CH169113A - Verfahren zur Herstellung eines trockenen Produktes aus einer Flüssigkeit. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines trockenen Produktes aus einer Flüssigkeit.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines trockenen Produktes aus einer Flüssigkeit. Beim Eintrocknen von Flüssigkeiten, z. B. Emulsionen und Lösungen, zu trockenen Pro dukten, z. B. Pulvern, ist es in vielen Fällen erforderlich, die Temperatur, bei welcher die ses Eintrocknen stattfindet, möglichst niedrig zu halten, um zu vermeiden, dass während der Eintrocknung die chemischen Bestandteile der Flüssigkeit angegriffen werden und da durch die Qualität des trockenen Produktes zurückgeht. Namentlich bei der Herstellung von trockenen Produkten aus Lösungen und Emulsionen, die organischen Ursprungs sind, spielt die Temperatur oft eine sehr wichtige Rolle. Das Verfahren gemäss der Erfindung zur Herstellung eines trockenen Produktes aus einer Flüssigkeit ist dadurch gekennzeichnet, dass die einzutrocknende Flüssigkeit, zum Bei spiel eine Emulsion, in fein zerteiltem Zustand in einem luftverdünnten Raum in Berührung mit einem erhitzten, fein zerteilten festen Stoff gebracht wird, der schon beim Beginn des Verfahrens auf dem Boden des Zerstäu- bungsraumes vorhanden ist und gut gerührt wird und sich bildender Dampf fortwährend abgesaugt wird. Der feste Stoff bindet hierbei in der Regel die Flüssigkeitsteilchen durch Absorption oder Adsorption und fördert durch seine grosse Oberfläche die rasche Verdampfung der Flüs sigkeitsteilchen. Im Gegensatz zu den Zerstäubern von grause befindet sich hier also schon beim Anfang des Verfahrens pulverförmiges Material auf dem Boden des Zerstäubungsraumes. Ge mäss dem Verfahren der Erfindung kann man durch Verspritzen der einzutrocknenden Flüs sigkeit, zum Beispiel einer Emulsion, auf einen fein zerteilten festen Stoff, der erhitzt und gerührt wird, durch schnelle Verdampfung ein Pulver erhalten, so dass die Gefahr einer Zer setzung von wärmeempfindlichen Stoffen der Flüssigkeit sehr gering ist. Es ist nach der Erfindung auch möglich, als fein zerteilten festen Stoff, der erhitzt und gerührt wird und auf den die einzutrocknende Flüssigkeit ge- spritzt wird, Pulver zu nehmen, das aus der Flüssigkeit schon früher erhalten wurde, und also direkt ein Pulver als Endprodukt zu erhalten, das nicht mit Fremdstoff vermischt ist. Durch das Arbeiten in einem luftver dünnten Raum wird die Temperatur, bei der eine Verdampfung der vorhandenen Flüssig keit auftritt, reduziert, wodurch eine Zer setzungsgefahr noch herabgesetzt wird. Man hat es durch Änderung des Vakuums. in der Hand, die Eindampfung bei einer derartigen Temperatur stattfinden zu lassen, als nötig ist, um einer Zersetzung des trockenen Stoffes ganz vorzubeugen. In der holländischen Patentschrift 12889 wird ein Verfahren beschrieben, bei dem man im obersten Teil eines Turmes feste Stoffe in Pulverform ausstreut und auf diese Flüssig keiten in Form eines Spritznebels einwirken lässt, wobei man durch einen den Turm von unten nach oben.durchstreichenden Luftstrom den Fall der Teilchen möglichst verzögert. Bei diesem Verfahren wird die Flüssigkeit möglichst lange einem Strom Luft ausgesetzt, um die Reaktionsperiode zu vergrössern. In Fällen, wo aber die zu behandelnde Flüssig keit Stoffe enthält, deren chemische Zusammen setzung sich leicht unter der Einwirkung von Luft ändert, ist dieses Verfahren nicht an wendbar, wenn das Eintrocknen einer Flüssig keit ohne Änderung der chemischen Bestand teile stattfinden soll. Ausserdem -unterscheidet