CH167901A - Röhrendampferzeuger mit Einrichtung zur Entschlammung des Arbeitsmittels. - Google Patents

Röhrendampferzeuger mit Einrichtung zur Entschlammung des Arbeitsmittels.

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CH167901A
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Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description


      Röhrendampferzeuger    mit Einrichtung zur     Entschlammung    des Arbeitsmittels.    Bei     Dampferzeugern,    deren Heizfläche  nur von einem oder mehreren Rohren ge  bildet wird, durch die das Arbeitsmittel       zwangläufig    durch eine Pumpe unter ständig       fortschreitender    Erwärmung     hindurchge-          presst    wird, spielt die Reinheit des Speise  wassers eine bedeutende Rolle. Schon so ge  ringe Verunreinigungen, wie sie beispiels  weise ein chemisch     aufbereitetes    Speisewasser  mit sich führt, können zu     Betriebsstörungen     Anlass geben.

   Bei Dampferzeugern, die mit  einer Trommel     ausgerüstet    sind, besteht die  Möglichkeit,     dass    sich die in dem Arbeits  mittel enthaltenen Verunreinigungen in Form  von Schlamm in :der Trommel ausscheiden,  und dass der Schlamm aus der Trommel von  Zeit zu Zeit entfernt wird. Bei     Röhren-          rIampferzeugern,    bei denen das Arbeitsmittel  ständig in     Fluss    gehalten wird, fehlt die  Möglichkeit, dass' sich der Schlamm an einer  bevorzugten Stelle 'abscheidet.

   Die Vorgänge,  die sich bei einem     Röhrendampferzeuger       mit     Zwangsdurchlauf        'des    Arbeitsmittels  abspielen, sind demgegenüber etwa folgende:  Das in das oder die Rohre eintretende Ar  beitsmittel wird auf seinem Wege     durch    das       Rohrsystem    zunächst soweit erhitzt, bis es  die dem     herrschenden        Druck.    entsprechende       Sattdampftemperatur    angenommen hat.

   Von  diesem Punkte ab beginnt die Verdampfung,  und zwar wird sich, während das Arbeits  mittel     weiterströmt,    ständig fortschreitend  offenbar soviel Dampf bilden, wie dem     bezw.     den Rohren fortlaufend     Verdampfungswärme     zugeführt wird. Es wird also ein     Dampf-          Wassergemisch    entstehen, das um so reicher  an Dampf ist, je weiter man sich von dem  Punkt des     Verdampfungsbeginnes    im     Strö-          mungssinne    entfernt.

   Da der entstandene  Dampf nur in geringem Masse selbst     Verun-          reinigungen    enthält, reichert sich die ver  bleibende Flüssigkeitsmenge in steigendem  Masse mit diesen     Verunreinigungen    an.  Würde man nun die Verdampfung so weit      treiben, dass die gesamte Flüssigkeitsmenge  schliesslich in den dampfförmigen Zustand  übergeht, so würden sich in dem letzten Teil  der     Verdampfungsheizfläche    schliesslich die       Unreinigkeiten    in steigendem Masse an den  Rohrwandungen ablagern, sofern sie nicht  vom Dampf selbst mit fortgeführt werden.

    Erfahrungen haben gelehrt, dass der Dampf  tatsächlich Verunreinigungen mit sich führt,  dass aber der weitaus grösste Teil der Ver  unreinigungen sich indessen in dem letzten  Teil der     Verdampfungsheizfläche    an den       Innenwandungen    der Rohre ausscheidet. Be  sonders diese     Erscheinung    verursacht Be  triebsstörungen, da -die     Salzabscheidungen     den Wärmedurchgang durch das     bezw.    die  Rohre beträchtlich     vermindern,    was nicht  selten zu     Rohrverbrennungen    führt.  



