CH169095A - Reinigungsmittel für Metalle und Legierungen. - Google Patents

Reinigungsmittel für Metalle und Legierungen.

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CH169095A
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  Reinigungsmittel für Metalle und Legierungen.    Gegenstand der Erfindung ist ein Reini  gungsmittel für Metalle und     Legierungen,     welches, dadurch     gel@ennzeichnet    ist, dass es  eine Legierung von     Lithium    mit. Silizium  enthält, welche einen harten, dichten     und     spröden Körper bildet, der an der Luft nicht  zerfliesst und sich bei Erhitzung im Vakuum  oder in     inerter        Atmosphäre    auf     6()0'    über  steigende Temperaturen nicht zersetzt.

   Die Rei  nigungswirkung dieses Mittels erstreckt sich  auch auf eine vorteilhafte Beeinflussung der  physikalischen und chemischen Eigenschaf  ten der behandelten Produkte und aus den  selben hergestellter Fertigprodukte. Ein Pro  dukt aus     Lithium    und Silizium ist an sich  bekannt, und zwar das     Lithiumsilizid        LieSi-.     Gegenüber dieser ausschliesslich bekannten       Verbindung,    das heisst einer Kombination  der     Komponenten    in.

       stöchiometrischeln    Ver  hältnis zeichnet sich die Legierung des     Li-          thiums    mit Silizium, welche das Reinigungs  mittel gemäss Erfindung enthält und bei  spielsweise den wesentlichen Anteil desselben    bildet, ,durch ihre relative     Beständigkeit,     leichte     Handhabungsmöglichkeit    und damit  weite     Anwendungsmöglichkeit    aus, was für  ,den vorliegenden     Anwendungszweck    von  grösster Bedeutung ist.  



  Für die Reinigung und Veredlung     voll     Metallen und Legierungen sind bereits zahl  reiche Vorschläge bekannt und die verschie  densten Verfahren im Gebrauch. Es ist z. B.  bekannt, Mangan, Silizium, Zink, Alumi  nium, Magnesium,     Phosphide,        Calciumsili-          zide,        Magnesiumsilizide,    metallisches     Li-          thium,    metallisches     Calcium,    für diese  Zwecke zu verwenden.

   Mit Stoffen, wie Man  gan, Silizium, Phosphorkupfer und der  gleichen hat man dabei betriebstechnisch und  wirtschaftlich verhältnismässig befriedigende       Erfahrungen    gemacht, so dass darauf auf  gebaute Verfahren wohl grössere Bedeutung  besitzen, dabei aber anderseits beträchtliche  Nachteile mit sich bringen. So lassen z. B.  Mangan und Silizium meist schädliche Ein  schlüsse im Stahl zurück.

   Ferner     erzeugt         man mit     Phosphorkupferzusätzen    wohl ein  Kupfer von .genügenden mechanischen Quali  täten, zu gleicher Zeit ist jedoch die elek  trische Leitfähigkeit um ein beträchtliches  gesunken.     Diese    und andere schwerwiegende  Nachteile haben :die Fachwelt angeregt, sich  dauernd     mit,dem    Problem der Verbesserung  der     Metallreinigungsverfahren    zu beschäf  tigen, wie die umfangreiche Fach- und Pa  tentliteratur dieses     Gebietes    zeigt. Man hat  in diesem Bestreben auch Stoffe, wie z. B.

    metallisches     Lithium    und metallisches     Ca.l-          cium    besonders für derartige Versuche heran  gezogen. Die     Ergebnisse    dieser Versuche  liessen, soweit sie noch nicht praktisch er  probt     -waren,    eine     Verbesserung    .der bekann  ten Methoden erwarten, haben aber nicht zu  technischer     Verwendbarkeit    unter grösseren  Erfolgen geführt.

   Insbesondere hat     es    sich  "gezeigt, dass mit derartigen Stoffen uner  wünschte     Nebenerscheinungen,    wie das Auf  treten neuer     Verunreinigungen,    Beeinträchti  gung der erforderlichen     Dichte    vergossenen       Materials        un.d    :dergleichen verknüpft sind, so       dass    zumeist mehr nachteilige Wirkungen als  nützliche oder gewünschte erzielt werden.  Nicht zuletzt hat auch     der    verhältnismässig  hohe Preis der Metalle als solcher in gedie  gener Form einer weiteren Verwendbarkeit  von     Lithium    oder z.

