CH169357A - Verfahren zur Herstellung von organische Stoffe enthaltenden Mischungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von organische Stoffe enthaltenden Mischungen.

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CH169357A
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Cie G M B H Henkel
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Henkel & Cie Gmbh
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  Verfahren zur Herstellung von organische Stoffe enthaltenden     Mischungen.       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Herstellung von organische     Stoffe    enthalten  den Mischungen, bei dem man ausser minde  stens einem andern organischen Stoff Alkohol  äther verwendet, die aus 2- oder 3wertigen  niederen     aliphatischen    Alkoholen und höheren       Alkylresten    gebildet sind und die allgemeine  Formel R     #    0     #    R' (OH)., aufweisen, wobei R  einen höheren     Alkylrest,    R' einen niederen       aliphatischen    Rest bezeichnet und X minde  stens 1 ist.  



  Gegebenenfalls kann auch der höhere Al  kylrest R eine freie     Hydroxylgruppe    oder  dergleichen enthalten.  



  Als für den vorliegenden Zweck besonders  geeignete Alkoholäther haben sich die höhe  ren     Alkylmonoglyzerinäthei#    herausgestellt, so  beispielsweise der     Dodecylmonoglyzerinäther,     der     Tetradecylmonoglyzerinäther,    der     Ilexa-          decylnionoglykoläther    und ähnliche Verbin  dungen.  



  Man kann mit diesen     Alkoholäthern    bei  spielsweise     überfettete    Seifen, ferner Rasier  cremen, Pasten, Hautcremen, kosmetische    Präparate, Pomaden und ähnliche Emulsionen,  wie Poliermittel, Bohnermassen und derglei  chen herstellen. Die Herstellung dieser Massen  kann in einfacher Weise erfolgen, indem man  zu irgend einem beliebigen Zeitpunkt während  der üblichen Zubereitung der Massen diesen  die gewünschten Mengen der Alkoholäther  einverleibt. Beispielsweise können die Alko  holäther den Ausgangsmaterialien beigemengt  oder etwaigen als Zusatz verwendeten Lö  sungsmitteln beigegeben werden.  



  Man kann nach dem Verfahren der Erfin  dung in äusserst einfacher Weise beständige  Seifen, Pasten und dergleichen erhalten, die  die Fähigkeit besitzen, der lebenden Haut,  Haaren, Leder usw. eine ausgezeichnete Ge  schmeidigkeit zu verleihen oder diese günstig  zu beeinflussen. Insbesondere haben sich ge  mäss der Erfindung gewonnene     überfettete     Massen zur Pflege der menschlichen Haut  als geeignet erwiesen.  



  Gegenüber andern für ähnliche Zwecke  bereits vorgeschlagenen Stoffen besitzen die  erfindungsgemäss verwendeten Alkoholäther      den Vorzug der     Geruchlosigkeit    und     Unver-          seifbarkeit.    Ferner lassen sie sich infolge ihres  niedrigen Schmelzpunktes sehr leicht verrei  ben. Bei Seifen ruft der Zusatz dieser Al  koholäther eine beträchtliche Vergrösserung  der Schaumbeständigkeit hervor.  



       Rasiercremen        mit        etwa        30-        40        %        Fett-          säuregehalt    bilden bei Zusatz von 5-10 %  der angegebenen Alkoholäther, beispielsweise  des     Dodecylmonoglyzerinäthers,    der sich als  besonders geeignet erwiesen hat, eine weiche,  sahnige Masse, deren Konsistenz sich beim  Lagern nicht ändert. Durch den Zusatz der  Alkoholäther wird das Schaumvermögen des  Seifenansatzes erhöht; der Schaum selbst ist  von feinblasiger Struktur. Die Wirkung dieser  Rasiercreme auf die Haut ist erfrischend und  ohne jede Reizung.  



  In     Toiletteseifen    können die Alkoholäther  an Stelle des Wollfett- oder     Kaseinzusatzes     treten; dabei können sie     vorteilhafterweise    in  grösserer Menge als andere Zusätze einpiliert  werden, da das Schaumvermögen der Seife  nicht gestört, sondern gefördert wird.  



  In Hautcremen vermögen diese Alkohol  äther weitgehend     Stearinseifen    zu ersetzen.    <I>Beispiele:</I>  <I>1.</I>     Herstellung   <I>einer</I>     Rasiercreme.     



  Der aus einem für Rasiercremen üblichen       Fettansatz        gewonnenen        Seifencreme        von        38        %          Gesamtfettgehalt        werden    8     %        Dodecylmono-          glyzerinäther    von der Formel         C12H25        #   <B>0</B>     #        CH2        #   <B>CH (OH)</B>     #        CH20H       zugesetzt.

   Man erhält eine sahnige Creme von  ausgezeichneter Konsistenz, die sich auch  beim Lagern nicht ändert. Im Gebrauch er  gibt die Creme einen sonst nicht erreichbaren,  ausserordentlich beständigen Schaum. Die mit  dieser Rasiercreme behandelte Haut zeigt  nach dem Rasieren nicht wie sonst das un  angenehme Gefühl der Sprödigkeit, sondern  ist durch die Behandlung sehr geschmeidig  geworden.  



