CH168299A - Ampel zur Verkehrsregelung an Strassenkreuzungen. - Google Patents

Ampel zur Verkehrsregelung an Strassenkreuzungen.

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CH168299A
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  Ampel zur Verkehrsregelung an Strassenkreuzungen.    Die Erfindung geht von den     bekannten     zur Regelung des Verkehrs an Strassen  kreuzungen dienenden Ampeln aus, die nach  den verschiedenen Strassenrichtungen zei  gende     Scheiben    aufweisen, über welche an  getriebene Zeiger gleiten, welche während  eines Teils ihres Weges die Durchfahrt,  während eines andern Teils die Sperrung an  zeigen. Bei den bisherigen Ampeln dieser  Art sind .die Zeiger einarmig, das heisst sie  sind an ihrem einen Ende drehbar gelagert.  



  Erfindungsgemäss wird dadurch ein Fort  schritt erzielt, dass die Zeiger doppelarmig  ausgebildet sind und um ihren Mittelpunkt  rotieren.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des Gegenstandes der Erfindung  dargestellt.  



       Fig.    l zeigt eine Vorderansicht der Am  pel, unter     Fortlassung    der vordern Scheibe,  teils im Schnitt;       Fig.    2 ist ein Grundriss;         Fig.3    und 4 zeigen eine Vorderansicht  und eine Seitenansicht der Ampel;       Fig.    5, 6 und 7 sind Einzelheiten in grö  sserem     Massstabe;          Fig.8    ist eine Ansicht von unten auf  eine am - Boden des Ampelgehäuses an  gebrachte besondere Scheibe.  



  Die Zeichnung zeigt eine Verkehrsampel  mit vier Scheiben und einem jeder Scheibe  zugeordneten     doppelarmigen    Zeiger 1, der in  seiner Länge dem Durchmesser der     .Scheibe     etwa entspricht.  



  Die Antriebsvorrichtung für die Zeiger  hängt an einem zentralen Rohrkörper 2 und  besteht aus dem schematisch angedeuteten  Elektromotor 3, den in den Getriebekasten 4  angeordneten Kegelrädern 5 und den Wellen  6, auf welchen die Zeiger 1 sitzen.  



  Das zentrale Rohr 2 trägt am obern Ende  ein Kreuzstück 7 mit Ansätzen 8, auf wel  chen vier im Profil U-förmig ausgebildete  schräge Tragarme 9 aufgesteckt und durch  Schrauben 10 befestigt sind     (vergl.        Fig.    1, 2,      5 und 6). Diese vier Tragarme, die das aus  Glas, zum Beispiel Drahtglas, oder einem  andern durchscheinenden Material bestehende       pyramidenartige    Dach tragen, sind vermit  telst     lappenartiger    Ansätze 11 an gepressten  Eckstücken 12 befestigt, an denen wiederum  das gesamte, in .der Hauptsache aus gepress  ten Blechteilen hergestellte Gehäuse 13 der  Ampel     befestigt    ist.

   Die Dachkonstruktion  ist     besonders        sorgfältig    ausgebildet. Auf den  Tragarmen 9 liegt zunächst eine Filzschicht  14, dann folgt das Drahtglas 15, das von  einer Deckleiste 16 unter Zwischenschaltung  einer Bleidichtung 17 abgedeckt wird.  



  Die vier Signalscheiben 18 sind an den  vier     Aussenflächen    des Gehäuses befestigt.  Diese Flächen sind um 15   gegenüber der       Senkrechten    geneigt und so günstig zur  Blickrichtung eingestellt. Gleichzeitig bringt  die     Neigung    den     Vorteil    mit sich, dass     Staub     und Schnee sich auf den Signalscheiben 18  nicht festsetzen können, sondern abgleiten.  Vor den Rand jeder Scheibe 18 legt sich  ein aus Stahlrohr gebildeter Federring 19,  der von Federn 20 gehalten     wird        (Fig.    7).       \_'1    sind Schirme aus Zelluloid oder anderem  durchsichtigem Material, die die Scheiben.

    und den Zeiger vor Schnee und dergleichen  schützen.  