  Die Erfindung geht von der Erkennt  nis dieser Zusammenhänge aus, und die vor  stehenden Betrachtungen lehren, dass haupt  sächlich die hohe Salzkonzentration der  Flüssigkeit in dem letzten Teil der     Ver-          dampfungsheizfläche    die Ursache von Be  triebsstörungen ist.

   Erfindungsgemäss wird  an derjenigen Stelle des     bezw.    der     Ver-          dampfungsröhre,    an welcher neben dem er  zeugten Dampf mit einem bestimmten Ge  halt an     Verunreinigungen    angereicherte  Flüssigkeit vorhanden ist, eine Vorrichtung  zum ständigen     @    Trennen des Dampfes von  dieser     aus    dem Dampferzeuger abzuführen  den verunreinigten Flüssigkeit     eingeschaltet.     



       Diese    Vorrichtung besteht zweckmässig  aus einem     @Schlammsammelbehälter.     



  Man hat es dann durch entsprechende     Di-          mensionierung    der Heizfläche     bezw.    .durch  Einregelung der     Wärme-    oder     Speis@ewasser-          zufuhr    in der Hand, jederzeit die     Eindamp-          fung    vor dem     ScMammsammelbehälter,    so  weit zu treiben,     dass    die     Konzentration,    die  die in den     Schlammsammelbehälter    eintre  tende Flüssigkeit erreicht, ein bestimmtes, als  zulässig erachtetes Mass nicht     überschreitet     Wichtig ist,

   dass bei der angegebenen Art,  den     Röhrendampferzeuger    zu     entschlammen,     das     Zwangsstromprinzip        unbeeinträchtigt     durchführbar bleibt.         Um.    den Wärmeinhalt der in dem Be  hälter     abgesonderten    Flüssigkeit nutzbrin  gend zu verwerten, kann man den Inhalt des  Sammelbehälters einem unter geringerem  Druck stehenden     Ausdampfgefäss    zuleiten,  aus dem der freiwerdende     iSchwadendampf     einem     Niederdruckvetbrauchernetz,    der ver  bleibende     Flüssigkeitsrest    einem Speise  wasservorwärmer zugeführt wird.

   Die Ab  leitung der Flüssigkeit aus dem     Schlamm-          sammelbehälter    kann hierbei entweder perio  disch oder     kontinuierlich    geschehen. Das  Gleiche gilt für die     Ableitung    .der Flüssig  keit aus dem     Ausdampfgefäss.        Beispielsweise     könnte man von     Wasserstandsreglern    ge  steuerte     Ablassventile    vorsehen.  



  Eine andere Art, die in dem Behälter  abgeschiedene Flüssigkeit nutzbringend zu  verwerten,     besteht        darin,    dass man daraus  nicht, wie angegeben,     Niederdruckdampf,     sondern     Hochdruck-dampf    erzeugt.

   Das lässt  sich erreichen, wenn man in dem Dampfer  zeuger eine     zusätzliche    Heizfläche anordnet,  durch die in dem     Schlammsammelbehälter     enthaltene Flüssigkeit zum Verdampfen ge  bracht     wird.    Die Heizfläche kann     entweder     so angeordnet sein, dass die     Flüssigkeit    des       ,Sehlammsamnielbehälters        infolge    des Auf  triebes ,durch die     Erwärmung    an der     zusKtz-          lichen    Heizfläche durch ,

  den     Sammelbehälter     und das     zusätzliche        Verdampfungssystem     zirkuliert, oder man kann eine     Umwälzein-          richtung    einschalten, die     zwangläufig    den  Umlauf der Flüssigkeit herbeiführt. Auch  hier     besteht    die Möglichkeit, so viel Wasser  dem     Behälter    zu entnehmen, dass eine gewisse       Konzentration    in dem Behälter eingehalten  wird.  