   B. von     Calcium    wesent  lich im Wege gestanden.  



  Es hat sich nun überraschenderweise her  ausgestellt,     dass    Legierungen des     Lithiums     mit Silizium, gegebenenfalls mit einem Ge  halt an     Lithiumsilizid,    eventuell im Gemisch  mit     Siliziden    von Komponenten des zu be  handelnden Schmelzgutes oder dergleichen  mehr bei der Reinigung geschmolzener Me  talle und     Legierungen    zu gänzlich neuen Er  gebnissen führen.    Die Anwendung selbst kann in     verschie-          ,denster    Weise geschehen.

   Vorzugsweise ge  schieht,die Einführung in Form fester Kör  per oder     Formstücke,    wobei     beispielsweise     die     Lithium-Siliziumlegierungen    in Schmelz  gutanteile, welche zu diesem Zwecke der  Schmelze vorher entnommen sind, eingebettet  oder damit verdünnt werden und durch Rüh  ren oder andere Massnahmen im untern Teil  der Schmelze verteilt werden.

       Gegenüber     .dem bisher bekannten     Lithiumsilizid        Li,Si--,     welches nach     Moissan    unter Anwendung  eines Überschusses an     Lithium    durch mehr  stündiges Erhitzen auf 400' und vorsichtiges       Abdestillieren    des     Lithiumüberschusses    zwi  schen 400 bis<B>500'</B> C im Vakuum unter       ausdrücklicher    Vermeidung einer Überschrei  tung dieser     Temperatur    erhalten wird, sind  ,die     Lithium-Siliziumlegierungen    bei Tempe  raturen oberhalb 500   und darüber hinaus  nicht     zersetzlich,

      sondern sogar oberhalb  <B>700'</B> beständig. Im übriger, sind die     Li-          thium-Siliziumlegierungen    hart,     dicht,    spröde  und zerfliessen nicht an der Luft, was die be  reits erwähnte leichte Handhabungsmöglich  keit, z. B. Aufbewahrung für verhältnis  mässig lange Zeit, und Eignung für die ver  schiedensten praktischen Zwecke mit sieh  bringt.

   Durch ihre hohe chemische Aktivität  sind sie insbesondere vorzüglich geeignet für  die Reinigung von Metallen und     Legierun-          gen.    Des weiteren sind sie ,durch ihr verhält  nismässig hohes spezifisches Gewicht und .die       verhältnismässig    hoch liegenden     Erstarrungs-          pünkte    besonders     gegenüber    der bekannten  Verbindung gekennzeichnet.

   Für nach  stehende     Legierungen    sind beispielsweise fol  gende spezifische Gewichte und     Erstarrungs-          punkte    ermittelt worden:  
EMI0002.0056     
  
    Zusammensetzung <SEP> Spez. <SEP> Gewicht
<tb>  ungefähr <SEP> 40-% <SEP> Si, <SEP> ungefähr <SEP> -60% <SEP> Li <SEP> ungefähr <SEP> 1
<tb>  <B>33</B> <SEP> 50% <SEP> " <SEP> ,> <SEP> 50% <SEP> " <SEP> 1,14 <SEP> bis <SEP> 1,18
<tb>  60,% <SEP> " <SEP> " <SEP> 40% <SEP> " <SEP> " <SEP> 1,3 <SEP> bis <SEP> 1,5
<tb>  <B>75%</B> <SEP> " <SEP> ,> <SEP> 25 <SEP> % <SEP> " <SEP> 1,7 <SEP> bis <SEP> 1,75       
EMI0003.0001     
  
    Zusammensetzung <SEP> \<B><U>1</U></B> <SEP> Erstarrnngspnnkt
<tb>  <B>i_-</B>
<tb>  ungefähr <SEP> 40 <SEP> % <SEP> Si,

