CH169288A - Verfahren zur Herstellung von Zement, insbesondere Portland- und Tonerdezement. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zement, insbesondere Portland- und Tonerdezement.

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CH169288A
CH169288A CH169288DA CH169288A CH 169288 A CH169288 A CH 169288A CH 169288D A CH169288D A CH 169288DA CH 169288 A CH169288 A CH 169288A
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  Verfahren zur Herstellung von Zement, insbesondere     Portland-    und     Tonerdezement.       In der     Portlandzement    - Herstellung ist  bisher der     Drehrohrofeu,    in der Tonerde  zement-Herstellung der elektrische Ofen der  gebräuchlichste Ofentyp. Schachtöfen und  Ringöfen haben in viel geringem Masse An  wendung gefunden. Bei all diesen Verfahren  sind die Kosten für die Erzeugung der not  wendigen Wärme noch verhältnismässig hoch.  Um hier zu sparen, wurde mit den Abgasen  z. B. von     Drehrohröfen    die Beschickung schon  vorgewärmt oder     vorgebrannt,    oder es wurde  die Wärme zur     Aufheizung    der Verbren  nungsluft verwendet.

   Diese Arbeitsweisen  bedeuten jedoch keine restlose Lösung des       Problemes    der Erniedrigung des Wärmever  brauches. Günstiger stellt sich die Wärme  wirtschaft der     Portland-    oder     Tonerdezement-          Herstellung    bei. Verwendung von -feststehen  den oder wandernden Rosten, auf denen die  aus einer Mischung von Rohstoffen und  Brennstoff bestehende Beschickung zunächst  gezündet und dann durch     Hindurchsaugen       oder     Hindurchdrücken    von Luft gesintert  wurde.

   Es war indessen     schwierig,    die Er  hitzung auf dem     Verblaserost    so auszu  führen, dass ein gleichmässiges     und    gut ge  branntes Erzeugnis gewonnen     werden    konnte.  



  Diese Schwierigkeiten lassen sich dadurch  beheben,     da13    das Brennen auf dem Verblase  rost wiederholt     wird,    d. h. das in einem ersten  Brennverfahren gewonnene Gut wird auf  eine geeignete Korngrösse     zerkleinert,    mit  Brennstoff gemischt und erneut auf dem     Ver-          blaserost    behandelt. Man kann zu einem hoch  wertigen Erzeugnis auch dadurch -gelangen,  dass der aus den Rohstoffen     und    Brennstoff  bestehenden Beschickung des     Verblaserostes     noch wesentliche Mengen des fertiggebrann  ten, z. B. auf Korngrössen von unter 10 mm       zerkleinerten    Gutes beigemischt werden.  



  Diese unter Benützung eines     Verblase-          rostes    ausgeführten     Zementbrennverfahrei     haben einen wesentlich höheren     thermischen     Wirkungsgrad als die eingangs erwähnten      bekannten Verfahren. Auf .dem     Verblaserost     verbrennt nämlich der Brennstoff innerhalb  der Beschickung.

   Dabei ist die Zone, inner  halb der der     Brennstoff    verbrennt und die     Sin-          terung    der Ausgangsstoffe zu Zement erfolgt,  immer nur ein Bruchteil der gesamten     Be-          schiclzungshöhe.    Diese Zone wandert allmäh  lich, und zwar in dem Masse, wie der Brenn  stoff aus den an der gezündeten Oberfläche  liegenden Schichten fortschreitend aufgezehrt  wird, von der gezündeten Oberfläche der Be  schickung nach der gegenüberliegenden Ober  fläche, aus der die durch die Beschickung ge  führten, z. B. gesaugten Gase austreten.

    Durch diese Gase werden die unterhalb der       Brennzone    liegenden Teile der Beschickung  gut vorgewärmt, und es geben die Verbren  nungsgase ihre Wärme weitgehend     zur        Vor-          wärmung    der Beschickung ab.

