CH169359A - Abdichtungsvorrichtung an Saugkasten von Papiermaschinen oder dergleichen und Verfahren zu ihrer Herstellung. - Google Patents

Abdichtungsvorrichtung an Saugkasten von Papiermaschinen oder dergleichen und Verfahren zu ihrer Herstellung.

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CH169359A
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Lederfabrik Jos Poe Rohrbacher
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Lederfabrik Jos Poe Rohrbacher
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  Abdichtungsvorrichtung an Saugkasten von Papiermaschinen oder dergleichen  und Verfahren zu ihrer Herstellung.    Bisher wurden die mit den Sieben oder  Filzen in Berührung stehenden Teile der  Saugkasten von Papiermaschinen aus Holz  hergestellt.  



  Es hat: sich aber gezeigt, dass die Reibung  der über den Saugkasten laufenden     Siebe    in  folge der stets vorhandenen Feuchtigkeit eine  rasche Zerstörung der Holzbestandteile her  beiführt. Neben der durch die Zerstörung der  Holzbestandteile auftretenden     Undiahtheit     und somit. verminderten     Saugwirkung    be  wirkt das Holz eine vorzeitige Abnutzung  oder Schädigung der     Papierba-hnträger,    zum  Beispiel -der kostspieligen Siebe.  



       Gegenstand    der Erfindung ist eine Ab  dichtungsvorrichtung an Saugkasten von Pa  piermaschinen oder dergleichen, bei der zu  mindestens .die mit dem     Papierbahnträger    in       Berührung    stehenden Flächen aus Leder be  stehen, sowie ein Verfahren zur     Herstellung          dieser    Abdichtungsvorrichtungen,     welches       darin besteht,     dass    das Leder zunächst der  Länge nach aus einzelnen Teilen zu Streifen  zusammengesetzt wird, diese Streifen auf  gleiches Profil gebracht und ,

  durch     Aufeinan-          .derlegung    und Verbindung mit in gleicher  Weise hergestellten     Streifen    auf die ge  wünschte Stärke gebracht werden.  



  Die mit dem     Papierbahnträger    (Siebe,  Filze) in Berührung stehenden Abdichtungs  flächen werden     zweckmässig    aus einem gegen  die     Feuchtigkeit    und die reibende Tätigkeit  der Siebe,     bezw.    Filze widerstandsfähigen,  imprägnierten und     gehärteten    Leder her  gestellt, vorzugsweise aus mit Massen aus  Paraffin, Stearin, Harzen,     bezw.    deren Ge  mischen unter Anwendung von     urärme,     Druck oder     Vacuum,        bezw.    unter Kombina  tion dieser Massnahmen behandeltem Leder.  



  Auf der Zeichnung ist die Abdichtungs  vorrichtung in mehreren Ausführungsbei  spielen     veranschaulicht;    anhand derselben      wird auch das Verfahren beispielsweise er  läutert.  



       Fig.    1 zeigt einen     Querschnitt    durch  einen Saugkasten mit     rostförmig    angeordne  ten Abdichtungsleisten;       Fig.    2 bis 7 sind     Schnitte    durch Abdich  tungsleisten verschiedener Bauart und Form;       Fig.    8 ist ein Querschnitt eines Saug  kastens mit     kappenförmigem    Abschluss     ge-          gen.den        Papierbahnträger;          Fig.    9 ist ein.

   Querschnitt durch einen  Teil einer andern     Ausbildung    der     Abdich-          tungsvo:rrichtung;          Fig.    10 ist eine Draufsicht gemäss     Fig.    9.  Der an einer Saugleitung a angeschlos  sene Saugkasten b     ist    in üblicher Weise mit  einem Rost c abgedeckt, über den das Sieb d       hinweggeführt    ist.  



  Beim Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1  bestehen die einzelnen Raststäbe e aus meh  reren übereinander oder     nebeneinander    an  geordneten Lederstreifen<I>h, h'</I>     (Fig.    4, 5, 6).  Sie können aber auch, wie     Fig.    2,     ä    und 7  zeigen, aus Lederstreifen<B>ff</B> und einem mit  diesen verbundenen Unterteil g zusammen  gesetzt sein.  



  Wenn die zur Verfügung stehenden Le  derteile kürzer als die     Siebbreite    sind, wer  den sie, zweckmässig durch     Kitten,    zunächst  ,der Länge nach miteinander vereinigt,     so-          ,dann    auf durchgängig gleiches Profil ab  gerichtet und erforderlichenfalls mit in glei  cher Weise hergestellten Teilen bis zum Er  reichen :der gewünschten Stärke (zweckmässig  durch     Kitten    mit     Zelluloseesterlösungen)     vereinigt.  