   <SEP> ungefähr <SEP> 60 <SEP> % <SEP> Li <SEP> ungefähr <SEP> <B>500</B> <SEP> bis <SEP> <B>550'</B> <SEP> C
<tb>  5U% <SEP> " <SEP> 50% <SEP> " <SEP> 625 <SEP>   <SEP> <B>13</B> <SEP> C
<tb>  <B>60%</B> <SEP> " <SEP> 40% <SEP> " <SEP> <B>51</B> <SEP> 680 <SEP> bis <SEP> <B>700'</B> <SEP> C
<tb>  "
<tb>  <B>75%</B> <SEP> " <SEP> ,> <SEP> <B>25%</B> <SEP> " <SEP> " <SEP> 700 <SEP> bis <SEP> 750 <SEP>   <SEP> C       Die im     vorstehenden    gegebene Aufstel  lung der spei.

       Gewichte,    die bekanntlich zu  den typischen Eigenschaften gehören, zeigt  gegenüber der     bekannten    Verbindung     LisSi.     mit Einer ungefähren Zusammensetzung von       42/'0        Lithium    und<B>58%</B> Silizium, welche ein  spei. Gewicht von     1.,12    aufweist, in der Le  gierung 40%     Lithium    und<B>60%</B> Silizium  mit 1.,4 spei. Gewicht besonders deutlich  den vorhandenen Unterschied.  



  Zur     Feststellung    der     Eestarrungspunkte     wurden die Legierungen der     erwähnten    Zu  sammensetzung erhitzt und hierauf noch zu  verschiedenen Malen oberhalb 700   wieder  erhitzt, nach     Beendigung    der Bestimmungen  wurden keinerlei Veränderungen in der Zu  sammensetzung festgestellt. Mit andern  Worten, wie bereits erwähnt, lassen sich  <B>,</B>     -tun        -enscheinlich        keinerlei        Zersetzun-en        t'        und          keine        Abdestillation    von Komponenten fest  stellen.

   Diese Tatsache ist von besonderer Be  deutung, da. hierin ein grundlegender     Unter-          schied        gegeniiber    der bekannten Verbindung  liegt. welche sieh zersetzt.  



  Die erwähnten Eigenschaften der     Li-          thium-Siliziumlegierungen        gestatten    eine Pul  verisierung bei gewöhnlicher Raumtempera  tur oder in der Kälte durch langsame  trockene     Vermahlung.    Bei weniger langsamer       Vermahlung    tritt Funkenbildung ein. In       Stücken        lä.sst    sich das Produkt in verschlos  senen Flaschen verhältnismässig lang auf  heben.  



  Es ist nicht erforderlich, die Aufbewah  rungsgefässe zu evakuieren, was bei der be  kannten Verbindung     LiESi,    unerlässlich war.  Die einzige     Veränderung,    die bei :den     Li-          thium-Siliziumlegierungen    beobachtet wer  den kann, ist die Bildung eines     weissen    Häut  chens bei feuchter Luft, das augenscheinlich    die feste Masse vor weiteren     Angriffen     schützt. Das Produkt ist. insbesondere sicher  vor     Zerfliesslichkeit    und hat eine graue bis  graublaue Farbe.

   Die     bekannte        Lithium-          siliziumverbindung    dagegen ist     zersetzlich     und zerfällt an der Luft zu Pulver.  



  In chemischer und metallischer Hinsicht  sind die     Lithium-Siliziumlegierungen    äusserst  aktiv. Sie reagieren beispielsweise heftig  mit Wasser unter explosionsartiger Bildung  von Verbrennungsprodukten. Bei Einbringen  in Lösungen     kaustischer    Alkalien oder in  wässeriges Ammoniak wird' Wasserstoff in  Freiheit gesetzt. Bei ihrer     Verwendung    zur  Behandlung von     Schmelzbit    und Legierun  gen nehmen sie schädlichen Verunreinigun  gen ihren schädigenden Einfluss oder besei  tigen dieselben und wirken im übrigen :dabei  auch     veredelnd    durch die Verbesserung der  physikalischen und mechanischen Eigen  schaften.  



