CH168885A - Anlage für den gleichzeitigen Empfang von zwei oder mehr modulierten Hochfrequenzwellen. - Google Patents

Anlage für den gleichzeitigen Empfang von zwei oder mehr modulierten Hochfrequenzwellen.

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CH168885A
CH168885A CH168885DA CH168885A CH 168885 A CH168885 A CH 168885A CH 168885D A CH168885D A CH 168885DA CH 168885 A CH168885 A CH 168885A
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  Anlage für den     gleichzeitigen    Empfang von zwei oder mehr modulierten       Hochfrequenzwellen.       Die Erfindung bezieht sich auf eine An  lage, die sich zum gleichzeitigen Empfang  von zwei oder mehr modulierten     Hochfre-          quenzwellen    eignet, deren Trägerwellen nahe       beieinanderliegen,    zum Beispiel einer zur  Übertragung stillstehender oder beweglicher  Bilder dienenden und einer zur     Übertragung     von Sprache oder Musik dienenden modulier  ten Welle.  



  Die Erfindung hat den Zweck, eine ein  fach zu bedienende Empfangsanlage für den  gemeinsamen Empfang der genannten modu  lierten     Hochfrequenzwellen    zu schaffen, bei  der die Gefahr störender     Interferenzerschei-          nungen    vermieden wird.  



  Dieses Ziel wird dadurch erreicht, dass  der Empfänger mit einem für den Empfang       sämtlicher    gleichzeitig zu empfangenden       Hochfrequenzwellen    gemeinsamen     Eingangs-          -ireis    versehen ist, und dass durch Anordnung       des        Heterodynprinzips    unter     Verwendung     eines einzigen     Oszillators    von den modulier-         ten        Hochfrequenzwellen    modulierte Mittel  frequenzwellen abgeleitet werden, und dass  ferner der Empfänger mit einer Anzahl se  lektiver Kanäle versehen ist,

   die je auf eine  der gebildeten     Mittelfrequenzen    abgestimmt       sind.     



  Für das richtige Verständnis der Erfin  dung werden einige Ausführungsbeispiele  anhand der zugehörigen     Zeichnung    näher er  läutert, wobei angenommen     wird,    dass es sich  beispielsweise um den Empfang einer Fern  seh- und einer     Rundfunkübertragung    han  delt, für welchen Fall die Anlage nach der  Erfindung vorzugsweise angewendet wird,  obwohl sich eine Anlage     nach    demselben  Prinzip auch zu andern Zwecken anwenden  lässt.  



  In     Fig.    1 ist eine Empfangsanlage dar  gestellt, bei welcher der     Antennenkreis    10       mittelst    eines     Kondensators    35 derart abge  stimmt ist, dass zwei modulierte Wellen,  deren Trägerwellen nahe beieinander liegen      empfangen werden     können.    Die eine Welle  ist entsprechend dem zu übertragenden  Bilde, die andere entsprechend der ausge  sandten Sprache oder Musik moduliert.  



  Beiden Wellen wird     eine    von einem     Os-          zillator    14 erzeugte     Hochfrequenzschwingung     überlagert und das     Frequenzgemisch    von  Detektoren 12 und 13 gleichgerichtet, so  dass in den Anodenkreisen dieser Detektoren       Mittelfrequenzströme    entstehen.

   Dem Detek  tor 12 folgt ein mehrstufiger Mittelfrequenz  verstärker A, der die mit Sprache oder  Musik modulierten     Mittelfrequenzschwingun-          gen    verstärkt und eine hinreichende Trenn  schärfe besitzt, um zu verhindern, dass die  mit den Bildströmen modulierten Mittel  frequenzschwingungen, die von dem Ver  stärker B verstärkt werden, störende Inter  ferenzen verursachen. Dem Verstärker A  folgen ein Detektor 17, ein Niederfrequenz  verstärker 18 und ein Lautsprecher 19,  welcher die niederfrequenten, elektrischen  Schwingungen in Schallschwingungen um  setzt.

   Der Verstärker B besteht aus .drei     Ver-          stärkerstuf.en    20, 2,1 und 22, die     derart    ab  gestimmt sind, dass nur das durch die Bild  modulationsfrequenz bestimmte Frequenz  band verstärkt wird. Dem Verstärker B  folgen drei besondere     Detektorröhren    23, 24  und 25, die eine zur Niedergabe des emp  fangenen Bildes dienende Kathodenstrahl  röhre 26 steuern.

