CH168554A - Rückzündungs- und Überstrom-Schutzanordnung für Umformungseinrichtungen mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsgefässen. - Google Patents

Rückzündungs- und Überstrom-Schutzanordnung für Umformungseinrichtungen mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsgefässen.

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CH168554A
CH168554A CH168554DA CH168554A CH 168554 A CH168554 A CH 168554A CH 168554D A CH168554D A CH 168554DA CH 168554 A CH168554 A CH 168554A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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      Rückzündungs-    und     Überstrom-Schutzanordnung    für     Umformungseinrielitungen     mit gittergesteuerten Dampf- oder     Gasentladungsgefässen.       Beim Betrieb von     Umformungseinrich-          tunben    mit     gittergesteuerten    Dampf- oder       Gasentladungsgefässen,    insbesondere     Gleich-          riehtern    und Umrichtern, wird häufig ein  schnelles Abschalten, beispielsweise bei Über  lastungen oder Rückzündungen, mittelst der  Gittersteuerung gefordert.

   Die im allgemei  nen hierfür bisher vorgeschlagenen Mass  nahmen     befriedigten    nicht immer die be  trieblichen Erfordernisse, teils wegen mecha  nischer     Trägheiten,    teils wegen der ungün  stigen Zusammensetzung; der Steuerspan  nungen.  



  Die vorliegende Erfindung gibt nun einen  neuen einfachen Weg an, der die erwähnten  Nachteile nicht aufweist. Erfindungsgemäss  erfolgt das Abschalten der Umformungsein  richtung in der Weise, dass der     Arbeitspunkt     der     Magnetisierungskurve    des Steuer-     bezw.     Gittertransformators in das stark gesättigte  Gebiet verlagert und die am Transformator  liegende Spannung verringert wird. In be-    sonders einfacher Weise kann man dies vor  teilhaft durch eine Gleichstromwicklung er  reichen, die im normalen Betrieb entweder  stromlos ist oder einen nur kleinen Strom  betrag führt. Vorzugsweise hat der Erfin  dungsgedanke Bedeutung für Schaltungen,  bei denen die Gitterkreise eine Wechsel  spannung spitzer Wellenform erhalten.  



  In     Fig.1    der Zeichnung ist der Erfin  dungsgedanke an einem Ausführungsbeispiel  veranschaulicht, das einen gittergesteuerten  Gleichrichter in     Vollwegschaltung    betrifft.  Die     Gleichrichteranlage        wird    von einem  Wechselstromnetz 1 über einen Transforma  tor 2 gespeist und arbeitet auf das Ver  brauchernetz 3.

   Die gittergesteuerten     Dampf-          oder        Gasentladungsgefässe    4 und 5 werden  in an sich bekannter Weise     mittelst    eines  Gittertransformators 6 gesteuert, zum Bei  spiel durch Verändern der Phasenlage der       Gitterwechselspannung,    wozu eine Phasen  einstellvorricUtung (Drehtransformator) 7      dient. In die Gitterkreise sind eine Vor  spannungsbatterie 8 und     Strombegrenzungs-          widerstände    9 und 10 eingefügt.

   Die Gitter  steuerung wird durch     eine    Steuerspannung  spitzer Wellenform vorgenommen, die mit       Hilfe    des     gesättigten    Transformators 6 und  einer Drosselspule 11 erzeugt     wird.    Der  Steuertransformator 6 enthält nun eine wei  tere Wicklung 12, die im Falle einer     'Gi        ber-          la.stung    des Gleichrichters von Gleichstrom  solcher Grösse durchflossen wird, dass der       Transformatorkern    vollkommen     gesättigt    ist  und in seinen Wicklungen praktisch keine  Spannung induziert wird.

