Vorrichtung zum Reinigen von Bierleitungen oder dergleielien. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigexi von Leitungen, die von Bier und dergleichen enthaltenden Fässern aus gehen bezw. von Zapfhähnen und dergleichen.
Das Wesen der Vorrichtung besteht darin, dass ein Mischzylinder zwischen eine Wasser- zuführungsleitung und eine mit der zu reini genden Leitung zu verbindende Rohrleitung r)eschaltet ist, und dass ein Behälter für Che mikalien in eine von dem Mischzylinder ge- l;
ildete Kammer eingesetzt ist, während ein Einlassrohr, das mit der Wasserzuführungs- leitung verbunden ist, durch den Boden des Mischzylinders hindurch in die Kammer und in den Behälter für Chemikalien hineinreicht, dessen Wandung gelocht ist, und der ab nehmbar auf dem Einlassrolir befestigt ist.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungs gegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigt: Fig. 1 eine schematische Darstellung der an die zu reinigende Bierleitung angeschlos senen Vorrichtung, Fig. \? einen Längsschnitt durch den Mischzylinder, Fig. 3 Einzelheiten des Chemikalienbehäl ters im Querschnitt.
Mit 10 ist ein Fass bezeichnet, das Bier enthält, mit einer Luftleitung 11, die einen Hahn 12 besitzt, und die in das Fass 10 ein geführt ist. Ein Rohr 13 mit einem Hahn 14 geht vom Fass aus nach oben und besitzt ein erweitertes Ende, um das äussere Ende 16 eines T-Stückes 17 aufzunehmen. Von die sem führt das Rohr durch die Kühlschlange 18 zu einem Zapfhahn 19. Der Anschluss stutzen 20 ist mit dem Rohr 21 verbunden, das den Hahn 22 enthält. Das Rohr 21 führt mittelst des Rohres 23 und des Hahnes 24 in den Mischzylinder 25, der einen Abfluss- bahn 26 und einen Zulaufhahn 28 besitzt.
Letzterer ist am Rohr 27 angebracht, das durch das Rohr 29 mit einer Wasserzufüh- rungsleitnng in Verbindung steht. Mit 31 ist ein mit einem Hahn 32 ausgestattetes Rohr für kaltes Wasser bezeichnet. Ein Um laufrohr 29 mit einem Hahn 29' verläuft zwi- sehen dem Rohr 2 7 und dem Rohr 23 unter Umgehung des Zylinders 25.
Der Mischzylinder 25 hat einen Boden 35 und eine zylindrische Wandung 36, sowie einen abnehmbaren Deckel 34, der schraub bar mit der Wandung verbunden ist. Der Boden 35 wird mittelst .Schrauben 37 am Mantel 36 gehalten. Der Boden 35 hat in der Mitte eine Öffnung, in die eine Buchse 38 eingeschraubt ist, durch die das Rohr 39 mit seinem zugespitzten Ende 40 vom Hahn \?8 ausgehend in die Kammer des Zylinders 36 hineingeht. In dieser ist ein Zylinder 40a mit perforierter 'V#Tandung 41 angeordnet.
Der Zylinder 40a besitzt eine abnehmbare Kappe 42. Der Boden des Zylinders ist an der Wandung angeschraubt und besitzt in der Mitte eine Öffnung, durch die das Rohr ende 40 hindurchgeht. Eine Scheibe 46, in die eine Buchse 44 eingeschraubt ist, ist lös bar am Rohr 39 durch eine Stellschraube 45 verbunden. Der Zylinder 40a kann zur Rei nigung von der Scheibe 46 abgenommen wer den. In der Scheibe 46 befinden sich Ein schnitte 47, in die Arme 48 hineinreichen. Jeder Arm ist drehbar an einer Platte 49 be festigt, die am Boden des Ausschnittes 47 festgeschraubt ist.
Eine schalenförmige Un- terlegscheibe 50 ist um den Einschnitt 47 befestigt, -wobei die Arme 48 durch die Öff nung in der Mitte der Unterlegscheibe hin durchgehen. Der Umfang dieser Öffnung be grenzt die gegenseitige .Spreizbewegung die ser Arme. Eine andere ähnliche Unterleg- scheibe 51 ist an der Scheibe mittelst Schraube befestigt. An dem obern Ende der Arme 48 sind einander gegenüberliegende halbkugelförmige Schalen 52 angeordnet, und eine Schraubenfeder 53, deren Enden an den Innenseiten dieser Schalen sitzen, drängt diese Schalen auseinander.
Im Boden 43 des innern Zylinders sind in naher Entfernung vom Mittelpunkt schräg zulaufende Aus- nehmungen 54 vorgesehen. Unmittelbar über diesen befinden sich kugelförmige Ausneh- mungen 55. Beim Aufbringen des Behälters 40a auf die Scheibe 46 werden die Arme 48 in vertikaler Richtung in eine Linie mit den Ausnehmungen 54 gebracht und dann der Behälter nach unten gegen die Scheibe 46 gedrückt.
Die Schalen 52 werden dabei durch die schrägen Wandungen der Aus- nehmungen 54 gegeneinander gepresst, bis sie in die kugelförmigen Ausnehmungen 55 ein treten. Sobald dies geschehen ist, werden die Schalen durch die Feder 53 auseinander gedrückt, und der Behälter .10a ist so lösbar auf der Scheibe 46 befestigt.
Um das Rohrsystem zu reinigen, wird ein chemisches Mittel, etwa Soda, in den Behäl ter 40a getan, die Hähne 14 und 29' werden geschlossen, und die Hähne 22, 19 24, 28 geöffnet. Die Hähne 32, 33 werden beide geöffnet, wenn ein Gemisch aus heissem und kaltem Wasser gewünscht wird, sonst wird nur einer geöffnet. Das einströmende Wasser geht durch das Rohr 29, den Hahn 28, das Rohr 40 (das so konstruiert ist, dass das aus seinem Ende austretende Wasser einen Strahl im Behälter 40a bildet), verteilt das feste chemische Mittel, löst letzteres und lässt es durch die Lochungen der Wandung 41 als Lösung in die Mischkammer 25 eintreten.
Diese Lösung steigt nach oben und .geht von der Mischkammer durch das Rohr 23 in das Rohr 13 über dem Hahn 14, durch die Sehlange 18 und dann nach aussen durch den Zapfhahn 19. Nachdem das Durchfliessen lange genug gedauert hat, um die Rohre und die oben erwähnte Schlange zu reinigen, wer den die Hähne 24 und 28 geschlossen, der Hahn 29' wird geöffnet, um frisches Wasser durch diese Rohre und die Schlange strömen zu lassen, zwecks Entfernung der Reini gungslösung.
Um jenen Teilen des Rohres unter dem Verbindungsstück 17, der das Rohr 13 ent hält, zu reinigen, wird der Zapfhahn 19 ge- s 'hlossen und der Hahn 14 geöffnet. Das <I>c</I> geöffnet.
Wasser fliesst dann vom Rohr 23 durch den Hahn 14 hindurch und am untern Ende des Rohres 13 aus, nachdem das Fass 10 natürlich entfernt wurde. Wenn der Chemikalien behälter verstopft ist, wird er egereinigt, indem man zunächst den Deckel 34 vom Zy linder 36 abnimmt und dann den Behälter 40a aus dem @iisclizvliniler heraushebt. Nach dem Reinigen wird der Behälter dann wieder in der oben beschriebenen Weise in den Mischzylinder eingesetzt.