     Kurzschluss     und das Netz ist somit direkt geerdet. Dies  bedeutet aber keineswegs,     dass    die     Überbrük-          kungsleitung    U stromfrei ist.

   Die auf den       Erdungskreis        wirkende        Unsymmetriespan-          #        nung        ruft    in .ihm einen     Unsymmetriestrom     hervor, der sich über den Überbrückungskreis  U schliesst. Der     Unsymmetriestrom    hat .die  Frequenz .des Netzes. An der     Löschspule    L       tritt    als Folge dieses Stromes aber eine     ,Span-          nung    auf, welche gleich ist dem Spannungs  verbrauch des Überbrückungskreises.

   Dieser  setzt sich aus dem Spannungsabfall im Wi  derstand dieses Kreises und in den Vakuum  zellen zusammen. Verwendet man als Ventil  zellen     Quecksilberdampfröhren,    dann beträgt  der     Lichtbogenabfall    zirka 20 Volt. Ent  sprechend der Spannung an der     Löschspule     geht somit auch ein Teil des     Unsymmetrie-          stromes    durch diese Spule.

   Um .den Strom  durchgang durch die     Ventilzellen    V, und     V#-          nach    beiden Richtungen zu ermöglichen,  sind .sie mit entgegengesetzter     Durchlassrich-          tung    parallel geschaltet, das heisst es ist die  Anode     .9        .,    mit der Kathode     K"    die Anode       AZ        mit    der Kathode     K,    verbunden.

   Es     muss     nun dafür Sorge getragen werden, dass bei  Zunahme der Spannung an der Löschspule  (also im     Erdsehlussfalle)    der     ,Stromdurchgang     durch beide Ventilzellen, von denen jede nur  die Halbwellen gleichen Vorzeichens durch  lässt, selbsttätig gesperrt wird.

   Hierzu dient  die durch -die     Steuertransformatoren    T,,     T2,          rS'P    und den Steuergleichrichter     G,    gebildete  Einrichtung, welche den Gittern G,     bezw.        G2     gegenüber ihren Kathoden     K,        bezw.        K2    bei  kleiner     Löseh.spulenspannung    ein positives       (Durchlass-),    bei .grosser     Löschspulenspannung     dagegen ein negatives (Sperr-) Potential er  teilen.  



  Die Arbeitsweise dieser     Einrichtung    ist      folgende: Die     Primärwicklungen    P, und     Pz     der     Transformatoren    T, und     TZ    sind in Reihe  geschaltet und diese Reihe wird von der  Spannung der Sekundärwicklung     Qp    des  Spannungstransformators     Sp        bespeist,    wel  cher primär an der     Uschspulensspannung     liegt. Die Spannung an der Reihe     P1    und     FZ     ist also proportional der Spannung an der  Löschspule.

   Die Transformatoren T, und     T--,     besitzen nun je zwei Sekundärwicklungen  und es ist je eine     "Sekundärwicklung    .des  Transformators     T1    einer Sekundärwicklung  des Transformators     T=        entgegengeschaltet,    so       dass    an diesen beiden Wicklungsreihen die  Differenz der     Sekundärspannungen    herrscht.

    Die eine     Sekundärwicklungsreihe    ist nun  zwischen     Kathode    K, und     Gitter    G, der Ven  tilröhre V,, die andere zwischen Kathode     KZ     und     Gitter        G;,    der Ventilröhre     V@    geschaltet.

    Die     Übersetzurg    der     Tran:sformatorwicklung     ist so gewählt, dass die Spannung an der       Sekundärwicklung    von T, grösser ist als die  an der Sekundärwicklung von     T2.    Der     An-          sehluss    der     Sekundärwicklungsreihe    an die  Elektroden erfolgt nun so, dass die an .dieser  Reihe herrschende resultierende Spannung  das Gitter gegenüber der Kathode positiv  aufladet.

   Zur Umkehr der Richtung der       Gitterspannung    beim Anstieg der     Lös6h-          spulenspannung    dient die gleichstromge  speiste Wicklung Y auf dem Mittelschenkel  des Transformators T,. Diese Wicklung er  zeugt im Eisen des     Transformators        T,    ein  Gleichstromfeld, welches das Eisen der  beiden äussern Schenkel in entgegengesetztem  Sinne sättigt.