   So kommt es,  dass die     Verbrennungsgase    zu Anfang des       Verblasens    mit     etwa    40=ö0   aus der Be  schickung austreten und erst gegen Ende des       Verblasens    eine höhere     Temperatur    anneh  men, die indessen meist nicht über etwa  200   C steigt, insbesondere, wenn beim Saug  zugverblasen der     Verblaserost    mit einem Be  lag von     kleinstückigem    fertiggebranntem  Klinker bedeckt ist (Rostbelag), der     zum     Schutz des Rostes vor zu hoher Erhitzung  dient. Nur ein Bruchteil der Abgase hat dem  nach eine     Temperatur    um 200' C.

   Die darin  enthaltene Wärme kann gegebenenfalls noch  ausgenutzt werden, z. B. für die     Vorwärmung     der Verbrennungsluft für den Zündofen oder  zum Vorwärmen der Charge oder für andere  Zwecke.  



  Die bereits     fertiggebrannte        Klinker-          Schicht,    die schon kurze Zeit nach der Zün  dung unter der gezündeten Oberfläche der       Beschickung    entsteht und deren Stärke all  mählich zunimmt, dient im weiteren Verlauf  des Verfahrens zur     Vorwärmung    der Ver  brennungsluft, so dass diese schon kurze Zeit  nach erfolgter Zündung mit ziemlich hoher  Temperatur in die eigentliche     Brennzone    ein  tritt.

       Auf    diese Weise ist es möglich,     beim          Brennen    auf dem     Verblaserost    innerhalb der       Brennzone        Temperaturen    von 1400--1700' C    bequem zu erreichen. . Der     Brennprozess    ver  läuft also sehr schnell und bei hohen Tempe  raturen. Der Klinker verlässt weitgehend ab  gekühlt den Wanderrost; während die     durch-          schnittliche    Abgastemperatur kaum<B>100'</B>  überschreitet, so dass     praktisch    die ganze,  durch den Brennstoff erzeugte Wärme im       Brennprozess    selbst aufgebraucht wird.

   Fer  ner     treten    bei dem Zementbrennen auf dem       Verblaserost    diejenigen Wärmeverluste nicht  auf, die bei den bekannten Verfahren durch  Erhitzung des Ofenmauerwerkes und der  gleichen bedingt sind.  



  Hierdurch erklärt sich u. a. auch, dass der  Wärmeverbrauch beim Zementbrennen auf  dem     Verblaserost    sehr niedrig     wird.    Z. B.  ist es gelungen,     Portlandzement    aus     schlamm-          förmigen    Ausgangsstoffen     mit    einem Wärme  aufwand von 1000 bis 1200 Cal. für 1 kg  Klinker zu erzeugen. Man kann also mit 11  bis 20% Brennstoff, bezogen auf     Klinker,     auskommen, während man z. B. bei einem  Dickschlamm verarbeitenden Drehofen mit  einem Brennstoffverbrauch von mindestens  25 % und mehr zu rechnen hat.

   Für die Her  stellung von     Tonerdezement    werden beispiels  weise nicht mehr als 800 Cal. pro kg Klinker       benötigt.    Dabei ist es keineswegs erforder  lich,     wie    beim     Drehrohrofen    einen hoch  wertigen Brennstoff zu verwenden, vielmehr  lassen sich mit gutem Erfolg auch     minder-          vrertige,        aschareiche    Brennstoffe, z. B. auch  bituminöse Schiefer und dergleichen be  nutzen. Der     Aschegehalt    dieser Brennstoffe  ist selbstverständlich bei der Zusammen  setzung des Rohmehls zu     berücksichtigen.     



