CH166942A - Anordnung zur Gittersteuerung bei von Wechselstrom gespeisten Umformungseinrichtungen mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsgefässen, bei denen auch die Richtung der erzeugten Stromes gesteuert wird. - Google Patents

Anordnung zur Gittersteuerung bei von Wechselstrom gespeisten Umformungseinrichtungen mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsgefässen, bei denen auch die Richtung der erzeugten Stromes gesteuert wird.

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CH166942A
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  Anordnung zur Gittersteuerung bei von     Wechselstrom    gespeisten  Umformungseinrichtungen mit gittergesteuerten Dampf- oder     Gasentladungsgefässen,     bei denen auch die Richtung der erzeugten Stromes gesteuert wird.    Bekanntlich kann bei gittergesteuerten  Dampf- oder     Gäsentladungsgefässen,    das  heisst gittergesteuerten Entladungsgefässen  mit     ionisierbarem    Medium, das Gitter nur das  Einsetzen jedes Entladungsstromes steuern,  ist aber auf eine bestehende Entladung ohne  Einfluss.

   Bei von Wechselstrom gespeisten  Umformungseinrichtungen mit gittergesteuer  ten Dampf- oder     Gasentladungsgefässen,    bei  denen nicht nur die Grösse und Zeitdauer,  sondern auch die Richtung des dem Verbrau  cher zugeführten Stromes veränderlich ist,  vorzugsweise bei Umrichtern, das heisst     Fre-          quenzumformern,    ergeben sich nun bei Rich  tungswechsel Schwierigkeiten hinsichtlich  der Gittersteuerung. Das Gitter kann, wie  bereits gesagt ist, nur den Beginn der Ent  ladung festlegen.

   Der Stromverlauf selbst  ist aber durch mannigfache andere Um  stände,     insbesondere    durch die Art des  Scheinwiderstandes des Verbrauchers, be-    stimmt, das heisst bei induktiver Belastung  erlischt der Entladungsstrom in einem spä  teren Zeitpunkt als bei     ohmscher    Belastung  und bei     ohmscher        Belastung    später als bei       kapazitiver    Belastung.

   Daraus folgt, dass  eine Steuerung, die bei     ohmscher    Belastung  einen sicheren Betrieb ermöglicht, bei stark  induktiver Belastung keine Betriebssicher  heit gewährleistet, da bei Richtungswechsel  des gesteuerten Stromes die Möglichkeit be  steht, dass vor dem Erlöschen des Stromes  in der alten Richtung der Strom in der neuen  Richtung einsetzt. Das würde in den meisten  Fällen     kurzschlussartige    Wirkungen zur Folge  haben, die im Interesse der Betriebssicherheit  zu vermeiden sind.  



  Die Erfindung gibt nun einen Weg an,  der diese     Kurzschlussgefahr    beseitigt. Erfin  dungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass  die Gitterkreise eine zusätzliche, vom erzeug  ten Strom abhängige     Steuerspannung    erhal-           ten,    die derart bemessen ist, dass bei     R.ich-          tungswechsel    des erzeugten Stromes die Ein  leitung der Entladung in den die neue Rich  tung liefernden Entladungsgefässen erst er  folgt, wenn der Strom in der alten Richtung  erloschen ist.  



  In     Fig.    1 der Zeichnung ist ein Ausfüh  rungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Zwei  mehrphasige Sekundärwicklungen 1' bis 6'       bezw.    1" bis 6" eines Transformators 7,  dessen Primärwicklung 8 an ein Drehstrom  netz 9 angeschlossen ist, speisen über gitter  gesteuerte Dampf- oder     Gasentladungsgefässe     13' bis 18'     bezw.    13" bis 18" den Belastungs  kreis 11. Der von dem eingestrichenen  System gelieferte Strom durchfliesst den  Widerstand 19', der von dem zweigestri  chenen System gelieferte Strom durchfliesst  den Widerstand 19".

   Die an beiden Wider  ständen infolge der durchfliessenden Ströme  auftretenden     Spannungsabfälle    dienen als zu  sätzliche     Steuerspannung    in den entsprechen  den Gitterkreisen.  



