CH169275A - Selbsttätiges Stauwehr. - Google Patents

Selbsttätiges Stauwehr.

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CH169275A
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Lutz Huber
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Huber & Lutz
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  Selbsttätiges Stauwehr.    Die Erfindung bezieht sich auf ein selbst  tätiges Stauwehr, dessen um eine horizontale  Achse drehbarer Staukörper zwei zur     Fluss-          richtung    senkrecht verlaufende Wände be  sitzt, die zusammen mit den     Wangenmauern     einen     prismatischen    Raum einschliessen. Das  Wehr öffnet sich selbsttätig, wenn der Wasser  spiegel vor der     oberwasserseitigen    Staukörper  wand höher steht, als im genannten prisma  tischen Raum.  



  Bei einem der im     DRP    194077 der Klasse  84a erläuterten Wehre wird der Spiegelunter  schied zwischen Ober- und Innenwasser er  zeugt, durch eine an der Wehrwand ange  schlossene biegsame Leitung, nach dem  schweizer. Patent Nr. 106728 durch einen  festen Überfall in der     Wangenmauer.     



  Die Regelung des Innenwassers nach der  Art der beiden genannten Patente genügt  nun nicht, um bei wechselnder     Ab$ussmenge     den Oberwasserspiegel selbsttätig auf gleicher  Höhe zu halten. Um eine gute Abdichtung  an der Sohle     .,u    erhalten, muss in der Schluss-         stellung    der Staukörper einen starken Druck  auf die feste Schwelle ausüben. Um ein  Heben derselben bei geringem Ansteigen des  Oberwasserspiegels zu erzielen, sollte aber  anderseits sein Eigengewicht nahezu ausge  glichen sein. Diese beiden Forderungen lassen  sich nicht erfüllen durch Anordnung eines  Gegengewichtes nach dem schweizer. Patent  Nr. 106728, auch wenn es an einer Kurven  scheibe aufgehängt wäre, da sein Lasthebel  arm sich nicht plötzlich ändern kann.  



  Bei einer der zweckmässigen Ausführungs  formen der vorliegenden Erfindung wird die  Aufhebung des Schliessdruckes, die das Öffnen  des Verschlusses vorbereitet, bei geringer  Überschreitung des Stauspiegels bewirkt  durch Kolben, die ein- oder beidseitig in  Schächten in den     Wangenmauern    unterge  bracht sind. Wird dem Schacht durch einen  Überlauf, der auf der Höhe des normalen  Stauspiegels liegt, Wasser zugeführt, das den  Kolben belastet, so wird der Schliessdruck  durch die Wasserlast auf die Kolben aufge-      hoben und das weitere     Öffnen    des Wehr  verschlusses erfolgt nun durch den Über  druck auf die Stauwand als Folge des  Spiegelunterschiedes zwischen Ober- und  Innenwasser.  



  Der Spiegelunterschied zwischen dem zum  Beispiel durch einen Überlauf. auf der Höhe  des normalen Stauspiegels gehaltenen Innen  wasser und dem Oberwasser genügt nun aber  ohne stark anwachsenden Überstau nicht zum  Erzielen grösserer Öffnungshöhen, da mit  diesen wegen der wachsenden Wasserge  schwindigkeit und dem abnehmenden Winkel  rnass zwischen Fliessrichtung und Wand der  Wasserdruck auf diese stark abnimmt. Es  muss deshalb eine Absenkung des Innen  wassers erfolgen, die nach der vorliegenden  Erfindung bewirkt wird durch ein vom Ober  wasser gesteuertes     Auslassventil    aus dem  Innenraum.  



  Der Zulauf zum Innenraum erfolgt zweck  mässigerweise unten, um auch bei niedrigen  Oberwasserständen das Wehr schliessen zu  können. Aus diesem unten am     Verschluss-          körper    liegenden Zulauf fliesst aber bei ge  wissen Öffnungshöhen das Innenwasser in  folge der Saugwirkung des unten durch  strömenden Wassers ab. Diese Öffnung wird  deshalb vorteilhaft mit einer Rückschlag  klappe versehen, die wohl ein Zufliessen in  den Wehrraum, nicht aber ein Abfliessen aus  diesem gestattet. Das     Abfliessen    erfolgt nur  durch das erwähnte gesteuerte Auslaufventil.