  Für die     praktische    Anwendung kommen  insbesondere solche Legierungen in Frage,  deren     Lithiumgehalt        vorzugsweise    zwischen  25 bis 75 % liegt. Die     Lithium-Silizium-          legierungen    können in mengenmässiger Hin  sicht verschiedenster Zusammensetzung sein,  als auch noch mit     Metallsiliziden,    wie z. B.  Eisensilizium, z. B.     Ferrosilizium,    Nickel  silizium oder Kupfersilizium,     Lithium-          "AlkaIi"-Legierungen    legiert sein.  



  Die Herstellung der     Lithium-Silizium-          legierungen    nach der     Erfindung    kann in  jeder geeigneten Weise erfolgen, vorzugs  weise jedoch derart,     d-ass    ein Gemisch von       Lithium    und Silizium bei zwischen     etwa    400  bis 700  , vorzugsweise über<B>600'</B> liegenden  Temperaturen in einer Kammer unter hohem  oder     praktisch        absolutem    Vakuum oder in  einer     inerten    Atmosphäre, Edelgasatmo-           sphäre,    z.

       B.    in Helium, oder beispielsweise  in einer     Lithiumatmosphäre    oder .dergleichen  der Erhitzung unterworfen wird. Das     Li-          thium    kann dabei auch in Dampfform mit  dem Silizium vermischt werden. Das Aus  sehen der Legierungen ist, abhängig von der  Menge des     Lithium-    und     Siliziumgehaltes     sehr verschieden; beispielsweise stellt es eine  Vielheit von im wesentlichen gleichen, dun  kelsilbergrauen     Kristo        llen    dar oder besteht  aus blauvioletten Massen schieferartiger  Platten.  



  Weiterhin kann Silizium auch in Form  einer     Metallsiliziumlegierung,    wie     Ferrosili-          zium,    zur Einwirkung gebracht werden. Ge  gebenenfalls kann auch ausserdem ein Metall  silizid     gewissermassen    als Verdünnungsmittel  zugesetzt werden,     so,dass    die erzeugte     Lithium-          Siliziumlegierung        gewissermassen    in ein sol  ches     Metallsilizid,    z. B.     Eisensilizid,        Kupfer-          silizid,        Nickel.silizid    oder dergleichen einge  bettet ist.  



  Schliesslich kann an Stelle des     Lithium-          metalles    auch eine     Lithiumlegierung,    insbe  sondere mit     Metallen    der     ErdalkaligTuppe     und der Gruppe der seltenen Erden mit Sili  zium vereint sein.

   Beispielsweise kann auch  eine     Legierung    aus     Lithium    mit Silizium und  mindestens einem Metall der     Alkaligruppe,     der     Erdalkaligruppe    oder der Gruppe der  seltenen Erden Verwendung finden, wobei  mindestens eines der Metalle. dessen Oxyd  basischer, nicht     amphoterer    Natur ist     und          schwerlösliche    Sulfide nicht zu bilden ver  mag, als     Silizid    vorliegt. Gegebenenfalls  kann auch in diesem Falle eine     Lithiumsili-          zid    enthaltende     Legierung    vorliegen.  



  Legierungen der genannten Art, die noch       Metallsilizide    enthalten, beispielsweise, wie  oben erwähnt, in solche eingebettet oder mit  solchen verdünnt sind, sind besonders für  metallurgische Zwecke zu     bevorzugen.     



  Das Reinigungsmittel nach der Erfin  dung kann gemäss folgenden Beispielen an  gewendet werden:  1. Zu je 100 Teilen einer geschmolzenen  Charge von. Eisen oder Stahl in einem ge  eigneten Behälter, z. B. einer Giesspfanne,    werden in geeigneter Weise etwa 2 Teile  einer Legierung von Silizium,     Calcium    und       Lithium,    wobei     Lithium    und     Calcium    zusam  men<B>50%</B> ausmachen, gegeben. Dieser Zu  satz entspricht dem allgemein als besonders  günstig in Frage kommenden Anteil. Er  kann in gegebenen Fällen jedoch auch ge  ringer sein.

