CH167833A - Verfahren und Werkzeug zur Herstellung einer gezogenen Patronenhülse aus Metall für Schusswaffen. - Google Patents

Verfahren und Werkzeug zur Herstellung einer gezogenen Patronenhülse aus Metall für Schusswaffen.

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CH167833A
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CH
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Mines Compagnie Royale Ast Des
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Asturienne Mines Comp Royale
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D51/00Making hollow objects
    • B21D51/16Making hollow objects characterised by the use of the objects
    • B21D51/54Making hollow objects characterised by the use of the objects cartridge cases, e.g. for ammunition, for letter carriers in pneumatic-tube plants

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)

Description


  Verfahren und     Werkzeug    zur Herstellung einer gezogenen Patronenhülse  aus Metall für     Sehusswaffen.       Es ist bereits vorgeschlagen worden, Pa  tronenhülsen aus Metall für Schusswaffen  durch Ziehen herzustellen. Es ist auch vor  geschlagen worden, eine     @do        ppelte    Falte des  Werkstoffes zwischen dem Boden der Hülse  und dem     Mantel,der    Hülse anzuordnen. Die       Doppelfalte    war so hergestellt,     dass    die bei  den Schenkelflächen ,der Falte dicht aufein  ander gepresst waren. Man wollte durch     eine     derartige Falte den     Boden,der    Patronenhülse  verstärken.

   Die Dicke des verwendeten       Werkstoffes    war am Mantel der Hülse, an  den Flächen der Doppelfalte und am Boden  überall gleich. Diese Patronenhülsen ergaben  ,den     Nachteil,,dass    sie nichtdicht waren und  beim     Absehuss        Rissbildung    an der Doppel  falte aufwiesen.

   Dies lag daran,     dass    durch  das dichte     Aufeinanderpressen    der Schenkel  flächen der Falte auch die beiden     Scheitel     der Falte zusammengepresst waren, so dass in  den     Krümmungsscheiteln    der Falte die  Werkstoffasern überbeansprucht und zum    Teil gerissen waren, so     dass@diese    Doppel  falten nicht dicht waren und auch vollständig  unelastisch und im Augenblicke des Ab  schusses unnachgiebig waren.  



  Dieser Nachteil wird durch die im fol  genden beschriebene Erfindung     vermieden.     Die     Erfindung    betrifft ein Verfahren  und ein Werkzeug zur Herstellung einer ge  zogenen Patronenhülse aus Metall für     Schuss-          waffen    mit einer     Doppelfalte    zwischen der  Bodenkrempe     und        dem.        Hülsenmantel.    Das  Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass  ,die Doppelfalte federnd ausgebildet wird.

    Durch diese federnde Doppelfalte werden die  beim     Abschiessen    der Patrone auftretenden  Zugbeanspruchungen     :des    untern Teils: der  Patronenhülse federnd aufgenommen, so dass  dadurch die     Rissbildung        in,der    Hülse     vermie-          den        ist.        Die     lässt sich daher  mit sehr .dünnen Wandungen herstellen     und     weist nur ein geringes Gewicht auf. Die  federnde Doppelfalte     kann    in einem Arbeits-      gang durch ein im folgenden     beschriebenes          Presswerkzeug    hergestellt werden.

    



  Zufolge der     federnden.    Doppelfalte ist es  möglich geworden, Patronenhülsen aus Me  tall herzustellen,     deren        Mantel    nur eine Dicke  von     etwa    0,3, mm im mittleren Teile aufweist.       Derartige    Hülsen zeigen beim Abschuss bei  Drucken von 475 kg Maximum keine Risse  oder Brüche an dem meist beanspruchten  Teile der Patronenhülse, also keine Risse zwi  schen Bodenkrempe und Hülsenmantel.  



  Nicht alle Metalle sind zur Herstellung       derartiger        Patronenhülsen    geeignet. Reines  Zink ist zu weich. Das handelsübliche     Mes-          sing    ist zu teuer und     lässt    sich unter den vor  liegenden     Bedingungen    nicht gut ziehen und       kümpeln.    Nach langen Versuchen ist es ge  lungen als ein für den vorliegenden Zweck       geeignetes.    Metall eine Legierung zu finden,  die sehr reich an Zink und sehr arm an  Kupfer     ist,    beispielsweise eine     Legierung    von  etwa 99,5 Gewichtsprozenten Zink und 0,

  5       Gewichtsprozenten    Kupfer.  



  Ein     Ausführungsbeispiel    der neuen Pa  tronenhülse     und    eines zu ihrer Herstellung  geeigneten     Werkzeuges    ist in der beiliegen  .den Zeichnung dargestellt.  