   Infolgedessen wird  die Gitterspannung derart geändert, dass kein  Entladungsgefäss mehr leitend wird. Der  Hilfsgleichstrom-     wird        zweckmässigerweise     durch ein besonderes     gittergesteuertes        Dampf-          oder        Gasentladungsgefäss    13 eingeschaltet,  sobald die Belastung des Gleichrichters eine  vorgeschriebene Grösse überschreitet. Hierfür  dient ein in den Gleichstromkreis ein  geschalteter Widerstand 14. Die Abschal  tung erfolgt sofort ohne jede Verzögerung,  da die Zeitkonstante des Hilfskreises beliebig  klein gehalten werden kann.  



  Man kann statt des Widerstandes 1:1 im  Gleichstromkreis einen Stromwandler in den  Wechselstromkreis des Gleichrichters legen  und so die     Gleichrichteranlage    selbst in den  Schutz einbeziehen. Das hat ausserdem den  Vorteil,     dass    man durch geeignete Bemessung  des     Wandlers    der Spannung des     Gitter-          kreises    des     Hilfsentladungsgefässes    13 eine  genügende Grösse geben kann.

   Ist der Span  nungsabfall am Widerstand 14 im Gleich  stromkreis nicht ausreichend oder     wird    er un  wirtschaftlich gross, so lässt sich die für die  Steuerung des Entladungsgefässes 13 erfor  derliche Spannung durch     Zwischenschaltung     eines weiteren     Entladungsgefässes,    vorzugs  weise einer Elektronenröhre, in der ge  wünschten Weise verstärken.  



  Die Schutzschaltung kann ohne Schwie  rigkeiten überall da angewendet werden, wo  der Wechselstrom des Steuertransformators  durch die     Gleichstrommagnetisierung    keine  unzulässige Grösse erreichen kann. Dies ist    der Fall in den Schaltungen, die zur Er  zeugung einer spitzen Wellenform dienen.  So wird der Strom bei Anwendung gesättig  ter Transformatoren durch .die Drosselspule  und bei Anwendung von Glimmlampen durch  Kondensatoren oder Widerstände begrenzt.  



  Es wird noch bemerkt, dass bei dem Aus  führungsbeispiel das Entladungsgefäss 13  durch eine Gleichspannung gespeist     wird    und  im Anodenkreis ausser der Wicklung 12  noch ein Widerstand 16 angeordnet ist. Je  doch lässt sich die Schutzschaltung auch in  der Weise abändern, dass an Stelle einer  Gleichspannung eine Wechselspannung ver  wendet wird. Zur Einstellung des     richtigen     Arbeitspunktes des Entladungsgefässes 13  kann man zweckmässig gewählte     Vorspan-          nungen,    eine Gleichspannung 17 oder eine  Wechselspannung, wählen.  



  Es empfiehlt sich, eine derartige Anord  nung für die Gleichstromwicklung zu tref  fen, dass die infolge der zeitlichen Änderung  des in der Gleichstromwicklung fliessenden  Stromes auftretende Spannung als zusätz  liche negative Spannung in den     bezw.    die  Gitterkreise eingefügt     wird.    Trifft man eine  solche Anordnung, so werden schon im Be  ginn des     Abschaltvorganges    die     Gitter    eine  zusätzliche negative Spannung erhalten und  dadurch die Entladungsgefässe nicht mehr  von neuem leitend werden.

   Hierzu wird noch  bemerkt, d ass bei Einführung dieser zusätz  lichen Spannung mit entgegengesetztem Vor  zeichen der     Abschaltvorgang    erst beginnt,  wenn sich die     Gleichstrommagnetisierung     praktisch fertig aufgebaut hat. Besondere  Bedeutung hat dies für solche Steueranord  nungen, bei denen jedem Gitterkreis ein ge  sonderter magnetischer Weg für die     transfor-          matorische    Übertragung der Steuerwechsel  spannung zugeordnet ist. In     Fig.    2: der Zeich  nung ist die Durchbildung für eine solche  Steueranordnung mit einem     dreischenkligen          Transformatorkern        schematisch    veranschau  licht.