  Es wurde einleitend ausgeführt, dass man  an dem Teil des oder der     Rohre,    in denen  die Verdampfung des     Arbeitsmittels    vor sich  geht, mit einer     teilweisen    Ablagerung der       Verunreinigungen    an den Rohrwandungen       rechnen    muss, und dass diese     Ablagerungen     imstande sind, -den störungsfreien     Betrieb     des Dampferzeugers zu     gefährden.    Die Aus  scheidung des     Schlammes    in der oben ange  gebenen Weise würde wohl den Teil -des           Rohrsystems    vor Schlammablagerungen und  Rohrverbrennungen schützen,

   der hinter der       Entschlammungstrommel    liegt, aber nicht        & n        vorgeschalteten    Teil. Um die Betriebs  sicherheit des Dampferzeugers weiterhin zu  erhöhen, wird deshalb vorgeschlagen, die       Verdampfungsheizfläche    der     Einwirkung,der     strahlenden Wärme des ersten Zuges zu ent  ziehen.

   Dies kann     entweder    geschehen, indem  man diesen Teil -der Heizfläche in einen Zug  verlegt, in dem die Übertragung der Wärme  an die Heizfläche durch     Berührung    erfolgt,  oder indem man,     wenn    man diesen Teil der  Heizfläche in -dem     .Strahlungs-    .oder     Brenn-          raum    belässt, abschirmende     Platten    davor ein  setzt. Diese     Massnahme    wird man vorteilhaft  auch auf die zusätzliche Heizfläche für die       Flüssigkeit    des     Schlammsamxnelbehälters    an  wenden.  



       Ausführungsbeispiele    des Erfindungs  gegenstandes sind in den     Fig.    1 bis 4 dar  gestellt.  



       Fig.    1 zeigt     schematisch    eine Anordnung,  bei. der die in dem     8chlammsammelbehälter     aufgefangene     Flüssigkeit    einem unter gerin  gerem Druck stehenden     Ausdampfge@äss    zu  geleitet wird, aus .dem .der freiwerdende       Schwaderndampf    einem     Niederdruckverbrau-          chernetz,    der verbleibende Flüssigkeitsrest  einem     Wärmeaustauscher    zur     Vorwärmung     des zu     speisenden    Arbeitsmittels zugeführt  wird;

         Fig.    2 zeigt den entsprechenden Aufbau  eines     Röhrendampferzeugers;          Fig.    3 zeigt schematisch eine Anordnung,  die gestattet, aus der in dem     Sehlammsam-          melgefäss    aufgefangenen Flüssigkeit Hoch  druckdampf zu erzeugen;       Fig.    4 zeigt wiederum den     Aufbau    eines  entsprechend ausgeführten Dampferzeugers.  In sämtlichen Figuren sind gleiche Teile  mit gleichen Bezugszeichen versehen. Wie zu  erkennen ist, wird die Heizfläche des Dampf  erzeugers nur von einem     bezw.    mehreren Roh  ren gebildet.

   Das Arbeitsmittel wird mit  Hilfe einer Pumpe 1 zunächst durch den in  der Brennkammer 2 liegenden Heiz-     bezw.          Verdampfungsrohrteil    3     hindurchgepresst,       nimmt von dort     weiterhin    seinen Weg durch  den     Heizrohrteil    4, durch die     Schlamm-          sammeltrommel    5 und gelangt     schliesslich     durch den     Überhitzer    6 in die Hochdruck  dampfleitung.

   Der     Heizrohrteil    3 wird dabei  zweckmässig so bemessen, dass .das Arbeits  mittel in ihm nicht zur Verdampfung kommt,  während der     Heizrohrteil    4 so bemessen sein  soll,     dass    sich in ihm ein     Dampf-Wasserge-          misch    .mit einem bestimmten Wassergehalt  bildet. Dieser     Reizrohrteil    4 liegt zweck  mässig an einer Stelle des Dampferzeugers, an  ,der die Wärme nur durch     Berührung    über  tragen wird. Aus dem aus dem     Heizrohrteil     4 kommenden     Dampf-Wassergemisch    wird in  der Trommel 5 die Flüssigkeit ausgeschieden.