  Bei der Herstellung der Abdichtungsteile  hat es sich bewährt, das Leder zuerst in die  den Abdichtungsteilen zu gebende Form zu  bringen und hierauf zu imprägnieren,     bezw.     zu     härten.        Dieser    Vorgang empfiehlt sich ins  besonders     :dann,        wenn    ,die     Abdichtungsteile     aus mehreren miteinander zu verkittenden  Elementen zusammengefügt werden.  



       In,    manchen     Fällen.    ist es vorteilhaft, die  zusammengesetzten Lederteile erst nach ihrer  Vereinigung zum vollen     Querschnitt    auf die  genaue Stärke und Breite     abzurichten,    wobei    vor der Vereinigung eine     teilweise    Impräg  nierung und nach     :der    endgültigen Abrich  tung eine zusätzliche     Imprägnierung        bezw.     Härtung vorgenommen werden kann.  



  Wenn     Lederteile    mit Unterlagen, zum  Beispiel aus Holz, vereinigt werden, ist es  zweckmässig, diese Vereinigung mittelst  wasserunlöslicher     Kitte        vorzunehmen,    um  die Siebe schädigende     Befestigungsmittel    zu  vermeiden, wodurch die     Abnutzung    des Le  ders     bis    zur Unterlage möglich ist. Die durch  den     Kitt    zu vereinigenden Flächen können  zweckmässig     aufgerauht    werden.

   Ein weiterer  Vorteil der Vereinigung     von.    Leder mit Un  terlagen besteht darin,     dass    die ganze     Abdich-          tungsvorrrichtung    durch Vereinigung ledig  lich ihrer Unterlage mit bereits vorhandenen  Bestandteilen der     Saugkasten    erfolgen kann.  



  In Fällen, in denen die     Abdichtungsteile     auf vorhandenen     durchfeuchteten.    Bestand  teilen des     Saugkastens    befestigt werden  sollen, ist es. zweckmässig, zuerst eine dünne  Materialschicht (z. B. Lederstreifen,     trocke-          nesi    Holz     und    dergleichen) auf dem Saug  kasten zu befestigen und mit deren trockener  Oberfläche     dieAbdichtungsvorrichtung    durch       Kitten    zu vereinigen.  



  In manchen Fällen ist es vorteilhaft, die  Abdichtungsteile nach ihrer     Vereinigung    mit  imprägnierfähigen Unterlagen, wie zum Bei  spiel Holz, gemeinsam mit diesen zu im  prägnieren, oder     -die    Imprägnierung der Un  terlage allein. oder nach ihrer Vereinigung       mit,dem    Lederbelag durchzuführen.  



  Die     als    Abdichtungen wirkenden Rost  stäbe     können        zweckmässig        auswechselbar    mit  den Saugkasten     bezw.    mit an denselben be  reits vorhandenen     Unterlagen    verbunden sein.  



  Bei der Ausführung nach     Fig.    6 und 7  sind die den Sieben zugewendeten Flächen  ,der Leisten abgerundet, zum Beispiel durch  Pressen in diese Form gebracht, wodurch  eine Schonung der Siebstösse bewirkt wird.  Bei Abdichtungen, bei denen Leder     in    mehr  fach miteinander verbundenen Lagen Ver  wendung findet, können die Lederstreifen  auch in schräger Schichtung     gelagert    sein.

        Bei Benützung von Filzbahnen an Stelle  der Siebe ist der Saugkasten i     (Fig.    8) mit  einer Kappe j, zweckmässig ebenfalls aus zu  bereitetem     Leder    versehen, in welcher ober  halb des Saugschlitzes<I>k</I> Lochungen<I>l</I> ange  ordnet sind, durch welche Flüssigkeit     bezw.     Luft aus dem auf dem     Papierbahnträger        @in     befindlichen Papierstoff abgesaugt wird.  Jener Teil der     Lochungen        L        bezw.    des Saug  schlitzes k, .der von der Filzbahn m nicht be  deckt wird, ist durch Schieber     n        abdeckbar.     



  Bei der     Ausführungsform    nach den     Fig.     9 und 10, die zur Abdeckung     bei    grossen  Spannweiten dient, ist eine Abdichtungs  platte     verwendet,,die    aus mehreren Schichten       h.,        h'    zusammengesetzt und auch mit einer  Unterlage, zum Beispiel aus Sperrholz o, ver  sehen ist. Die Platte besitzt in Reihen an  geordnete, gegeneinander versetzte Löcher     l     von solcher     Verteilung,    dass die ganze Fläche  des     Papierbahnträgers    unter Saugwirkung  gelangt.

   Die Abdichtungsplatte kann zum       Beispiel        mittelst    Schrauben. q auf etwa be  reits vorhandenen hölzernen Abdichtungs  platten p befestigt werden.  



  Die Ausführungsform nach     Fig.    9 und  10 ist     insbesonders    für Papiermaschinen mit  rasch laufendem     Papierbahnträger    geeignet.  