   Die     MMK    des Wechselstromes  wirkt daher während einer Halbwelle auf  dem :einen Schenkel im     iSinne,    im andern       gegen    den Sinn der     Gleichstromsätt        boung,     für die andere Halbwelle kehrt sich der Sinn  der     MMK    in beiden     Schenkeln    entsprechend  um. Man erreicht dadurch eine symmetrische  Form der beiden     Halbwellen    der Sekundär  spannung und einen annähernd     sinusförmigen     Verlauf der Spannungskurven.

   Man kann  nun die Verhältnisse sehr anschaulich dar  stellen, wenn man die     Magnetisierungskurven     der beiden Magnetkreise mit verschiedenen    Vorzeichen über der gleichen Abszisse auf  trägt und die Nullpunkte ihrer Koordinaten  um den doppelten Wert der Gleichstrom  erregung     i.        auseinanderrückt,    wie es in       Fig.    2 dargestellt ist. Die beiden     Nagneti-          sierungskurven    haben einen Schnittpunkt P  miteinander, und zwar beim Wert der erzeug  ten Gleichstromsättigung (.siehe     Fig.    2,       Punkt    P).

   Dieser     Schnittpunkt    P ist nun  der Ausgangspunkt für die sich über die  Gleichstromerregung überlagernde Wechsel  strom.erregung. Ob diese vom Punkt P aus  von links nach rechts, oder 'bei Stromumkehr  von rechts nach links aufgetragen wird, in  jedem Falle addiert     .sie    sich in dem einen  Kreis zur Gleichstromerregung, während sie  sich im andern Kreis von ihr     subtrahiert,     die gesamte     Fluxänderung    in .den in Reihe  liegenden Spulen entspricht     aber    der :Summe  .der     Fluxänderungen    in -den     beiden    Kreisen.

    Es ist aus der     Fig.    2 zu ersehen,     dass    die  Grösse der     Fluxänderung    also auch die Grösse  der Primärspannung     ET,    des     Transformators     T, von der Grösse der Gleichstromerregung       i,.    abhängt. Wählt man sie entsprechend  ,dem Wert     i.    max., dann hat bei einer     Wech-          selstromerregung        i".    die Spannung<B>ET,</B> den  in der Nähe von P liegenden Wert.

   Für  den am Gleichrichter     G,        auftretenden    mini  malen Wert von     E,        (Eg    min:.) hat die     Span-          nuttg        _ET,        .d-en    an der linken     Seite    der     Fig.    2  angegebenen Wert, der aber erheblich grösser  ist als der bei der Spannung     Eg    max. auf  tretende.

   Im Gegensatz hierzu ist die am  Transformator     T,        herrschende    Spannung     ET2     kleiner geworden und bei richtiger Wahl des  Spannungsverhältnisses
EMI0003.0085  
   lässt sich errei  chen, dass die Differenz der Spannungen  <B><I>(EI</I></B> T,<I>-</I>     Er")    das Vorzeichen     umkehrt.     Durch die     Gleichstromsättigung    wird also  die durch den Wechselstrom erzeugte Feld  änderung in den Schenkeln von     T,.    verkleinert,  so     dass    wegen -der verkleinerten Impedanz  des Transformators     T,

      gegenüber der von     T2     ein grösserer Teil der Primärspannung an  den Klemmen von     T,    gemessen wird, als vor  her. Demgemäss wächst     unter    dem     Einfluss         der Gleichstromerregung die Sekundärspan  nung des Transformators     T2    relativ zu der  :des     Transformators        T,    Für eine gewisse       Spannung        uud    Gleichstromerregung wird .sie  gleich,     .das        heisst    die resultierende Spannung  an der Reihe der Sekundärwicklungen ist  Null.