sich das den Gegenstand des genannten hol ländischen Patentes bildende Verfahren von dem Verfahren der vorliegenden Erfindung dadurch, dass die festen, pulverförmigen Stoffe erst bei Beginn in den Zerstäubungsraum ein geführt werden, während gemäss vorliegender Erfindung, schon am Anfang erhitzter, fein zerteilter, fester Stoff am Boden des genannten Raumes vorhanden ist. Ferner sind zwei Verfahren zum Eintrock nen von Flüssigkeiten bekannt, die zwar mit Vakuum arbeiten, jedoch sich vom vorlie genden Verfahren prinzipiell unterscheiden, Dies sind das Verfahren der Chemical und Vacuum Nachinery Cy. Inc., bei welchem die Flüssigkeit in. einem mehr oder weniger Iuft- leeren Raum gegen einen rotierenden geheizten Zylinder gespritzt und die so erhaltene Masse kontinuierlich abgeschabt wird, und das Eg- sikkator-Verfahren von Ekenberg, bei dem eine in einem mehr oder weniger luftleeren Raum rotierende, geheizte Trommel mit der Unterseite in die zu trocknende Flüssigkeit eintaucht und die Masse nach Trocknung ebenso abgeschabt wird. Der Unterschied gegenüber dem Verfahren nach vorliegender Erfindung besteht darin, dass bei diesem als Hilfsmittel für eine rasche Verdampfung neben dem Verspritzen ein vor her im Apparat vorhandener fein zerteilter, erhitzter, trockener Stoff benützt wird. Das Verfahren gemäss Erfindung eignet sich zur Herstellung mannigfaltiger Produkte, sowohl einheitlicher als gemischter Art, das heisst solcher, welche erhalten werden, wenn das von Anfang an auf dem Boden des Zer- stäubungsraumes vorhandene, erhitzte Pulver durch Eindampfung der nämlichen Emulsion oder Lösung erhalten wurde, und solcher, welche bei Anwendung eines andersartigen Bodenpulvers sich ergeben. Von den zahlreichen, so erhältlichen Pro dukten seien beispielsweise die folgenden genannt: Seifenpulver, herstellbar durch Eindampfen von Seifenlösungen, wobei der trockene, fein zerteilte Stoff auf dem Boden ebenfalls Seifen pulver ist. Seifenhaltige Mischungen werden leicht erhalten, wenn beim Eindampfen von Seifenlösüngen andere Bodenpulver, z. B. Rei nigungsmittel, wie Persil oder Radion, zur Anwendung kommen. Feste Milchsäure unter Anwendung von Hochvakuum. (Dieses Produkt schmilzt schon bei 18 C.) Mittelst des vorliegenden Verfahrens lassen sich ferner manche als Abfall- oder Neben produkte anfallende Laugen und Lösungen, die auf andere Weise schwer zu kristallisieren sind, zur Tröckne bringen. Weiter kann das Verfahren zum Nieder schlagen von Metallen aus kolloidalen Metall suspensionen auf im Zerstäubungsraume vor handene Stoffe dienen. Zur Ausübung des Verfahrens nach dieser Erfindung genügt eine einfache und daher billige Vorrichtung, weil man keine hohe Temperatur und also zum Beispiel keine Hochdruckdampfvorrichtung benötigt, wäh rend für das Vakuum ein Anschluss an das örtliche elektrische Stromnetz benutzt wer den kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines trockenen Produktes aus einer Flüssigkeit, dadurch ge kennzeichnet, dass die Flüssigkeit in fein zer teiltem Zustande in einem luftverdünnten Baum mit einem erwärmten, fein zerteilten, festen Stoff in Berührung gebracht wird, der schon am Anfang des Prozesses auf dem Boden des Zerstäubungsraumes vorhanden ist und gut gerührt wird und sich bildender Dampf fortwährend abgesaugt wird. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als erwärmter, fein zerteilter, fester Stoff, Pulver genommen wird, das von einer früheren Eindampfung derselben Flüssigkeit herrührt.
Applications Claiming Priority (1)
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