CH168176A - Gliederfigur, insbesondere zur Aufnahme von Trickfilmen. - Google Patents

Gliederfigur, insbesondere zur Aufnahme von Trickfilmen.

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CH168176A
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Wilhelm Deichmann Artur Otto
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Description


  Gliederfigur, insbesondere zur Aufnahme von Trickfilmen.    Die Erfindung gehört zur Klasse -der  Gliederfiguren, bei welchen die einzelnen  Körperteile durch     Kugelreibungsgelenke    mit  einander verbunden sind.  



  Insbesondere dient die neue Gliederfigur  nach der Erfindung zur Aufnahme von Trick  filmen an Stelle der bekannten grossen An  zahl sonst erforderlicher Zeichnungen, die die  verschiedenen     Bewegungsphasen    des aufzu  nehmenden Gegenstandes darstellen. Eine  solche Gliederfigur für die Aufnahme von  Trickfilmen muss<I>eine</I> ausserordentlich grosse  Anzahl weitestgehend verschiedener     Einstell-          miigIiehkeiten    besitzen, die mit den bekann  ten Figuren dieser Art nicht erzielt werden  konnten.  



  Die neue Figur nach der vorliegenden Er  findung ermöglicht dieses vermöge der     beson-                  zur    Verbindung der verschiedenen       Glieder    oder Körperteile untereinander an  gewendeten allseitig beweglichen und in je  der Bewegungsstellung fixierten Gelenkver  bindungen.    Die Figur nach der Erfindung ist, wenn  auch in erster Linie für die Aufnahme von       Trickfilmen    gedacht, so doch auch als Schau  fensterfigur, Spielzeugfigur und     dergl.,    ver  wendbar.  



  Gemäss :der vorliegenden Erfindung wer  den einige     Körperteile,    z. B. der Kopf, der  Rumpf, der Leib, die Arme, Schenkel und  Beine der Figur, aus je zwei durch Klemm  schrauben in geringem Abstand voneinander  parallel zusammengehaltenen     Platten    gebil  det. Zwischen zwei solchen einen     Körperteil     bildenden, mit entsprechendem Umriss     ver-          sehenen    parallelen, durch Klemmschrauben       zusammengehaltenen    Platten kann auch noch,  um ein     vollständiges.    Zusammenziehen der  beiden parallelen Platten durch die Klemm  schrauben zu verhindern, eine Distanzplatte,  z. B. aus Karton oder aus Gummi, angeord  net sein.

   Die so gebildeten Körperteile oder  Glieder werden nun allseitig frei beweglich  und in jeder Bewegungsstellung fixiert     da-          .durch    miteinander verbunden, dass sie an der  Verbindungsstelle     pfannenaxtige,    nach dem      freien Rand .der Platte zu offene kreisbogen  förmige     Ausschnitte    tragen, in welche die  kugelförmigen Köpfe eines die Glieder oder       Körperteile    verbindenden kurzen Zapfens  eingreifen. Dabei können diese kugelförmi  gen.

   Enden der Verbindungszapfen in den       käfigartigen        Ausschnitten    der die Glieder  oder Körperteile     bildenden    parallelen Platten  durch Klemmwirkung festgehalten werden,  welche von den die Platten zusammenhalten  den Klemmschrauben erzeugt     wird,    wobei  diese     Klemmwirkung    je nach .dem Masse des       Festziehens    dieser Klemmschrauben entspre  chend eingestellt     werden    kann.

   Durch diese  Art der Verbindung der Körperteile oder  Glieder untereinander wird erreicht, dass  jedes Glied für sich um drei zueinander senk  rechte Achsen     verschwenkt    werden kann,  zwei durch einen Zapfen mit     kugelförmigen     Enden verbundene Glieder oder     Körperteile     der     neuen.    Gliederfigur bei noch unabhängi  ger     Einstellbarkeit    zueinander um     sechs    ver  schiedene Drehachsen.

