CH167893A - Antriebsvorrichtung an Fliehkraftreglern, insbesondere zum Regeln der Brennstoffzufuhr bei Einspritzbrennkraftmaschinen. - Google Patents

Antriebsvorrichtung an Fliehkraftreglern, insbesondere zum Regeln der Brennstoffzufuhr bei Einspritzbrennkraftmaschinen.

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CH167893A
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Aktiengesellschaft Rober Bosch
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Bosch Robert Ag
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  Antriebsvorrichtung an     Fliehkraftreglern,    insbesondere zum Regeln der       Brennstoffzufuhr    bei     Einspritzbrennkraftmaschinen.       Die Erfindung hat eine Antriebsvorrich  tung an     Fliehkraftreglern    zum Gegenstand,  die insbesondere zum Regeln der Brennstoff  zufuhr bei     Einspritzbrennkraftmaschinen     dienen. Bei diesen Anlagen ist der Regler  meist starr     aufgekeilt    auf einem freien Ende  der Nockenwelle der Einspritzpumpe. Sein       Verstellglied    ist über ein Gestänge mit dem       Fördermengenverstellorgan    der Einspritz  pumpe verbunden.

   Es hat sich     nun    gezeigt,       :lass    der Regler namentlich bei steilen Nocken  nicht einwandfrei arbeitet, weil die     \?ocken-          welle    nicht vollkommen gleichmässig umläuft,  sondern jedesmal beim Auftreffen eines ihrer  Nocken auf den Stössel eines Pumpenkolbens  einen     Stoss    erleidet, der sich auf den Regler  fortpflanzt und unter Umständen ein Schla  gen und Klemmen der     Reglerteile    bewirkt.  Durch die ruckartige     Bewegung    der An  triebswelle kann das den Regler tragende       Wellenende    in Schwingungen geraten, die ein  einwandfreies Arbeiten des     Reglers    stören    können.

   Durch die Stösse und     .Schwingungen          wird    insbesondere das dem Regler zugekehrte  Lager .der Nockenwelle ungünstig bean  sprucht, was ein schnelles Abnutzen desselben  hervorrufen kann.  



  Im Fahrzeugbetrieb treten zu den     Nok-          kenstössen    noch die durch plötzliches Be  schleunigen und Verzögern des Motors ent  stehenden     stossweisen        Beanspruchungen    der       Reglerantriebswelle    infolge der Massenwir  kung des Reglers. Um die Auswirkung dieser  Stösse zu     mildern,    wurde schon vorgeschlagen,  den Regler durch eine federnd nachgiebige  Kupplung mit seiner     Antriebswelle    zu ver  binden.

   Diese Kupplungen. sind nicht .ein  fach, sie vermögen ausserdem die durch kurz  aufeinanderfolgende     Stösse,    wie zum     Beispiel     die     Nockenstösse,    hervorgerufenen Schwin  gungen nicht so gut zu unterdrücken, wie  dies gemäss der Erfindung dadurch zu er  reichen ist, dass zwischen dem Regler und  seinem     Antrieb    eine     Freilaufkupplung    ange-      ordnet ist, so dass bei plötzlichen Verzögerun  gen des Antriebes der Regler sich selbst  tätig von diesem löst.  



  Als Ausführungsbeispiel der Erfindung  ist     in    der beiliegenden     Zeichnung    ein Regler  in     Verbindung    mit einer Brennstoffpumpe  für     Einspritzbrennkraftmaschinen    darge  stellt, und zwar zeigt:       Fig.    1 .den Regler, auf der     Nockenwellle     der Pumpe sitzend, zum grössten Teil im       Längsschnitt,          Fig.    2 einen Querschnitt nach der Linie  2-2 in     Fig.    1.  



