Stallvieh-Futterstand mit als Flügeltüren ausgebildeten Trogseheidewänden. Zur Durchführung der Einzelfütterung von Vieh in Ställen sind in den letzten Jahren verschiedene Stallsysteme bekannt geworden, deren einfachstes und in den Alpenländern verbreitetstes aus einem auf einem Sockel aufgebauten, durchlaufenden niederen Futter trog aus Beton besteht, dessen Wände durch Holzwände erhöht und durch Querbretter in die einzelnen Futterabteilungen unterteilt sind. In der den Tieren zugekehrten Längswand befinden sich entsprechende Ausschnitte für den Hals der Tiere.
Da diese Futtertröge schwer zu reinigen sind und die Tiere jeder zeit zu denselben Zutritt haben, so dass sie zeitweise vorne, den Kopf im Innern des Futterstandes, zeitweise rückwärts stehen, was zur Folge hat, dass der Mist nicht immer hinter dem Liegeplatz anfällt, wurde bereits vorgeschlagen, die Trennungswände zwischen den einzelnen Trogabteilungen als Flügeltüren auszuführen, so dass sie aus der Unterteilungs stellung durch eine Drehung um 90 vor die Ausschnitte geklappt werden können, wodurch einerseits die Tiere genötigt sind, ausser den Fresszeiten zurückzustehen, anderseits der durchlaufende Trog von den Querwänden freigemacht und so leicht gereinigt werden kann.
Bei den bekannten Ausführungen mussten die Türen einzeln angehoben, hierauf ver- schwenkt und sodann in Vertiefungen, die sie in der umgeklappten Abschlussstellung sichern, wieder herabgelassen werden. Eine andere bekannte Lösung begnügt sich damit, bloss Fortsetzungen der Zwischenwände des Troges bildende Klappen, also bloss Tren nungswände über dem Trog, verschwenkbar zu machen, deren Bewegung in die Verschluss und Offenstellung gemeinsam mittelst einer Zugstange erfolgt, durch deren an einem Ende erfolgende Verriegelung auch die Sicherung der Klappen in der jeweiligen Endstellung bewirkt wird.
Bei dieser Lösung bleibt die Reinigung des Troges erschwert und ist die Sicherung der Klappen in den Endstellungen nicht zuverlässig.
Die vorliegende Erfindung benützt als Flügeltüren ausgebildete Trogscheidewände, die ohne Anheben gemeinsam mittelst einer an ihnen angelenkten Absperrstange schwenk bar sind. Die Erfindung ist in der besonderen Anlenkung der Türen am Troge und in der äusserst einfachen und dabei zuverlässigen Sicherung der Flügeltüren sowohl in der Offen-, als auch in der Sperrstellung gelegen.
Erfindungsgemäss sind die als Trogscheide- wände dienenden, ohne Anheben schwenk baren Türen an einer in den Trog vorspringen den vordern Erhöhungswand des letzteren angelenkt und sowohl in der Futterstellung, als auch in der Absperrstellung durch einen Keil gesichert, wobei dieser in der Absperr stellung die allen Türen gemeinsame Absperr stange an einem Ende fixiert.
Für die Ab sperrstellung kann noch eine zusätzliche Sicherungseinrichtung vorgesehen sein mit Hakenstangen, welche zwischen einer Er höhungswand der hintern Trogwand und der Absperrstange kniehebelartig verspreizt wer den können. Zur Vervollständigung des -Ab haltens der Tiere vom Futtertrog kann noch an Halteeisen für die vordere Erhöhungswand des Troges in entsprechender Höhe eine durchlaufende Holmstange befestigt sein, die es ermöglicht, die Türen niedriger zu halten, ohne dass es seitens der Tiere zum Futter kampf kommen kann.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungs beispiel des erfindungsgemässen Futterstandes, und zwar in Fig. 1 ein Endstück in Vorder ansicht bei Futterstellung (Absperrstellung strichpunktiert), in Fig. 2 die zugehörige Draufsicht mit Keilverriegelung, in Fig. 3 einen Querschnitt mit den Türen in Futter stellung, in Fig. 4 einen Querschnitt mit den Türen in Absperrstellung, in Fig. 5 eine Spreizhakenstange für die Absperrstange, deren Fixierung darstellend.