  Bei den     Verblaseverfahren        lfnnen    in  dessen noch Schwierigkeiten durch Ent  inischung der Beschickung auf dem Rost und  durch Winddurchbrüche auftreten. Indessen  ist es möglich, diese Schwierigkeiten in allen  Fällen zu     beseitigen    und zu einem besonders       hochwertigen    Erzeugnis zu gelangen da  durch, dass die Beschickung nach besonderen  Gesichtspunkten zusammengesetzt und für  das     Verblaseverfahren    vorbereitet     wird.    Es  wurde nämlich gefunden, dass das Verblasen  am gleichmässigsten verläuft und ein sehr      lochwertiges Erzeugnis liefert, wenn die Be  schickung auf 1 Gewichtsteil feine Ausgangs  stoffe.

   das sind die für die     Portland-    oder       Tonerdezement-Herstellung    verwendeten fein  gemablenen Rohstoffe,     0,8-g,5    Gewichts  teile     I@.ückgut    enthält. Zweckmässig wird  ausserdem dafür Sorge getragen, dass das  fertige Gemisch (den erforderlichen Brenn  stoff eingerechnet) unter 20 %, z. B. 10 bis  15 % Feuchtigkeit enthält. Stellt man die  Mischung der Beschickung für den Verblase  rost in dieser Weise her, so nimmt sie einen  körnigen oder krümeligen Zustand an, der  einen besonders gleichmässigen Durchgang  der     Verblaseluft    durch die Beschickung ge  währleistet.

   Durch den zweckmässigsten       Feuchtigkeitsgehalt    wird ausserdem ver  mieden, dass die durch die Mischung erzeug  ten Körner und     Krümel    während des     Ver-          blasens    zerfallen.  



  Auch auf die Art der Herstellung des Ge  misches kommt es an. Die Körnung der Mi  schung aus Ausgangsstoffen, Rückgut und  Brennstoff wird nämlich am gleichmässigsten  und luftdurchlässigsten, wenn die Ausgangs  stoffe oder mindestens ein Teil derselben in  Schlammform der     Mischung    beigegeben wer  den (das Gemisch kann aber auch auf andere  Art hergestellt, das Ausgangsgut z. B. als  trockenes Rohmehl in die Mischung einge  führt. werden).  



  Der schlammförmige Zustand der Aus  gangsstoffe kann auf verschiedene Weise       berbcigeführt    werden, z. B. lässt sich der in  bekannter Weise hergestellte Dünnschlamm  oder Dickschlamm ohne weiteres verwenden.  Auch nach dem     Halbnassverfahren    gewon  nene Ausgangsstoffe sind verwendbar. Man  kann aber auch die Rohstoffe durch Trocken  mahlen vorbereiten und das Rohmehl  mit Wasser oder wässerigen Lösungen in  Schlamm überführen.         Z-#x-eckmässig    ist es, mit den schlamm-         förmigen    Ausgangsstoffen schon die ganze  erforderliche Flüssigkeit oder     mindestens     einen grossen Teil derselben in die Mischung  einzubringen.    Wird z.

   B. ein Dickschlamm mit 3-6       Wasser    verwendet. der auf 156 Gewichtsteile  Schlamm etwa 100 Gewichtsteile trockene  Substanz enthält, so kann sich die Aufgabe  mischung für den Saugrost beispielsweise wie  folgt zusammensetzen:  
EMI0003.0017     
  
    156 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Dickschlamm
<tb>  <B>18,8</B> <SEP> Rückgut
<tb>  1.2 <SEP> Koksgrus.            Diese     enthält etwa 15,7  Wasser. Der Brennstoffverbrauch - bezogen  auf produzierten Klinker - ist hierbei     etwa     18 %. In manchen Fällen genügt es, wenn nur  ein Teil der Ausgangsstoffe in Schlammform  verwendet wird.

   So ist es zum Beispiel mög  lich, für die     Portlandzement-Herstellung    nach  dem Verfahren gemäss der Erfindung den  Ton in Schlammform, den Kalkstaub und das  Rückgut trocken zu verwenden oder umge  kehrt.  



  Das Rückgut wird zweckmässig in Kör  nungen unter     ewa        1O    mm verwendet, z. B.  in einer Körnung unter 6 mm, was sieh  ebenfalls günstig auf die Gleichmässigkeit  der     illischung    und die Luftdurchlässigkeit  der Beschickung auswirkt.  