   Auf den einen     ,Schenkel    sind die dem  einen Gitterkreis zugeordneten Wicklungen  21p und 21s, auf den andern Schenkel die  dem andern Gitterkreis zugeordneten Wick-      Lungen     22p    und     )#m    gewickelt. Der mittlere  Schenkel enthält die Gleichstromwicklung  23. Dabei sei angenommen, dass die Wick  lungen     2,1s    und 22s die Gitterkreise zweier  Entladungsgefässe speisen, die mit 180     1-Pha-          senverschiebung    gesteuert werden.

   Die An  ordnung der     Wicklungen    21s und     22s    zuein  ander und zu der Wicklung 23 und zu der       Gleichstrommagnetisierung    ist derart getrof  fen, dass mit dem Einsetzen des Gleich  stromes in der Wicklung 23 die dadurch her  vorgerufene Änderung des magnetischen  Flusses als zusätzliche negative     Spannyin-          auf    dem Wege über die Wicklungen 21s  und 22s in die Gitterkreise eingefügt wird.  Wie bereits am Anfang dieses Absatzes an  gedeutet wurde, tritt diese zusätzliche nega  tive Spannung nur auf in dem Zeitteilchen,  in dem sich die     Gleichstrommagnetisierung     aufbaut.

   Die Zusammenfassung von mehre  ren magnetischen Wegen in einem Kern mit  freiem magnetischem Rückschluss, der die  Gleichstromwicklung aufnimmt, ist günstiger  als die ebenfalls mögliche Anordnung, die  zwei getrennte Transformatoren mit je einer.  Gleichstromwicklung verwendet.  



  Weiter ist es vorteilhaft, für die Gleich  stromwicklung mindestens     I    zwei     gitterge-          steuerte    Dampf- oder     Gasentladungsgefässe     vorzusehen, die gegebenenfalls in normaler       Gleichrichterschaltung    - bei zwei Gefässen  also in     Zweiweggleichrichterschaltung    - an  geordnet sind. Gegenüber einer Anordnung  gemäss     Fig.    1 der Zeichnung ergeben sich da  bei verschiedene Vorteile.

   Zunächst einmal  kann dadurch die besondere Gleichspan  nungsquelle ersetzt werden durch eine     Wech-          selstromquelle    und dabei doch eine wirkliche       Gleichstrommagnetisierung    erzielt werden.

         '"Viehtiger    ist jedoch, dass bei Verwendung  eines Stromwandlers die Genauigkeit der  Steuerung erhöht wird, da gegenüber der bis  herigen Steuerung mit nur einem Gefäss  innerhalb einer Periode nur einmaliger Ein  satz, bei Anwendung der vorliegenden Aus  führung aber ein Entladungseinsatz in jedem  Augenblick innerhalb einer Periode erfolgen  kann,     mithin    eine Verzögerung von etwa    <B>180',</B> wie sie bei der bereits beschriebenen  Steuerung vorkommen kann, unmöglich ist,  In     Fig.    3 der Zeichnung ist eine Anord  nung veranschaulicht, wie sie zum Beispiel  bei     Volliveggleichrichteranlagen    in Frage  kommen kann.

   Der Stromwandler 14', der  in die Speiseleitung des Gleichrichters ein  geschaltet ist, beeinflusst die     Gitterkreise    der       Hilfsentladungsgefässe    13' und 13", die ihrer  seits auf die Steuerung der     Hauptentladungs-          gefässe        mittelst    der     Gleichstromwicklung    12  einwirken.  



  Ein weiteres Ausführungsbeispiel, das be  sondere Bedeutung für mehrphasige Anlagen  hat, ist in     Fig.    4 dargestellt. In diesem Falle  ist in jede Phase des Wechselstromnetzes ein  Stromwandler 14'     bezw.    14"     bezw.    14"' ein  geschaltet, die die     Hilfsentladungsgefässe    13'  bis     13"'    steuern. Nimmt man an, dass das  Drehstromnetz     symmetrisch'    belastet     wird,    so  wird auch bei diesem Ausführungsbeispiel  die Schutzsteuerung ohne Zeitverzögerung  ansprechen. Anderseits wird aber durch diese  besondere Anordnung eine Schutzwirkung  für alle drei Phasen erzielt.