  Wie     Fig.    3 und 4 veranschaulichen, sind  die Zeiger 1 und 1' zweier um 90   gegen  einander versetzter Scheiben ebenfalls um  90   gegeneinander versetzt. Die Scheiben  besitzen je zwei diametral gegenüberliegende  grüne Farbfelder 22 und 22' für die Durch  fahrt und ebenfalls diametral gegenüber  liegende Felder 23 und 23' (rot) für die  Sperrung. in der Zeichnung sind die roten  Felder jeweils schraffiert, die grünen     un-          schraffiert    veranschaulicht. Bei dem ge  zeichneten Ausführungsbeispiel ist das rote  Feld um einen Bruchteil grösser gehalten als  das grüne Feld, so dass der     Durchlass    für die  eine Strasse stets schon etwas früher gesperrt  wird als für die andere die Öffnung erfolgt.

    Infolgedessen kann der gerade durchflutende  Verkehr ungehindert abfliessen, ohne durch  den nun von der Querrichtung einsetzenden    Verkehr gefährdet zu werden. Selbstver  ständlich wäre es auch möglich, die grünen  Felder gleich gross     wie    die roten Felder zu  bemessen und für die beim Wechsel erfor  derliche Pause gelbe Felder einzuschalten;  doch ist die gewählte Anordnung erheblich  übersichtlicher.  



  Die Zeiger 1 und 1' selbst werden zweck  mässig weiss gehalten und haben fast auf der  ganzen Länge eine erhebliche Breite und  sind nur an den Enden zugespitzt. Ferner  sind nahe den Enden Löcher oder Augen 24  vorgesehen, durch welche das darunter be  findliche Farbfeld sichtbar ist.  



       Fig.    3 zeigt in ausgezogenen Linien den  doppelarmigen Zeiger 1 einer Scheibe in  senkrechter Stellung auf dem grünen Feld,  gibt also die Durchfahrt für die eine Rich  tung frei, während     Fig.4    den Zeiger wag  recht liegend auf dem roten Feld einer an  dern Scheibe zeigt für eine Richtung, nach  welcher die Durchfahrt gesperrt ist. Gelangt  der Zeiger in     Fig.    3 in die mit strichpunk  tierten Linien veranschaulichte .Stellung, so  ist die Durchfahrt in dieser     Richtung    ge  sperrt. In diesem Augenblick befindet sich  der Zeiger für die quergerichtete Strasse  (strichpunktierte Linie     Fig.    4) noch auf dem  roten Sperrfeld.

   Es vergeht also noch eine  kurze Zeit, bis der sich aufrichtende Zeiger  auf das grüne Feld gelangt und die Durch  fahrt in der Querrichtung freigibt.  



  Aus vorstehendem ergibt sich, dass der  von weitem sichtbare Zeiger schon durch  seine Stellung an sich, das heisst     ohne'Rück-          sicht    auf die Farbsegmente den     Zeitpunkt,    an  welchem der Richtungswechsel des Verkehrs  einsetzen soll, annähernd erkennen lässt. Der  Ring 19 besitzt abwechselnd schwarze Seg  mente     2'5,    und weisse Segmente     2,6"    von denen  jedes eine gewisse Zeiteinheit darstellt. Hier  durch wird die Zeigerlaufzeit bis zum näch  sten     Richtungswechsel    auf dem bestrichenen  Farbfeld abschätzbar gemacht.  



  Die Ampel selbst ist     vermittelst    der Tra  verse 2:7 an zwei Punkten 28 und 29 auf  gehängt. Im Gegensatz zu der bisherigen  Aufhängung an einem Punkt     bringt    diese      Anordnung den Vorteil mit sich, dass die  Ampel ruhiger hängt.     Gleichzeitig    ist hier  bei der Vorteil gewahrt, dass die Ampel bei  der Aufhängung leicht gedreht werden kann  zwecks genauer Einstellung entsprechend  dem Verlauf der Strassenkreuzung.  