Den Sockel und die Sohle des Futter standes bildet ein durchlaufender Betontrog 15. Die Haltewinkeleisen 6, welche, soweit sie in den Beton reichen, in Blechhülsen 7 stecken, tragen die den niederen Trog überhöhenden Holzwände 14, 14', von denen die den Tieren zugekehrte Holzwand 14 in den Trog vor springt und mit Ausschnitten für den Hals der Tiere versehen ist.
An dieser Längswand sind innen, an Bändern um Scharniere drehbar, die Unterteilungs- beziehungsweise Absperr türen 1 angelenkt. Alle diese Türen sind (bei 2) an der gemeinsamen Winkeleisen- Absperrstange 3 angelenkt, wodurch mit einem Griff entweder alle Türen in die Fut terstellung (Fig. 1 und 2 stark ausgezogen) oder in die Absperrstellung (Fig. 1 und 2 strichpunktiert) bewegt werden können.
Die Sicherung der Türen in jeder dieser beiden Stellungen erfolgt durch den Absperr keil 4. In der Futterstellung der Tür, welche durch den Anschlag 10 (Fig. 1, 2) begrenzt wird, wird der Keil zwischen Tür 1 und Keilführung 9 eingeschoben, wodurch sämtliche Türen auf einfachste Weise festgelegt sind. In der Absperrstellung der Türen 1', 2', 3' legt sich der Keil 4' einerseits gegen die Keilführung 11', anderseits gegen die Ab sperrstange 3'. Diese erhält noch eine zu sätzliche Sicherung durch die Absperrhaken- stangerr 5 (Fig. 4), und zwar entfällt auf je vier Futterstände eine Absperrhakenstange 5.
Diese Absperrbakenstangeu sind an der den Tieren abgewendeten Wand des Troges, und zwar mittelst der um einen Endpunkt ver- schwenkbaren Bänder 12 angelenkt. Sobald die Türen durch die Absperrstange 3 (Fig. 5) in die Absperrstellung gebracht sind und die Absperrstange an einem Ende durch den eingeschobenen Keil provisorisch fixiert ist, werden die einzelnen, in Ösen der Stange 3 eingehängten Sperrhakenstangen 5 durch Um schlagen der Bänder 12 aus der Stellung 12' (Fig. 5, strichpunktiert)
in die Stellung 12 zwischen der Rückwand des Troges und der Absperrstange kniehebelartig verspreizt, wo durch sie die Stange 3 und damit alle Türen in der Absperrstellung auf einfachste Weise zuverlässig fixieren. In dieser Stellung, in welcher, wie Fig. 1 zeigt, die Absperrstange 3 gleichfalls zum Abhalten der Tiere dient, bleiben jedoch noch immer über derselben Öffnungen frei,- durch welche die Köpfe der Tiere gelangen könnten.
Um jedwedes Ein dringen trotz des niederen Troges und der niederen Türen zu verhindern, .ist in passen der Höhe an den Enden der vordern Halte- winkeleisen 6 eine durchgehende Holrnstange 8 befestigt. Diese vervollständigt den Ab schluss. Wird die Stange 8 mit den Halte winkeleisen 6 und der Wand 14 mit den Türen vom Betontrog entfernt, was durch einfaches Herausziehen der Haltewinkeleisen aus den Hülsen 7 erfolgt, so können alle Bestandteile des Futtertroges (bei Seuchen etc.) sehr gründlich gereinigt und desinfiziert werden.
Die gewöhnliche Reinigung des Troges erfolgt nach jeder Fütterung bei Absperr stellung der Türen vorn hintern oder zwischen den Trögen befindlichen Futtergang aus durch einfaches Durchkehren. Auch bei dieser Reinigung ist, da zwischen jeder unigeklapp ten Türe und der Trogwand, wie aus Fig. 4 ersichtlich, ein Zwischenraum frei bleibt, eine gründliche Säuberung des Troges er möglicht.