   Sollten die An  sprechzeiten noch nicht genügend klein sein,  zum Beispiel bei einphasigen Erdschlüssen,  so wird man die Steuerung in     Fig.    4 in der  selben Weise wie in     Fig.    3 durchführen, das  heisst je zwei     Hilfsentladungsgefässe    für jede  Phase.  



  Im Sinne einer weiteren Ausbildung des  Erfindungsgedankens kann man neben der  Verlagerung des Arbeitspunktes der     Magne-          tisierungskurve    des Steuer-     bezw.    Gitter  transformators und der Verringerung der  Wechselspannung auch eine     Vergrösserung     der negativen     Vorspannung    vornehmen. Ein  Ausführungsbeispiel hierfür zeigt     Fig.    5 der  Zeichnung, und zwar betrifft das Ausfüh  rungsbeispiel eine     Gleichrichteranlage    mit  Haupttransformator 2 und     mehranodigem     Gefäss 4.

   Die Schaltungsanordnung arbeitet  in folgender Weise:  Mit langsam zunehmendem Gleichstrom  wachsen die Primärströme des Gleichrichter  transformators in allen drei Phasen gleich-      mässig. Bei plötzlichen Belastungsänderungen  steigen zunächst die Anodenströme der ge  rade stromführenden Anoden, so dass auch  die     Zunahme    der Primärströme zuerst in den  einzelnen Phasen verschieden gross ist. Um  die Ansprechzeit gering zu halten, findet  eine Überwachung in allen drei Primär  phasen statt. Bei Rückzündungen tritt meist  eine noch stärkere plötzliche     unsymmetrische     Zunahme der Primärströme auf, so dass eine  Einrichtung, bei der nur ein Primärstrom  überwacht würde. auch zum Abschalten von       Rückzündungen    eine zu grosse Ansprechzeit  besitzen würde.

    



  Es sind deshalb bei der vorliegenden An  ordnung in allen drei Primärleitungen 1  Stromwandler 14', 14" und 14"' vorgesehen,  deren Sekundärwicklungen durch die Wider  stände 14w', 14w" und 14w"' belastet sind.  Die an diesen Widerständen auftretenden  Spannungen wirken durch geeignete Reihen  sehaltung so zusammen, dass mit zunehmen  den Strömen die Summenspannung zunimmt.  Sie ist das Mass für die Belastung des  Gleichrichters. Die Abschaltung des Gleich  richters mit Hilfe der     Gittersteuerung    beruht  darauf, dass, sobald diese Spannung einen  vorgegebenen Wert überschreitet, die Ampli  tude der Gitterwechselspannung des Gleich  richters wesentlich verkleinert, die negative       Gittervorspannung    sehr vergrössert wird.

    Eine Periode später wird der Gleichrichter  abgeschaltet sein, weil sofort jedes weitere  Zünden von Anoden verhindert wird.  



  Die Gitterwechselspannung wird, wie  üblich, über einen Isoliertransformator 70,  der auch die     Hilfsbetriebe,    wie     Heiztrans-          formatoren    71     und    72, Pumpen., Zündung und  Erregung speisen kann, und einen Drehregler  7 dem Hauptnetz, sowie drei Einphasen  transformatoren 61, 62 und 63 entnommen.  Durch Verschiebung der Phasenlage der       Gitterwechselspannung    gegenüber der Ano  denspannung kann die     Gleichspannung    des  Gleichrichters stetig in bekannter Weise ge  regelt werden.