   Es     wird.    demnach eine  so weitgehende     Verstellungsmöglichkeit    der  Glieder oder Körperteile     zueinander    erreicht,  wie sie bislang bei keiner andern bekannten  Gliederfigur erzielt     werden    konnte.  



  Dabei ist der Aufbau der Figur ein ein  facher, da fast alle Körperteile oder     Glieder     aus zwei     gleichartigen    parallelen Platten     in     geringem Abstand     voneinander    gebildet wer  den,     ebenso    wie die Verbindungszapfen       gleichartige    Teile     darstellen,    nämlich kurze  gerade Zapfen     mit        kugelförmigen    Enden.  



       In    besonderer Weise kann dabei auch der  Kopf der Gliederfigur gestaltet sein, indem  er ebenfalls     aus.    zwei in gleichem     Abstand     voneinander     liegenden    parallelen Platten, die       durch        Klemmschrauben        zusammengehalten     werden, gebildet sein kann, zwischen welche  die für den Gesichtsausdruck     wichtigsten     Gesichtsteile, wie Nase, Kinn, beweglich und  einstellbar angeordnet     sind,    während die  Augen in kugelzapfenförmige Ausschnitts  dieser     Platten    drehbar eingesetzt sind.  



  In einer beispielsweisen Ausführungsform  ist der Erfindungsgegenstand in der mitfol-         genden    Zeichnung :dargestellt, und zwar  zeigt:       Fig.    I die Gliederfigur im Aufriss und im  vergrösserten     Massstabe,          Fig.    2     einen    Schnitt.

   nach Linie     II-II     ,der     Fig.    1,       Fig.    3 einen Schnitt nach Linie     III-III     der     Fig.    1,       Fig.    4 im Grundriss und       Fig.    5 im Querschnitt den     Fuss    der Glie  derfigur,       Fig.    6 im Grundriss und       Fig.    7 in Seitenansicht die Hand der Glie  derfigur,       Fig.    8 einen Schnitt nach Linie       VIII-VIII    durch den Kopf der Glieder  figur.  



  Nach     Fig.    1 besteht die Gliederfigur aus  einem Kopf 1,     einem        Rumpfteil    2, einem  Leib 3, den Oberarmen 4, 4', den Unterarmen  5, 5', den Händen 6, 6', den Oberschenkeln  7, 7', den Unterschenkeln 8, 8' und den  Füssen 9, 9'. Die einzelnen Glieder     bezw.          Körperteile,    z. B. der Rumpf 2 und der Leib  3, werden nun aus zwei in geringem Abstand       voneinander    parallel angeordneten     Platten     10, 10'     gebildet,    z.

   B.     Fig.    2 oder     Fig.    3, wel  che durch     Klemmschrauben    11,     die    durch       Muttern    12 beliebig angespannt werden kön  nen,     untereinander    verbunden werden. Die  allseitig gelenkige     Verbindung    zweier  Körperteile untereinander, z. B. des     Rumpfes          2.'    mit dem Leib 3, erfolgt nun durch kurze  Zapfen. 14, z. B.     Fig.    1 oder     Fig.    3, die kugel  förmige Köpfe 15, 15' tragen.

   Der kugel  förmige Kopf 15 greift in entsprechende       pfannenartige,    am Rande des betreffenden       Körperteils    offene kreisbogenförmige Aus  schnitte der     Platten    10, 10' ein und wird in  diesen durch die Klemmschraube 11 mit Rei  bung festgehalten.     Ebenso    greift der kugel  förmige Kopf 15' eines Zapfens 14 in den  zweiten     Körperteil    ein, der     mit    dem ersten       allseitig    gelenkig verbunden werden soll.  Es ist so möglich, z.

   B. den Rumpf um drei  zueinander senkrechte Achsen durch Drehen  beliebig einzustellen, ebenso den Leibteil 3,  so     dag,die    beiden     Körperteile    2 und 3 relativ      zueinander um sechs verschiedene Achsen       drehbar        bezw.    einstellbar sind, wodurch die  ausserordentlich weitgehende räumliche     Ver-          stellbarkeit    der Körperteile zueinander bei  gewünschter bestimmter Lage eines Körper  teils erzielbar ist.