  Die Zugabe des Brennstoffes zu der  Mischung kann auf verschiedene Weise er  folgen. Man kann den Brennstoff, z. B. der  fertigen     Mischung    zusetzen, so dass er in der       Beschickung    des     Verblaserostes    in der Haupt  sache zwischen den einzelnen Körnchen oder  Krümeln der Mischung liegt. Es ist aber auch  möglich, ihn während der Mischung beizu  fügen oder dem Schlamm oder dem Rückgut  vor der Mischung zuzusetzen. Besonders     in     den beiden letzten Fällen gelangt er dann in  die einzelnen Körnchen oder Krümel, aus  denen die Beschickung besteht.

   Er liegt ziem  lich gleichmässig verteilt in den Schichten,  die die Oberfläche der einzelnen Körner oder  Krümel bilden, so dass die Wärmeüber  tragung von dem     verbrennenden    Brennstoff  auf das zu brennende Gut sehr     vorteilhaft     wird.  



  Zweckmässig kann es in manchen Fällen  sein, zwei oder mehrere Schichten auf den           Verbläserost    aufzubringen, wobei eine jede  Schicht Ausgangsstoffe, Rückgut und Brenn  stoff in verschiedenen Mengen und     Gewichts-          verhältnissen    enthält. Da z. B. beim     Saug-          zugverfahren    die untern Schichten der Be  schickung besser vorgewärmt werden, können  sie weniger Brennstoff oder Rückgut ent  halten, und es ist auf diese Weise möglich,  noch etwas an Brennstoff     zu,    sparen.  



  Die Höhe der Beschickung auf dem Rost  soll nicht zu hoch gewählt werden. Es  empfiehlt sich, sie unter 40 cm zu halten.  die besten Ergebnisse in bezug auf Hoch  wertigkeit des Erzeugnisses und Durchsatz  leistung wurden mit Beschickungshöhen er  halten, die zwischen 20 und 30 ein betrugen.  Auch der Druck     bezw.    Unterdruck, mit dem  die     Verbrennungsluft    durch die Beschickung  geführt wird, spielt eine gewisse Rolle. Es  empfiehlt sieh,     beim        Saugzugverblasen    den       Upterdruck    in den unter dem Rost liegenden  Saugkästen nicht höher als unter 120 cm  Wassersäule zu wählen.  



  Eine für das Verfahren gemäss der Erfin  dung geeignete Einrichtung ist beispielsweise  in der Zeichnung schematisch dargestellt:  Die Behälter 1, 2 und 3 dienen zur ge  trennten Aufnahme von Brennstoff, Dick  schlamm und Rückgut. Diese Stoffe werden  aus den drei Behältern in dem erfindungs  gemäss vorgeschriebenen Gewichtsverhältnis  einer Mischvorrichtung 4 zugeführt. Aus  dieser gelangt die fertige Mischung in den       Aufgabebunker    5 des Wanderrostes 6. Aus  dem Bunker 15 wird zunächst auf den  Wanderrost, der im Falle der Zeichnung nach  Art eines     Lurgi-Sinterrostes    ausgebildet ist,  eine     Rostbelagschicht    von etwa 10-20 mm  Höhe, bestehend aus gebrochenem Klinker,  aufgebracht.  



  Darauf wird aus dem Bunker 5 die  Mischung in der jeweils geeigneten Höhe  aufgegeben. Die Beschickung wandert unter  dem     Zündofen    7     hinweg    und wird dort an  ihrer     Oberfläche    gezündet.     Gleichzeitig    wird       mittelst    des Gebläses 8 Luft durch die Be  schickung gesaugt. Die Verbrennungsgase,  die aus der Beschickung austreten, strömen    aus den Saugkästen 10 durch die Leitung 9  und das Gebläse 8 zur Esse 16.

