CH168154A - Verfahren zum Bleichen von Zellstoff. - Google Patents

Verfahren zum Bleichen von Zellstoff.

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CH168154A
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Busch Thorne Carl
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  Verfahren zum Bleichen von Zellstoff.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren,  das eine ökonomische und sichere Durchfüh  rung des     Bleichens    unter grosser     Leistungs-          fähi-keit    der benutzten Apparate ermöglicht"  indem das Bleichen schneller als     üblieli     durchgeführt werden kann. Es ist bei dein  Verfahren möglich, ein gasförmiges Bleich  mittel zu benutzen, und zwar unter Erspar  nis von Bleichmittel. Die für die Ausfüh  rung des Verfahrens benutzten Apparate  können, verglichen mit bisher bekannten  Apparaten, so ausgeführt werden,     dass    sie  wenig Raum     einnelimen.     



  Man kann die Apparate so ausführen,     dass     der Zellstoff während der Behandlung sich       hauptsäc'hlich    in     senkreehten    Bahnen bewegt,  es ist aber nichts im Wege, Apparate zu  benutzen, bei denen der Zellstoff sich in  mehr     wagrecUten    Bahnen bewegt oder durch       rinnenartige    Gefässe mit Böden, die schief  liegen, so     dass    die Masse durchs eigene Ge  wicht,     vergl.    Schweizerpatent     Nr.   <B>166231,</B>       berabfliesst.       Den Gegenstand vorliegender Erfindung  bildet nun ein Verfahren zum Bleichen von  Zellstoff,

   bei welchem eine<B>5</B> bis     10%    Zell  stoff enthaltende wässerige Suspension einer       Bleieliung    unterworfen wird, dadurch ge  kennzeichnet,     dass    der Zellstoff mit Bleich  mittel vermischt und in kontinuierlichem  Strom durch wenigstens zwei<U>Kamm</U> n, von  denen die erste eine Reguliervorrichtung zur  Beeinflussung der Dauer der Einwirkung des       BleicUmittels    auf den zu bleichenden Stoff  aufweist, geleitet wird, derart,     dass    in der  ersten<U>Kammer</U> eine Absorption von Bleich  mittel an den Zellstoff stattfindet.    Die Zeichnung zeigt in senkrechtem  Durchschnitt eine schematische Darstellung  einer Vorrichtung, die beispielsweise in An  wendung gebracht werden kann zur Ausfüh  rung des Verfahrens.

   In dieser Zeichnung  <B>0</B>  sind voll ausgezogene Pfeile     eingezeielinet,     um anzudeuten, welche Richtung der Zell  stoff fliesst, während mit gestrichelten Pfei-           len    die     Bewegungsriclitung    der Gase an  gedeutet ist.  



  Das Bleichmittel, sei es Chlorgas oder  chloriertes Wasser, wird in den Apparat ein  geführt aus dem Behälter<B>1.</B> Der Zellstoff,  der gebleicht werden soll, tritt in Form einer  <B>5</B> bis     10%    Zellstoff enthaltenden wässerigen  Suspension in den Apparat ein durch das  Rohr 2 und fliesst zusammen mit einem ab  gemessenen Quantum Chlorgas oder Chlor  wasser in eine Mischvorrichtung<B>3,</B> in wel  cher Zellstoff und Bleichmittel gut gemischt  werden. 4 ist ein Turm, in welchem oben  eine Kammer<B>5</B> und unten eine Kammer<B>5'</B>  angeordnet sind. In der Kammer<B>5</B> rotiert  eine     Rührvorrielltung   <B>6</B> zu dem Zwecke, die  Faser schwebend in der Flüssigkeit zu hal  ten. Nahe dem Boden des Turmes 4 ist ein       Schabearm   <B>7</B> angeordnet.

   Dieser Arm rotiert  sehr langsam und hat den Zweck, den Zell  stoff aus dem Turm zu entfernen. Dieser       Schabearm   <B>7</B> wird mit einer Welle<B>8,</B> die  von<B>9</B> aus angetrieben wird, in     Bewegun,-          gehalten.     



