CH168326A - Auslöseeinrichtung an Druckluftbremsen. - Google Patents

Auslöseeinrichtung an Druckluftbremsen.

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CH168326A
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Aktiengesellschaf Knorr-Bremse
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Knorr Bremse Ag
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Description


      Auslöseeinrielitung    an     Bruckluftbremsen.       Um bei einem Zuge, an dem sich keine  Lokomotive befindet, oder an einem einzelnen  Wagen die angezogene     Druckluftbremse     lösen zu können, oder zum Vermeiden des  Anziehens .der Bremse beim Rangieren das       Druckluftbremssystem    entleeren zu können,  hat man     Handauslöseventile    angebracht, mit  telst deren der     Hilfsluftbehälter,    der Brems  zylinder und gegebenenfalls vorhandene       Steuerkammern    entlüftet werden.  



       Bei    derartigen     Auslöseventilen    älterer  Ausführungsform musste der zur Bedienung  vorgesehene Handzug so lange gezogen wer  den, bis die genannten Räume entlüftet  waren.  



       Dass    eine derartige Betriebsweise der       Auslösevorri-ohtung    an einem langen Güter  zuge viel Zeit in Anspruch nahm, liegt auf  der     Hand.     



  Man hat daher die     Auslöseventile        dahin     verbessert,     dass    die Handbetätigung nur für  die Auslösung derjenigen Vorgänge erforder-    lieh war, durch die     selbsttätig    die Entlüftung  der vorher .genannten Räume durchgeführt  wird, wobei nach durchgeführter Entlüftung  selbsttätig die Normallage aller Teile wieder  herbeigeführt     wird.    Darüber     hinaus    hat man  die     Auslöseventile    so eingerichtet, dass bei       schwachem    Ziehen des     Auslösehandzuges     sich die     Auslassüberwachungsorgane    sogleich  wieder schliessen,

   wenn der     Auslösehandzug     freigegeben wird, wohingegen bei starkem  Ziehen des     Auslösehandzuges    die     Auslass-          überwaehungsorgane    bis zur völligen Ent  leerung der Druckluft enthaltenden Räume  offen     gehalten    werden und sich erst dann  selbsttätig     schliessen,    wenn die     Entlüftung     der genannten Räume durchgeführt ist.  Durch die entsprechende Ausbildung .der       Auslöseventile    ist es möglich, die un  erwünschten Folgen des     Überladens    der  Bremsvorrichtung zu beseitigen.  



  Die erwähnten bekannten Bauarten von       Auslassventilen    leiden noch insofern an einer      Unvollkommenheit, als es nicht möglich ist,  eine einmal eingeleitete, völlige Entlüftung  der Bremsvorrichtung zu     unterbinden,    was  erforderlich erscheint, um zu verhüten, dass,  .durch     eine    entsprechend bediente     Auslösevor-          richtung    die ganze Bremsleitung einer  Gruppe gekuppelter Wagen, .gegebenenfalls  eines ganzen Zuges entleert wird.  



  Diese Unvollkommenheit zu beheben, ist  Zweck der     Erfindung.     



  Zur Durchführung dieses Zweckes sind       Mittel    vorgesehen,     mittelst.    deren die Sper  rung der     Auslassorgane        willkürlich    aufgeho  ben werden kann. Diese Mittel können durch  eine vom Handzug für die     Auslassargane    un  abhängige Betätigungsvorrichtung oder     mit-          telst    des genannten Handzuges     bedienbar     sein.  



  Auf der     Zeichnung    ist .die     Auslöseeinrich-          tung    in zwei     Ausführungsbeispielen    schema  tisch dargestellt.  



       Abb.    1     zeigt    die erste     Ausführungsform     mit besonderer     Betütigungsvorri.ohtung    für  die Aufhebung der Sperrung .der     Auslass-          organe.     