    Da bei höherer Lage des genannten     Ver-          schlusskörpers    die untere     Zulauföffnung    also  nicht mehr wirksam ist, muss eine zweite  weiter oben vorgesehen werden. Da eine  Öffnung in der Stauwand selber der Ver  stopfung durch Treibkörper ausgesetzt wäre,  wird     zweckmässigerweise    das     Zuflusswasser     an - einem Ort im Oberwasser, wo möglichst  wenig Wasserbewegung und Schwimmkörper  andrang herrscht, entnommen und durch die       Wangenmauer    dem Wehrraum zugeführt.  



  Die     Abb.    1, 2 und 3 zeigen Ausführ  ungsbeispiele der Erfindung, und zwar       Abb.    1 und 2 im Querschnitt,     Abb.    3 im  Grundriss.         Abb.    1 zeigt im Querschnitt ein Stau  wehr, dessen Staukörper aus einem Sektor  mit senkrecht zur     Flussrichtung    verlaufenden,  einen prismatischen Füllraum begrenzenden  Wänden noch mit über dem Stauspiegel  liegender Achse     a    besteht.

   An seiner     unter-          wasserseitigen    zylindrischen Fläche greifen  längs den     Wangenmauern    Seile b an, die  über     Umleitrollen    c zu Kolben d führen, die  sich mit geringen Abständen von den Wan  dungen in den senkrechten Schächten e be  wegen können. Beim Überschreiten des  normalen Stauspiegels fliesst     beidseitigWasser     über den Überlauf f nach dem Schacht e  und belastet den Kolben d. Der Raum unter  jedem Kolben ist in Verbindung mit einem  Überlauf     g,    der um die Höhe h unter dem  Überlauf<I>f</I> steht.

   Die Höhe<I>h</I> wird in Be  rücksichtigung der Fläche der Kolben d so  bemessen, dass durch die Belastung der Kolben  mit der Wassersäule     li    der Schliessdruck des  Sektors ungefähr ausgeglichen wird. Würde  dieser Überlauf     g    nicht angeordnet, so würde,  wenn nach dem Abheben des Staukörpers  von der Schwelle der Stauspiegel nicht sofort  absinkt, die Belastung des Kolbens durch die  Wassersäule immer grösser und der Sektor  zu hoch gehoben.  



  Nach dein Aufheben des Schliessdruckes  erfolgt die weitere Regelung der Wehrstellung  durch ein Ventil, durch das Wasser aus dem       Sektorraum    nach dem     Unterwasser    abgelassen  wird. Nach     Abb.    1 und 3 besteht dieses  Ventil aus einem Rohr<I>i,</I> das an den Stellen<I>k</I>  gelenkig auf dem Sektor gelagert ist und die  Öffnung     l    in der zylindrischen Wand ver  schliesst. Das Rohr wird bewegt mittelst  eines Hebels<I>na,</I> der auf einer durch die  Achse a des Sektors geführten Welle auf  gekeilt ist. Am andern Ende dieser Welle  greift, wie aus     Abb.    3 ersichtlich ist, ein  Hebel n an, der durch den Schwimmer o  betätigt wird.

   Beim Überschreiten des Stau  spiegels fliesst dem Schwimmerschacht über  den Überlauf f Wasser zu, der Schwimmer  wird gehoben und das Ventil     geöffnet.     



  Die zur Achse des Sektors exzentrische  Lage des Gelenkpunktes b bewirkt, dass durch      die     Aufwärtsbewegung    des Sektors das Ven  tilrohr<I>i</I> sich der     Öffnung        l    nähert, der Aus  laufquerschnitt also gedrosselt wird. Dadurch       kommt    die Bewegung des Sektors zum Still  stand, bis durch weiteren     Zufluss    zum  Schwimmerschacht ein neuer Impuls zum       Öffnen    des Ventils eintritt. So wird ein       Überregulieren    und damit ein Pendeln des       Sektorkörpers    um die hydrostatische Gleich  gewichtslage vermieden.  