   Der Wander  rost     bewegt    sich mit einer solchen Geschwin  digkeit, dass der     Brennvorgang    jeweils bis  zum Rost vorgeschritten und beendet ist,  wenn die einzelnen Rosteinheiten sich über  die Hinterkante     lOa    des Saugkastens     bezw.     des letzten     Saugkastens    hinweg bewegen. Am  Ende des Wanderrostes wird das     Sintergut     abgeworfen. Es fällt von dem Wanderrost  auf den Brecher 17, in dem es auf     geeignete     Stückgrösse zerkleinert wird. Das     Brechgut     gelangt auf die Siebvorrichtung 11, die z. B.  als     Vibrationsrinne    ausgebildet ist. Die An  ordnung und Wahl der Siebe ist z.

   B. so  getroffen, dass das Brechgut in drei Korn  klassen getrennt wird, von denen die erste       etwa    unter 6-10 mm, die zweite     etwa    zwi  schen 6-10 und 20-25 und die dritte etwa  über 20-25 mm liegt. Die Kornklassen unter  etwa 6-10 mm werden bei 14 ausgetragen  und als Rückgut verwendet. Die Korngrössen  zwischen     etwa    6-10 und 20-25 mm, die  bei 13 ausgetragen werden, dienen als Rost  belag. Das grobe Korn gelangt auf den  Stapelplatz oder in die Mahlanlage und wird       auf    Zement verarbeitet.  



  Bei der eben beschriebenen Anlage fallen  im Vergleich zu einer     Drehrohrofenlage          Kohlenstaubmühle,    Kühltrommel,     Abgasver-          wertungsvorrichtung    und dergleichen fort.  



  Der Betrieb kann beliebig unterbrochen  werden, z. B. ist es möglich, nur während  einer Schicht am Tage zu arbeiten. Als  Brennstoff kann jeder Abfallbrennstoff, z. B.       Abfallkoksgrus    Verwendung finden. Der  Brennstoff braucht nicht gemahlen zu wer  den, soll aber nach Möglichkeit     eine    Kör  nung unter 3 mm aufweisen. Die erfindungs  gemäss hergestellten Klinker (sowohl     Port-          land-,    als auch     Tonerdezementklinker)    lassen  sich leicht brechen.  



       Reparaturen,    die einer     Neuausmauerung     eines     Zementdrehrohrofens    entsprechen wür  den, fallen vollkommen fort und somit auch  die dadurch bedingten     Betriebsstillstände.     Die Betriebsübersicht insbesondere beim           Saugzugsinterverfahren    ist     nunmehr    sehr  einfach. Die Anlagekosten sind     bedeutend     niedriger als die einer entsprechenden Dreh  rohrofenanlage. Bei dem Verfahren gemäss  der Erfindung ist es fernerhin möglich, die  Zementrohstoffe auf eine niedrige Sinter- und  Schmelztemperatur einzustellen, oder solche  Zemente zu sintern, deren Schmelzpunkte  verhältnismässig niedrig sind, wie z.

   B. bei       eisenoxydreichen    Zementen aller Art, z. B.  Kühlzement oder     Eisentonerdezement.    Beim  Drehofen war dies nur in beschränktem Masse  möglich wegen der Gefahr der Ansatz  bildung.  



  Das Verfahren gemäss Erfindung wird  nach den gleichen vorstehend dargelegten       Gesichtspunkten    durchgeführt, einerlei, ob       Portlandzemente    aller Art, z. B. auch weisser       Portlandzement    oder     Tonerdezement    oder  andere Sonderzemente hergestellt werden  sollen. Für alle Zementsorten lässt sich der  gleiche Ofen, vorzugsweise der Saugrost, ver  wenden.

   Die Basis der Zementrohstoffe kann,  was die Kalkseite anbetrifft, dabei auf Gips  oder (und) Kalk und     Hochofenschlacke    und  (oder) Mergel beruhen, und es können als     ton-          erde-    und     eisenoxydhaltige    Komponenten ent  weder Ton oder     Hochofenschlacke    oder  Bauxit oder Asche oder Eisenerze und der  gleichen oder Mischungen aus zwei oder  mehreren dieser Stoffe verwendet werden.