  <I>2.</I>     Herstellung   <I>einer</I>     pilierten   <I>Seife.</I>  



  Man mischt normalen     Grundseifenspänen     5     %        Tetradecylmonoglyzerinäther        vor        dem       Pilieren zu und verarbeitet in üblicher Weise.  Man erhält eine     Toiletteseife    von schön ge  schmeidigem     Griff,    die beim Waschen einen  sehr beständigen, sahnigen Schaum entwickelt.  Sie eignet sich besonders gut zum Waschen  empfindlicher Haut.  



  <I>3.</I>     Herstellung   <I>einer Gesichtscreme.</I>  



  75 Gewichtsteile wässeriges Glyzerin       (200%ig)    werden mit 1,5 Teilen     Kaliumstearat     versetzt und auf 70 - 80 0 erwärmt; dazu  werden<B>28,5</B> Teile     Glyzerinmonododecyläther,     die bei der gleichen Temperatur geschmolzen  sind, unter gutem Rühren zugefügt. Das Rüh  ren wird bis zum Erkalten fortgesetzt. Man  erhält eine ausgezeichnete Gesichtscreme.    <I>4.</I>     Herstellung   <I>einer</I>     Toilettecreme.     



  20 Gewichtsteile     Glyzerinmonododecyl-          äther    werden mit einem Gewichtsteil     Triäthan-          olaminoleat,    14 Teilen weissem     Vaselinöl    und  15 Teilen Walrat zusammengeschmolzen. Die  erhaltene Schmelze wird nach und nach unter  gutem Rühren in 50 Gewichtsteile Wasser,  das auf 70 0 erwärmt ist, eingerührt. Man  setzt darauf das Rühren bis zum Erkalten  fort und erhält eine ausgezeichnete Toilette  creme.  



  <I>5.</I>     Herstellung   <I>eines Seifenpulvers.</I>  Einem Waschmittel von der     Zusammen-          setzung:        44        %        Reinseife,        20        %        Soda,        10        0%          Natriumperborat,

      2     %        Wasserglas        und        24        %     Wasser werden in einer beliebigen Phase der  Herstellung 2     0%    der Gesamtmasse an Mono  dodecyläther des Glyzerins beigemischt. Man  erhält ein Waschmittel, das beim Gebrauch  einen ausserordentlich gleichmässigen und be  ständigen Schaum liefert und in weitgehen  dem Masse wegen der überfettenden Wirkung  des beigemischten Äthers das Durchwaschen  der Hände verhindert.  



  <I>6.</I>     Herstellung   <I>einer</I>     Bohnerrnasse.@     10 Gewichtsteile     Glyzerinmonooctadecyl-          äther,    2,5 Teile     Carnaubawachs,    5 Teile       Ozokerit    naturgelb und 17,5 Teile Paraffin  (Schmelzpunkt 50-520) werden bei 80 bis  <B>900</B> geschmolzen. In die Schmelze werden      35 Gewichtsteile Lacktest -Benzin     (Flamm-          ?unkt        31")    eingerührt.

   Darnach wird die       Wachslösung    wieder auf<B>800</B> gebracht und  in dünnem Strahl unter kräftigem Rühren in       -ine    ebenfalls auf<B>80"</B> C erwärmte Lösung  von einem Gewichtsteil     Natriumsalz    des Öl  säureesters der     a-Ogyäthan-p-sulfonsäure    in  39 Teilen Wasser eingerührt. Unter weiterem  Rühren wird die entstandene Emulsion auf  <B>550</B> C abgekühlt und dann in Dosen abge  füllt. Nach dem Erkalten bildet die Emulsion  eine salbenartige Bohnermasse von ausgezeich  neter Homogenität.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von organische Stoffe enthaltenden Mischungen, dadurch gekennzeichnet, dass man ausser mindestens einem andern organischen Stoff Alkoholäther verwendet, die aus 2- oder 3wertigen niede ren aliphatischen Alkoholen und höheren AI- kylresten gebildet sind und die allgemeine Formel R # 0 - R' (OH), aufweisen, wobei R einen höheren Alkylrest, R' einen niederen aliphatischen Rest bezeichnet und X minde stens 1 ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Alkoholäther höhere Alkylmonoglyzerinäther verwendet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Alkoholäther Dode- cylmonoglyzerinäther verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Herstellung der Mi schung Seifen verwendet werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass kosmetische Fettpräpa rate hergestellt werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Hautcremen hergestellt werden. G. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Rasiercremen hergestellt werden. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Pomaden hergestellt werden. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Bohnermassen hergestellt werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Poliermassen hergestellt werden.
CH169357D 1932-07-04 1933-05-26 Verfahren zur Herstellung von organische Stoffe enthaltenden Mischungen. CH169357A (de)

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