   Die     Gitter    haben das Potential der  Kathode und sperren den Stromdurchgang  durch die     Ventilzellen        V,    und     V=.    Bei, wei  terer Steigerung der Gleichstromerregung       überwiegt    die Spannung an der Sekundär  wicklung des Transformators     T.    gegenüber  der an     T,    und die     Gitter    werden relativ zur  Kathode negativ     aufgeladen.    Es ist nur noch  notwendig, .die Gleichstromerregung der  Wicklung Y     selbst    von der     Löschspulen-          spaunung    abhängig zu machen.

       Dies    wird  mit Hilfe des Steuergleichrichters     G,    und  ,der     ,Sekundärwicklung        0p    erreicht,     welche     ebenfalls auf dem (Spannungstransformator       Sp    untergebracht ist. Die     Spannung    am  Gleichrichter     G1    ist proportional .der     Lösch-          spulenspannung,    demgemäss ist auch .der  Gleichstrom     proportional    dieser Spannung.

    Um die Zeitkonstante dieses     Erregerkreises          klein    zu halten, ist der     ohmsche    Widerstand       W    in .diesen Gleichstromkreis eingeschaltet.  Das     erzeugte        Gleichstromfeld    kann dadurch  konstant gehalten werden, dass auf dem  Mittelschenkel des Transformators     T1    eine in  sich kurzgeschlossene Wicklung oder Win  dung D angebracht ist. Die beschriebene       Gittersteuerung        wirkt        also    ;derart, dass bei  kleiner :Spannung an der Löschspule die       Gitter    ein den Strom durchlassendes positives.

    Potential     erhalten,    während ihnen, wenn die       Löschspulenspannung    einen gewissen Wert  überschreitet, ein gegenüber ihrer Kathode  negatives     Potential    .erteilt würde, welches     -den     Stromdurchgang sperrt. Der Überbrückungs  kreis öffnet .oder schliesst sieh somit auto  matisch,     wenn    die Spannung an der     Lösch-          spule    steigt oder fällt.  



  Diese     Einrichtung    eignet sich nun aber  ganz besonders auch zur selbsttätigen Ein  stellung der Löschspule auf den der     jeweiligen     Netzlänge angepassten Wert. Zu diesem Zweck  wird in den     Überbrückungskreis        I7    eine         Weohselstrommaschine        H.    eingeschaltet, wel  che nach Art .einer gleichstromerregten Syn  chronmaschine gebaut sein kann.

   Man wird  zweckmässig die Frequenz .dieser Hilfs  maschine von der Netzfrequenz verschieden  wählen, um den     Einfluss    der Netzfrequenz  auf die Messung des jeweiligen     Blindleit-          wertes    der aus C und L     gebildeten    Kom  bination auszuschalten.

   Soll die     Löschspule     stets auf einen bestimmten     Kompensations-          grad   
EMI0004.0062  
   eingestellt sein, wo den     rezi-               proken Wert des Verhältnisses der gewählten       Induktivität        L,d-er    Löschspule zu der     Induk-          tivität        L'    der auf Resonanz abgestimmten       Löschspule    bedeutet, dann ist es vorteilhaft,  .die Frequenz     co,t    der Hilfsmaschine so zu  wählen,

       däss    für sie sich L     und    C in Reso  nanzabstimmung befindet. Ist     o    die Be  triebsfrequenz des Netzes,     dann    ist  
EMI0004.0076     
  
EMI0004.0077     
    Bei einer Einstellung der     Löschspule    auf den  gewünschten Wert von v wird -dann der  Strom der Hilfsmaschine stets .ein Minimum  sein.

   Um     aber    zu erkennen, ob bei     abweichen-          ,der    Einstellung der     Löschspuleninduktivität     diese zu gross oder zu klein ist, ist es not  wendig, festzuhalten, ob der Strom .der Hilfs  maschine in .diesem Falle     kapäzitiven    oder  induktiven Charakter hat.

   Zu diesem Zwecke  wird man ihn in Beziehung zur Spannung  der Hilfsmaschine, oder     besser    noch zur  Spannung einer zweiten Hilfsmaschine     HZ     von gleicher Frequenz und Phase setzen,  indem man ein     wattmetrisches    Instrument     B     sowohl vom     Strom    der     Hilfsmaschine        Hl,    wie  auch von der     Spannung    der Hilfsmaschine     HZ     speist.