   Die bei höheren Gleichspan  nungen meist erforderliche negative     Gitter-          vorspannung    könnte grundsätzlich einer zwi-    sehen die verbundenen Sternpunkte der drei       Gittertransformatoren    und die Kathode ge  schalteten     Batterie    entnommen werden. Wegen  der geringen Lebensdauer solcher     Batterien     wird vorgeschlagen, statt dessen einen eben  falls aus dem Hauptnetz gespeisten Gleich  richter mit dem Transformator 8' und     den     Quecksilberdampf -     Glühkathodenröhren    8"  und 8"' zu benutzen, dessen Gleichspannung  durch den Kondensator     8IV    geglättet wird.

    Während des normalen Betriebes liegt nicht  die ganze an den Widerständen 8V,     8V1    und       8VII    auftretende Gleichspannung dieses  Gleichrichters, sondern der auf den Wider  stand 8V entfallende Teil über den Wider  stand 8w zwischen der Kathode und den  vereinigten Sternpunkten der Gittertransfor  matoren zur Begrenzung des     Gitterstromes,     und zum Schutz dienen die Widerstände 9'  und die Sicherungen 9".  



  Die Abschaltung wird durch Zünden des  gittergesteuerten     Quecksilberdampf    -     Glüh-          kathodenrohres    13 bewirkt. Bezieht man alle  Potentiale auf das der Kathode, so tritt be  kanntlich bei genügend hoher positiver Ano  denspannung (mehr als 15V) Zündung ein,  sobald die Gitterspannung nicht mehr ge  nügend negativ ist. Bei der vorliegenden  Schaltung liegt zwischen Anode und Kathode  ein grosser Teil der Spannung des Wider  standes     8VI,    während das Gitter über die  Widerstände     8VII    und 813 die negative, am  Widerstand     8VII    und dem     Glättungskonden-          sator    8c auftretende Spannung liegt.

   Das       Gleichrichterrohr    13 bleibt so lange gesperrt,  bis am Widerstand     8VII    eine genügende, der  negativen Spannung     entgegengerichtete    Span  nung erzeugt wird. Wenn wir diese Span  nung durch Gleichrichtung mittelst des Hoch  vakuumgleichrichters 26 und des Transfor  mators 25 von der eingangs erwähnten sekun  dären Summenspannung der Stromwandler  14 gewinnen, so wird dieses Zünden erst bei  einer bestimmten Belastung des Gleichrich  ters     bezw.    bei einer bestimmten Belastung  der drei Primärphasen auftreten, weil diese  gleichgerichtete Spannung mit zunehmender  Summenspannung wächst.

   Die genaue Ein-           stellung    des     Ansprechstromes    kann durch den       Spannungsteiler    27, die     Ansprechverzöge-          rung    durch den Kondensator 28 geregelt wer  den. Der Anodenstrom des Gleichrichter  rohres 13 fliesst in den Hilfswicklungen c  der Gittertransformatoren 61 bis 63 und be  wirkt plötzlich eine sehr hohe Sättigung  ihres Eisens. Dadurch nehmen ihre Primär  ströme stark zu, so dass wegen der Wider  stände 29 und 31 die Primärspannung an  den Gittertransformatoren (Wicklung a) und  damit die Sekundärspannung (Wicklung b)  plötzlich abnimmt.

   Gleichzeitig wird bei  passender Wahl der Widerstände 8V,     8VI     130,     8w    und 9' die negative     Vorspannung     etwa um die an 8V I liegende Gleichspannung  vergrössert. Mit der Sperrung des     Haupt-          ;#leichrichters    wird also tatsächlich sofort  begonnen.  