   Die Intensität des auf den       Fluoreszenzschirm    217 fallenden Elektronen  bündels 27a wird durch .die     Detektorröhre     24 gesteuert, während die senkrechte und       wagrechte        Bewegung    des Elektronenbündels  über den Schirm     mittelst        zweier    senkrecht  zueinander stehender     Spulensysteme    31 und  31a erhalten wird, die von Generatoren     2$     und 30 gespeist werden.

   Der zeitweilige Ver  lauf des die Spulen durchfliessenden Stromes  hat einen     dreieckförmigen    Charakter, so dass  sich der Elektronenstrahl     27a    in geeigneter  Weise über dem Schirm 27 hin und her be  wegt.  



  Die     Synchronisierung    des Bildsenders und  des Empfängers wird     mittelst    besonders zu  diesem Zweck ausgesandter Synchronisier  t'    erhalten, die auf dieselbe Träger  welle wie die Bildströme moduliert sind und  nach Gleichrichtung durch die Detektoren  23 und     2'5    die Generatoren 2,8 und 30  steuern.  



  Um den Empfänger für den wahlweisen  Empfang verschiedener Sender einzurichten,  die je ein     Fernseh-,    sowie ein Rundfunkpro  gramm aussenden, erfolgt die Abstimmung  des Empfängers     mittelst    veränderlicher Kon  densatoren 35, 36 und 37, die     mechanisch    ge  kuppelt sind und     mittelst    eines einzigen  Knopfes 38 bedient werden.  



  Die bereits bekannten     Fernseh-    und Rund  funk-Empfangsanlagen weisen den Nach  teil auf,     dass    es nicht möglich ist, die  Intensität des einen Signals, zum Beispiel  der Bildströme, zu ändern, ohne gleichzeitig  auch die Intensität des andern Signals, zum  Beispiel der Lautstärke der Rundfunküber  tragung zu beeinflussen. Bei der vorliegen  den Anlage ist dieser Nachteil behoben und  zwar wird die Stärke der Bildströme und der       Synchronisierimpulse        selbsttätig    geregelt.  Dieser     selbsttätige    Regler besteht aus einer       Gleichrichterröhre    39, deren Gitterkreis pa  rallel zu den Gitterkreisen der Detektoren  23, 24 und 25 geschaltet ist.

   Die gleichge  richteten Ströme in dem Anodenkreis des  Gleichrichters 39 beeinflussen die negative       Gittervorspannung    der     Verstärkerröhren    der  Stufen 20 und 21 des     Mittelfrequenzverstär-          kers    B, so dass der Verstärkungsgrad des  letzteren auf bekannte Weise selbsttätig ge  ändert und eine nahezu konstante Spannung  in dem Ausgangskreis des Verstärkers B er  halten     wird.    Ist ausserdem eine     selbsttätige     Regelung der Lautstärke erwünscht, so kann  der Verstärkungsgrad des Verstärkers A auf  gleiche Weise,     wie    jener des     Verstärkers    B       geändert    werden.

   Es kann in diesem Fall     die     Einstellung des     Verstärkungsgrades        mittelst     eines von Hand zu bedienenden     Potentio-          meters    15a wegfallen. Um die     Einstellung     eines bestimmten Grades der Lautstärke zu  ermöglichen,     ist    es jedoch in diesem Fall       erwünscht,    in den Ausgangskreis des Detek  tors 17 ein     Potentiometer    einzuschalten.      Es kann in einigen Fällen die     Verstär-          kerröhre    11 fortgelassen und der Kreis 36       unmittelbar    mit dem Kreis 35 gekoppelt  werden.

    



  Um der Möglichkeit, dass der Fernseh  empfang von dem     Rundfunkempfang    gestört  wird, noch besser vorzubeugen, sind in die  Anodenkreise der Röhren 20 und 24 Reso  nanzkreise 20a und     2!3a    eingeschaltet. Der       Kreis        20a.    ist auf die Mittelfrequenz des  Verstärkers A abgestimmt, während der  Kreis 23a auf die Differenzfrequenz der  Trägerwellen für     Randfunk-    und Bildüber  tragung abgestimmt ist. Diese     Kreise    können       gewünschtenfalls    aus mehreren     gleichartigen     Elementen, wie sie in     Fig.    1 dargestellt sind,  zusammengesetzt werden.  