   Da die an     .den    Klemmen der Hilfs  maschine     H2        herrschende    :Spannung nur die  Frequenz
EMI0004.0096  
   aufweist, scheidet der Ein-           fluss    der     ;Stromkomponente    von Netzfrequenz  für die     Messung    vollständig aus.

   Die beiden  synchron miteinander zu betreibenden Hilfs  maschinen     Hl    und     HZ    wird man zweckmässig  von .einem gemeinsamen     @Synchranmotor    M       unter    Zwischenschaltung einer entsprechen  den Geschwindigkeitsübersetzung     betreiben,          wobei    der     Motor    M vom gegebenen Netz aus  gespeist werden kann. Das Instrument     .B     kann nun nach Art eines     Anzeig        einstrumen-          tes,    eines     Relais.    oder eines Reglers ausgebil  det sein.

   Im     letztgenannten    Falle wird man  es     so    ausbilden,     .dass    es den Kontakt J, wel  cher Windungen der     Löschspule    zu- oder ab  schaltet, so beeinflusst,     .dass    der     Reglerstrom     stets seinem Minimalwert zustrebt. Dadurch  wird die Einstellung der Löschspule auf den       gewünschten    bestimmten Kompensationsgrad  selbsttätig erreicht.  



  Das Verhalten und die Wirkungsweise  der     beschriebenen.    Einrichtung im Netzbetrieb  ist nun folgende:  Bei gesundem Netz ist wegen der     Ver-          stimmungder        Löschspuledie    Spannungsver  lagerung des Netzes gegen Erde, also die       Spannung    an -der     Löschspule    selbst sehr ge  ring     (El    in     Fig.    3). Die Gitter der Vakuum  zellen erhalten deshalb ein den Stromdurch  gang freigebendes (positives) Potential.

   Da  mit ist aber der Überbrückungskreis ge  schlossen und .die Spannung an der     Lösch-          spule    auf einen sehr kleinen Wert     (E2)    ge  bracht. Der Strom der     Hilfsmaschina        H,     betätigt nun den Regler     E    in der Weise,  dass auch bei Änderungen der Netzlänge,  also bei Ab- und Zuschalten von Netzteilen  die     Löschspule    stets auf den bestimmten  Kompensationsgrad v eingestellt wird.     Tritt     nun ein     Erdschluss    auf, dann ;

  steigt die .Span  nung an der Löschspule auf den Wert der  Phasenspannung (En), die Gitter     erhalten    ein  den Stromdurchgang sperrendes (negatives)  Potential und so wird der Überbrückungs  stromkreis automatisch geöffnet. Die     LÖSCh-          spule    unterdrückt den     Erdschlussstrom    an  der     Fehlerstelle.    Ist der     Erdschluss    besei  tigt, dann sinkt die Spannung an der     Lösch-          spule    wieder auf den     Wert        E,

      so dass die    Gitter den Stromdurchgang durch den Über  brückungskreis freigeben und diesen     schlie-          ssen.    Dieses Spiel wird sich in jedem     Erd-          schlussfalle    wiederholen.  



  Bei Netzen sehr hoher     Spannung    kann  man für die ganze Einrichtung oder einen  Teil .davon Spannungswandler verwenden, so  dass .die Hilfsmaschinen und Apparaturen     in     Niederspannungskreisen liegen.  