       Abb.    2 zeigt .die zweite Ausführungsform,       die    für die Bedienung der     Auslassorgane    und  für .die     Aufhebung    der Sperrung     derselben     in der Gebrauchslage nur eine Bedienungs  vorrichtung     besitzt.    Dem Ausführungsbei  spiel liegt eine Bremse nach Art der Hilde  brand-Knorr-Bremse zugrunde, bei der eine  Steuerkammer (.-Raum), der Bremszylinder       (G-Raum)    und der     Bremsluftbehälter    (R  Raum) zu entlüften sind,

   während der nicht  dargestellte     Hilfsluftbehälter    nicht     entlüftet     wird und .durch die Leitung B den Steuer  druck für die     Auslöseeinriehtung    liefert.  



       In.    dem     Gehäuse    b der     Auslösevorrich-          tungbefinden    sich die Ventile     a,    c und<I>r,</I> die  die im     ;Steuerventil    befindlichen     Auslassöff-          nungen        @der-Steuerkammern,    .der Luftbehälter  und     Bremszylinder    überwachen.  



  Die     Spindeln    der Ventile, von denen die  jenige des den     Steuerkammerauslass    über  wachenden     Ventils        a    in bekannter Weise  länger ist als die andern, um beider Beseiti  gung einer     Überladung    der Bremse das An-         sprechen    von c und r zu verhüten, befinden  sich im Bewegungsbereich eines in senkrech  ter Richtung verschiebbaren Balkens d,

   des  sen Verschiebung     mittelst    der     Führungs-          stange    e     erfolgt.        Die    Führungsstange     e    wird  durch den bei     Auslöseventilen        bekannten,     nach, beiden Seiten .hin schwenkbaren Hebel f  angehoben, von dessen freiem Ende je ein  Handzug zu den beiden äussern     Längsträgern     .des     Fahrzeuges    führt.

   Die Führungsstange  e besitzt eine Rast g, die so angeordnet ist,       dass    bei durch starkes Ziehen am Hebel f an  gehobenen     Anlassventilen   <I>a, c, r</I> eine     Klinke          h    in sie einzufallen vermag,     wodurch,die    an  gehobene Führungsstange e     gesperrt        wird.     Die Klinke     k    wird durch einen Kolben i, der  auch durch eine Membrane ersetzt sein  könnte, bewegt,     der-    ,durch den Druck des       Hilfsluftbehälters    im Sinne des     Einsrückens     der Klinke     beaufschlagt    wird,

   der während  des     Auslösevorganges    am längsten     Druckluft     enthält. Eine Feder     k    ist für die     Rückstel-          lung    des Kolbens<I>i</I> und der Klinke     h    vor  gesehen. Von dem mit Druckluft     gefüllten     Raum des Gehäuses b führt ein Kanal l in  .den die Feder k enthaltenden Raum. Dieser  Kanal wird durch ein Ventil     7n    für gewöhn  lich geschlossen gehalten, und der Federraum  ist durch einen Drosselkanal n mit der freien  Luft verbunden.  



  Bei der     Ausführungsform    nach     Abb.    1  wird das Ventil m     mittelst    eines. besonderen  Hebels o bedient, .der gleichfalls von beiden  Fahrzeugseiten aus bewegt werden kann.  



  Beider Ausführungsform nach     Abb.    2 er  folgt die Bedienung .des Ventils<I>en</I>     mittelst     .des Hebels f.  



  Zu diesem Zweck ist die Führungsstange  e geteilt und besitzt eine drehbar gelagerte  Klinke p, die bei der Aufwärtsbewegung der  Führungsstange e die Stossstange     q    des, Ven  tils m im     .Sinne    des     Offnensdieses        Ventils     verschiebt, bei der     Abwärtsbewegmng    aber       wirkungslos    über sie hinweggleitet,     indem    sie  dabei nach oben     ausgeschwenkt        wird.     



