CH169037A - Verfahren zur Herstellung von Alkalinitraten aus Alkalichloriden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkalinitraten aus Alkalichloriden.

Info

Publication number
CH169037A
CH169037A CH169037DA CH169037A CH 169037 A CH169037 A CH 169037A CH 169037D A CH169037D A CH 169037DA CH 169037 A CH169037 A CH 169037A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
alkali
reaction
nitrates
process according
ammonia
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
A Dr Guyer
Anton Dr Bieler
Original Assignee
A Dr Guyer
Anton Dr Bieler
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by A Dr Guyer, Anton Dr Bieler filed Critical A Dr Guyer
Publication of CH169037A publication Critical patent/CH169037A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D9/00Nitrates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D9/08Preparation by double decomposition
    • C01D9/12Preparation by double decomposition with nitrates or magnesium, calcium, strontium, or barium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     Alkalinitraten    aus     Alkalichloriden.       Für die Herstellung von     Alkalinitraten     aus     Alkalichloriden    sind eine ganze Reihe  von Vorschlägen gemacht worden. Nach den  meisten derselben führt man das Chlorid  vorerst in Zwischenverbindungen über, welche  sodann in sekundärer Reaktion mit Salpeter  säure oder mit einem Nitrat in Reaktion  gebracht werden. Andere Verfahren wiederum  benützen     Permutite,    welche einen Austausch  des     Erdalkalimetalles    gegen Natrium ermög  lichen.

   Es ist auch vorgeschlagen worden,  Salpetersäure oder     nitrose    Gase auf die Al  kalichloride einwirken zu lassen, die entwei  chende Säure aufzufangen und das Salzge  misch sodann durch Versetzen mit Methyl  alkohol oder Ammoniak aufzuarbeiten.  



  Ferner wurde vorgeschlagen, zu Alkali  nitraten durch Umsetzung von     Alkalichloriden     mit     Erdalkalinitraten    in     wässeriger    Lösung  dadurch zu gelangen, dass man eines der  Endprodukte durch Zusätze als unlösliche  Doppelverbindung aus der Umsetzung ab  scheidet.    Alle diese Verfahren besitzen den Nach  teil, dass sie entweder nicht eine unmittelbare  ohne Zwischenreaktionen verlaufende Um  setzung des Nitrates mit dem Chlorid dar  stellen und damit umständlich sind, oder dass  saure Lösungen oder Dämpfe     auftreten    oder  grosse Mengen resultierender Lösungen und  Laugen aufgearbeitet werden müssen.  



  Gemäss der Erfindung wird nun das Al  kalichlorid mit einem     Erdalkalinitrat,    vor  zugsweise     Calciumnitrat,    in flüssigem Ammo  niak als Lösungsmittel zur Umsetzung ge  bracht.  



  Man bedient sich hierbei der bekannten  Tatsache, dass     Erdalkalichloride    bei nicht zu  hohen Temperaturen mit Ammoniak in flüs  sigem Ammoniak unlösliche Additionsverbin  dungen bilden. Das Lösungsmittel besitzt  den Vorteil, dass es leicht zugänglich ist, in  dem es meist an Ort und Stelle erzeugt wird.  Weiter ist es leicht abzudampfen und kann  auch, will man es nicht durch Verflüssigung  wieder in den Prozess zurückführen, zur Her-      Stellung von     Ammondüngern    dienen oder  aber durch Oxydation zur Herstellung des  für den Prozess benötigten     Erdalkalinitrates.     verwendet werden. Das Verfahren selbst  kann unter Druck, z.

   B. bei gewöhnlicher  Temperatur, durchgeführt werden-; man kann  es aber auch, um Druckapparaturen zu ver  meiden, bei tieferen Temperaturen, das heisst  beim Siedepunkt des Ammoniaks oder darunter  ausüben. .  



  Das     Alkalichlorid    wird in der Regel in  feinkristalliner Form zur Anwendung kommen.       Calciumnitrat    kann ebenfalls in reiner Form  als möglichst wasserfreies Salz angewendet  werden. Es ist aber auch möglich, dasselbe  kristallwasserhaltig z. B. in- der als Dünger  üblichen Handelsform oder sogar als kon  zentrierte wässerige Lösung selbst in einer  Verdünnung, wie es bei der Herstellung von  Kalksalpeter aus gewöhnlicher Salpetersäure  anfällt, zu verwenden.

   Es muss hierbei aller  dings berücksichtigt werden, dass das total  in die Reaktionslösung eingebrachte Wasser  eine gewisse praktische Grenze, die hier bei       rund        25%        1120        liegt,        nicht        überschreiten     soll, wenn man eine gewisse Menge Ca     Clz,     welches dann löslich wird, nicht als Verun  reinigung des     Natriumnitrates    in Kauf     neh-          znen    will.

   Da die Löslichkeit des     CaCh    in  wasserhaltigem Ammoniak mit der Tempe  ratur stark steigt, ist es gerade in den Fäl  len, wo mit den Salzen oder dem Lösungs  mittel Wasser in den Prozess eingeführt wird,  günstig, die Umsetzung bei möglichst tiefer  Temperatur durchzuführen.     Man    kann zum  Beispiel wie -folgt arbeiten  139 Teile Kalksalpeter, entsprechend 100  Teilen     Ca(NOs)2    werden irr 500 Teilen Am  moniak gelöst. Das reine Ammoniak kann  man bei kontinuierlichem Arbeiten teilweise  oder ganz durch die     natriumnitrathaltige     Waschflüssigkeit der vorhergehenden Opera  tion ersetzen. In die Lösung werden unter  gutem Rühren 71 Teile     Natriumchlorid    ein  getragen.