  Es kann     vorteilhaft    sein, die     Überbrük-          kung    der     Löschspule    in den Sekundärkreis  eines primär parallel zur Löschspule ange  sehlossenen Transformators zu legen, um die  erforderliche Schalteinrichtung nur für .die  beliebig niedrig wählbare     ,Spannung    .dieses  Stromkreises zu bemessen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum :selbsttätigen Ein- und Ausschalten von Löschspulen zum ,Schutze von Hochspannungsnetzen, dädurch gekenn zeichnet, dass im Normalbetrieb des Netzes die Löschspule durch einen, die Verlagerungs spannung auf einen kleinen Wert herab setzenden Stromkreis überbrückt ist, in wel chem .sich gittergesteuerte Vakuumzellen be finden, deren Gitter in Abhängigkeit von der Grösse der Spannung zwischen Netznull punkt und Erde so gesteuert werden, .dass beim Steigen dieser ,
    Spannung über einen ge wissen Wert der tStromdurchgang durch,die Vakuumzelle ,gesperrt und damit der Über brückungskreis unterbrochen ist; während beim Herabsinken der Spannung unter diesen Wert das Gitter ein Potential erhält, welches den Stromdurchgang freigibt. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sich in der Überbrückungsleitung zwei Vakuum ventilzellen entgegengesetzter Durchlass- richtung in Parallelschaltung befinden, die gleichzeitig und in gleichem -Sinn ge steuert werden. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da- Jurch gekennzeichnet, dass das Gitter der Vakuumzelle mit ihrer Kathode über zwei gegeneinander geschaltete Sekun- därwicklungen zweier primär hinterein ander geschalteter Transformatoren ver bunden ist, von denen der eine, welcher eine Steuerspannung im Sinne des Strom durchga-nges liefert, bei steigender Span nung rascher gesättigt ist als der andere, so dass bei kleiner Spannung an der Transformatorreihe die resultierende Se kundärspannung :
    den Stromdurchgang freigibt, während .sich bei höherer Span nung an der Transformatorreihe eine den Stromdurchgang .sperrende resultierende Sekundärspannung einstellt, wobei als Erregerspannung für die Transformator reihe die Spannung zwischen Netznull punkt und Erde bezw. eine ihr pro portionale Spannung dient. 3.
    Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, .dass der :die Span nungskomponente im ,Sinne des Strom durchganges liefernde Transformator :drei Magnetschenkel besitzt, von denen die äussern den magnetischen Stromkreis für die Wicklungen dieses Transforma tors darstellen, während der Mittel schenkel zwei Wicklungen trägt, von denen die eine durch einen sich mit der Spannung zwischen Netznullpunkt und Erde gleichsinnig ändernden Gleich strom erregt wird, während die andere in sich kurzgeschlossen ist. 4.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3', dadurch gekennzeichnet, dass der den Mittelschenkel magnetisierende Gleich strom eines von der Spannung zwischen Nullpunkt und Erde (bezw. von einer dieser proportionalen ,Spannung) gespei sten Gleichrichter entnommen wird, und dass sich im Gleichstromkreis dieses Gleichrichters ein :ohmscher Widerstand zur Herabsetzung der Zeitkonstante ,dieses Stromkreises befindet. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in den Über brückungsstromkreis eine Wechselstrom- maschine von solcher,Spannung und Fre- quenz eingeschaltet ist, dass der von ihr über die Löschspule und die Erdkapazi- tät des Netzes gelieferte Strom eine Kontrolle des Abstimmungsgrades der Löschspule gestattet. 6.
    Einrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, @dass bei Dissonanz- abstimmung der Löschspule die Frequenz der Wechselstrommaschine gieich dem 11-v fachen Mrert der Betriebsfrequenz gewählt ist, wo v den Kompensations grad der Spule bedeutet. 7.
    Einrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass eine Vorrich tung zu einer solchen Einstellung der Windungszahl der Löschspule in Ab hängigkeit von dem Strom der Frequenz :der Wechselstrommaschin.e vorgesehen ist, dass der gewünschte Abstimmungs grad bei allen Netzverhältnissen gewahrt bleibt. B.
    Einrichtung nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die die Lösch spulenwindungszahl regelnde Vorrich- tung ausser von dem Strom der Wechsel strommaschine auch von ihrer Spannung bezw. einer fre.quenzgleichen Spannung einer zweiten Hilfsmaschine gespeist wird. 9.
    Einrichtung nach Unteranspruch 8, da durch .gekennzeichnet, :dass .die Wechsel strommaschine und :die Hilfsmaschine von einem gemeinsamen, mit der Be triebsfrequenz vom Netz gespeisten :Syn- ebronmotor unter Zwischenschaltung einer entsprechenden Übersetzung ange trieben werden. 10. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Über brückung der Löschspule im Sekundär kreis eines primär parallel zur Lösch- spule angeschlossenen Transformators liegt.
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