  Durch das     pyramidenartige,    aus Draht  glas bestehende Dach fällt genügend Tages  licht zu, um am Tage ohne elektrische Be  leuchtung auszukommen. Abends müssen  selbstverständlich die Scheiben durch im  Innern des Gehäuses angebrachte, nicht ge  zeichnete Lampen beleuchtet werden.  



  Die schrägen, ebenfalls aus Drahtglas  oder     dergl.    hergestellten Flächen 80 können  zur Aufnahme von Weg- und Kilometer  schildern oder andern Aufschriften, die nach  Eintritt der Dunkelheit erleuchtet werden,  ausgenutzt werden.  



  Im allgemeinen wird es zweckmässig sein,  die Zeiger mit gleichmässiger Geschwindig  keit umlaufen zu lassen, doch ist es auch  denkbar, durch Einschaltung eines Ellipsen  rädergetriebes dem Zeiger in der Nähe des  Wechsels von rot auf grün eine erhöhte Ge  schwindigkeit zu erteilen. Dadurch werden  Fehler bei der Orientierung aus geringer  Entfernung deshalb leichter vermieden, weil  man den Teil des roten Feldes, der die Ver  kehrspause überdeckt, der also dem sonst  üblichen Gelblicht entspricht, bei gleicher  Zeigerlaufzeit grösser gestalten kann. Die  grössere     Zeigergeschwindigkeit    an der Über  gangsstelle verlängert den :Streichweg des  Zeigers pro Zeiteinheit und verbessert da  durch die Erkennungsmöglichkeit des Feld  wechseln.

   Die Scheiben 18 sind auswechsel  bar, und zur Ampel gehört     ein    Satz von  Scheiben, bei welchen das Grössenverhältnis  zwischen den grünen und roten Feldern ver  schieden ist.  



  Ändert sich infolgedessen im Laufe der  Zeit die Verkehrsbelastung auf den sich  kreuzenden Strassen, so können die Scheiben  durch solche mit entsprechend anders bemes  sener Einteilung der farbigen Segmente er  setzt werden, wobei dann auf die richtige  Wiedereinstellung der Felder zu achten ist,    derart, dass die beiden grünen, in der Diago  nalen liegenden Felder     wieder    in der Senk  rechten, während die roten Felder     wagrecht     zu liegen kommen. Die Strassenbenutzer ge  wöhnen sich schnell daran, die senkrechte  Zeigerstellung für den     Durehlass    und die       wagrechte    für die Sperrung anzusehen.  



  Am Boden der Ampel ist gleichfalls ein  sich in     wagrechter    Ebene drehender     doppel-          armiger    Zeiger, der eine aus farbigen, zum  Beispiel roten und grünen Segmenten zu  sammengesetzte Scheibe bestreicht, vor  gesehen. Diese Vorrichtung dient zur Kenn  zeichnung der     Einschwenkriehtung    und ist  gemäss     Fig.    8 mit vier breiten     grünen    Sek  toren und vier schmalen roten Sektoren ver  sehen, die so bemessen sind, dass sie sich mit  den roten Sektoren der Seitenflächen, inso  weit diese die Abmessung der grünen Sek  toren eben derselben Seitenflächen über  schreiten, decken.

   Die     Übergleitung    dieser  schmalen roten Sektoren durch den Boden  zeiger zeigt also die nach allen Richtungen  bestehende Verkehrspause der Kreuzung  sicher an.  



  Diese Einrichtung, die für die Fahrzeug  fahrer erst sichtbar wird, wenn sie in die  Nähe der Kreuzungsstelle anlangen, ermög  licht anhand einer besonderen Verkehrs  bestimmung das Einschwenken zu regeln,  wenn die     Bestimmung    dahin lautend gemacht  wird, dass der     Einschwenkverkehr    erst dann  einsetzen darf, wenn der Zeiger     ein    grünes  Feld erreicht hat, und zwar derart, dass der       Einbiegeverkehr    nach links zu geschehen hat,  solange der Zeiger sich auf .der ersten Hälfte  des grünen Feldes befindet. Der Einbiege  verkehr nach rechts schliesst alsdann unmit  telbar hieran an und ist während der Über  laufzeit des     Zeigers    auf der zweiten. Hälfte  des grünen Feldes statthaft.  