       Fig.    1 und 2 zeigen zwei verschiedene  Stufen der vorgezogenen Hülse;       Fig.    3 zeigt den untern Teil der Patronen  hülse :der Deutlichkeit halber stark ver  grössert;       Fig.    4 zeigt den     Oberteil    A und     den    Un  terteil B des     Werkzeuges:    vor Beginn des       P'ressvorganges,    durch welche die doppelte  elastische Falte in einem Arbeitsgang erzeugt  wird;       Fig.    5 zeigt :die Stellung des Werkzeuges  bei Beendigung des Faltvorganges;

         Fig.    6     zeigt,der        Deutlichkeit    halber     ver-          grössert    .den untern     Teil    ,des obern     Presswerk-          zeuges    A;       Fig.    7 ist ein wegrechter     Schnitt    durch  das Futter 6 .gemäss: der     Schnittlinie        I-II     der     Fig.    4.  



  Die Hülse 1 wird zunächst in üblicher  Weise kalt gezogen, so dass, die in     Fig.    1  dargestellte Zwischenstufe entsteht. Eine sol-    ehe Hülse 1 weist beispielsweise oben eine  Wandstärke von 0,23 mm und unten eine  Wandstärke von     0;35    mm und am Boden 2  eine Stärke von etwa 0,7 mm auf. Der Boden  2 ist also stärker als :die Hülsenwand 1.

   Letz  tere ist im Querschnitt keilförmig     ausge'oil-          @det.    Dann wird die in     Fig.    1 dargestellte  Hülse in     einem    weiteren Arbeitsgang derart  behandelt,     dass1    :der Boden 2 nach, aussen ge  wölbt wird, wie es in     Fig.    2     etwas    übertrie  ben dargestellt ist, damit für die im     Press-          werkzeug    (Fix. 4, 5) stattfindende     Bildung     der     elastischen    Doppelfalte     hinreichend     Werkstoff vorhanden ist.  



  Die Hülse wird in :der in     Abb.    2 dar  gestellten Form     in,das    Oberteil A des     Werk-          zeuges    (Fix. 4) eingesteckt und weist nach  dem     Pressvorgang    die in     Fig.    3 dargestellte  Ausbildung auf. 3 ist die     Bodenkrempe.     Zwischen Bodenkrempe 31 und Seitenwand 1  ist die Faltung 4, 5 durch Umlegen     -des    ver  fügbaren Werkstoffes erzeugt worden.

   Die       Elastizität        bezw.    Federung der Doppelfalte  4, 5 wird dadurch erzielt,     dass    die Schenkel  flächen der Falte zur Bodenfläche 2' geneigt       ;stehen,    und     dass        ,die    beiden     Scheitel    :der Dop  pelfalte 4, 5 (Fix. 3). voll     ausgerundet    sind,  so     @dassi    die Werkstoffasern in diesen Run  .dungen nicht überbeansprucht sind.

   Der Ver  lauf der Doppelfalte 4, 5 kann daher     seit     einem liegenden<B>S</B> verglichen werden, und es  wird meistens zwischen den beiden von den  Rundungen ausgehenden Schenkeln der Falte  etwas Zwischenraum in der Nähe der Run  dung     na.,-ch    dem     Pressvorgang    vorhanden sein.  



  Die so hergestellten Patronenhülsen ge  statten besonders     vorteilhaft,    den Ersatz :der  üblichen Jagdpatronen,     die    einen Metall  sockel und eine     Papphülse    aufweisen, da die  Hülsen aus Metall sich in beliebiger Länge       herstellen    lassen und nicht die Empfindlich  keit gegen Feuchtigkeit aufweisen, welche  einen schweren Nachteil der Papphülsen  bildet.  



  Der Oberteil A des Werkzeuges ist als       mehrteiliges    Werkzeug ausgebildet und wird  beispielsweise am Stössel     einer    Ziehpresse  oder Prägepresse befestigt. 6 ist ein     Futter,         das aus zwei Teilen     besteht        (Fig.    7). In dem  in diesem Futter belassenen zentralen Hohl  raum 19 ist ein zylindrischer     Stempel    7 fest  angeordnet. Oberhalb des Futters 6 ist ein  Hohlraum 17 vorgesehen, der durch den  Bund 20 des Stempels 7 begrenzt wird.

   Die  untere Stirnfläche des Stempels 7 ist mit  einer     Absehrägung    11     (Fig.    6) versehen,     wel-          ehe    für die Ausbildung der obern Falte 5       (Fig.    3) mitbestimmend ist. Indem Stempel  7 ist ein Auswerfer 9 beweglich angeordnet,  der unter     -Wirkung    einer Druckfeder 8 steht.  Zwischen dem Stempel 7 und dem Futter 6  ist im Raume 19 Platz zum Einschieben der  in     Abb.    2 dargestellten, vorgezogenen Hülse  vorhanden.

   Der untere Teil des Futters 6  weist eine Auskehlung 10 auf     (Fig.    6), wel  che mit zur Ausbildung der Bodenkrempe 3  und der untern Falte 4 beiträgt und gleich  zeitig,den Durchmesser :des Bodens 2 genau       kalihriert.     