   Wie der Rumpf 2 zum  Leib 3 allseitig einstellbar ist, geschieht dies  auch. wie aus     Fig.    1 hervorgeht, in gleicher  Weise durch kurze Zapfen mit. kugelförmi  gen Köpfen oder Enden zwischen Kopf 1 und       Rumpf    2 oder zwischen Oberarmen 4, 4' und  Rumpf 2, Oberschenkeln 7, 7' und Leib 3,  Füssen 9, 9' und Unterschenkeln 8, 8'. Nur  die Unterarme 5, 5' sind der Vereinfachung  halber unmittelbar als etwas längere Zapfen  ausgebildet mit kugelförmigen Enden, durch  welche die allseitig bewegliche Angliederung  der Hände 6,     G'    an die Oberarme 4, 4' erfolgt.  



  Hingegen findet die Verbindung zwischen  den Oberschenkeln 7, 7' und den Unterschen  keln 8, 8'     nur    durch die gewöhnlichen Zap  fengelenke 16, 16' statt, entsprechend der nur  um eine Achse möglichen Beweglichkeit des  menschlichen Gliedes.  



  Die Füsse .der Gliederfigur     sind,    wie aus       Fig.    1, 4 und 5 hervorgeht, als     napfartige     Körper 17 von länglicher rhombischer Ge  stalt ausgebildet mit einem mit Klemm  schrauben 18     aufgeklemmten    Winkelsteg 19,  welcher die Kugel 15 des Verbindungs  zapfens 14 in einem     entsprechenden    kreis  förmigen Ausschnitt des Fusses 17 fest  klemmt, während der Kugelkopf 15' dieses       @'.erbindungszapfens    14 in Ausschnitte der  den Unterschenkel bildenden parallelen Plat  ten 8     bezw.    8' mit     Klemmung    eingreift.  



  Die Hände :der Gliederfigur sind in be  sonderer Weise ausgebildet. Sie bestehen, zu       vergl.    insbesondere     Fig.    6 und 7, aus zwei  durch Klemmschrauben 20 in geringem<B>Ab-</B>  stand parallel zusammengehaltenen Platten  21, 21', die am     obern    Rande     pfannenartige          Ausschnitte    zur Aufnahme der Verbindungs  kugel 22 des     Unterarmteils    5     bezw.    5' tragen,  ferner mit     pfannenartigen        Auschnitten    am       Seitenrande,    die die Kugel 23 eines daumen  artigen Gliedes 24 mit     Klemmung    umgreifen.

    Die einzelnen Finger hingegen sind an einem    an der Unterkante der Platte 21, 2'1' befestig  ten Hügel 25 um eine     wagreehte    Achse 26  nebeneinander drehbar gelagert, wie das ins  besondere aus     Fig.    6 und 7 sich ergibt.  



  Der Kopf der Gliederfigur ist insbeson  dere, wie aus     Fig.        .8-    hervorgeht, aus zwei  parallelen Platten 217 und 28 gebildet, welche  durch Klemmschrauben 13 auf geringen Ab  stand voneinander     zusammenpressbar    sind,  um in entsprechenden Ausschnitten zwischen  sich den Kugelkopf 15' eines den Hals der  Figur bildenden Zapfens 14 aufzunehmen.  Diese Platten 27 und 28 sind mit Auflagen  aus Gummi oder ähnlichen die Reibung er  höhenden elastischen Stoffen 29 und 30 ver  sehen, wodurch ,die Festhaltung des zwischen  den Platten beweglich eingesetzten Kinnteils  31 und Nasenteils 32 verbessert wird.

