CH167310A - Elektrische Entladungsröhre mit schwer verdampfbarem Metallinhalt und Stromzuführung mittelst deren Wandung durchdringenden Stromzuführungsdrähten. - Google Patents
Elektrische Entladungsröhre mit schwer verdampfbarem Metallinhalt und Stromzuführung mittelst deren Wandung durchdringenden Stromzuführungsdrähten.Info
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Description
Elektrische Entladungsrühre mit schwer verdampfbarem Netallinhalt und Stromzuführung mittelst deren Wandung durehdringenden Stromzuführungsdrähten. Die Erfindung bezieht sich auf eine elek trische Entladungsröhre, die ein schwer ver- dampfbares Metall enthält, dessen Dampf am ausgenutzten Vorgang teilnimmt. Diese Beteiligung braucht nicht immer darin zu bestehen, dass der Metalldampf einen Teil des Entla.dungstromes führt.
Es ist auch mög lich, da.ss der Metalldampf dadurch am aus genutzten Vorgang teilnimmt, dass er nicht den Entladungsstrom trägt, sondern Licht ausstrahlt. Diese beiden Erscheinungen kön nen auch zu gleicher Zeit auftreten. Unter "schwer verdampfbarem Metall" sind in vor liegendem Fall solche Metalle zu verstehen, deren Dampfdruch bei einer Temperatur von 200 C weniger als ein Millimeter beträgt. Von diesen Metallen werden zum Beispiel Natrium, Kalium, Rubidium, Kadmium, Magnesium, Thallium manchmal in Ent ladungsröhren benutzt, die zum Ausstrahlen von Licht dienen.
Es hat sich als sehr schwer gezeigt, dein Dampf dieser Metalle beim Betrieb der Ent ladungsröhren einen hinreichend hohen Druck zu geben, um auf die höchste Lichtausbeute (Kerzenzahl, die für die Energieverbrauchs einheit ausgestrahlt wird) zu gelangen.
Werden die Stromzuführungsdrähte der Elektroden durch eine für das Einschmelzen solcher Drähte übliche, in den Vakuumraum der Entladungsröhre hervorragende Quetsch stelle geführt, die mittelst eines Tellerröhr chens an dem Kolben festgeschmolzen ist, so bildet der Raum um die Quetschstelle und das Tellerröhrchen einen toten Raum, in dem eine wesentlich niedrigere Temperatur als in dem Teil, in dem die Entladung in der Hauptsache erfolgt, entsteht.
Solche toten Räume haben einen sehr un günstigen Einfluss auf die angestrebte Höhe des Metalldampfdruckes. Die Höhe dieses Druckes wird nämlich durch die niedrige Temperatur der toten Räume bestimmt. Die Erhitzung der übrigen Teile der Entladungs röhre auf höhere Temperaturen hat auf das Erreichen eines höheren Metalldampfdruckes keinen Einfluss. Die Wärme, welche dazu benutzt wird, um diese heisseren Teile der Entladungsröhre höher zu erhitzen als die Temperatur der kälteren Räume, wird denn auch nutzlos verwendet, was den Wirkungs grad der Röhre in ungünstigem Sinne beein flusst.
Will man in der Röhre, in der Räume vorhanden sind, die eine weit niedrigere Temperatur annehmen als der Entladungs raum, den Metalldampf doch einen genügend hohen Druck annehmen lassen, so muss man die Röhre derart hoch erhitzen, dass die käl teren Räume die Temperatur annehmen, bei der der Metalldampf den genügend hohen Druck erhält. .Solches bringt jedoch mit sich, dass die übrigen Teile der Entladungsröhre auf noch höhere Temperatur gebracht wer den müssen. Bei diesen höheren Tempera turen wird jedoch die mechanische Festigkeit der Röhre gefährdet. Überdies ist bei diesen höheren Temperaturen das Glas schwer widerstandsfähig gegen den Metalldampf zu halten.
Gemäss der Erfindung gehen, behufs Ver meidung toter Räume, das heisst solcher, die eine wesentlich niedrigere Temperatur als der Raum, in dem die Entladung in der Hauptsache erfolgt, annehmen könnten, die Stromzuführungsdrähte durch nicht in den Vakuumraum der Entladungsröhre hervor ragende Wandteile hindurch.
Besitzt die Entladungsröhre eine Quetsch stelle zur Einführung von Stromzuführungs- drähten, so wird letztere, gemäss Obigem, der art ausgebildet, dass sie sich ausserhalb des Vakuumraumes der Entladungsröhre be findet.
Diese Aussenquetschstelle bietet ferner den Vorteil, dass sie nicht der Einwirkung des in der Röhre vorhandenen Metalldampfes ausgesetzt ist. Ein Angegriffenwerden des Glases der Quetschstelle durch diesen Dampf ist infolgedessen nicht möglich. Dies schafft auch die Möglichkeit, die Quetschstelle aus einem Glase herzustellen, das weniger be ständig gegen den Metalldampf ist als das Glas, aus dem der mit diesem Dampf in Be rührung kommende Teil des Kolbens der Entladungsröhre besteht. In vielen Fällen ist man nämlich gezwungen, diesen Kolben aus einer besonderen Glasart herzustellen.