  Das     Wiedereinschalten    besorgt das Zeit  relais 32, dessen Schalter im stromlosen Zu  stand offen ist.     Sobald    dieser Schalter ge  schlossen ist, wird der über den Widerstand  33 entladene Kondensator 34 kurzzeitig den  bisher durch das     Gleichrichterrohr    13 fliessen  den Strom ganz aufnehmen. Da die Summen  spannung der Stromwandler sofort nach der  Sperrung des Gleichrichters zu Null     wurde,     liegt gleichzeitig am Gitter von 13 eine nega  tive Spannung, die noch durch die bei  Stromdurchgang am Widerstand 130 auf  tretende negative Spannung vergrössert wird.  Der     Ladestromstoss    des Kondensators 34 be  wirkt daher die Löschung des Rohres 13.

    Dann wird auch die Spule 3? des Zeitrelais  nahezu stromlos, so dass der Schalter in seine  offene Ruhelage zurückzukehren beginnt.  



  Der Strom in den Wicklungen c der  Gittertransformatoren nimmt wegen der  Ladezeit des Kondensators 34 nur langsam  ab, so dass die Gitterwechselspannung nur  langsam wächst und auch die vergrösserte  negative     Gittervorspannung    nur langsam ver  kleinert wird. Nach dem     Wiedereinschalten     wird also zunächst nur ein Teil der vor der  Überlastung oder der Rückzündung mit dem  Drehregler 7 eingestellten Gleichspannung  auftreten. Selbsttätig steigt sie dann rasch    auf den alten Wert. Diese     Geschwindigkeit     kann durch die Zeitkonstante des Kreises,  besonders durch den Kondensator 34 stark  beeinflusst werden. .  



  Falls der Gleichrichter durch eine Stö  rung im Belastungskreis auch nach kurz  zeitigem Abschalten noch kurzgeschlossen  wäre, so würde die Sperrung des Rohres 13  sofort wieder aufgehoben werden, weil die  Summenspannung der Stromwandler wieder  sehr hohe Werte annehmen würde. Durch  das Zünden des Rohres 13 würde die Gitter  vorspannung des Hauptgleichrichters wieder  vermehrt, die Gitterwechselspannung vermin  dert, der Gleichrichter somit abermals ge  sperrt werden. Durch passende Wahl der  Zeitkonstante des Kreises 33, 34 oder der  mechanischen Ausschaltverzögerung des Zeit  xelais 32, dessen Schalter nötigenfalls mit  einem längeren Gleitkontakt 35 versehen  werden kann, lässt sich erreichen, dass in  diesem Fall das Rohr 13 nicht wieder ge  löscht wird, der Hauptgleichrichter also  dauernd gesperrt bleibt.

   Entweder würde  nämlich der Kondensator 34 noch nicht ge  nügend weit wieder entladen sein oder der  Schalter von 32 würde überhaupt noch gar  nicht wieder geöffnet sein.  



  Das Zeitrelais 32 einschliesslich Schalter  lässt sich übrigens in einfacher Weise durch  ein weiteres gittergesteuertes Quecksilber  dampf-Glühkathodenrolir ersetzen, bei dem  durch passende Kondensatoren und Wider  stände im Gitterkreis die erforderliche Zeit  verzögerung erzielt wird.  



  Da mit wachsendem Primärstrom wegen  der     ohmschen    und     induktiven    Spannungs  abfälle in den     Zuleitungen    und im Genera  tor meist auch die Primärspannung etwas  sinkt, nimmt bei Überstrom und Rück  zündungen auch die negative     Vorspannung     des Rohres 13 ab, weil sie auch aus dem  Hauptnetz entnommen wird. Die Wirkung  der     Stromwandlersummenspannung    wird also  unterstützt. Die Ansprechzeit dieses Vor  ganges kann durch dreiphasige Ausführung  des     Vorspannungsgleichrichters    noch verklei  nert werden.