  Die Wirkungsweise der in     Fig.    1 dar  gestellten Steuereinrichtung kann man in fol  gender Weise erläutern: Es möge im be  trachteten Zeitaugenblick das durch die       Gitterspannungen    23' bis 28', beispielsweise       mittelst        Kommutators    oder Transformators,  gesteuerte eingestrichene System dem Be  lastungskreis 11 einen Strom zuführen.

   Die  ser erzeugt am Widerstand 19' einen Span  nungsabfall, der so bemessen ist, dass er den  Gitterkreisen der Entladungsgefässe 13" bis  18" eine solche negative Spannung zuführt,  dass das Zünden eines Stromes im zweigestri  chenen     System    solange verhindert     wird,     wenn auch die eigentlichen Steuerspannun  gen 23" bis 28" einen solchen Wert haben,  dass ein Strom im zweigestrichenen System  fliessen müsste, bis der Strom im eingestri  chenen System erloschen ist. Wie ersichtlich  ist, wird durch diese Massnahme die Gefahr  eines Kurzschlusses zwischen den beiden  Systemen vermieden.  



  In     Fig.2    ist ein anderes     Ausführiings-          beispiel    der Erfindung dargestellt. Die     mehr-          phasige    Sekundärwicklung 1 bis 6 eines    Transformators 7 speist über Paare gegen  sinnig parallelgeschalteter Entladungsgefässe  1.3', 13", 14', 14" usw. den Belastungskreis  11. Diese Schaltung ist bekanntlich vorteil  hafter als die Schaltung nach     Fig.    1, da sie  eine bessere Ausnutzung des Transformators  7 ermöglicht.

   Die zusätzliche Steuerspan  nung, die den einzelnen Gitterkreisen zu  geführt wird, wird     mittelst    einer vom Be  lastungsstrom durchflossenen Spule 30 be  wirkt, die induktiv mit den Wicklungen  33', 33" usw. bis 38', 38" gekoppelt ist. Wie  leicht zu erkennen ist, besteht die Möglich  keit, mehrere dieser Wicklungen zusammen  zufassen. Beispielsweise können die Wick  lungen 33' bis 38' zu einer einzigen Wick  lung zusammengefasst werden.  



  Zur Einstellung der     richtigen    Phasenlage  der zusätzlichen Steuerspannung     wird    man  Scheinwiderstände 20     bezw.    21 vorsehen, wie  es in den     Fig.3    und 4 beispielsweise für  die Steuerung des Entladungsgefässes 13' ge  zeigt ist. In dem einen Falle handelt es sich  um einen Reihenwiderstand 20, im andern  Falle um einen Parallelwiderstand 21. Unter  Umständen wird man eine     Kombination    von  Reihen- und Parallelwiderständen anwenden.

      Damit die zusätzliche Steuerspannung  für den gesamten Belastungsbereich keinen  grossen Schwankungen unterliegt und ins  besondere für kleine Belastungsströme noch  ausreichend ist, empfiehlt sich die Anwen  dung von stromabhängigen Scheinwiderstän  den, beispielsweise     Eisenwasserstoffwider-          ständen    und     gesättigten    Eisendrosseln. Man  kann diese stromabhängigen Scheinwider  stände sowohl in den Belastungskreis (für  19), als auch in den Gitterkreis (für 20       bezw.    21) einfügen und dadurch eine geeig  nete Bemessung der Zusatzspannung er  reichen.  



  Ferner     kann    es zweckmässig sein, auch  gesteuerte oder     ungesteuerte        Ventile    anzu  wenden. Da die erforderliche Gitterleistung  verschwindend klein ist, sind diese, für die  Steuerung benötigten     Ventile    im Gegensatz  zu den     Entladungsgefässen,    die den Be-           lastungsstrom    führen, für kleine Leistung zu  bemessen.  



  Eine zweckmässige Weiterbildung des     Er-          findullgsgedankens    ergibt sich, wenn man  den Spannungsabfall an vom Belastungs  strom durchflossenen Dampf- oder Gas  entladungsgefässen als zusätzliche Steuer  spannung verwendet. Dies ist in     Fig.    5 dar  gestellt. Dieses     Ausführungsbeispiel    unter  scheidet sich von dem in     Fig.    1 dadurch, dass  die Widerstände 19' und 19" durch     Dampf-          oder        Gasentladungsgefässe    19"' und     191V    er  setzt sind.