  In     Fig.    2 ist ein Empfänger     dargestellt,     bei dem das     Heterodynprinzip    zweimal an  gewendet     ist.    Die zweite Transformation der  Frequenz der empfangenen     Trägerwellen     wird mit Hilfe des     Oszillators        44    und der  beiden Detektoren 42 und 43 erhalten. Die  Wirkung dieser Anlage entspricht im übri  gen der in     Fig.    1 dargestellten, und die den  beiden Schaltungen gemeinsamen Teile sind  mit demselben Bezugszeichen versehen.  



  Es wurde bei den beschriebenen Anlagen  angenommen, dass die eine Trägerwelle von  den Schallschwingungen und die andere  Trägerwelle sowohl von den bei der     Bildab-          tastung    erhaltenen Strömen, als auch von den  Impulsen zum     Synchronisieren    der senkrech  ten und     wagenechten    Bewegung des Elektro  nenbündels über den Schirm der     Kathoden-          strahlröbre    moduliert wird. Ist dies nicht der  Fall und wird für jeden der     Synchronisier-          impulse    eine besondere Trägerwelle benutzt,  so kann ein Empfänger der in     Fig.    3 dar  gestellten Art angewendet werden.

   Bei diesem  Empfänger besitzt der Eingangskreis 11  eine derartige Resonanzkurve, dass der Emp  fang der vier verschiedenen Trägerwellen  möglich ist. Diese werden durch Überlage  rung einer vom Generator 49 erzeugten  Schwingung und nach Gleichrichtung durch  die Detektoren 45, 46, 47 und 48 in ver  schiedene     Mittelfrequenzschwingungen    um-    geformt und     dann        in,    den Kanälen C,<I>D, E</I>  und F jede für sich verstärkt und gleich  gerichtet.  



  In den     Fig.    1, 2 und 3 erfolgt die Tren  nung der     Rundfunkübertragung    von der  Fernsehübertragung bei der ersten Gleich  richtung, während die     Synchronisierimpulse     hinter dem zweiten Detektor von den Bild  strömen getrennt werden.

   Wie aus     Fig.    4       ersichtlich    ist, findet bei dieser     Anordnung     die     Trennung    der     Fernseh-    und der Rund  funkübertragung     hinter    der ersten     Mittel-          frequenzverstärkungsstufe    54     statt    und     die     Trennung der     Synchronisierimpulse    von den  Bildströmen erfolgt erst, nachdem diese     ge-          meinsam    niederfrequent verstärkt worden  sind.  



  Bei     einer    praktischen     Ausführung    der  Erfindung beträgt     die    Frequenz der Träger  welle für die Fernsehsendung zum Beispiel  50 000     KHz    und die der Trägerwelle     für    die       Rundfunksendung    51000     KHz,        wie    in     Fig.    5  dargestellt ist. Der Bildsender kann in diesem  Fall bis einschliesslich 500     KHz    und der  Rundfunksender bis     einschliesslich    1,0     KHz          moduliert    werden.

   Es bleibt also zwischen  den     Modulationsseitenbändern    der beiden       Sendungen    ein     Frequenzraum    von 490     KHz     übrig, während das gesamte benötigte Fre  quenzband eine Breite von 1510     KHz    hat.       Letzteres    Frequenzband wird dem Eingangs  kreis des Empfängers aufgedrückt, dessen  Impedanz die in     Fig.    7 durch die Kurve 58  dargestellte     Frequenzabhängigkeit    besitzt.

    Die von dem     Oszillator    im Empfänger er  zeugten Schwingungen haben     eine    Frequenz  von zum Beispiel 45 000     KHz,    so dass der       Mittelfrequenzverstärker    für den Bildemp  fang auf 5,000     -!-    500     KHz    und der     Mittel-          frequenzverstärker    für den Rundfunkemp  fang auf 6000   10     KHz    abgestimmt sein  muss. Die Resonanzkurven dieser Verstärker  sind durch die     Kurven    59 und 60 in       Fig.    7 dargestellt.

