CH168160A - Verfahren zur Herstellung von für Dekorationszwecke verwendbaren Erzeugnissen aus Zellulosefasermassen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von für Dekorationszwecke verwendbaren Erzeugnissen aus Zellulosefasermassen.

Info

Publication number
CH168160A
CH168160A CH168160DA CH168160A CH 168160 A CH168160 A CH 168160A CH 168160D A CH168160D A CH 168160DA CH 168160 A CH168160 A CH 168160A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
products
bath
gelatin
masses
intermediate products
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Botta Guido
Original Assignee
Botta Guido
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Botta Guido filed Critical Botta Guido
Publication of CH168160A publication Critical patent/CH168160A/de

Links

Landscapes

  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description


  Verfahren zur     Ifferstellun,-        Yon    für Dekorationszwecke verwendbaren Erzeugnissen  aus     Zellulosefaserwassen.       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf  ein Verfahren zur Herstellung von für Deko  rationszwecke verwendbaren Erzeugnissen aus       Zellulosefaserniassen.     



  Bekanntlich werden bei der Herstellung  von     Gzegenständen    oder Teilen derselben zu  Dekorationszwecken, Wandbekleidungen, Zwi  schenwänden, Fussböden, Decken, Möbeln und  dergleichen Gegenständen, Blätter verwendet,  die durch Vereinigung der Fasern durch Druck  und Trocknen     bei-gestellt    werden. Meistens  werden die     Zellulosematerialien    in Form von  Blättern von grösserer Dicke verwendet.  



  Das den Gegenstand der vorliegenden<B>Er-</B>  findung bildende Verfahren     zur    Herstellung  von für Dekorationszwecke verwendbaren  Erzeugnissen aus     Zellulosefasermassen    zeich  net sieh nun dadurch ans,     dass    während der  Bildung der Massen eine ausgesprochen un  regelmässige Verteilung der     Zellulosefasern     zwecks Bildung einer Maserung und     Marmo-          rierung    bewirkt wird,

   worauf die durch Trock-         nung    der     31assen    erhaltenen Zwischenprodukte  mit einem Gelatine und Kieselsäure     bezw.     Silikat enthaltenden Bad und hierauf mit  einem Bad     zumWasserdichtmachen    behandelt  werden.  



  Uni die     Marmorierung    und Maserung durch  eine ausgesprochen unregelmässige Verteilung  der     Zellulosefasern    hervorzurufen, wird bei  spielsweise während der Bildung des Zwi  schenproduktes auf einer Papiermaschine dem  Metalltuche eine erhöhte Zahl     von    seitlichen  Stössen erteilt, wobei vorzugsweise mit einem       Überschuss    an Wasser gearbeitet wird, wel  chem ein die Viskosität der Fasersuspension  erhöhender Absud von Leinsamen zugesetzt  wurde. Infolgedessen wird, wenn der Brei,  der zufolge der seitlichen Stösse verdickte,  längs gerichtete.

   Teile aufweist, in die Presse  gelangt, das Wasser über die Zone geringeren  Widerstandes, das heisst an den Adern heftig  herausgedrückt, wodurch an diesen Stellen  die Dichte vermindert wird,      Wenn das Zwischenprodukt trocken ist,  zeigt es bereits die Adern, diese können<B>je-</B>  doch noch verstärkt werden, wenn man das  Zwischenprodukt aufrollt und es einer Ver  drehung unterwirft. Dieser Verstärkungsvor  gang kann dadurch gefördert werden, wenn  die Masse vorher einer Lösung aus Stoffen,  die bei einem raschen Trocknen ein     K-aus-          und        Runzligwerden    der Erzeugnisse hervor  rufen, ausgesetzt wird.  



  Die so erhältlichen Zwischenprodukte  werden nun mit einem Gelatine und Kiesel  säure     bezw.    Silikat enthaltenden Bad und  hierauf mit einem Bad zum     Wasserdicht-          machen    behandelt. Die in dem     Gelatinebad     enthaltene Menge an     Si02    übersteigt     zweck-          mässig        die        in        einer        1%igen        Natriumsilikat-          lösung    von gleichem Volumen enthaltene  Menge nicht.  



  Zur Herstellung einer     Gelatinelösung    kön  nen in<B>100</B> Liter Wasser 25<B>kg</B> trockene,  sehr feine Gelatine gelöst werden. Man er  wärmt vorteilhaft auf<B>50-70' C.</B> Nachdem  die Gelatine ganz in Lösung übergegangen  ist, kann man<B>je</B> nach Bedarf<B>100</B> bis<B>500</B>     gr          Natriumsilikat    und hierauf noch 200     gr     Aluminiumsulfat oder<B>250</B>     gr    gewöhnlichen  Alaun hinzufügen. Es empfiehlt sich diese  Salze in wässeriger Lösung zuzusetzen. Man  kann auch die Reihenfolge der Zusätze um  kehren und den Alaun     bezw.    das Aluminium  sulfat vor dem Silikat zusetzen.