  Wenn die Masse die     Mischvorrichtun-   <B>3</B>       verlässt,    fliesst sie dem Kanal<B>10</B> herab nach  dem Boden der Kammer<B>5,</B> in welchem sie  nach und nach heraufsteigt, um schliesslich  in den Kanal<B>11</B>     liinüberzufliessen,    durch  -welchen Kanal die Masse in die untere, Kam  mer<B>5'</B> des Turmes hineinkommt.  



  Es ist wichtig, die     Flüssigkeitsllöhe    in  der Kammer<B>5</B> regulieren zu können, um  dadurch die Dauer der Einwirkung des  Bleichmittels auf den zu bleichenden Stoff  zu beeinflussen. Wie die Zeichnung zeigt, ist  in dem     ab-,ebildeten        Ausfülirungsbeispiel    als       Regelungsvorrielitung    ein     Soliieber    12 an  geordnet, welcher bewegt werden kann     mit-          telst    dem Handrad<B>13.</B> Durch die Kammer  <B>5'</B> sinkt dann die Masse herab und     verlässt     den Turm durch ein     Ausflussrohr    14 und  wird in einem Behälter<B>15</B> aufgenommen.

    Der Vorgang in der Kammer<B>5</B> wird als  Absorption, der Vorgang in<B>5'</B> als Bleichen  bezeichnet. Die Kammer<B>5</B> ist so klein,     dass     der Bleichvorgang ohne Belang ist. In der  kurzen Zeit, in welcher das Bleichmittel und    der Stoff in der Kammer<B>5</B> zusammen sind,  wird eine gründliche Absorption des Bleich  mittels an den Zellstoff erreicht.  



  Es ist wünschenswert, die     Flüssio-keits-          höhe    in der Kammer<B>5'</B> so konstant als     mön--          lieh    zu halten. Zu diesem Zwecke ist in dem  Rohre 14 eine Klappe 16 angeordnet. Diese,  Klappe wird automatisch gesteuert mittelst  eines Schwimmers<B>17,</B> der mit einem mit der  Klappe<B>16</B> verbundenen Arm<B>18</B> mittelst  eines über Rollen 20 geführten Kabels<B>19</B>  verbunden ist.  



  Durch das Rohr 21 können Chemikalien,  zum Beispiel     kaustische    Alkalien der die  Kammer<B>5'</B> verlassenden Masse beigemischt  werden.  



  Aus dem Behälter<B>15</B> wird die Masse     mit,-          felst    einer Pumpe 22 durch das Rohr<B>23</B> einer  Waschvorrichtung und einem Verdichter 24  zugeführt, wo sie gewaschen und eingedickt  wird,<B>so</B>     dass    sie     15   <B>%</B> oder mehr Zellstoff  enthält. Aus dieser     Vorrielitung    fällt die  Masse in eine Mischvorrichtung<B>25.</B> In diese  Mischvorrichtung wird aus einem Behälter  <B>26</B> Bleichmittel zugeleitet und die Masse und  das     Bleielimittel    gut gemischt, ehe sie in den  Turm<B>27</B> kommen, wo ein Bleichen der ein  gedickten Masse erfolgt.

   Der Turm<B>9,7</B> kann  zweckmässig von derjenigen Art     Bleielitürme     sein wie in einem älteren Patent des     An-          melders    beschrieben ist.  



  In dem Turm<B>27</B> bewegt sich die Masse  langsam nach dem Boden. Hier ist ein       Schaberaum    28 angeordnet, welcher bewirkt,       dass    die Masse gleichförmig von dem ganzen  Querschnitt des Turmes nach der     Ausfluss-          öffnung    befördert wird. Es ist zweckmässig,  dabei Wasser zuzuführen, was durch die  Rohrleitung<B>29</B> geschehen kann.

   Die Masse  gelangt dann durch das Rohr<B>30</B> in den  Behälter<B>31.</B> Von diesem Behälter wird die  Masse durch eine Pumpe<B>32</B> zu der     Wasch-          vorrichtun-,   <B>33</B> gebracht, um schliesslich  eventuell in 34 nochmals in Form einer dünn  flüssigen Suspension einer     Bleichung    unter  worfen zu werden.  