   Der Vorteil, den Entladungs  gefässe mit     ionisierbarem    Medium bieten, be  steht darin, dass der Spannungsabfall zwi  schen Anode und Kathode nahezu unab  hängig von der Grösse des durchfliessenden  Stromes und konstant ist. Der Spannungs  abfall tritt aber nur auf, solange Strom  fliesst. Somit ist die geforderte Steuerbedin  gung erfüllt.  



  Damit in der Sperrzeit der Entladungs  gefässe 13' bis 18'     bezw.        1.3"    bis 18" nicht  ein Teil der Sperrspannung auf das Gefäss  19"'     bezw.        191V    entfällt, ist es. zweckmässig,  einen Widerstand     22,1;        bezw.        221     parallel  zum Gefäss l9"'     bezw.        191V    anzuordnen, wie  es in     Fig.6    angegeben ist. Dadurch wird  erreicht, dass Anode und Kathode des Ge  fässes 19"'     bezw.        191V    in der Sperrzeit glei  ches Potential haben.

   Die Grösse des Wider  standes ist dabei so zu wählen, dass er klein  bleibt gegen die Scheinwiderstände der Ka  pazitäten der Apparateteile. Ferner kann  man auch in Reihe mit dem Dampf-     bezw.          Gasentladungsgefäss    19"'     bezw.        191V    einen       Nx=eiteren        -\Viderstand        22#T        bezw.        22I     an  ordnen     (vergl.        Fig.    6).  



  Was für ein Dampf-     bezw.        Gasentla,dungs-          gefäss    jeweils zu nehmen ist, hängt von den       Bedinguzlgen.    des betreffenden     Frequenz-          wandlers    ab. Bei kleinen Leistungen und  Spannungen (etwa bis 500 Volt) werden Ent  ladungsgefässe mit etwa 10 bis 15 Volt Span  nungsabfall in Frage kommen. Bei grossen  Leistungen und hohen Spannungen (etwa  3     kV    und mehr) wird man Entladungsgefässe  mit 30 Volt Spannungsabfall und mehr an-    wenden. Es wird ferner bemerkt, dass man  durch die Ausbildung des Steuergitters, das  heisst seinen Durchgriff, die gewünschte  Steuerwirkung erreichen kann.  



  Bei     Frequenzumformungseinriehtungen,     bei denen der Verbraucherkreis über Paare  gegensinnig parallel geschalteter Entladungs  gefässe aus dem Primärnetz gespeist wird       (vergl.        Fig.    2), kann man die in den     Fig.    5  und 6 angegebene Massnahme in einer etwas  abgeänderten Weise anwenden, indem näm  lich jeder Gruppe von Entladungsgefässen  1.3' bis 18'     bezw.    13" bis 18" ein gitter  gesteuertes Entladungsgefäss mit     ionisier-          barem    Medium vorgeschaltet ist und der  Spannungsabfall an dem einen Entladungs  gefäss, zum Beispiel 19"', als Sperrspannung  dem Gitterkreis des andern Entladungs  gefässes,

   das heisst     191V,        bezw.    umgekehrt  zugeführt wird.    Eine entsprechende Anordnung ist in       Fig.    7 veranschaulicht. Fliesst zum Beispiel  Strom durch die zweigestrichene Gruppe und  somit auch durch das Entladungsgefäss     191V,     so dient der Spannungsabfall am Entladungs  gefäss     191j',    der bekanntlich von dem durch  fliessenden Strom nahezu unabhängig und  konstant ist, zur Sperrung des Entladungs  gefässes 19"' und damit auch der eingestri  chenen Gruppe. Die Sperrung bleibt solange  bestehen, bis der Strom in der zweigestri  chenen Gruppe erloschen ist.