  1     ist    eine     mehrzylindrige    Einspritz  pumpe, in deren untern Teil die Nockenwelle  3 in Kugellagern 4 umläuft. Die Nocken 5  treiben über     Stösselrollen    6 und     ,Stössel    7 je  einen     federbelasteten    Pumpenkolben 8 an.  Auf dem einen freien Ende der Nockenwelle  ist ein     Fliehkraftregler    angeordnet.

   Zwei Ge  wichte 10 sind über je einen radialen, in der       Reglernabe    9     festgeschraubten    Stehbolzen 11  gesteckt, auf     dessen        äussern    Enden je ein       Federteller    12 für zwei     ineinandergesteckte     Federn 13, 14 verstellbar ist. Die äussere  Feder, die wie     üblich    zum Regeln der     Leer-          laufdrehzahl        dient,        drückt    auf einen Boden  des Fliehgewichtes.

   Die innenliegende Feder  14, welche nur bei höheren Drehzahlen zur  Wirkung kommen .soll, ist     eingespannt    zwi  schen dem Federteller 12 und einem     W        ider-          lager    15, das auf dem Stehbolzen verschieb  bar ist, bei kleinen Drehzahlen an einem in       einigem    Abstand vom Boden     ödes    Fliehge  wichtes vorgesehenen Bund 16 des Steh  bolzens anliegt und erst bei hohen     Drehzahlen     vom     Sehwunggewicht    abgehoben wird.

   Die       Gewichte    sind über     Winkelhebel    17, die     mit-          telst    Zapfen 19     in        Armen    20 der Regler  nabe 9 gelagert und der Deutlichkeit     wegen     nur mit     strichpunktierten        Mittellinien    ange  deutet sind,     mit        einem        Verstellbolzen    18 ver  bunden.

   Der     Verstellbolzen    bewegt sich beim       Ausschlag    der     Winkelhebel    in     einem        achsialen     Ausschnitt 2,1 hin und her und ist über nicht  gezeichnetes     Gestänge    mit dem ebenfalls  nicht dargestellten     Färdermnengenverstell-          organ    der Einspritzpumpe     verbunden.    Der    Regler sitzt mit seiner Nabe 9 auf einer  konisch ausgebohrten Büchse 22, die durch  eine auf dem     Nockenw        ellenende        sitzende    Mut  ter 23 auf dem Kegel 24 .der Nockenwelle  festgespannt ist.

   Diese Büchse besitzt einen  Bund, der am Umfang mit     Ausschnitten    26  versehen     ist,    so     da.ss    radiale Vorsprünge 27  verbleiben. Der     Abstand    der Grundfläche .der       Ausschnitte    von der Drehare     nimmt    von den  Vorsprüngen 2 7 gegen die Mitte .des Aus  schnittes allmählich zu. In den     Ausschnitten     arbeitet je eine Kugel 25. Die Kugeln 25  sitzen lose in einem Käfig, der .durch zwei  Ringe 28     gebildet    wird, die zu     beiden    Seiten  der Vorsprünge 27 durch Nieten 29 an diesen  befestigt sind.

   Die beiden sich gegenüber  stehenden Ringe     übergreifen,    die Kugeln  ausserhalb ihres Mittelpunktes mit einem in  die     Axrichtung    umgebogenen Rand, so     dass     die Kugeln     aus    dem Käfig hervorragen. Die  Kugeln sind von dem Ring 30 konzentrisch  umgeben, der in     einem        vorspringenden    Rand  31 der     %glernabe    9 fest     eingepresst    ist.  



  Die beschriebene     Freilaufkupplung        wirkt          wie    folgt:  Wenn die Nockenwelle 3 der Einspritz  pumpe angetrieben     wird,    rollen     die    Kugeln  2,5 gegen die Mitte der     Ausschnitte    26, bis  sie sich     zwischen    dem     Ring    30 und der  Grundfläche     dir    Ausschnitte     festklemmen.     In diesem Zustand ist der Regler mit der  Nockenwelle kraftschlüssig verbunden,

   so  dass beide mit gleicher     Winkelgeschwindig-          keit        umlaufen.    Hat die     Reglerantriebswelle     nun einen plötzlich     auftretenden        Widerstand     zu     überwinden,    so wirkt sich dies aus wie  eine stossartige Verzögerung, welcher der  Regler infolge seiner Massenträgheit nicht       folgen    will.