  Die Ampel kann bei Tag selbstverständ  lich statt mit Tageslicht auch mit künst  lichem Lieht betrieben werden. Wird Tages  licht verwendet, so ist durch eine hier nicht  näher beschriebene Einrichtung die Ausser  dienststellung der Ampel kenntlich zu  machen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ampel zur Regelung des Verkehrs an Strassenkreuzungen, welche nach den ver schiedenen Strassenrichtungen zeigende Schei ben aufweist, über welche angetriebene Zei ger gleiten, welche während eines Teils ihres Weges die Durchfahrt, während eines an dern Teils die Sperrung anzeigen, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeiger doppelarmig ausgebildet sind und um ihren Mittelpunkt rotieren. UNTERANSPRüCHE 1.
    Ampel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Markierungen der Scheiben für die Durchfahrt an dem obern und untern Teil der Scheiben, für die Sperrung an beiden Seiten der Schei ben vorgesehen sind, derart, dass die Zei ger in senkrechter Stellung die Durch fahrt, in wagrechter Stellung die Sper rung anzeigen. 2.
    Ampel nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheiben je in zwei diametral gegenüberliegende, von der Senkrechten halbierte Farbsegmente für die Durchfahrt und zwei ebenfalls diametral gegenüberliegende, von der Wagrechten halbierte Farbsegmente für die Sperrung eingeteilt sind, und dass die letzteren Felder etwas grösser bemessen sind als die ersteren.
    ä. Ampel nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die doppelarmigen Zeiger durch ein Ellipsenrädergetriebe derart bewegt werden, dass ihre Ge schwindigkeit nahe den Übergangsstellen von Durchfahrt auf Sperrung und um gekehrt grösser ist als auf dem mittleren Teil der Felder. 4. Ampel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die doppelarmigen Zei ger hellfarbig und breit sind und an den beiden Enden eine Zuschärfung besitzen. 5.
    Ampel nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass nahe -den Enden der Zeiger am Beginn der Zuspitzung je ein Loch angebracht ist, durch welches die Scheibe sichtbar ist. 6. Ampel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass sie ein pyramiden- artiges Dach aus durchscheinendem Ma terial erhält, durch welches das Tages licht zur Beleuchtung der Scheibe hin durchfällt. 7.
    Ampel nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrich tung der doppelarmigen Zeiger an einem in das Innere,des Ampelgehäuses führen den zentralen Rohr (2) aufgehängt ist, welches am obern Ende eine zum Auf hängen der Ampel dienende Traverse (27) trägt. B.
    Ampel nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (2) nahe dem obern Ende ein Kreuzstück mit vier seitlichen Ansätzen trägt, an welche sich das Dach haltende Tragarme (9) au schliess'en, die mit lappenartigen An sätzen an den freien Enden mit gepress ten Eckstücken (12) verbunden sind, an welchen, das Ampelgehäuse aufgehängt ist. 9. Ampel nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragarme (9) für das Dach von U-förmigem Querschnitt sind und durch Schrauben (10) an den Ansätzen des Kreuzstückes befestigt sind. 10.
    Ampel nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die auf das zentrale Rohr aufgesetzte doppelarmige Traverse (27) an beulen Enden (28 und 29) mit Mitteln zu ihrer Aufhängung versehen ist. 11. Ampel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass den Scheiben vor- kragende Schutzschirme (2,1) aus durch scheinendem Material zugeordnet sind. 12.
    Ampel nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass am Boden der Ampel eine abwärtsgerichtete Scheibe mit dop- pelarmigem Zeiger vorgesehen ist, wel che den Durchlass anzeigende sektorför- mige Farbfelder aufweist, welche durch schmale .sektorartige, die Sperrung an zeigende Felder voneinander getrennt sind.
CH168299D 1931-09-28 1932-08-22 Ampel zur Verkehrsregelung an Strassenkreuzungen. CH168299A (de)

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