    Unterschiede zwischen der     Portland-    und       Tonerdezement-    und     Sonderzementherstellung     gemäss der Erfindung     bestehen    lediglich im  Brennstoffaufwand und in dem Mischungs  verhältnis der Ausgangsstoffe mit dem  Rückgut, welche natürlich der jeweiligen  Natur der Ausgangsstoffe angepasst werden  müssen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Zement, insbesondere Portland- oder Tonerdezement, durch Brennen der Ausgangsstoffe auf fest stehenden oder wandernden Rosten, wobei die für das Verfahren erforderliche Wärme durch Verbrennung des der Beschickung beige mischten Brennstoffes mittelst durch die ge- zündete Beschickung hindurchgesaugter oder hindurchgedrückter Luft erzeugt wird, da durch gekennzeichnet, dass die Beschickung für den Verblaserost aus einem Gemisch der feinen Ausgangsstoffe mit Rückgut und Brennstoff besteht, das auf 1 Gewichtsteil Ausgangsstoffe 0,8-2,5 Gewichtsteile Rück gut enthält, wobei die Mischung von Aus gangsstoffen und Rückgut in der Weise er folgt,
    dass das Gemisch unter \?fl ö Feuchtig keit enthält. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Ausgangs stoffe bei der Mischung in Schlammform angewendet werden, derart, dass sie min destens den grössten Teil der für das Ge misch erforderlichen Feuchtigkeit liefern. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein Teil der Ausgangsstoffe in schlammförmigen Zu stande angewendet, der Rest in staub- förmigem oder feinkörnigem Zustand zu gegeben wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Mischung aus Ausgangsstoffen, Rückgut und Brennstoff unter 1.5 % Feuchtigkeit ent hält. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Rückgut in Körnungen verwendet wird, die unter 6 mm liegen. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der in Kör nungen unter 3 mm angewendete Brenn stoff der fertigen, in eine körnige oder krümelige Form übergeführten Mischung von Ausgangsstoffen und Rückgut zu gesetzt wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Brenn stoff in den schlammförmigen Ausgangs stoffen enthalten ist. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Brennstoff dem Rückgut beigemischt wird. B. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Brennstoff bei der Mischung von Ausgangsstoffen und Rückgut zugegeben wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Be schickung für den Rost aus mehreren übereinanderliegenden Schichten besteht, die unter sich verschiedene Brennstoff und Rückgutgehalte aufweisen. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass die Höhe der Beschickung unter 40 cm beträgt. 11. Verfahren nach Patentanspruch I, mit Saugluftverwendung, dadurch gekenn zeichnet, dass der Unterdruck in den Saugkästen auf unter 120 cm Wasser säule eingestellt ist.
    PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch Mischeinrichtungen für die verschiedenen Bestandteile der Beschickung, durch einen Wanderrost mit Aufgabevorrich- tungen für die Mischung, durch dem Wander rost nachgeschaltete Brecher für das ge brannte Gut und glassiereinrichtungen für das gebrannte und gebrochene Gut, wobei die Brech- und Klassiereinrichtungen so ausge bildet sind, dass sie die für die Beimischung zur Beschickung erforderlichen Mengen Rückgut liefern.
    UNTERANSPRUCH: 12. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die glassier- einrichtung als Siebrinne ausgebildet ist.
CH169288D 1933-04-04 1933-04-26 Verfahren zur Herstellung von Zement, insbesondere Portland- und Tonerdezement. CH169288A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE19727979A1 (de) * 1997-07-01 1999-01-07 Rheinische Kalksteinwerke Verfahren zur Herstellung von Tonerdezement

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19727979A1 (de) * 1997-07-01 1999-01-07 Rheinische Kalksteinwerke Verfahren zur Herstellung von Tonerdezement
DE19727979C2 (de) * 1997-07-01 1999-09-02 Rheinische Kalksteinwerke Verfahren zur Herstellung von Tonerdezement

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