   Nach dem Er  löschen des Stromes im Entladungsgefäss  191V wird das Entladungsgefäss 19"' frei  gegeben, so dass die neue Halbwelle durch  das eingestrichene System geliefert werden  kann. Während der Zeit, in der die ein  gestrichene Gruppe und damit auch das Ent  ladungsgefäss 19"' leitend ist, wird nun der  Spannungsabfall am Entladungsgefäss 19"'  in den Gitterkreis als negative Sperrspan  nung eingeführt, so dass vor Erlöschen des       Stromes    im Entladungsgefäss 19"' das Gefäss       191V    nicht leitend werden kann. Wie ohne  weiteres zu ersehen ist, steuern sich die bei  den Gefässe gegenseitig, so dass stets höch  stens nur eines der Gefässe leitend ist.

        Wie bei den     Anordnungen    gemäss     Fig.    5  und 6, so empfiehlt es sich, auch bei An  ordnungen gemäss     Fig.    7 Widerstände 20,  22     @        ur)d        221T'    zur     Festlegung    der Potentiale  vorzusehen. Ebenso können auch in den  Gitterkreisen Widerstände     22,#        und        2211v    zur       Begrenzung    des Gitterstromes vorgesehen  sein. Ferner empfiehlt es sich, die Wider  stände so zu bemessen, dass     22.',v    gross gegen  20 ist.

   Der Widerstand 20 muss dabei aber  immer noch so gross sein, dass ein Strom  fluss durch ein Gefäss der eingestrichenen  Gruppe, durch den Widerstand 20 und durch  ein Gefäss der zweigestrichenen Gruppe prak  tisch nicht bestehen kann.  



  Man kann nun die in den     Fig.    5 und 7  dargestellten Anordnungen     etwas    modifi  zieren und dadurch eine Entlastung der Ent  ladungsgefässe 19"' und     191V,    sowie eine       Verringerung    des durch die Einfügung der  Entladungsgefässe 19"' und     191V    bedingten  Verlustes. Dies     gelingt    durch Anwendung von       Stromverzweigungsanordnungen,    bei denen  die Entladungsgefässe 19"' und     191V    nur  einen verhältnismässig kleinen Teil des     Ge-          samtentladungsstromes    (etwa 5 bis<B>10%)</B>  führen.

   Vorzugsweise wird dies durch Strom  teilerdrosseln erreicht, bei denen beide Wick  lungsteile mit verschiedenen     Windungszahleli     versehen sind.  



  Eine     Stromteileranordnung    ist im Prinzip  in     Fig.    8 veranschaulicht, bei der der Strom  teiler mit zwei verschieden bemessenen Teil  wicklungen 40' und 40" versehen ist. In den  Stromkreis der     Teilwicklung    mit der grö  sseren     Windungszahl    ist das Entladungsgefäss  19"' oder eine entsprechende Zahl von in  Reihe geschalteten Entladungsgefässen ge  schaltet, deren Spannungsabfall man in die  Gitterkreise der     Hauptentladungsgefässe    ein  führen will. Die Wirkungsweise der Strom  verzweigung ist derart, dass der grösste Teil  des     Stromes    durch den Wicklungsteil 40' mit  der kleineren     Windungszahl    geht.

   In dieser  Teilwicklung wird nun ein solcher Fluss er  zeugt, dass in der Wicklung 40" mit der grö  sseren     Windungszahl    eine solche Spannung  entsteht, dass ein den     Windungszahlen    und    den verschieden grossen Spannungsabfällen  entsprechender Strom durch sie hindurch  fliesst. Man erkennt,     da.ss    in dieser Anord  nung das     Entladungsgefäss    19"', an dessen  Klemmen man die gewünschte Spannung ab  nehmen kann, für einen viel kleineren Strom  bemessen und dementsprechend die Verluste  in der     Anordnung    bedeutend verringert wer  den können.  



       Fig.    9 zeigt die     Anwendung    dieses Aus  führungsbeispiels bei einer vollständigen  Schaltung. Abwechselnd arbeitet die eine  und die andere Sekundärwicklung des Trans  formators 7 auf das Verbrauchernetz 11. Die  jeweils leitende Gefässgruppe sperrt mittelst  der     Stromteileranordnung    die andere Ge  fässgruppe, so dass diese solange nicht leitend  werden kann, bis die andere Gruppe er  loschen ist.  