   An Stelle  des     Natriumsilikates    kann man auch     Kalium-          silikat    und andere Silikate oder Kieselsäure  in geeigneter Form verwenden.  



       Urn    die Steifheit des Produktes zu er  höhen, genügt es, die Menge des     Silikatzu-          satzes    zu<B>100</B> Liter Wasser und 26<B>kg</B> Gela  tine auf etwa<B>500</B>     gr    oder mehr zu erhöhen.  



  Die in einer derartigen Lösung     4ehandel-          ten    Zwischenprodukte können in einem Raum  mit normaler Temperatur (ungefähr 20<B>0)-</B> unter  einem Luftstrom während zirka 24 Stunden  allmählich getrocknet werden. Es wurde ge  funden,     dass    die Festigkeit der Erzeugnisse  erhöht werden kann, wenn die Trocknung in  einem Luftstrom mit einer Temperatur von  <B>5</B> bis<B>10 0 C</B> vorgenommen wird.

      Die Erzeugnisse werden sodann in be  kannten, geeigneten Bädern wasserdicht ge  macht, zum Beispiel in einem heissen     For-          maldehydgasbad    oder in einer kalten     Formal-          dehydlösung.        Man        kann        auch        ein        10        %iges     warmes     Kaliumbichromatbad,    dein man<B>1</B>     "/o          Rizinusölemulsion    zugesetzt hat, oder ein       Chromsäurebad    oder andere geeignete Bäder  verwenden.  



  Der Gelatine können, wenn man ein be  sonderes formbares Produkt erzielen will,  nach Wunsch die Formbarkeit des Produktes  erhöhende Stoffe, zum Beispiel     Glyzerin    zu  gesetzt werden.  



  Es hat sich gezeigt,     dass    ein Zusatz von       Erdalkalimetallsalzen,    wie     Calciumsalzen    und  Salzen anderer Metalle, wie Zinn, Aluminium,  Kupfer     usw.    zum     Gelatinebad    die     Zumischung     fetter Körper erleichtert und gleichzeitig die  Bildung unlöslicher Seifen bewirkt, deren       undurchlässigmachende    Wirkung     diejenige    der  Gelatine verstärkt.  



  Der Leimvorgang wird begünstigt, wenn  das Zwischenprodukt vorher einer     Weich-          machungsbehandlung    durch Gas oder durch  Dämpfe geeigneter Stoffe zum Beispiel Essig  säure, unterworfen worden war. Dank dieser       Weichmachungswirkung    kann das behandelte  Zwischenprodukt eine grössere Menge an  Gelatine aufnehmen und eine grössere Menge  an Gelatine zurückhalten. Durch diese starke       Gelatineaufnahme    -wird das Enderzeugnis noch  verbessert, da eine innigere Bindung zwischen  der Gelatine und den Fasern und eine stärkere  äussere Deckschicht entsteht.  



  Die Behandlung mit     Essigsäuredämpfen     kann derart erfolgen,     dass    die Zwischenpro  dukte vor dem Leimen in einem Behälter  wasserdicht eingeschlossen werden, an den  eine Vakuumpumpe angeschlossen wird. Ist  das höchste Vakuum erreicht, so wird die  Vakuumpumpe vom Behälter abgeschaltet  und letzterer mit einem Essigsäure in Form  eines überhitzten Dampfes enthaltenden Be  hälter in Verbindung gebracht. Nach unge  fähr einer Viertelstunde sind die Zwischen  produkte mit Essigsäure getränkt.