  In     Abb.    2 ist ein     Sektorwehr    im Schnitt  dargestellt, dessen Stellung durch die Füllung  und Entleerung     eines    besonderen Behälters  im     Sektorraum    geregelt wird. Der zweck  mässig zylindrische Behälter     q    wird durch  das Ventil r nach dem     Unterwasser    entleert,  wobei durch ein bis über das Innenwasser  geführtes Rohr s Luft nachströmt.

   Wird das  Ventil     t        geöffnet,    so füllt sich der Behälter  aus dein     Sektorraum.    Die Betätigung der  Ventile     r    und<I>t</I> erfolgt in gleicher Weise  wie nach     Abb.    1 durch ein von einem  Schwimmer gesteuertes Hebelgestänge. Die  Anordnung nach     Abb.    2 bezweckt, ein stän  diges Durchströmen von     Wasser    durch den       Sektorrautn    als Folge des Spiegelunterschiedes  zwischen Ober- und Innenwasser zu vermei  den. Der Innenwasserspiegel steht nach     Abb.    2  gleich hoch wie der Oberwasserspiegel.

   Die  Bewegung des Sektors wird bewirkt durch  den Auftrieb des mehr oder weniger gefüllten  Behälters.  



  In     Abb.    1 ist die mit einer Rückschlag  klappe versehene untere Eintrittsöffnung     ic     ersichtlich. Die obere Zuleitung zur Speisung  des     Sektorraumes    ist aus     Abb.2    und im  Grundriss aus     Abb.    3 ersichtlich. Der Einlauf  erfolgt bei v an einer Stelle hinter der     Wan-          geamauer,    wo kein Zuströmen von Schwimm  körpern zu befürchten ist, der Zulauf     2o    zum       Sektorraum    über der höchsten Stellung, bis  zu der das Wehr selbsttätig regulieren soll.

    Bei einer Hebung des Staukörpers um     2/3     der normalen Stauhöhe fliesst nahezu gleich  viel Wasser ab wie bei voller Öffnung, so    dass sich eine weitergehende selbsttätige  Wirkung des Wehres erübrigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selbsttätiges Stauwehr mit einem um eine horizontale Achse drehbaren Staukörper aus zwei zur Flussrichtung rechtwinkligen, einen prismatischen Füllraum begrenzenden Wänden, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserlast im Staukörper geregelt wird durch ein von einem durch das Oberwasser beeinflussten Schwimmer gesteuertes Ventil, wobei der Gelenkpunkt eines die Schwimmer bewegung übertragenden Hebels so angeordnet ist, dass durch die Hebung des Staukörpers ein Schliessen des Ventils erfolgt, das Ganze derart, dass das Wehr sich selbststätig öffnet, wenn der Wasserspiegel,
    vor der ober- wasserseitigen Staukörperwand höher steht, als im prismatischen Füllraum. UNTERANSPRÜCHE: 1. Selbsttätiges Stauwehr nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Staukörper beim Überschreiten des nor malen Stauspiegels durch einen oder meh rere in einem Schacht auf- und abbeweg- liche Kolben entlastet wird, wobei der Raute unter dem Kolben mit einem Über lauf in Verbindung steht. 2. Selbsttätiges Stauwehr nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das vom Schwimmer gesteuerte Ventil den Abfluss aus einem im Staukörper unter gebrachten Behälter regelt. 3.
    Selbsttätiges Stauwehr nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Einlauf zum Staukörper mit Rückschlag klappe unten in der oberwasserseitigen Staukörperwand und ein zweiter Zulauf durch die Wangenmauer mit Wasserent nahme an einer Stelle ausserhalb der Strö mung angeordnet ist.
CH169275D 1932-07-16 1933-07-13 Selbsttätiges Stauwehr. CH169275A (de)

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