CH168295A - Radioempfänger. - Google Patents
Radioempfänger.Info
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Description
Radioempfänger. Bei Rundfunkempfang ist es häufig not wendig, die Wiedergabe der hohen Töne künstlich zu schwächen, um Empfangsstö rungen durch die Wellen anderer Sende stationen mit benachbarter Sendefrequenz zu vermeiden. Zu diesem Zwecke sind häufig am Empfänger sogenannte Qualitätsregler vorgesehen, welche in Mitteln zur Unter drückung der hohen Frequenzen der durch die Gleichrichtung erhaltenen Modulations- energie bestehen. Erfahrungsgemäss ist die Unterdrückung der hohen Modulationsfrequen- zen zwecks Störungsvermeidung durch fremde Stationen nur dann nötig, wenn es sich um den Empfang schwacher Stationen handelt, d. h.
wenn der Empfänger mit hohem Ver stärkungsvermögen arbeiten soll. Die Organi sation des Rundfunknetzes sorgt an und für sich schon dafür, dass örtlich nahe benach barte Stationen nicht benachbarte Sende frequenzen haben. Sender von annähernd gleicher Sendefrequenz werden daher mit gleicher Intensität meistens nur dann emp fangen, wenn sich die beiden Sender weit, und zwar annähernd gleich weit vom Emp fangsort entfernt befinden und ihre Empfangs intensität daher schwach ist.
Die Erfindung betrifft daher einen Radio empfänger, bei welchem die Mittel zur Re gelung der Verstärkung und der Wieder gabequalität zwangsläufig miteinander derart wirken, dass bei hoher Verstärkung das Wiedergabeband eng, bei geringer Verstär kung aber weit ist.
Die Erfindung ist in den Fig. 1-3 in drei Ausführungsbeispielen dargestellt.
Die einfachste Ausführungsform besteht in einer mechanischen Kopplung des Ver stärkungsreglers und des Qualitätsreglers, wie in Fig. 1 dargestellt ist. Es bedeutet HF die Hochfrequenzröhre und .E die Endröhre. Zur Verstärkungsregelung des Empfängers ist ein Widerstand 0 im Gitterkreis der Hochfrequenzröhre vorgesehen. Der Qualitäts- regier besteht aus einem regelbaren Neben schluss zum Nutzkreis der Ausgangsröhre.
Zur Regelung des Nebenschlusses ist in Serie mit einem Blockkondensator C ein regelbarer Widerstand B vorgesehen, dessen Verände rung mechanisch mit der Bedienung des Gitterspannungswiderstandes 0 gekoppelt ist, und zwar derart, dass bei zunehmender Ver stärkung der Nebenschluss wirksamer wird.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 2 ist in Serie mit dem Qualitätsregelungsneben- schluss eine vom Anodenstrom der Hoch frequenzverstärkerröhre durchflossene Eisen drossel D vorgesehen. Die Eisendrossel ändert ihren Widerstand für die Sprachfrequenzen nach Massgabe des sie vormagnetisierenden Gleichstromes der Hochfrequenzröhre, welcher seinerseits von der Verstärkung der Anord nung abhängt. Die Anordnung ist so ge troffen, dass der Widerstand der Drossel für die Sprachfrequenzen abnimmt, wenn die Verstärkung zunimmt.
Gemäss Fig.3 ist als Nebenschluss zu dem Nutzkreis der Endröhre - in Serie mit einem Kondensator liegend - eine zusätz liche Elektronenröhre H vorgesehen. Parallel zu dieser Hilfsröhre liegt ein Widerstand W, der vom Gleichstrom der Hochfrequenzver- stärkerröhre durchflossen ist. Der veränder liche Anodenstrom der Hochfrequenzverstär- kerröhre erzeugt die Anodenspannung für diese Hilfsröhre und verkleinert so den Wider stand der Hilfsröhre bei zunehmender Ver stärkung des Hochfrequenzverstärkers.
Die Erfindung eignet sich vornehmlich zur Anwendung bei Empfängern mit auto matischer Lautstärkeregelung, indem sie beim Abstimmen solcher Empfänger die auftretende Wiedergabe von Störgeräuschen wesentlich schwächt.
Es können selbstverständlich in Serie mit dem automatisch sich verändernden Qualitäts- regelungsmittel zusätzliche, von Hand be- dienbare Mittel vorgesehen sein; um nach Wahl die Wirksamkeit der automatischen Regelung einzuschränken, bezw. aufzuheben. Als derartige Mittel eignet sich die Anwen- dung weiterer, von Hand regelbarer, im Nebenschluss gelegener. Widerstände .R'.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Radioempfänger, bei welchem Mittel zur Regelung der Verstärkung und der Wieder gabequalität vorgesehen sind, dadurch ge kennzeichnet, dass diese Mittel zwangsläufig miteinander derart wirken, dass bei hoher Verstärkung das Wiedergabeband eng, bei geringer Verstärkung aber weit ist. UNTERANSPRTICHE 1. Radioempfänger nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Verstär kungsregel- und Qualitätsregelmittel me chanisch miteinander gekoppelt sind. 2.Radioempfänger nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass parallel zum Ausgangskreis der Endröhre für die Zwecke der Qualitätsregelung ein Nebenschlussweg für die hohen Frequenzen und in dem Nebenschlussweg eine nach Massgabe des Anodengleichstromes der Hochfrequenzver- stärkungsregelröhre gesteuerte Impedanz . vorgesehen ist. 3. Radioempfänger nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gesteuerte Impedanz eine vom Gleichstrom der Hochfrequenzverstärkungs- regelröhre durchflossene Eisendrossel ist. 4.Radioempfänger nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gesteuerte Impedanz eine Elek tronenröhre ist, parallel zu deren Ent ladungsstrecke ein vom Anodenstrom der Hochfrequenzverstärkungsregelröhre durch flossener Widerstand angeordnet ist. 5. Radioempfänger nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zusätzliche, von Hand bedienbare Mittel zur Regelung der Qualität allein vorgesehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE168295X | 1932-05-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH168295A true CH168295A (de) | 1934-03-31 |
Family
ID=5687129
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH168295D CH168295A (de) | 1932-05-02 | 1933-04-22 | Radioempfänger. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH168295A (de) |
-
1933
- 1933-04-22 CH CH168295D patent/CH168295A/de unknown
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