mehrstufiges Gebläse. Ist ein bedeutendes Luft- oder Gasvolumen um einige Atmosphären zu verdichten; wie dies zum Beispiel für Hochofengebläse der Fall ist, so werden hierzu vorwiegend mehr stufige Radialgebläse verwendet, wobei die Druckerhöhung in den einzelnen Stufen bei im wesentlichen radial verlaufender Strömung in den Laufrädern und in anschliessenden Um lenkteilen (Diffusoren) erfolgt.
Wie in Fig. 1 gezeigt, fördert nämlich die Fliehkraft das Fördergut im Laufrad<I>L</I> vom Eintritt<I>N</I> im wesentlichen radial nach aussen; im nach folgenden Diffusor E wird das Fördergut dann umgelenkt, um wieder dem Eintritt des nächstfolgenden Laufrades in Wellennähe zu zuströmen.
Aus baulichen und strömungstechnischen Gründen darf die Zuströmungsgeschwindig- keit tu zum Laufrad<I>L</I> in Wellennähe nicht allzu gross gewählt werden, das heisst der Durchmesser d ist bei gegebenem Förder- volumen Y an gewisse Grenzen gebunden. Praktisch steht aber für den Einlauf eines Laufrades nur ein Bruchteil des Aussendurch messers D zur Verfügung, so dass die grösste noch zulässige Eintrittsfläche für ein Laufrad bedeutend kleiner ist, als die dureh dessen höchst zulässige Umfangsgeschwindigkeit fest gelegte Durchmesserfläche.
Man ist deshalb vielfach gezwungen, das grosse, zu verdichtende Fördervolumen in zwei oder mehrere Stromwege aufzuteilen. Prak tisch wird man zum Beispiel oft die benötigte Einlauffläche in zwei Zuläufe aufteilen und diese an den beiden Enden des Gebläses an ordnen, wobei dann das Fördergut beidseitig symmetrisch in verschiedenen Stufen gegen die litte der Maschine strömt und hier, wo das spezifische Volumen des verdichteten Gases oder der verdichteten, kompressiblen Flüssig keit nun kleiner ist als am Eintritt in eine gemeinsame Druckleitung mündet.
Eine solche Ausführung ist jedoch inso fern nachteilig, als das Gebläse gross, schwer und teuer wird. Ausserdem benötigen die grossen Fördermengen weit über den Aussen- durchmessen der Laufräder hinausreichende, radiale Umlenkteile .E, was bei den grossen Strömungsgeschwindigkeiten, die man ge zwungenermassen zur praktischen Bewältigung grosser Ansaugevolumen noch zulassen muss, zu grossen Umlenkverlusten und damit schlech ten Wirkungsgraden der Maschine führt.
Zweck vorliegender Erfindung ist nun, ein mehrstufiges Gebläse für kompressible Flüssigkeiten und Gase zu schaffen, das grosse Volumina fördern kann, ohne dass die er wähnten Nachteile in Kauf zu nehmen sind. Zu diesem Behufe weist bei einem mehrstu figen Gebläse gemäss vorliegender Erfindung der Niederdruckteil mehrere hintereinander geschaltete Axialatufen und der anschliessende, auf gleicher Welle angeordnete Hochdruck teil mehrere nachgeschaltete Radialstufen auf, wobei das Fördergut alle Stufen ungeteilt nacheinander durchströmt.
Bekanntlich sind Axialräder von Gebläsen besonders zur Förderung grosser Volumina bei verhältnismässig kleinem Aussenraddurch- messer geeignet, da für den Eintritt in ein solches Rad die ganze Schaufelfläche zwischen dem Aussenumfang und der Nabe des Rades zur Verfügung steht. Auch ist eine verhältnis mässig grosse, axiale Eintrittsgeschwindigkeit nicht nachteilig. Zufolge der im wesentlichen axialen Durchströmung der Stufen des Nieder druckteils eines Gebläses nach vorliegender Erfindung sind bei diesem auch die Umlenk- verluste im Niederdruckteil klein.
Der Aussen durchmesser des Niederdruckteils kann ferner bedeutend kleiner bemessen werden als bei radialer Durchströmung, da die in letzterem Falle am Austritt der Laufräder benötigten, radialen Umlenkteile in Wegfall kommen.
Auf der Zeichnung sind zwei beispiels weise Ausführungsformen des Erfindungs gegenstandes veranschaulicht. Es zeigt: Fig. 2 ein mehrstufiges, einwelliges Ge bläse, das einen dreistufigen Niederdruckteil und einen dreistufigen Hochdruckteil aufweist und Fig. 3 schematisch eine einwellige Aus führung, bei welcher ein axial durchströmter Niederdruckteil und ein im wesentlichen ra- dial durchströmter Hochdruckteil gegenein ander geschaltet sind.
In Fig. 2 bezeichnet 1 die axial durch strömten Laufräder des Niederdruckteils und 2 die im wesentlichen radial durchströmten Laufräder des Hochdruckteils eines mehr stufigen Gebläses. 6 sind feststehende Leit- vorrichtungen des Niederdruckteils. Sämtliche Laufräder 1, 2 sind auf eine gemeinsame Welle 3 gekeilt. 4 bezeichnet den Ein- und 5 den Austrittsstutzen des mehrstufigen Ge bläses.
Im Niederdruckteil werden so viele hintereinander geschaltete Axialräder 1 vor gesehen, bis an der Stelle M des Gebläses ein solcher absoluter Druck und damit ein solches kleines spezifisches Volumen des zu fördernden Gutes erreicht ist, dass eine Weiter verarbeitung in den Radialrädern 2 möglich ist, ohne dass für letztere ein unerwünscht grosser Eintrittsquerschnitt N vorzusehen ist. Das Fördergut durchströmt ungeteilt nach einander sämtliche Stufen des Gebläses.
Fig. 3 zeigt eine Ausführung, bei welcher durch entsprechende Gegeneinanderschaltung von Niederdruck-Axialteil <I>ND</I> und der Hoch druck-Radialteil HD ein einseitiger Axial schub, der sich sonst geltend machen würde, weitgehend ausgeglichen ist. Auch hier sitzen die Axialräder 1 und die Radialräder 2 auf einer gemeinsamen Welle 3.
Sämtliche Räder sind in einem Gehäuse 7 untergebracht, wobei eine Zwischenwand 8 den Niederdruckteil <I>ND</I> vom Hochdruckteil HD trennt. 9 bezeichnet den Eintritts- und 10 den Austrittsstutzen des Niederdruckteils <I>ND,</I> während 11 den Eintritts- und 12 den Austrittsstutzen des Hochdruckteils HD bezeichnet. Die Pfeile<I>A</I> geben die Strömungsrichtung des alle Stufen ungeteilt nacheinander durchströmenden För- dergutes an.
Gewünschtenfalls können die Nieder- und Hochdruckstufen bei Beibehaltung einwelliger Ausführung auch in getrennten Gehäusen untergebracht werden.