   In diesem  Zeitpunkt wird die Verbindung zwischen den      beiden Behältern unterbrochen und zwecks  Beseitigung der     Essigsäuredämpfe    Druckluft  eingeführt, worauf die für die Behandlung  im     Gelatinebad    bereiten Zwischenprodukte  dem Behälter entnommen werden können.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung von für Deko rationszwecke verwendbaren Erzeugnissen aus Zellulosefasermassen, dadurch gekennzeichnet, dass während der Bildung der Massen eine ausgesprochen unregelmässige Verteilung der Zellulosefasern zwecks Bildung einer Mase rung und Marmorierung bewirkt wird, worauf die durch Trocknung der Massen erhaltenen Zwischenprodukte mit einem Gelatine und Kieselsäure bezw. Silikat enthaltenden Bad und hierauf mit einem Bad zum Wasser- dichtmachen behandelt werden.
    UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die ausgesprochen un regelmässige Verteilung der Fasern wäh rend der Bildung der Massen durch Er höhung der Zahl der seitlichen Stösse des Metalltuches einer Papiermaschine, in wel cher die Zwischenprodukte gebildet werden, hervorgerufen wird, wobei unter einem Überschuss an Wasser gearbeitet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass dem Wasser ein Absud von Leinsamen zugesetzt wird, um die Viskosität der Fasersuspension zu erhöhen.
    <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Maserung durch Aufrollen und Verdrehen der Zwischen- produkte verstärkt wird, wobei die Massen vorher einer Lösung aus Stoffen, die bei einer raschen Trocknung ein Runzlig- und Krauswerden der Erzeugnisse hervorrufen, ausgesetzt werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die in dem Gelatine- bad enthaltene Menge an Si0.- die in einer <B>1</B> '/oigen Natriumsilikatlösung von gleichem Volumen enthalteneMenge nicht übersteigt.
    <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelatinebad auf ungefähr<B>100</B> Liter Wasser, ungefähr<B><U>9,5</U> kg</B> Gelatine,<B>100</B> bis <B>500</B> gr Natriumsilikat und ungefähr 200 gr Aluminiumsulfat enthält. <B>6.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Unter- ansprächen 4 und<B>5,</B> dadurch gekennzeich net, dass die Zwischenprodukte vor dem Gelatinebad Essigsäuredämpfen unterwor fen werden.
    <B>7.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 4 bis<B>6,</B> dadurch gekennzeich net, dass dem Gelatinebad zum Weich- machen der Erzeugnisse Glyzerin zugesetzt wird. <B>8.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Substanz zum Wasserdichtmachen Formaldehyd verwen det wird. <B>g.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Substanz zum Wasserdichtmachen Kaliumbiehromat ver wendet wird.
CH168160D 1931-11-16 1932-11-08 Verfahren zur Herstellung von für Dekorationszwecke verwendbaren Erzeugnissen aus Zellulosefasermassen. CH168160A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR168160X 1931-11-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH168160A true CH168160A (de) 1934-03-31

Family

ID=8877115

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH168160D CH168160A (de) 1931-11-16 1932-11-08 Verfahren zur Herstellung von für Dekorationszwecke verwendbaren Erzeugnissen aus Zellulosefasermassen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH168160A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2525884A1 (de) Verfahren zur herstellung von gipsbauplatten
AT304253B (de) Papier oder papiermaterial
DE546777C (de) Verfahren zur Herstellung von Isolations- und Konstruktionsmaterial
CH168160A (de) Verfahren zur Herstellung von für Dekorationszwecke verwendbaren Erzeugnissen aus Zellulosefasermassen.
AT142113B (de) Verfahren zur Herstellung von Dekorationsartikeln und Schutzbekleidungen aus Cellulosefasermassen.
DE598426C (de) Verfahren zur Herstellung von zu Verzierungs-, Belag-, Bekleidungs- oder aehnlichen Zwecken dienenden Bahnen aus Cellulosefasermassen
DE625546C (de) Verfahren zum Leimen oder Impraegnieren von Faserstoffen, insbesondere Papier
DE1229833B (de) Verfahren zur Herstellung eines Papiers mit unter Normalbedingungen hoher Trockenfestigkeit und mit geringer Nassfestigkeit
AT103334B (de) Verfahren zur Herstellung von Preßspan.
DE585431C (de) Verfahren zum Herstellen von Graphit enthaltenden Maternpappen, insbesondere fuer Stereotypie
AT122015B (de) Verfahren zum Leimen von Papier.
DE718339C (de) Verfahren zur Herstellung von Seifen
DE331024C (de) Verfahren zur Erzeugung eines wasserdichten UEberzuges auf hygroskopischem Material
AT87239B (de) Verfahren zur Herstellung von sogenannten Wunderkerzen oder ähnlichen pyrotechnischen Erzeugnissen.
AT155815B (de) Verfahren zum Tränken von Faserstoffbahnen, insbesondere Papier.
AT55400B (de) Verfahren zur Herstellung verbesserter &#34;Stege&#34;, Satz- und Schließmaterial (Bindmaterial) für die graphische Industrie.
DE655058C (de) Verfahren zur Herstellung einer Vulkanfiber von guter Wasserbestaendigkeit und Formbarkeit
DE361228C (de) Verfahren zur Herstellung von Brettern aus Zuckerrohrfasern
DE599069C (de) Verfahren zur Herstellung von mit waessriger Kautschukloesung getraenktem Papier
DE415464C (de) Verfahren zur Herstellung von Papier aus den bei der Lederverarbeitung abfallenden Hautspalten
AT134997B (de) Verfahren zur Herstellung von wasserdichter Pappe oder wasserdichtem Papier.
DE639821C (de) Verfahren zur Herstellung trockener Dextrinklebstoffe
DE518195C (de) Schlichtverfahren fuer Garne
CH149377A (de) Schichtgebilde für bauliche Zwecke.
AT147495B (de) Verfahren zur Reinigung von Polyglycerin-Fettsäure-Estern.