   Die  Augen 33     bezw.    33' ,des Gesichtes sind in ent  sprechenden     kreisbogenförmigen    Ausschnit  ten der Platten 2!8 und 27 drehbar eingesetzt,  wobei die Festhaltung dieser Augen in belie  biger     Stellung    ebenfalls durch die Armierung  der Platten 27 und 28 mit elastischen Auf  lagen 29, 30 aus Gummi oder     dergl.    gleich  falls     verbessert    wird.  



  Die einzelnen Glieder oder Körperteile  werden zweckmässig aus dünnen Metallplat  ten oder     dergl.    durch Stanzen oder     dergl.    her  gestellt, wodurch eine leichte Anpassung an  jede gewünschte künstlerische Gestaltung der  Körperteile ermöglicht wird, gleichzeitig  aber auch eine sehr geringe Rauminanspruch  nahme erfordert wird und ferner die ein  fache Auslösung -der doppelten     Kugelklemm-          gelenke,    welche je zwei     Körperteile    unterein  ander verbinden, erreicht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRTICH: Gliederfigur, insbesondere zur Aufnahme von Trickfilmen, bei der einige Körperteile durch in verschiedene Lagen einstellbare Kugelgelenke miteinander verbunden sind, dadurch .gekennzeichnet, dass einige Körper teile der Figur aus je zwei durch Klemm schrauben in geringem Abstand voneinander parallel gehaltenen Platten bestehen und je zwei Körperteile untereinander durch kurze Zapfen mit kugelförmigen Köpfen verbun den sind,
    wobei jeder Kugelkopf in nach dem Rande der Platten zu offene pfannenartige Ausschnitte von Kreisbogenform der einen Körperteil bildenden parallelen Platten ein greift. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Gliederfigur nach Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, dass der Klemm druck, unter welchem der kugelförmige Kopf eines. Verbindungszapfens in den entsprechenden Ausschnitten der einen Körperteil bildenden parallelen Platten gehalten wird, durch Anziehen oder Lockern der Klemmschrauben, durch die die parallelen Platten eines Gliedes zusam mengehalten werden, geändert bezw. ge regelt werden kann. 2.
    Gliederfigur nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Kopf und Rumpf, Rumpf und Leib, Rumpf und Oberarme, Oberarme und Hände, Leib und Oberschenkel, Unterschenkel und Füsse je weils durch kurze beidseitig kugelförmige Köpfe aufweisende Zapfen allseitig be weglich untereinander verbunden sind. 3. Gliederfigur nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Unterschen kel der Gliederfigur an den Oberschenkeln um ein Klemmgelenk mit einfachen Dreh zapfen aufgehängt sind. 4.
    Gliederfigur nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kopf der Gliederfigur aus zwei parallelen auf ver schiedenen Abstand voneinander durch Schrauben einstellbaren Platten mit elasti scher Auflage und zwischen diesen beiden Platten einstellbar angeordneten Kinn- und Nasenteilen des Gesichtes besteht. 5.
    Gliederfigur nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Füsse der Figur aus napfartig gezogenen länglichen Platten von etwa rhombischer Gestalt be stehen mit aufgeklemmtem Winkelsteg, an dessen freiem Rand ein den' Kugelkopf des Verbindungszapfens aufnehmender Ausschnitt vorgesehen ist, der zusammen mit einem entsprechenden Ausschnitt in .der Fussplatte das- Klemmgelenk für die Kugeldes Verbindungszapfens bildet. 6.
    Gliederfigur nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass jede der beiden Hände derselben aus zwei durch Klemm schrauben miteinander verbundenen paral lelen Platten besteht mit Ausschnitten am Oberrand für den Kugelkopf des Verbin dungszapfens zum Oberarm und mit Aus schnitten am Seitenrand für den Kugel kopf des Daumengliedes und mit einem Bügel am, Unterrand zur drehbaren -Auf hängung der einzelnen Finger um eine den Bügel durchsetzende Achse.
CH168176D 1933-01-18 1933-01-18 Gliederfigur, insbesondere zur Aufnahme von Trickfilmen. CH168176A (de)

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