  Die Wirkungsweise der beschriebenen       Einrichtungen    ist die folgende:      Ist bei der Ausführungsform nach     Abb.    1  die     Auslösevorrichtung    betätigt     worden    und  sind durch Einfallen der Klinke     h    in die  Rast g die     Auslassventile    c, a und r in der  Öffnungsstellung gesperrt und soll die Ent  lüftung     unterbrochen    werden, so wird der  Hebel o bewegt.

   Dadurch öffnet sieh das  Ventil m,     Hilfsbehälterluft    tritt in die Feder  kammer; sobald unter Berücksichtigung der  Wirkung der Feder k der auf die rechte Seite  des Kolbens i wirkende Druck den auf die  linke Seite des Kolbens wirkenden     Hilfs-          behälterdruek        übersteigt,    wird die Klinke     h     aus der     Rast    g herausgezogen und die Ven  tile<I>a,</I> c und<I>r</I>     schliessen    sich unter der Wir  kung ihrer Belastungsfedern zuzüglich des in  den von diesen Ventilen     überwachten    Räumen       herrschenden    Druckes.  



  Da die Federkammer nur ein geringes  Fassungsvermögen besitzt, tritt diese Wir  kung     unmittelbar    nach der Betätigung des  Hebels o ein. Die Federkammer entleert sich  darauf durch die Drosselbohrung     n.     



  Die Wirkung der Einrichtung nach       Abb.    2 ist die folgende:  Sind durch Drehung des Hebels f die       Ventile   <I>a,</I> c und<I>r</I> angehoben worden und  werden sie in angehobener     Lage    dadurch fest  gehalten,     dass    die Klinke<I>k</I> in die Rast<I>g</I> ein  greift, und soll die Entlüftung der von diesen  Ventilen beherrschten Räume     unterbrochen     werden, so braucht der Hebel f nur um einen  Betrag bewegt zu werden, der hinreicht, um       mittelst    der Klinke<I>p</I> das Ventil<I>m</I> von  seinem Sitz zu heben; das     wird.    durch den  Widerstand am Handzug fühlbar, den das  Ventil m     seiner    Öffnung entgegensetzt.

   Die  zu beiden     Seiten    des     Kolbens    i befindlichen       Räume    werden dann über das Ventil m und       Kanal    Z in Verbindung miteinander gesetzt       und.    die Feder<I>k</I> hebt die Klinke     la    aus der       Rast    g aus, wie sieh das bei dem in     Fig.    1    dargestellten     Ausführungsbeispiel    als Folge  der     Bedienung    des Hebels o abspielt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Auslöseeinrichtung an Druckluftbremsen, bei der. nach schwachem Ziehen an dem Handzug und Freigabe des letzteren die Aus- lassüberwachungsorgaue wieder in die Schluss- lage zurückkehren, bei starkem Ziehen aber bis zur völligen Entlüftung der von ihnen überwachten Räume in der Öffnungsstellung gesperrt gehalten werden, dadurch gekenn zeichnet, dass Mittel vorgesehen sind,
    um die Sperrung der in der Öffnungsstellung befind lichen Auslassorgane willkürlich aufzuheben. UNTERANSPRüCHE 1. Auslöseeinrichtung nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass für die Auf- hebungder Sperrung der in der Öffnungs lage gesperrten Auslassorgane eine Betäti gungsvorrichtung vorgesehen ist, die un abhängig vom Handhebel für die Auslass organe betätigt werden kann.
    2. Auslöseeinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Auf hebung der Sperrung der geöffneten Aus lassorgane mittelst des zu deren Bedie nung vorgesehenen Handgriffes bewirkt werden kann. <B>3</B>. Auslöseeinrichtung nach Patentanspruch, .dadurch ;
    gekennzeichnet, .dass die Auf hebung der durch starkes Betätigen des Handzuges bewirkten Sperrung der Aus- lassorgaüe in deren Öffnungsstellung durch die Zerstörung eines Druckunter- schiedes bewirkt werden kann, der die Sperrung der geöffneten Auslassorgane verursacht.
CH168326D 1932-05-07 1933-04-15 Auslöseeinrichtung an Druckluftbremsen. CH168326A (de)

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