  Man kann nun den im ersten Teil der  Beschreibung ausgesprochenen Erfindungs  gedanken noch in anderer Weise weiter  bilden. Bekanntlich erlangt nach dem Er  löschen des Entladungsstromes in einem  gittergesteuerten Dampf- oder     Gasentladungs-          gefäss    das Gitter noch nicht sofort seine       Steuerwirkung    (Sperrwirkung), sondern erst  nach Beendigung des     Entionisierungsvor-          ganges    im Entladungsraum.

   Es     bestände     demnach - vorzugsweise gilt dies für     höher-          frequente    Umformungen (mehr als 100 Hz)  trotz der angegebenen Massnahmen die Ge  fahr des Wiedereinsetzens der Entladung in  der nunmehr gesperrt gehaltenen Gruppe von  Entladungsgefässen. Gemäss einer Weiter  bildung werden nun in die Gitterkreise der  zunächst noch gesperrt gehaltenen Gruppe  von Entladungsgefässen Schaltmittel mit  einer derart bemessenen     Zeitverzögerung    ein  gefügt, dass diese Gruppe erst leitend wird.  wenn der     Entionisierungsvorgang    in der zu  letzt leitenden Gruppe praktisch beendet ist.  Vorzugsweise kommen hierfür Kondensator_  kreise mit entsprechend bemessener Zeitkon  stante zur Anwendung.  



  In     Fig.10    der Zeichnung ist die Mass  nahme an einem Ausführungsbeispiel erläu-           tert,    bei dem die einzelnen, die     Umformung     bewirkenden Entladungsgefässe 13', 13" bis  18', 18<B>"</B> im wesentlichen gegensinnig parallel  geschaltet sind. Zur Durchführung der Sper  rung im Sinne des Erfindungsgedankens die  nen zwei gittergesteuerte     Dampfentladungs-          gefässe    l.9"' und     191'V,    und zwar dient der       Spannungsabfall    am Entladungsgefäss 19"'  zur Sperrung des Entladungsgefässes 191V  und umgekehrt der Spannungsabfall am Ent  ladungsgefäss     191V    zur Sperrung des Ent  ladungsgefässes 19"'.

   Es sind nun ferner zwei       Kondensatorkreise    vorgesehen, die eine Ka  pazität     22%        bezw.    221 und einen     ohmschen     Widerstand     22p        bezw.        22P    enthalten. Diese  beiden     Kondensatorkreise    sind so bemessen,  dass nach dem Erlöschen des Entladungs  gefässes 19"' das Entladungsgefäss 191V nicht  sofort freigegeben wird, sondern mit einer  gewissen zeitlichen Verzögerung, und zwar  wird diese Verzögerung so gewählt, dass der       Entionisierungsvorgang    in den Entladungs  gefässen der vorhergehenden Gruppe prak  tisch beendet ist.  



  Da der     Entionisierungsvorgang    sowohl  von der Konstruktion der an der Umformung  beteiligten Entladungsgefässe, als auch von  der Grösse des Entladungsstromes abhängt  und mitunter eine Dauer von 10-3 Sekunden  erreichen kann, so empfiehlt es sich, der Be  messung der Zeitkonstanten der Verzöge  rungselemente die ungünstigsten Verhält  nisse, das heisst die Höchstbelastung, zugrunde  zu legen.  