Claims (1)

  1. PATP,NTANSPB,TtCI1 Rückzündungs- und Überstrom-Schutz- anordnung für Umformungseinrichtungen mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungs- gefässen, vorzugsweise solchen mit einer aus einer Wechselspannung und einer negativen Gleichspannung zusammengesetzten Gitter spannung, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschalten der Umformungseinrichtung da durch erfolgt,
    dass der Arbeitspunkt der 141agnetisierungskurve des Steuer- bezw. Gittertransformators in das stark gesättigte Gebiet verlagert und die am Transformator liegende Spannung verringert wird. UNTERANSPRt1 CHE 1.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in Reihe mit der Primärwicklung des Steuer- bezw. Gittertransformators ein Scheinwider stand liegt und die am Transformator lie gende Spannung selbsttätig durch die Verlagerung des Arbeitspunktes der Magnetisierungskurve verringert wird. 2.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Steuer- bezw. Gittertransformator eine Gleich stromwicklung (12) aufweist, die im normalen Betrieb entweder stromlos ist oder einen nur kleinen Strombetrag führt. 3.
    Anordnung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die erforder liche Gleichstrommagnetisierung durch ein besonderes gittergesteuertes Dampf- oder Gasentladungsgefäss (13) geliefert wird, dessen Gitterkreis in Abhängigkeit von den Bedingungen des Speise- oder Verbraucherkreises derart gesteuert wird, dass unterhalb eines vorbestimmten Wer tes das Entladungsgefäss (13) gesperrt, oberhalb dieses Wertes jedoch leitend ist. 4.
    Anordnung nach Unteranspruch 2, ge kennzeichnet durch eine derartige Anord nung für die zusätzliche Gleichstrom wicklung, dass die infolge der zeitlichen Änderung des in der Gleichstromwich- lung fliessenden Stromes auftretende Spannung als zusätzliche negative Span nung in den bezw. die Gitterkreise ein gefügt wird. 5. Anordnung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass jedem Gitter kreis ein gesonderter magnetischer Weg für die transformatorische Übertragung der Steuerwechselspannung zugeordnet ist.
    G. Anordnung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die den ein zelnen Gitterkreisen zugeordneten Trans formatorwicklungen auf verschiedenen Schenkeln eines .Hernes mit freiem mag netischem Rückschluss und die Gleich stromwicklung auf dem zusätzlichen Schenkel angeordnet sind. 7. Anordnung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass für die Gleichstromwicklung (12) mindestens zwei gittergesteuerte Hilfsentladungs- gefässe mit Dampf- oder Gasfüllung vor gesehen sind. B.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass beim Ab schaltvorgang zusätzlich die an den Steuergittern der Gefässe in Reihe mit den Wechselspannungen liegende nega tive Gleichspannung vergrössert wird. 9. Anordnung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der Abschaltung ein gittergesteuertes Gas- oder Dampfentladungsgefäss (13) zum Zünden gebracht wird, welches so wohl den zur Sättigung der Gittertrans formatoren dienenden Strom liefert, als die Vergrösserung der negativen Vor spannung der Steuergitter bewirkt.
    10. Anordnung nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass parallel zu dem Entladungsgefäss (13) ein Konden sator (34) und ein ohmscher Widerstand (33) und in Reihe zu dem Entladungs gefäss (13) die Wicklung (32) eines elek tromagnetischen Relais geschaltet ist. 11. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in allen pri mären Zuleitungen des die Entladungs gefässe bezw. den Gleichrichter speisen den Transformators (2) Stromwandler (I4', 14", 14 "') und parallel zu ihren Sekundärwicklungen ohmsche Wider stände (142v', 1.12v", 142v"') geschaltet sind.
    1:). Anordnung nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass die Einrich tung (8) zur Erzeugung der negativen Vorspannung des Entladungsgefässes (l<B>3</B>) derart beschaffen ist, dass diese Vor spannung sich bei Auftreten eines Über stromes oder einer Rückzündung eben falls vermindert und somit die Zündung des Entladungsgefässes (13) erleichtert.
CH168554D 1932-03-17 1933-03-13 Rückzündungs- und Überstrom-Schutzanordnung für Umformungseinrichtungen mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsgefässen. CH168554A (de)

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