CH168694A - Strumpf oder dergleichen aus Kulierwirkware. - Google Patents

Strumpf oder dergleichen aus Kulierwirkware.

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CH168694A
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Kerekes Ilonka
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Kerekes Ilonka
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  Strumpf oder dergleichen aus     Kulierwirkware.       Die Benützungsdauer von Strümpfen oder  dergleichen aus     Kulierwirkware    wird sehr  häufig durch das Auftreten von Fallmaschen  (Laufmaschen) empfindlich abgekürzt.     Zerreisst     der Faden an einer einzigen Stelle, so gehen  meist alle Maschen auf, die innerhalb des  betreffenden     Maschenstäbchens    über und unter  der gerissenen Masche liegen, und die Lauf  masche pflanzt sich fast bis an den Rand  fort. Besonders auffällig ist dies bei Strümpfen  aus glattem Faden, wie Kunstseide oder  dergleichen, da bei diesen Fäden deren gegen  seitige Reibung zu gering ist.

   Strümpfe mit  Fallmaschen können auch durch     Aufketteln     der gefallenen Maschen nicht mehr vollwertig  gemacht werden.  



  Es sind schon viele     Mittel    versucht worden,  um das Auftreten von Fallmaschen zu ver  hüten. Man hat Strümpfe aus     Kettenwirk-          ware    hergestellt, die sich aber in der Praxis  nicht durchsetzen konnten. Die     Kettenwirk-          ware    musste zugeschnitten werden, wobei  das Zusammennähen wegen der vielen frei    endigenden Fäden verwickelte Vorrichtungen  und Verfahren erforderlich machte. Ausser  dem erwies sich die Dehnbarkeit und Elasti  zität solcher Strümpfe als unzureichend.  



  Es fehlt auch nicht an Versuchen, Strümpfe  oder dergleichen aus     Kulierwirkware    maschen  fest zu machen. Man hat versucht, Ketten  fäden in die Ware einzuarbeiten, was aber  Verminderung der Elastizität, bedeutende       Komplizierung    der Herstellungsvorrichtungen  und erhöhtes Gewicht der Ware zur Folge  hatte, ohne dass eine vollkommene Maschen  festigkeit erreicht worden wäre. Die Ketten  fäden begrenzten zwar die Ausbreitung der  Laufmasche, konnten aber ihre Entstehung  und ihr Anwachsen bis zu einer immer noch  lästigen Grösse nicht verhindern. Das Gleiche  gilt auch von den Versuchen, die unter  nommen wurden, mit der Absicht, die Aus  breitung von     Fallrnaschen    durch Verhängung  einzelner Maschen zu begrenzen.

   Bei den  bekannten     Kulierwirkwaren    dieser Art wurde  die Verhängung an einzelnen Stellen vor-           genom=men,    wodurch das Gewirke aber un  einheitlich, dabei auch etwas unelastischer  wurde und an Aussehen einbüsste. Es ist  auch vorgeschlagen worden, die Verhängung  von Maschen in jeder Reihe periodisch vor  zunehmen. Das Ziel der     Maschenfestigkeit     wurde aber auch bei der vollkommensten       hIaschenanordnung    dieser Art, deren Her  stellung schon eine ziemlich verwickelte Vor  richtung     erfordert,    nicht vollkommen erreicht.  Der Riss eines Fadens in einer solchen Ware  zieht immer noch bis zu vier Reihen in Mit  leidenschaft.

   Ausserdem bietet das Gewirke  einen uneinheitlichen Anblick und fällt gegen  über dem gewohnten gleichmässig durchschei  nenden Glanz der Strümpfe oder dergleichen  aus der üblichen     gulierwirkware    ab.  



  Alle diese Nachteile werden durch die  vorliegende Erfindung in einfacher Weise  vermieden. Der Strumpf oder dergleichen  gemäss der Erfindung besteht aus einer     Ku-          lierwirkware,    bei welcher durch jede Nadel  masche einer jeden Maschenreihe mehr als  eine selbständige hindurchgezogen ist, wäh  rend die beiden Stege jeder Nadelmasche  durch zwei sich kreuzende Nadelmaschen  der vorhergehenden Reihe zusammengehalten  werden.  



  In der Zeichnung ist als Ausführungs  beispiel das Maschenbild eines Strumpfes  oder dergleichen aus     Kulierwirkware    gemäss  der Erfindung dargestellt. Das Prinzip soll  an der Nadelmasche 1-1-1 des weissen  Fadens erläutert werden. Durch diese Nadel  masche sind die beiden     Maschen    2-2-2  und 3-3-3 des schwarzen Fadens hindurch  gezogen. Die beiden Stege 4 der weissen  Masche 1-1-1 werden, wie ersichtlich,  durch die beiden sich kreuzenden Maschen  5 und 6 der vorhergehenden Reihe zusammen  gehalten. Wie man sich leicht überzeugt,  gilt dieses Merkmal für jede einzelne Masche  der ganzen Ware.

      Ein Strumpf oder dergleichen gemäss der  Erfindung steht an Aussehen und Elastizität  einem solchen aus der üblichen     Kulierwirk-          ware    in keiner Weise nach. Eine Laufmasche  kann dabei überhaupt nicht entstehen. Da  jede einzelne Masche in der geschilderten  Weise mehrfach zusammengehalten wird,  kommt die Auflösung des Gewirkes augen  blicklich zum Stillstand. Nach Durchschnei  den des Fadens an einer Stelle und sogar  bei mehrfacher     Durchtrennung    an nahe be  nachbarten Stellen behält das Gewirke seine  ursprüngliche Form.  



  Bei durchbrochenen Wirkwaren ist es an  sich bekannt, in einzelnen Reihen die mit  durchbrochenen Reihen abwechseln, die Na  delmaschen in der beschriebenen Weise zu  verhängen; es geschieht dies jedoch zu einem  ganz andern Zweck als beim Erfindungsge  genstand, nämlich um die Verkürzung einer  oder mehrerer Reihen in bezug auf die durch  brochenen Reihen zu erzielen. Es fehlt hier  bei aber die Erkenntnis, dass durch die Ver  hängung der Nadelmaschen in der erwähnten  Weise eine maschenfeste Ware erzeugt  werden kann, und zwar im Gegensatz zu  dem genannten bekannten Verfahren auf  verhältnismässig einfache Weise.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRU Strumpf oder dergleichen aus Kulierwirk- ware, dadurch gekennzeichnet, dass durch jede Nadelmasche einerjeden Maschenreihe mehr als eine selbständige Masche hindurchgezogen ist, während die beiden Stege jeder Nadel masche durch zwei sich kreuzende Nadel maschen der vorhergehenden Reihe zusammen gehalten sind.
CH168694D 1932-04-04 1933-03-20 Strumpf oder dergleichen aus Kulierwirkware. CH168694A (de)

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