   Die Zugabe der     aktiven        Li-          thium-Siliziumlegierung    zum Schmelzgut er  folgt dabei zweckmässig derart,     dass    die ge  wünschte Menge z. B. mit Hilfe eines ge  schlossenen Löffels mit seitlichen Öffnungen  oder dergleichen in die Masse tief eingetaucht  wird. Hierdurch lässt sich gleichzeitig durch  Rühren eine innige Vermischung und Ver  teilung in der besamten Masse erreichen und  dadurch eine vorzügliche     Reinigung    des be  handelten     Schmelzgutes    erzielen.

   Bei Eisen,  Stahl, Kupfer, Nickel oder Legierungen  dieser lässt sich insbesondere eine wesent  liche Erhöhung des     Flüssigkeitsgrades    der  Schmelze und damit eine erleichterte     Ver-          giessung    und schliesslich auch ein     dichterer     Guss feststellen. Des weiteren sind aber auch  die physikalischen Eigenschaften wesentlich  verbessert, und zwar beispielsweise Härte  und dergleichen.

   Auch ist die Korrosions  beständigkeit grösser und das Material frei  von Hohlräumen und     Verunreinigungen.    Bei  Nickelchrom ist besonders bemerkbar,     dass     es einen höheren elektrischen Widerstand be  sitzt und     dass    es ohne Vergüten weiterver  arbeitet werden kann, z. B. durch Walzen.  Ziehen     etc.     



  <B>.</B> Zu etwa. 100 Gewichtsteilen einer       22     Schmelze von Stahl oder Stahllegierungen  für Guss wird eine     Lithium-Siliziumlegie-          rung    oder ein Gemisch aus einer solchen  Legierung mit einer     Lithiumlegierung,    z. B.       Lithium-Cerium,    und zwar soviel,     .dass    die       Lithiummenge    1 Gewichtsteil beträgt, als  Zusatz gegeben. Der Zusatz erfolgt zweck  mässigerweise in Form eines festen     Briketts,     das mit Hilfe eines Instrumentes der erwähn  ten Art in die Schmelze eingeführt werden  kann.  



  Diese Behandlung hat zunächst eine Er  höhung des Flüssigkeitsgrades der Schmelze      zur Folge; das,     Lithium    entfernt,     bezw.    bin  det Gase und andere Verunreinigungen, wie  Sauerstoff, Schwefel, Phosphor     etc.    und da'  vergossene Metall ergibt ein     Gussstück    von  grösserer Dichte - frei von     Lunkern    und  Blasen - sowie von gleichmässigerer und  verbesserter Kristallstruktur. Als besonders  geeignet erweist sich für derartige     Anwen-          dungsfälle    der     Einschluss    der     Lithium-Sili-          ziumlegierung    in eine Hülle von z.

   B.     Eisen-          silizid,    wodurch die Handhabung wesentlich  erleichtert wird. Gegebenenfalls können  auch noch andere     Silizide,    z. B.     Caloiumsili-          zide    oder dergleichen, ferner Brikette oder  andere Formstücke aus oder mit einem Ge  halt von     Lithium-Siliziumlegierung    zugesetzt  werden.  



  3. Zur Erzielung eines verbesserten Le  gierungsstahls., z. B. Nickelchromstahls, mit       28%    Chrom und 10% Nickel, werden 700  Teile dieser     Legierung    mit etwa 0,15 Teilen  einer     Lithium    -     Calcium    - Silizium -Legierung  behandelt. Im allgemeinen zeigt sich eine       Temperaturerhöhung    im     Schmelzgut,    er  höhte Flüssigkeit, besserer Guss, verfeinerte  Kristallstruktur, erhöhter Korrosionswider  stand und dergleichen.    4. Kupfer wird mit 0,48 Teilen einer       Lithium-Strontium-Silizium-Legierung    auf  je 1200 Teile Kupfer versetzt. Die Leitfähig  keit .des Kupfers zeigt sich wesentlich er  höht.

   Ausserdem wird im     Gussstück    eine  ganz ungewöhnlich hohe Dichte, und zwar  von etwa. 8,92 bis 8,95 erreicht. Der Bruch  zeigt vorzügliche Kristallstruktur, und zwar  bei langsamer Erstarrung die     sogenannte          "sunburst"-Struktur,    die sich besonders für  nahtlose Rohre     als    sehr vorteilhaft erweist,  - und bei schneller Erstarrung die soge  nannte     "silky-Struktur",    die sehr erwünscht  ist, wenn das Kupfer     gewalzt,    und zu Draht  gezogen werden soll.

