CH169113A - Verfahren zur Herstellung eines trockenen Produktes aus einer Flüssigkeit. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines trockenen Produktes aus einer Flüssigkeit.

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CH169113A
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Johan Marie Visser
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    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
    • A23C1/00Concentration, evaporation or drying
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines trockenen Produktes aus einer Flüssigkeit.    Beim Eintrocknen von Flüssigkeiten, z. B.  Emulsionen und Lösungen, zu trockenen Pro  dukten, z. B. Pulvern, ist es in vielen Fällen  erforderlich, die Temperatur, bei welcher die  ses Eintrocknen stattfindet, möglichst niedrig  zu halten, um zu vermeiden, dass während  der Eintrocknung die chemischen Bestandteile  der Flüssigkeit angegriffen werden und da  durch die Qualität des trockenen Produktes  zurückgeht. Namentlich bei der Herstellung  von trockenen Produkten aus Lösungen und  Emulsionen, die organischen Ursprungs sind,  spielt die Temperatur oft eine sehr wichtige  Rolle.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung zur  Herstellung eines trockenen Produktes aus  einer Flüssigkeit ist dadurch gekennzeichnet,  dass die     einzutrocknende    Flüssigkeit, zum Bei  spiel eine Emulsion, in fein zerteiltem Zustand  in einem luftverdünnten Raum in Berührung  mit einem erhitzten, fein zerteilten festen       Stoff    gebracht wird, der schon beim Beginn  des Verfahrens auf dem Boden des Zerstäu-         bungsraumes    vorhanden ist und gut gerührt  wird und sich bildender Dampf fortwährend  abgesaugt wird.  



  Der feste Stoff bindet hierbei in der Regel  die Flüssigkeitsteilchen durch Absorption oder       Adsorption    und fördert durch seine grosse  Oberfläche die rasche Verdampfung der Flüs  sigkeitsteilchen.  



  Im Gegensatz zu den Zerstäubern von  grause befindet sich hier also schon beim  Anfang des Verfahrens pulverförmiges Material  auf dem Boden des     Zerstäubungsraumes.    Ge  mäss   dem Verfahren der Erfindung kann man  durch Verspritzen der     einzutrocknenden    Flüs  sigkeit, zum Beispiel einer Emulsion, auf einen  fein zerteilten festen Stoff, der erhitzt und  gerührt wird, durch schnelle Verdampfung ein  Pulver erhalten, so dass die Gefahr einer Zer  setzung von wärmeempfindlichen     Stoffen    der  Flüssigkeit sehr gering ist.

   Es ist nach der  Erfindung auch möglich, als     fein    zerteilten  festen Stoff, der erhitzt und gerührt wird und  auf den die     einzutrocknende    Flüssigkeit ge-      spritzt wird, Pulver zu nehmen, das aus der  Flüssigkeit schon früher erhalten wurde, und  also direkt ein Pulver als Endprodukt zu  erhalten, das nicht mit Fremdstoff vermischt  ist. Durch das Arbeiten in einem luftver  dünnten Raum wird die Temperatur, bei der  eine Verdampfung der vorhandenen Flüssig  keit auftritt, reduziert, wodurch eine Zer  setzungsgefahr noch herabgesetzt wird. Man  hat es durch Änderung des Vakuums. in der  Hand, die     Eindampfung    bei einer derartigen  Temperatur stattfinden zu lassen, als nötig ist,  um einer Zersetzung des trockenen Stoffes  ganz vorzubeugen.  



  In der holländischen Patentschrift 12889  wird ein Verfahren beschrieben, bei dem man  im obersten Teil eines Turmes feste Stoffe  in Pulverform ausstreut und auf diese Flüssig  keiten in Form eines Spritznebels einwirken  lässt, wobei man durch einen den Turm von  unten nach     oben.durchstreichenden    Luftstrom  den Fall der Teilchen möglichst verzögert.  Bei diesem Verfahren wird die Flüssigkeit  möglichst lange einem Strom Luft ausgesetzt,  um die Reaktionsperiode zu vergrössern. In  Fällen, wo aber die zu behandelnde Flüssig  keit Stoffe enthält, deren chemische Zusammen  setzung sich leicht unter der Einwirkung von  Luft ändert, ist dieses Verfahren nicht an  wendbar, wenn das Eintrocknen einer Flüssig  keit ohne Änderung der chemischen Bestand  teile stattfinden soll.