  Es wird noch bemerkt, dass die in     Fig.    10  veranschaulichte Massnahme nicht nur bei  einer Anordnung nach     Fig.    7 anwendbar ist,  sondern auch bei den übrigen Ausführungs  möglichkeiten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Gittersteuerung bei von Wechselstrom gespeisten Umformungseinrich tungen mit gittergesteuerten Dämpf- oder Gasentladungsgefässen, bei denen auch die Richtung des erzeugten Stromes gesteuert wird, insbesondere Umrichtern, dadurch ge kennzeichnet, dass die Gitterkreise eine zu- sätzliche, vom erzeugten Strom abhängige Steuerspannung erhalten, die derart bemessen ist, dass bei Richtungswechsel des erzeugten Stromes die Einleitung der Entladung in den die neue Richtung liefernden Ent ladungsgefässen erst erfolgt, wenn der Strom in der alten Richtung erloschen ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Span nungsabfälle an in die Entladungskreise eingeschalteten Widerständen (19', _19") als zusätzliche Steuerspannungen in die Gitterkreise eingefügt werden. 2. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass den einzelnen Gitterkreisen die zusätzliche Steuerspan nung durch Wicklungen (33', 33" bis 38', 38"), die mit einer vom Verbraucher strom durchflossenen Wicklung (30) ge koppelt sind, zugeführt wird. 3.
    Anordnung nach Unteranspruch 1, ge kennzeichnet durch die Verwendung span- nungs- bezw. stromabhängiger Schein widerstände in mit den Entladungs kreisen gekoppelten Stromkreisen. . Anordnung nach Unteranspruch 3, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Entladungsgefässen als spannungs- bezw. stromabhängige Scheinwiderstände. 5.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als zusätz liche Steuerspannung die Spannungs abfälle von vom Belastungsstrom durch- flossenen Entladungsgefässen mit ionisier- barem Medium (19"', 191V) dienen. 6. Anordnung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass zu den vom Belastungsstrom durchflossenen Entla dungsgefässen mit ionisierbarem Medium (19"', 191V) Widerstände (22-h; 221v) parallel geschaltet sind. 7.
    Anordnung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Grösse der Widerstände (22-P, 22I1) klein ist gegen die Scheinwiderstände der Kapazitäten der Apparateteile. B. Anordnung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass in Reihe mit den vom Belastungsstrom durchflossenen Entladungsgefässen mit ionisierbarem Medium (19"', 191V) Widerstände (22,y, 221i) angeordnet sind. 9.
    Anordnung nach Unteranspruch 5, für Umformungseinrichtungen, bei denen der Verbraucherkreis über Paare gegen sinnig parallel geschalteter Entladungs gefässe aus dem Primärnetz gespeist wird, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Gruppe von Entladungsgefässen (13' bis 18' bezw. 13" bis 18") ein gitter gesteuertes Entladungsgefäss mit ioni- sierbarem Medium (19"' bezw. 191v) vorgeschaltet ist und der Spannungs abfall an dem einen Entladungsgefäss (zum Beispiel 19 "') als Sperrspannung dem Gitterkreis des andern Entladungs gefässes (19'1V)
    und umgekehrt zu geführt wir. 10. Anordnung nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass zur Fest legung der Potentiale Widerstände (20, 22%. und 121P) parallel zu und zwi schen den zusätzlichen Entladungsge fässen (19"', 191V) geschaltet sind. 11. Anordnung nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass der Wider stand (221 ), der parallel zu dem Ent ladungsgefäss (191V) liegt, gross gegen den zwischen der Kathode dieses und der Anode des andern Entladungsgefässes (19 "') liegenden Widerstand (20) ist. 12.
    Anordnung nach Unteranspruch 5, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Stromverzweigungsanordnungen, bei de nen nur ein verhältnismässig kleiner Teil des Gesamtentladungsstromes durch das die Sperrsteuerung erzeugende Ent ladungsgefäss geleitet wird. 13. Anordnung nach Unteranspruch, 12, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Stromteilerdrosseln, deren beide Wick lungsteile ungleiche Windungszahlen be sitzen. 14.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in die Gitter kreise der noch zu sperrenden Gruppe von Entladungsgefässen Schaltmittel mit einer derart bemessenen Zeitverzögerung eingefügt sind, dass diese Gruppe erst leitend wird, wenn der Entionisierungs- vorgang in der zuletzt leitenden Gruppe von Entladungsgefässen praktisch be endet ist. 15. Anordnung nach Unteranspruch 14, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Kondensatorkreisen (22"t-; 22bezw. 221v, 221 ). a P 16.
    Anordnung nach Unteranspruch 14, da durch gekennzeichnet, dass der Bemes sung der Zeitkonstanten der Verzöge rungselemente die Höchstbelastung zu Grunde gelegt ist.
CH166942D 1931-04-01 1932-03-21 Anordnung zur Gittersteuerung bei von Wechselstrom gespeisten Umformungseinrichtungen mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsgefässen, bei denen auch die Richtung der erzeugten Stromes gesteuert wird. CH166942A (de)

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