   Es ist erforderlich, dass  die Dämpfung des     Mittelfrequenzverstärkers     für den Bildempfang bei 6000 KM ge  nügend gross ist, so dass eine     Interferenz    mit  den     Mittelfrequenzschwingungen    für die      Schallübertragung vermieden wird. Dies kann       mittelst    der abgestimmten Mittelfrequenz  transformatoren 13a     und    .der Resonanzkreise  20a und     23a    in     Fig.    1 erzielt werden.  



  Dieselbe Empfangsanlage kann für den  Empfang einer Fernsehübertragung benutzt  werden, bei der nur     ein    einziges Seitenband  ausgesandt wird. Der Bildsender sendet zum  Beispiel in diesem Fall eine Trägerwelle von  50 500     KHz    und der     Rundfunksender    eine  Trägerwelle von<B>51000</B>     KHz    aus.

   Diese Ver  hältnisse sind in     Fig.    6 dargestellt, wobei die       Modulationsfrequenz    des Bildsenders bis ein  schliesslich 1000     KHz        moduliert    werden kann  und dennoch die ganze Breite des benötig  ten Wellenlängenbereichs gleichfalls nicht  mehr als     15e10        KHz    und der Abstand zwi  schen den beiden Seitenbändern     4490        RHz     beträgt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anlage zum gleichzeitigen Empfang von zwei oder mehr modulierten Hoehfrequenz- wellen, deren Trägerwellen nahe beieinan der liegen, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger mit einem für den Emp fang sämtlicher gleichzeitig zu empfangen den Hochfrequenzwellen gemeinsamen Ein gangskreis versehen ist,
    und dass durch An wendung des Reterodynprinzips unter Ver wendung eines einzigen Oszillators von den modulierten Hochfrequenzwellen modulierte Mittelfrequenzwellen abgeleitet werden, und dass der Empfänger ferner mehrere selektive Kanäle enthält, die je auf eine der gebil deten Mittelfrequenzen abgestimmt sind. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass an den für den Emp- fang sämtlicher gleichzeitig zu empfan genden Hochfrequenzwellen gemeinsamen Eingangskreis ein Hochfrequenzverstär- ker angeschaltet ist. 2.
    Anläge nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Kanäle einen Mittelfrequenzverstärker mit einer derartigen Frequenzcharakteristik ent hält, dass ein durch die Breite der Modu- lationsseitenbänder der durch diesen Ka nal hindurchgehenden Mittelfrequenzwel- len bedingtes Frequenzband durchgelas sen wird. 3.
    Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Abstimmung des Eingangskreises des Empfängers und des Oszillators durch einen einzigen Bedie nungshandgriff erfolgt. 4. Anlage nach Patentanspruch, zum gleich zeitigen Empfang zweier modulierter Hochfrequenzwellen, versehen mit zwei auf verschiedene Mittelfrequenzen abge stimmten Kanälen, dadurch gekennzeich net, dass in einem der Kanäle Filterkreise mit derartigen Eigenschaften aufgenom men sind, dass sowohl Ströme der dem andern Kanal zugeordneten Mittelfre quenz,
    als auch Ströme der Differenz frequenz der beiden Hochfrequenzträger- wellen in diesem Kanal unterdrückt wer den. 5. Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Amplitude der Mittelfrequenzträgerwelle in einem der Kanäle selbsttätig konstant gehalten wird, und dass beide Kanäle mit von Hand zu bedienenden Mitteln zum Regeln der mittleren Signalstärke versehen sind.
CH168885D 1931-12-26 1932-12-24 Anlage für den gleichzeitigen Empfang von zwei oder mehr modulierten Hochfrequenzwellen. CH168885A (de)

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CH168885D CH168885A (de) 1931-12-26 1932-12-24 Anlage für den gleichzeitigen Empfang von zwei oder mehr modulierten Hochfrequenzwellen.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE755062C (de) * 1935-07-12 1952-12-01 Lorenz C Ag Schaltungsanordnung zum Fernsehempfang unter Verwendung einer Zwischenfrequenzverstaerkung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE755062C (de) * 1935-07-12 1952-12-01 Lorenz C Ag Schaltungsanordnung zum Fernsehempfang unter Verwendung einer Zwischenfrequenzverstaerkung

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