  Bei dem vorstehend beschriebenen     Aus-          fülirungsbeispiel    wird das Bleichen in drei      Prozessen durchgeführt, wobei der erste     Pro-          zess    bei niederer Konzentration ausgeführt  wird unter Anwendung von Chlorgas oder       el        ZD          chloriertem    -Wasser. Der zweite     Prozess    ist  ein Bleichen bei hoher Konzentration, bei  dem zum Beispiel als Bleichmittel     Hypochlo-          rit    oder ähnliches benutzt werden kann.

   Der  dritte     Prozess    kann ein gewöhnliches Bleichen  bei niederer Konzentration sein, unter     An-          wendun-,    eines Bleichmittels wie     Hypochlo-          rit    oder etwas ähnliches. Die chemische Be  handlung, die in dem Behälter<B>15</B> stattfin  det, kann, falls gewünscht, zwischen dem  zweiten und dritten     Prozess    ausgeführt wer  den, indem man durch das Rohr<B>29</B> statt  Wasser eine chemische Flüssigkeit zuführt.  Wie viel Bleichmittel bei jedem     Prozess    in  Anwendung kommt, hängt von der Qualität  des Endproduktes und der Natur des Zell  stoffes, der gebleicht werden soll, ab.  



  Eine der Schwierigkeiten bei der Benut  zung von     Chlorgus    als     Bleielimittel    in einem  kontinuierlichen System war bisher die, das  Gas am Entweichen zu verhindern, so     dass     der Apparat sicher wirken konnte. Man sieht  indessen,     dass    gemäss der vorliegenden     Aus-          führungsforin    der Erfindung die Kammer<B>5</B>  einen     canz    sicheren     Verschluss    für das Gas  bildet, so     dass    das ganze System dadurch  geschlossen wird und keine Gase entweichen  können.

   Indessen wird ja etwas Gas frei  gegeben werden in den Kammern<B>5'</B> und<B>9-7</B>  und, um dieses Gas wiederzugewinnen, sind  Rohr<B>35</B> und<B>36</B> angeordnet, durch welche  die entweichenden Gase mittelst einer Saug  pumpe<B>37</B> von den Türmen durch das     Wie-          dergewinnungssystein    gesaugt werden.

   Die  Gase treten dann ein am Boden des     Wieder-          gewinnungsturmes   <B>38.</B> Dieser Turm hat einen       durchgelöcherten    Boden<B>39</B> und ist gefüllt  mit     Berieselungskörpern,    zum Beispiel säure  beständigen, glasierten     Te-elsteinen.    Oben in  dem     Turme    ist eine     Wasserzuführungsvor-          richtunn-    40 angeordnet. Die Gase steigen in  den Turm<B>38</B> hinauf und werden von dem       herabrieselnden    Wasser absorbiert.

   Die re  sultierende     hypochlorithalii,-e    Lösung fliesst  durch einen     Wasserversehluss    41 in eine    Kammer 42, aus welcher sie mittelst einer  Pumpe 43 zu dein     Berieseler    40 zugeführt  wird. Wenn. die     hypochlorithaltige    Lösung  n     ZD     die     ewünschte    Konzentration erhalten hat,  wird sie durch ein Rohr 44 zu irgend einem  Verwendungspunkt in der Anlage geführt,  zum Beispiel zu dem     Bleichmittelbehälter   <B>26.</B>  



  Es ist von Vorteil, als Berieselungsflüs  sigkeit in den Turm<B>38</B> Abwasser einzulei  ten, da das so angewendete Wasser in dieser  Weise wieder in dem Fabrikationsprozesse  verwendbar gemacht ist.  



  Was die Konstruktion des Apparates be  trifft, ist es ersichtlich,     dass    die Kammer<B>5</B>  und die damit verbundenen Teile nicht not  wendigerweise in dem Turm 4 angebracht  zu werden brauchen. Dieser Teil des Appa  rates kann auch als eine gesonderte     Kon-          siruktion    ausgeführt werden, die an geeigne  ter Stelle     plaeiert    wird und mit der Kammer  <B>5'</B> in Verbindung sieht.  