   Deshalb rollen     die    Kugeln auf  .der Grundfläche der     Ausschnitte    26 wieder  gegen die Vorsprünge 27 ab, so dass der     Ring     30 und damit der Regler     entkuppelt        wird.     Der Regler     kann.    nun dem treibenden     Teil     vorauseilen, ohne dass seine Massenkräfte den  Antrieb schädlich beanspruchen. .Sobald die  Nockenwelle den     Widerstand        überwunden     hat, holt sie den Regler wieder ein und nimmt  diesen mit, indem die Kugeln wieder gegen      die Mitte der Aussparungen rollen und sich  in der vorerwähnten Weise festklemmen.  



  Da die Grundflächen der Aussparungen       ?6    symmetrisch ausgebildet sind, ist es mög  lich, die     Freilaufkupplung    ohne Änderung  der Teile für die eine oder die andere     Dreh-          richtungder    Nockenwelle zu verwenden, in  dem man lediglich die Kugeln entsprechend  umsetzt (entweder in die ausgezogene oder  in die in     Abb.    2     strichpunktiert    gezeichnete  Lage), so dass sich die Kupplung jeweils bei  Verzögerungen der Antriebswelle löst.  



  Um zu verhüten, dass der Regler in     ent-          kuppeltem    Zustand kraft seiner Massenträg  heit übermässig vorauseilt, wird     zweckmässig     eine Bremseinrichtung vorgesehen, wie sie  beispielsweise in     Fig.    1 strichpunktiert an  gedeutet ist. Demgemäss ist die     Reglernabe     mit einer Bremsscheibe 22 ausgerüstet, die  mit federbelasteten Druckorganen 33 zusam  menwirkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Antriebsvorrichtung an Fliehkraftreglern, insbesondere zum Regeln der Brennstoffzu fuhr bei Einspritzbrennkraftmaschinen, da durch gekennzeichnet, dass zwischen dem Regler und seinem Antrieb eine Freilauf kupplung angeordnet ist, so dass bei plötz lichen Verzögerungen des Antriebes der Regler sich selbsttätig von diesem löst. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch, bei der der Regler auf einem freien Ende der Antriebswelle angeordnet ist, da durch gekennzeichnet, dass der Regler mit einer Nabe (9) auf einer auf der Antriebs welle befestigten Büchse (22) sitzt, die den treibenden Teil der Freilaufkupplung bildet. 2.
    Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Büchse (22) am Umfang mit Aussparungen (26) versehen ist, .deren Grundflächen derart ausgebildet sind, dass Rollkörper (25) in den Aussparungen (26) bei einer relativen Drehung der Antriebs welle mit der Büchse (22) gegenüber einem die Rollkörper umschliessenden ge triebenen Kupplungsteil (30) in der An triebsdrehrichtung sich zwischen der Büchse (22) und dem Teil (30) festklem men. 3. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der getriebene Kupp lungsteil (30) aus einem Ring besteht, den die Reglernabe (9) fest umschliesst. 4.
    Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Rollkörper (25) in den Aussparungen. (26) der Büchse (22) durch einen Käfig (28) gehalten werden, der die Rollkörper nur teilweise über greift. 5. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Aussparungen (@'6) der Büchse (22) derart ausgebildet sind. .dass die Freilaufkupplung in beiden Dreh richtungen wirksam ist. 6. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für den Regler eine Bremsvorrichtung (32) ange ordnet ist.
CH167893D 1932-05-02 1933-03-22 Antriebsvorrichtung an Fliehkraftreglern, insbesondere zum Regeln der Brennstoffzufuhr bei Einspritzbrennkraftmaschinen. CH167893A (de)

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