       Das        Werkzeugunterteil    B weist einen  Ringflansch 14 auf, der durch mehrere Stan  gen 15 mit einer Traverse 16 verbunden ist,  die unter Wirkung einer Druckfeder 13 steht.  In dem Ringflansch 14 ist ein Amboss 12  angeordnet. Der Durchmesser der     unterhalb     des Futters 6 vorgesehenen Öffnung 18 ist       etwas    grösser als der äussere Durchmesser des  Ringflansches 14.  



  Die Wirkungsweise .des Werkzeuges ist  folgende: Wenn die Hülse 1     in,der    in     Abb.    4  dargestellten Weise in den Oberteil A des       Werkzeuges    eingeschoben ist, senkt sich der  Stössel der Presse, wobei das obere Werkzeug  A auf das untere Werkzeug B zu liegen  kommt.

   In :diesem Augenblick wird die  Hülse 1 ganz in den freibleibenden Hohlraum  19 zwischen     Futter    6 und     Stempel    7 hinein  gedrückt, und zufolge des starken     Zusam-          mendrückens    der Feder     13,    stösst der     Ring-          flanseh    14 das     Futter    6 derart in -die Höhe,       dass    es den Hohlraum 17 ausfüllt und die  Hülse 1 fest umfasst. Dann rückt ,der Amboss       12(Fig.    5) nach     oben,,der    Auswerfer 9     wird     hochgeführt, und die Feder 8 wird gespannt.

    Hierauf     treibt,der    Amboss 12' den Werkstoff  des Hülsenbodens 2 in die Auskehlung 10    und an die     Abschrägung    11 und bildet den  ebenen Hülsenboden und die elastische Dop  pelfalte 4, 5 aus, ohne in den Rundungen  ihren Werkstoff mit Bezug auf die     beabsicb.-          tigte    Federwirkung     .der        Doppelfalte    4, 5 un  zulässig zu beanspruchen.

   Nachdem die  Presse eine Umdrehung vollendet hat, hebt  sich unmittelbar nach     Überwindung    der un  tere     Totpunktlage    der Presse der Stössel,     rnd     mit ihm hebt sich ,der Oberteil A ,des     Werk-          zeuges    vom     Unterteil    B ab. Die Feder 8  drückt jetzt den Auswerfer 9 nach unten,  welcher die das Aussehen der     F'ig.    3 auf  weisende, fertig gestellte Patronenhülse 1 aus  dem Werkzeugoberteil A auswirft.  



  Durch die     beschriebene    Arbeitsweise des  Werkzeuges wird eine grosse Anzahl von  Arbeitsgängen gespart, die bisher sowohl bei  der Herstellung von Jagdpatronen, als auch  von Militärpatronen aufgewendet werden  mussten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung einer gezoge nen Patronenhülse aus Metall für Schusswaf- fen mit einer Doppelfalte zwischen der Bodenkrempe und dem Hülsenmantel, da durch gekennzeichnet, dass@ die Doppelfalte federnd ausgebildet wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass. eine Legierung verwendet wird, .die Zink und Kupfer ent hält. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Un teranspruch 1, dadurch ,gekennzeichnet, dass eine Legierung von 99,5 Gewichts prozenten Zink und 0,5 Gewichtsprozenten Kupfer verwendet wird. PATENTANSPRUCH II:
    Werkzeug zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass es als Pressw.erkzeug mit mehr teiligem Oberteil (A) ausgebildet ist, welcher einen Stempel (7) mit einer untern abge schrägten Stirnfläche (11) und einem obern Bund (20) aufweist, wobei der Stempel (7) unter Freilassung eines Zwischenraumes für die Hülse (1) von einem zweiteiligen Futter (6) umgeben ist, das unten eine Auskehlung (10) aufweist und in ,seiner Länge so.
    bemes sen ist, dass. oben zwischen ihm und dem Bund (20) des Stempels (7) ein Zwischen raum (17) und unten zwischen ihm und .dar untern Begrenzungsfläche des.
    Oberteils eine Öffnung (1-8) freigelassen ist, ferner dadurch gekennzeichnet, dass der Unterteil (B) einen unter Wirkung einer Druckfeder (13) stehen .den beweglichen Flanschring (14) aufweist, innerhalb welchem ein fester Ambass (12) an- geordnet ist, bei dessen Anlegen an die untere Stirnfläche des Futters (6) der Boden (2) der Hülse (1) kalibriert und die federnde Doppel falte (4, 5) ausgebildet wird. UNTERANSPRUCH: 3.
    Werkzeug nach Patentanspruch 1I, da:- durch gekennzeichnet, .dass im Stempel (7) ein unter Wirkung einer Druckfeder (8) stehender Auswerfer (9) angeordnet ist.
CH167833D 1933-01-17 1933-02-07 Verfahren und Werkzeug zur Herstellung einer gezogenen Patronenhülse aus Metall für Schusswaffen. CH167833A (de)

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