   Nach fertigem Eintragen ist die  Reaktion nach kurzer Zeit vollzogen. Das  ausgeschiedene     Ammoniakat    - des     Calcium-          chlorids    wird hierauf     abfiltriert    und mit     ca.       200 Teilen frischem Ammoniak ausgewaschen.  Aus -dem Filtrat     erhält    man durch Abdamp  fen des     NH3    und allfällig vorhandenen Was  sers die theoretische Menge     Natriumnitrat    in  kristallisierter, gut streubarer Form.  



  - Die     Wasöbflüssigkeit    wird entweder zu  sammen mit der Hauptlösung oder für sich  verarbeitet oder auch vorteilhaft als Lösungs  mittel für die nächste Operation verwendet.  Das verdampfte Ammoniak wird wieder ver  flüssigt, soweit es nicht direkt für andere  Zwecke in gasförmigem Zustand verarbeitet  werden kann. Es ist auch günstig, einen Teil  des gasförmigen Ammoniaks zur     Vorbehand-          lung    des Kalksalpeters zu verwenden, wo  durch die beim Eintragen des Kalksalpeters  in flüssiges     NHs    auftretende Lösungswärme  stark vermindert wird.  



  Aus dem als     Filtrationsrückstand    erhalte  nen     Ammoniakat    des     Chlorcälciums    kann  das Ammoniak am besten direkt auf dem  Filter durch Erwärmen ausgetrieben werden,  worauf man das     Chlorcalcium    als lockeres  Pulver erhält oder mit Wasser lösen kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Alkali nitraten aus Alkalichloriden durch Umsetzung mit Erdalkalinitraten, dadurchgekennzeichnet, dass man die Umsetzung in flüssigem Am moniak als Lösungsmittel ausführt. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man kristallwasser haltige Salze als Ausgangsstoffe verwen det, wobei der Wassergehalt in der Re aktionslösung 251/o nicht überschreitet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Ausgangs stoffe in konzentrierten Lösungen anwen det, wobei der Wassergehalt in der Re- aktionslösung 25% nicht überschreitet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ". gekennzeichnet, dass man die Reaktion unter Druck ausführt. 4. 'Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion bei so tiefer Temperatur durchführt, dass der Druck höchstens 1 at. abs. beträgt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Erdalkali- nitrate mit dem aus dem Prozess ab ziehenden gasförmigen Ammoniak behan delt.
CH169037D 1933-06-12 1933-06-12 Verfahren zur Herstellung von Alkalinitraten aus Alkalichloriden. CH169037A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH169037T 1933-06-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH169037A true CH169037A (de) 1934-05-15

Family

ID=4421214

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH169037D CH169037A (de) 1933-06-12 1933-06-12 Verfahren zur Herstellung von Alkalinitraten aus Alkalichloriden.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH169037A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2831672A1 (de) Verfahren zur herstellung von kaliummagnesiumphosphat
DE1097419B (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalipersulfaten
CH169037A (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalinitraten aus Alkalichloriden.
DE561487C (de) Verfahren zur Herstellung organischer Duengemittel
DE1902738B2 (de) Verfahren zur herstellung von kaliumsulfat und/oder syngenit
DE885638C (de) Verfahren zur Herstellung einer Vorspuelloesung fuer die Phosphatierung
DE615522C (de) Verfahren zur Herstellung von Natriumnitrat aus Natriumchlorid
DE680675C (de) Verfahren zur Reinigung von Gaswaschfluessigkeiten
DE715200C (de) Verfahren zur Gewinnung von Kalisalzen aus Loesungen
DE738894C (de) Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln aus Sulfitcelluloseablauge
AT314474B (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminiumfluorid und Kryolith
DE529601C (de) Verfahren zur Durchfuehrung doppelter Umsetzungen in fluessigem Ammoniak
DE715199C (de) Verfahren zur Gewinnung von Kalisalzen aus Loesungen
DE698009C (de) Verfahren zur Herstellung von basischen, als Duengemittel geeigneten Calciumphosphaten
DE592496C (de) Verfahren zur Zersetzung von aus Alkalisulfaten und Calciumsulfat bestehenden Mehrfachsalzen
DE281012C (de)
DE572895C (de) Herstellung von AEtznatron im Kreisprozess ueber Natriumsilicofluorid
DE749059C (de) Verfahren zum Herstellen von Monocalciumphosphat durch Aufschliessen von Rohphosphaten mit Salpetersaeure
DE953531C (de) Verfahren zur Herstellung von Kalksalpeter, reinem Monoammoniumphosphat und stickstoff- und phosphorsaeurehaltigen Duengemitteln aus Rohphosphat
AT365543B (de) Verfahren zur herstellung von fluorwasserstoffsaeure
DE607198C (de) Reinigen von Dinatriumphosphat
DE560910C (de) Kombinationsverfahren zur Herstellung von Kaliumnitrat und anderen Duengemitteln
DE555902C (de) Verfahren zur Gewinnung von Salmiak und Soda
DE557622C (de) Verfahren zur Herstellung von Guanidinphosphaten
DE510092C (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumnitrat durch Umsetzung von Kaliumchlorid mit Nitraten