  Es ist auch ersichtlich,     dass    die Prozesse  des Verfahrens, falls     erwünsc'bf,.    variiert wer  den können, um sie den verschiedenen Arten  von Zellstoff anzupassen, so zum Beispiel  kann der     Prozess    bei     Hoclikonzentration    der  erste sein, worauf ein oder mehrere Prozesse  mit niedriger Konzentration folgen, in denen  Chlorgas oder     chlorierfes    Wasser als Bleich  mittel benutzt wird. Hierauf kann dann     fol-          rcren    die übliche     Bleiellung    unter niedriger  Konzentration.

   Auch andere Kombinationen  von den verschiedenen Prozessen können an  geordnet werden unter Anwendung der     Er-          2n          findung.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zum Bleichen von Zellstoff, bei welchem eine<B>5</B> bis<B>10 % Zellstoff</B> enthaltende wässerige Suspension einer Bleielluno, unterworfen wird, dadurch ge kennzeichnet, dass der Zellstoff mit Bleielimittel vermischt und in konti nuierlichem Strom durch wenigstens zwei Kammern, von denen die erste eine Re- .-Uliervorrichtung zur Beeinflussung der Dauer der Einwirkung des Bleiclimi-H#els auf den zu bleichenden Stoff aufweist, geleitet wird, derart, dass in der ersten Kammer eine Absorption von Bleichmit tel an den Zellstoff stattfindet.
    II. Vorrichtung zur Durchführung des Ver- àlirens nach Patentansprueli I, dadurch ,o-ekennzeiehnet, dass sie mindestens eine <B>Z</B> Absorptionskammer und mindestens eine Bleielikammer aufweist, welche derart angeordnet sind, dass das Gemisch von Zellstoff und Bleichmittel unten in die Absorptionskammer eintritt und von deren oberem Teil in eine Bleichkammer hinüberströmt, und dass Mittel zur Ver änderung der Flüssigkeitshöhe in der Absorptionskammer vorhanden sind, zum Zwecke,
    die Dauer der Einwirkung des Bleichmittels auf den zu bleichenden Stoff zu beeinflussen. UNTERANSPRüGEIE <B>-</B> <B>1.</B> Verfahren" nach Patentansprussh <B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass der mit Bleichmittel imprägnierte Zellstoff aus der Absorptionskammer in eine Bleich kammer fliesst, aus welcher das Ausströ men der Masse automatisch reguliert wird.
    <B>91</B> Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass in Gasforin aus den verschiedenen Kammern der Vorrichtung entweichendes -Bleiehmittel durch einen Wiedergewinnungsturm iin Gegenstrom mit einer gasabsorbierenden Flüssigkeit geführt wird.
    <B>3.</B> Verfahren nach Patentansprueli I, da durch gekennzeichnet, dass eine<B>5</B> bis <B>10 %</B> Zellstoff enthaltende Masse einer Bleichung unterworfen, hierauf ein- gediekt und einer erneuten Bleichung unterworfen wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprucli <B>3,</B> dadurch gekennzeich net, dass dem Gemische von Zellstoff und Bleichflüssigkeit eine Lösung von Chemi kalien einverleibt wird.
    <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch.<B>3,</B> dadurch gekenuzeich- net, dass der Zellstoff zwischen der ersten und zweiten Bleiehung gewaschen wird. <B>6.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Zellstoff suspension der Absorptionskammer in deren Unterteil zugeführt wird, derart, dass die Bewegung des Zellstoffes in der Kammer in aufsteigender Richtung er folgt.
    <B>7.</B> Verfahren nach Patentauspruch <B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass eine Zellstoff suspension mit<B>15</B> bis 25<B>%</B> Zellstoff mit einem Bleichmittel behandelt, hierauf verdünnt und wieder mit einem Bleich mittel behandelt wird. <B>8.</B> Vorrichtung naeh Pafentanspruch II, ge kennzeichnet durch Mittel zum Mischen von Zellstoff und Bleichmittel, eine<B>Ab-</B> sorptionskammer mit regulierbarem<B>Ab-</B> lauf, Bleichgefässe, Mittel zum Waschen des gebleichten Gutes, Mittel zum Ein dicken des Gutes und Mittel zur Wieder gewinnung von gasförmigem Bleich mittel.
CH168154D 1932-05-03 1932-07-11 Verfahren zum Bleichen von Zellstoff. CH168154A (de)

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