  An Stelle starrer Unterlagen, zum Bei  spiel einer     Sperrholzplatte,    eignen sich auch  weiche. biegsame Materialien, wie Faser  stoffe, weiches     Leder    und dergleichen. Solche  Unterlagen für Abdichtungsplatten besitzen  dann ebenfalls, Lochungen, die jedoch zweck  mässig kleiner sind. Durch solche Unterlagen  wird die Festigkeit der Abdichtungsplatte  selbst erhöht.  



  Zur Befestigung der Abdichtungsteile an  Saugkasten oder dessen Abdichtungsvorrich  tungen ist es vorteilhaft, die Unterlagen  (z. B. Leder, Holz,     Metall)    breiter als die mit  dem     Papierbahnträger    zusammenwirkenden       Lederteile    zu halten und     Befestigungsmittel,     wie     Schrauben    und dergleichen, lediglich an  diesen Teilen anzuordnen. Es ist auch vorteil  haft, die hervorragenden     Teils    der Unter  lagen umklappbar auszuführen und eine Be  festigung dieser heruntergeklappten Teile,    zumindest an der .der Zugrichtung des Papier  bahnträgers (z. B.

   Siebe)     entgegengesetzten     Breitseite der     Saugkasten    vorzunehmen. Auf  diese Weise kann eine Befestigung ohne  jedwede     Schädigung    der mit dem Papier  bahnträger zusammenwirkenden     Lederteile     erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Abdichtungsvorrichtung an Saugkasten von Papiermaschinen oder dergleichen, da durch gekennzeichnet, dass zumindest die mit dem Papierbahnträger in Berührung stellen den Flächen aus. Leder bestehen. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Abdichtungsvorrichtung nach Patentan spruch I, gekennzeichnet durch einen Lederbelag auf einer aus: Holz bestehen den Unterlage, die mit den übrigen Teilen des Saugkastens verbunden ist. 2.
    Abdichtungsvorrichtung nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Lederteile die Form von Leisten be sitzen. 3. Abdichtungsvorrichtung nach Patentan spruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus .dem Leder belag und seiner Unterlage bestehenden Teile die Form von Leisten besitzen. 4. Abdichtungsvorrichtung nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass .die vom Papierbahnträger bestrichenen Flächen abgerundet sind. 5.
    Abdichtungsvorrichtung nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ,die mit dem Papierbahnträger zusam menwirkenden Teile eine den Saug kasten nach oben begrenzende Decke bil den, welche mit verteilten Lochungen für den Durchtritt der aus der Papierbahn abzusaugenden Flüssigkeit und Luft ver sehen ist. 6. Abdichtungsvorrichtung nach Patentan spruch I und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lederdecke mit einer ihre Festigkeit erhöhenden, die An- bring-ung auf ,den Saugkasten erleich ternden Unterlage versehen ist.
    7. Abdichtungsvorriehtung nach Patentan spruch I und Unteransprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Leder decke mittelst wasserunlöslicher Kitte mit,der Unterlage verbunden ist. B. Abdichtungsvorrichtung nach Patentan- spruch I und Unteransprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Unter lage breiter als die mit ihr verbundene Lederdecke ist. 9. Abdichtungsvorrichtung nach Patentan spruch I und Unteransprüchen 5, 6 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Randteile ,der Unterlage umklappbar aus gebildet sind.
    PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung einer Abdich tungsvorrichtung nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, .dass das Leder zu nächst der Länge nach aus einzelnen Teilen zu Streifen zusammengesetzt, dies, auf glei ches Profil gebracht und durch Aufeinander- legung und Verbindung mit in gleicher Weise hergestellten Streifen auf die ge- wünsehte Stärke gebracht werden. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 10.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass1 die genaue Abrichtung der Lederstreifen erst nach ihrer Vereinigung auf die gewünschte Stärke, vorgenommen wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch 1I, da .durch gekennzeichnet, f.ass die Leder streifen nach ihrer Vereinigung wasser dicht imprägniert werden. 12. Verfahren nach Patentanspruch 1I, und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeich net, @dass die Lederstreifen nach ihrer Vereinigung gehärtet werden.
    <B>13.</B> Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Leder streifen vor ihrer Vereinigung einer vor läufigen und nach der endgültigen Form gebung einer zusätzlichen Imprägnierung unterworfen werden. 14. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass Unterlagen aus imprägnierfähigem Material nach ihrer Vereinigung mit den Lederteilen einer wasserdichten Imprägnierung un terworfen werden. 15.
    Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass Unterlagen aus imprägnierfähigem Material gemein sam mit den Lederteilen einer wasser dichten Imprägnierung unterworfen werden.
CH169359D 1932-07-20 1933-07-03 Abdichtungsvorrichtung an Saugkasten von Papiermaschinen oder dergleichen und Verfahren zu ihrer Herstellung. CH169359A (de)

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