Für Natriumdampfentladungsröhren verwen det man zum Beispiel manchmal ein Boro- silikatglas, das relativ wenig Kieselsäure enthält und von Natriumdampf nur sehr wenig angegriffen wird. Man kann dabei den Kolben aus überfangenem Glas herstellen, das heisst aus einer Glaswand, die an der innern Seite aus Borosilikatglas und an der Aussenseite aus gewöhnlichem Glas besteht. Die äussere Schicht lässt man manchmal auch, um die in nicht direkt verwendbarer Form erzeugte strahlende Energie zur Erwärmung der Röhre zu verwenden, aus einem Glas be stehen, das infrarote Strahlen stark absor biert.
Das Einschmelzen der Stromzufüh- rungsdrähte in ein solches aus einem beson deren Material oder aus zwei .Schichten be stehendes Glas bringt in manchen Fällen Schwierigkeiten mit sich. Die Verwendung einer äussern Quetschstelle schafft nunmehr, wie bereits gesagt, die Möglichkeit, die Quetschstelle aus einem andern Glas als das des übrigen Teils der Entladungsröhre her zustellen. Die Quetschstelle kann dann aus einem solchen Glas, zum Beispiel aus Kalk glas, hergestellt werden, in das sich die Stromzuführungsdrähte leichter einschmelzen lassen.
Wenn die Entladungsröhre aus überfan- genem Glas besteht, und wenn man die Quetschstelle nicht aus einer andern Glasart, sondern auch aus dem gleichen Überfangglas herstellt, so erzielt man durch die Verwen dung einer äussern Quetschstelle den Vorteil, dass das Glas, das die innere Schicht des überfangenen Glases bildet und an den Va kuumraum der Entladungsröhre grenzt, die Quetschstelle an der dem Entladungsraum zugekehrten Seite bedeckt.
Man kann eine oder mehrere Elektroden auch auf einer metallenen, vorzugsweise chromeisernen Scheibe anordnen und diese Scheibe am Kolben der Entladungsröhre festsehmelzen. Auch bei dieser Konstruktion erden die bei Verwendung von gewöhn lichen Innenquetschstellen vorkommenden toten Räume, in denen Kondensation des Metalldampfes erfolgt, vermieden. In vielen Fällen wird es sich empfehlen, die dem Ent ladungsraum zugekehrte Seite dieser Scheibe mit einer Glasschicht zu bedecken, die gegen den Metalldampf beständig ist.
Wenn bei Verwendung einer äussern Quetschstelle oder einer Metallscheibe diese Teile mit der Aussenluft in Berührung stehen, sind sie einer Abkühlung ausgesetzt, die zur Folge haben kann, da.ss der an diese Teile angrenzende Teil des Entladungs raumes eine wesentlich niedrigere Tempera tur als der übrige Teil annimmt. Dieser Nachteil kann dadurch vermieden werden, dass die Entladungsröhre innerhalb eines wenigstens teilweise evakuierten Raumes an geordnet wird.
In der beiliegenden Zeichnung veran schaulichen Fig. 1 und 3 zwei Ausführungs beispiele des Gegenstandes, während die Fig. 2 eile Teilansicht einer andern Aus führungsform ist.
Fig.l. zeigt eine Entladungsröhre, die eine nahezu kugelförmige Wand 1 besitzt. An diesen Kolben, der zweckmässigerweise aus einem Borosilikatglas mit relativ wenig Kieselsäure besteht, ist eine Quetschstelle 2 angeschmolzen. Diese Quetschstelle befindet sieh ganz ausserhalb des Vakuumraumes der Entladungsröhre und besteht aus einem Glas, zum Beispiel Kalli:glas, das leicht bearbeit bar ist und in das sich die Stromzuführungs- drä.hte leicht einschmelzen lassen.
Die Entladungsröhre ist mit einer Glüh- kathode 3 und zwei Anoden 4 versehen, und der Kolben enthält Natriumdampf, wozu eine Menge Natrium in die Röhre eingeführt ist, während ausserdem eine Menge Edelgas im Kolben vorhanden ist. Die Stromzuführungs- drähte der Elektroden sind durch die Aussen- quetschstelle 2 nach aussen geführt. Die Ent ladungsröhre 1 ist von einer geschlossenen Hülle 5 umgeben, die mit einem Füsschen G ausgestattet ist, durch das die Stromzufüh- rungsdrähte der Elektroden der Entladungs röhre 1 hindurchgeführt sind.