   Das Kupfer ist absolut  frei von Sauerstoff, wie durch Prüfung unter  Mikroskop bei sehr grossen Vergrösserungen  und durch Festigkeitsprüfungen,     Kerbschlag-          probe        etc.    - nach Vornahme des     Wasser-          stofftestes    bei<B>800'</B> - erwiesen worden ist.    Zu vorstehenden Beispielen ist noch all  gemein zu bemerken,     da.ss    der Zusatz an       Lithium-Siliziumlegierungen    im allgemeinen  zwischen etwa. 0,01 bis 0,5 % liegen, aber  auch geringer oder höher sein kann.

   Er hängt  im einzelnen hinsichtlich seiner Menge von  verschiedensten Umständen ab, beispiels  weise von der Höhe des     Lithiumgehaltes    im  Zusatz, dem Grad der     Verunreinigung    oder  dem Gasgehalt des Behandlungsgutes und der  gleichen.  



  Der Zusatz kann in Stufen erfolgen, da  bei können in. den einzelnen     Stufen    verschie  den zusammengesetzte Legierungen verwen  det werden oder auch die jeweils verwendeten  Legierungen in Vereinigung mit den ver  schiedensten Verdünnungsmitteln, Beimen  gungen oder dergleichen der erwähnten Art  Anwendung finden.  



  Die Behandlung metallischen Schmelz  gutes mit Reinigungsmitteln gemäss Erfin  dung führt zu Verbesserungen und Vered  lungen, die nicht nur im Schmelzgut und       Gussstücken    hieraus, sondern auch     in    den  Fertigprodukten, auch nach weiterer Ver  arbeitung sich zeigen und denselben typische  Eigenschaften verleihen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Reinigungsmittel für Metalle und Legie rungen, dadurch gekennzeichnet, dassdas- selbe eine Legierung von Lithium mit Silizium enthält, welche einen harten, dichten und spröden, an der Luft nicht zerfliesslichen Körper bildet, der sich bei Erhitzung im Vakuum oder in inerter Atmosphäre auf <B>600'</B> übersteigende Temperaturen nicht zer setzt. UNTERANSPRüCHE 1. Reinigungsmittel nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Lithiumsilizid. 2.
    Reinigungsmittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es noch ein Schwermetallsilizid aufweist. 3. Reinigungsmittel nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass es noch Eisensilizid auf weist. , Reinigungsmittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es Lithium in Legierung mit Silizium und mindestens einem Metall, dessen Oxyd basischer, nicht amphoterer Natur ist und schwer lösliche Sulfide nicht zu bilden vermag, enthält.
    5: Reinigungsmittel nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Lithiumsilizid. 6. Reinigungsmittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es aus Li- thium in Legierung mit Silizium und mindestens einem Metall, dessen Oxyd basischer, nicht amphoterer Natur ist und schwerlösliche Sulfide nicht zu bil den vermag und von diesen Metallen mindestens eines als Silizid vorliegt, be steht. 7. Reinigungsmittel nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Lithiumsilizid. B.
    Reinigungsmittel nach Patentanspruch dadurch gekennzeichnet, dass es geformt ist. 9. Reinigungsmittel nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass es mit einem Schwermetallsilizid vermengt und ge- formt ist. 10. Reinigungsmittel nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch einen Lithium- gehalt von nicht mehr als 75 %.
CH169095D 1930-07-08 1931-07-06 Reinigungsmittel für Metalle und Legierungen. CH169095A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0146830A3 (de) * 1983-12-12 1988-04-06 O.E.T.-METALCONSULT S.r.l. Zusatzstoff für Metallschmelzen sowie Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung desselben

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EP0146830A3 (de) * 1983-12-12 1988-04-06 O.E.T.-METALCONSULT S.r.l. Zusatzstoff für Metallschmelzen sowie Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung desselben

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