   Ausserdem -unterscheidet  sich das den Gegenstand des genannten hol  ländischen Patentes bildende Verfahren von  dem Verfahren der vorliegenden Erfindung  dadurch, dass die festen, pulverförmigen Stoffe  erst bei Beginn in den     Zerstäubungsraum    ein  geführt werden, während gemäss vorliegender  Erfindung, schon am Anfang erhitzter, fein  zerteilter, fester     Stoff    am Boden des genannten  Raumes vorhanden ist.  



  Ferner sind zwei Verfahren zum Eintrock  nen von Flüssigkeiten bekannt, die zwar mit  Vakuum arbeiten, jedoch sich vom vorlie  genden Verfahren prinzipiell unterscheiden,  Dies sind das Verfahren der     Chemical    und       Vacuum        Nachinery        Cy.        Inc.,    bei welchem die  Flüssigkeit in.

   einem mehr oder weniger Iuft-    leeren Raum gegen einen rotierenden geheizten  Zylinder gespritzt und die so erhaltene Masse  kontinuierlich abgeschabt wird, und das     Eg-          sikkator-Verfahren    von     Ekenberg,    bei dem  eine in einem mehr oder weniger luftleeren  Raum rotierende, geheizte Trommel mit der  Unterseite in die zu trocknende Flüssigkeit  eintaucht und die Masse nach Trocknung  ebenso abgeschabt wird.  



  Der Unterschied gegenüber dem Verfahren  nach vorliegender Erfindung besteht darin,  dass bei diesem als Hilfsmittel für eine rasche  Verdampfung neben dem Verspritzen ein vor  her im Apparat vorhandener fein zerteilter,  erhitzter, trockener Stoff benützt wird.  



  Das Verfahren gemäss Erfindung eignet  sich zur Herstellung mannigfaltiger Produkte,  sowohl einheitlicher als gemischter Art, das  heisst solcher, welche erhalten werden, wenn  das von Anfang an auf dem Boden des     Zer-          stäubungsraumes    vorhandene, erhitzte Pulver  durch     Eindampfung    der nämlichen Emulsion  oder Lösung erhalten wurde, und solcher,  welche bei Anwendung eines andersartigen  Bodenpulvers sich ergeben.  



  Von den zahlreichen, so erhältlichen Pro  dukten seien beispielsweise die folgenden  genannt:  Seifenpulver,     herstellbar    durch Eindampfen  von Seifenlösungen, wobei der trockene, fein  zerteilte Stoff auf dem Boden ebenfalls Seifen  pulver ist. Seifenhaltige Mischungen werden  leicht erhalten, wenn beim Eindampfen von       Seifenlösüngen    andere Bodenpulver, z.     B.    Rei  nigungsmittel, wie     Persil    oder Radion, zur  Anwendung kommen.  



  Feste Milchsäure unter Anwendung von  Hochvakuum. (Dieses Produkt schmilzt schon  bei 18   C.)  Mittelst des vorliegenden Verfahrens lassen  sich ferner manche als Abfall- oder Neben  produkte anfallende Laugen und Lösungen,  die auf andere Weise schwer zu kristallisieren  sind, zur     Tröckne    bringen.  



  Weiter kann das Verfahren zum Nieder  schlagen von Metallen aus kolloidalen Metall  suspensionen auf im     Zerstäubungsraume    vor  handene Stoffe dienen.      Zur Ausübung des Verfahrens nach dieser  Erfindung genügt eine einfache und daher  billige Vorrichtung, weil man keine hohe  Temperatur und also zum Beispiel keine       Hochdruckdampfvorrichtung    benötigt, wäh  rend für das Vakuum ein Anschluss an das  örtliche elektrische Stromnetz benutzt wer  den kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines trockenen Produktes aus einer Flüssigkeit, dadurch ge kennzeichnet, dass die Flüssigkeit in fein zer teiltem Zustande in einem luftverdünnten Baum mit einem erwärmten, fein zerteilten, festen Stoff in Berührung gebracht wird, der schon am Anfang des Prozesses auf dem Boden des Zerstäubungsraumes vorhanden ist und gut gerührt wird und sich bildender Dampf fortwährend abgesaugt wird. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als erwärmter, fein zerteilter, fester Stoff, Pulver genommen wird, das von einer früheren Eindampfung derselben Flüssigkeit herrührt.
CH169113D 1931-11-27 1932-11-22 Verfahren zur Herstellung eines trockenen Produktes aus einer Flüssigkeit. CH169113A (de)

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