    Die an dieser     Stelle    sich ansammelnde Flüs  sigkeit wird entweder dem     Ausdampfgefäss    7  zugeführt, in dem sich in Form von     Schwa-          dendampf        Niederdruckdampf    bildet, oder sie  wird teilweise wie insbesondere     Fig.    3 zeigt,  durch eine zusätzliche Heizfläche 8 zum  Verdampfen gebracht.

   In gleicher Weise,  wie es in     Fig.    1 angedeutet ist, kann auch bei  ,der Anordnung nach     Fig.    3 die nicht ver  dampfte     schlammhaltige    Flüssigkeit in einem       Vorwärmer    9 zum Vorwärmen des zu spei  senden     Arbeitsmittels    Verwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Röhrend@ampferzeuger, bei dem das ge samte Arbeitsmittel unter dem Zwange einer Pumpe,das oder die Verdampfungsrohre ein malig durchströmt, .dadurch gekennzeichnet, dass an derjenigen Stelle des oder der Rohre, an welcher neben dem erzeugten Dampf mit einem bestimmten Gehalt an Verunreinigun gen angereicherte Flüssigkeit vorhanden ist, eine Vorrichtung zum ständigen Trennen des Dampfes von der aus dem Dampferzeuger abzuführenden verunreinigten Flüssigkeit eingeschaltet ist. UNTERANSPRüCHE 1.
    Dampferzeuger nach dem Patentanspruch, d;idurch gekennzeichnet, dass die in einem in den Zwangsstrom eingeschalteten -Sam- melbehälter anfallende, Verunreinigungen enthaltende Flüssigkeit einem unter gerin gerem Druck ;stehenden Ausdampfgefäss zugeleitet wird, aus dem der freiwerdende Schwadendampf einem Niederdruckver- brauchernetz zugeführt zu werden be stimmt ist. 2.
    Dampferzeuger nach dem Unteranspruch 1"d-adurch gekennzeichnet, @dass der in dem Ausdampfgefäss nach dem Ausdampfen verbleibende der Zwangsströmung ent zogene Flüssigkeitsrest einem Wärmeaus- tauscher zur Vorwärmung,des zu speisen den Arbeitsmittels zugeführt wird. 3.
    Dampferzeuger nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der der Zwangsströmung in einem Sammel- behälter entzogenen Flüssigkeit durch eine zusätzliche im Dampferzeuger unterge brachte Heizfläche ausgedampft unddie- ser Dampf dem Hochdruckdampfstrom zu geführt wird. 4.
    Dampferzeuger nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätz liche Heizfläche so angeordnet ist, dass die letztgenannte, der Zwangsströmung ent zogene Flüssigkeit infolge des Auftriebes durch die Erwärmung an,der zusätzlichen Heizfläche durch den in den Zwangsstrom eingeschalteten Sammelbehälter und den diese letztere enthaltenden, zusätzlichen Verdampfer zirkuliert.
    Dampferzeuger nach Unteranspruch $, dadurch gekennzeichnet, .dass die letzt genannte, der Zwangsströmung entzogene Flüssigkeit zwangsweise durch den Be hälter und,den die zusätzliche Heizfläche aufweisen-den, zusätzlichen Verdampfer einen Kreislauf vollführt. 6. Dampferzeuger nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Wärme an die zusätzliche Heizfläche durch Berüh rung übertragen wird. <B>7</B>.
    Dampferzeuger nach dein Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da13 die Wärme an den Teil des Rohrsystems in dem das der Zwangsströmung unterliegende Ar beitsmittel verdampft wird, der also bis zur genannten Trennvorrichtung reicht, durch Berührung übertragen wird.
CH167901D 1931-11-19 1932-11-12 Röhrendampferzeuger mit Einrichtung zur Entschlammung des Arbeitsmittels. CH167901A (de)

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