Der Raum zwischen der Entladungsröhre 1 und der Hülle 5 ist zweckmässigerweise hochevakuiert, kann aber auch nur mässig evakuiert oder mit einem schlecht leitenden Gas unter ge ringem Druck gefüllt sein. Zur Vorbeugung einer übermässigen Erhitzung des Füsschens 6 durch Wärmeausstrahlung der Entladungs röhre 1 ist zwischen diesem Füsschen und der Entladungsröhre ein Glimmerschirm 7 an geordnet.
Der Entladungsraum der Entladungs röhre ist annähernd kugelförmig und wird fast überall die gleiche Temperatur haben. Durch Verwendung einer Aussenquetschstelle sind tote Räume, in denen der Natrium- dampf auf unerwünschte Weise kondensieren würde, vermieden. Der Natriumdampf er hält infolgedessen, bei gleicher Energie zufuhr, eine höhere Tiefsttemperatur, so dass die Wirtschaftlichkeit der zum Aussenden von Lichtstrahlen dienenden Röhre gesteigert wird.
In Fig. 2 ist eine Quetschstelle 8 mit dem anliegenden Teil der Kolbenwand 9 schema tisch dargestellt, wobei der Kolben und die Quetschstelle aus dem gleichen überfangenen Glas hergestellt sind. Das an der innern Seite befindliche Glas 10, das gegen einen in der Röhre vorhandenen Metalldampf be ständig ist, schliesst bei der Bildung der Quetschstelle 11 das übrige Glas, aus dem die Quetschstelle besteht, gut vom Innern der Entladungsröhre ab.
Die in Fig. 3 dargestellte Entladungs röhre 12 ist mit einer Chromeisenscheibe 13 versehen, die an die Glaswand der Entladungsröhre angeschmolzen ist. Diese Scheibe trägt die Elektroden, die auch in diesem Falle aus einer Glühkathode 3 und zwei Anoden 4 bestehen. Auch diese Ent ladungsröhre enthält den Dampf eines schwer verdampfbaren Metalles, zum Beispiel einen der Dämpfe der eingangs genannten Metalle, zum Beispiel Natrium.
Die Stromzuführungs- drähte der Elektroden sind durch Öffnungen in der Scheibe 13 hindurchgeführt. Dabei ist zwischen den Stromzuführungsdrähten und der Scheibe eine Glasmenge 14 vor gesehen, welche diese Drähte gegen die Scheibe isoliert. Auf der dem Entladungs raum zugekehrten Seite ist die Scheibe 13 mit einer Glasschicht 15 bedeckt, die ebenso wie das Glas, aus dem die Wand 12 her gestellt ist, gegen die Einwirkung des in der Entladungsröhre vorhandenen Metalldampfes beständig ist.
Auch diese Entladungsröhre ist innerhalb einer Hülle 5 angeordnet, die mit einem Füss chen 6 versehen ist, durch das die .Strom zuführungsdrähte der Elektroden nach aussen geführt sind.
Auch die Verwendung der Metallscheibe 13 erlaubt eine Gestaltung der Röhre, bei welcher tote Räume vermieden sind, so dass die Temperaturverteilung innerhalb des Ent ladungsraumes sehr gleichmässig ist, wo durch die Erzeugung eines hohen Metall dampfdruckes gefördert wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrische Entladungsröhre, die ein schwer verdampfbares Metall enthält, dessen Dampf am ausgenutzten Vorgang teilnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass, zwecks Ver meidung toter Räume, das heisst solcher, in denen eine wesentlich niedrigere Temperatur als in dem Teil, in dem die Entladung in der Hauptsache erfolgt, entstehen könnte, die Stromzuführung durch nicht in den Vakuum raum der Entladungsröhre hervorragende Wandteile hindurchgeführte Stromzufüh- rungsdrähte stattfindet. UNTERANSPRÜCHE: 1.Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromzuführung zu mindestens einer der Elektroden durch eine ausserhalb des Vakuumraumes der Entladungsröhre an geordnete Quetschstelle erfolgt. 2. Elektrische Entladungsröhre nach Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Kolben der Entladungsröhre, als auch die Quetschstelle aus über fangenem Glas bestehen. 3. Elektrische Entladungsröhre nach Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Quetschstelle aus einem Glase besteht, das weniger beständig gegen den in der Röhre vorhandenen Metalldampf ist als das mit diesem Metalldampf in Berührung kommende Glas des Kolbens. 4.Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss mindestens eine der Elektroden der Röhre auf einer metallenen Scheibe angeordnet ist, die an die Wand der Entladungsröhre angeschmolzen ist. 5. Elektrische Entladungsröhre nach Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die metallene Scheibe aus Chromeisen be steht. 6. Elektrische Entladungsröhre nach Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe auf der dem Entladungsraum zugekehrten Seite mit einer Glasschicht bedeckt ist. 7. Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das den Metalldampf enthaltende Gefäss innerhalb eines wenigstens teilweise eva kuierten Raumes angeordnet ist.
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