CH169710A - Verfahren zur Herstellung eines schnelltrocknenden Firnisses. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines schnelltrocknenden Firnisses.

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CH169710A
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Lackfabriken Vereinigte Farben
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Ver Farben & Lackfabriken
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      Verfahren    zur Herstellung eines schnelltrocknenden, Firnisses.    Der     goudronartige,    stark fadenziehende.,  grünliche bis dunkelbraune     Destillatio.nsrtick-          stand    von der Fettreihe angehörigen, hoch  molekularen,     durchSauerstoffaufnahme    trock  nenden Stoffen öliger Beschaffenheit kann  praktisch wenig verwertet werden. Als Lack  rohstoff ist dieses Produkt unbrauchbar.  



  Es ist bereits bekannt, zum Zwecke der  Herstellung     emulgierbarer    Stoffe von wachs  artigem Charakter höhere feste Alkohole mit  Fettsäuren zu vermischen. Hieraus können  jedoch, abgesehen von dem ganz verschiede  nen Zweck, Schlüsse auf die vorliegende Er  findung nicht gezogen werden.  



  Nach der vorliegenden Erfindung wird  zur Herstellung eines schnell trocknenden  Firnisses freie Fettsäure enthaltender     Destil-          lationsrückstand    von der Fettreihe     angeliöri-          gen,    hochmolekularen Stoffen öliger Beschaf  fenheit mit einem hochmolekularen Alkohol       verestert    und das erhaltene Produkt durch  Behandeln mit einem Lösungsmittel in     Lö-          si-   <B>-,r</B> gebracht. Hierbei kann man mit nicht    gereinigtem, hochmolekularem Alkohol, nach  Bestimmung des wirklichen Alkoholgehaltes,       verestern.     



  Eine weitere Ausführungsform besteht  darin, dass man nur einen Teil der vorhande  nen freien Fettsäure mit hochmolekularem  Alkohol verestert und den     Rest    an Blei bin  det. Das Blei kann man nach erfolgter un  vollständiger     Veresterung    in Form von Blei  glätte     zugeben.     



  Zur     #    Herstellung des schnelltrocknenden  Firnisses eignet sich der     Destillationsrück-          stand    von trocknenden fetten Ölen und Fet  ten, sowie von Fettsäuren. Als Alkohol eig  net sich z. B.     Cerylalkohol        C2eH530H,    ebenso  wie     Carnaubylalkohol        C241149011,        Melissyl-          alkohol        C2oHE10'H    usw. Es ist nicht erforder  lich, diese Alkohole in reinem Zustand zu  verwenden und von     etwa    anhaftenden Fremd  körpern, wie     Paraffinen,    zu befreien.

   Man  errechnet vielmehr mit Hilfe der     Acetylzahl     oder besser noch mit Hilfe der     Hydrogylzahl     nach     Zerewitinoff    (siehe Holde, Kohlenwas-           serstofföle    und     -fette,    1924, Seite 591) den  wahren Gehalt an Alkoholen. Durch     Ver-          estern        wird        eindoppelter    Zweck erreicht. Der  Ester zeigt auf der einen Seite bedeutend  grössere Wasser-, Alkali- und Säurebeständig  keit und auf der andern Seite wird später die       Elastizität    .des Filmes um ein Vielfaches ge  steigert.  



       Mitdem    Zusatz von Blei, z. B. Bleiglätte,  nach     erfolgter    unvollständiger     Veresterung          können.    verschiedene Zwecke verfolgt wer  den. Die Bleiseifen verleihen dem trockenen  Film Elastizität; sie wirken aber auch als       Siecatif        und    sind .das wasserabweisende Prin  zip des Filmes.  



  Das     Reaktionsprodukt    stellt eine dunkle,  sehr zähe kautschukartige Masse dar, die mit  geeigneten Verdünnungsmitteln, wie z. B.  Terpentinölen,     Schwerbenzinen,        Tetralin    usw.,       bis    zur gewünschten Konsistenz verdünnt  wird. Man erhält dadurch einen schnell  trocknenden Firnis, der für sich allein ver  wendbar ist und ebensogut mit Leinöl,     Stand-          öl    usw., wie auch     mit,01-    und Nitrozellulose  lacken kombiniert werden kann. Für die  Herstellung kann kein allgemein     gültiges     Rezept     angegeben    werden.

   Der Zusatz der  oben erwähnten Alkohole, wie au-eh jener von  Bleiglätte     richtet    sich ganz nach der Säure  zahl des Rohproduktes. Als Durchschnitts  rezept kann das folgende dienen:  45,0 kg     goudro.nartiger        Destillationsrück-          stand    von     fetten    Ölen wird mit 4,0     lig    eines  Gemisches von     Carnaubyl-    und     Cerylalkohol     langsam auf eine Temperatur von<B>260'</B> C er  hitzt. Nach zirka einer halben Stunde     ist,die          Veresterung    beendigt.

   Dann setzt man lang  sam 4,0 kg Bleiglätte, die man mit 6,0 kg       Leinölstandöl    und 4,0 kg     Leinölfirnis    zu  einer Paste angerieben hat, zu und     hält,die     Temperatur bei mindestens 250   C. Wenn  sich die Glätte restlos gelöst hat, was man  daran erkennt,     dass,    ein Tropfen des Reak  tionsproduktes, auf eine Glasplatte gebracht,  vollständig klar erscheint, lässt man abkühlen  auf zirka 130     bis    140' C und verdünnt mit  90,0 kg Schwerbenzin.

      Als Verwendungszweck -des so hergestell  ten Firnisses seien genannt:       Wetterfeste    Aussenanstriche (Fassaden-,  Dach- und Rostschutzanstriche usw.), Innen  anstriche jeder Art, Fussbodenanstriche, für  Zwecke der Möbel- und Autolackiererei,     Iso-          lieranstriche,    für Zwecke der     Spritztechnik,     für     Ülnitrozellulosekombinationslacke.     



  Besonders sind dabei hervorzuheben:  Die grosse Alkali- und Säurebeständig  keit, die hohe Isolierkraft gegenüber Teer,       Carbolineum    usw. und der äusserst glatte,  halbmatte Verlauf der damit hergestellten  Farben. Dadurch     wird    es zu- einem unent  behrlichen Bindemittel für die Lackiererei.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines schnell trocknenden Firnisses, dadurch gekennzeich net, .dass man freie Fettsäure enthaltenden Destillationsrückstand von der Fettreihe an gehörigen, hochmolekularen Stoffen öliger Beschaffenheit mit einem hochmolekularen Alkohol verestert und das erhaltene Produkt durch Behandeln mit einem Lösungsmittel in Lösung bringt,. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadureli gelzennzeiclinet, dass man mit nicht ge reinigtem, hachmolekularein Alkohol nach Bestimmung des wirklichen Alkoholgehal tes verestert. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man nur einen Teil der vorhandenen freien Fettsäure mit hochmolekularem Alkohol verestert und den Rest an Blei bindet. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass man Bleiglätte nach erfolg ter, unvollständiger Veresterung zugibt.
CH169710D 1931-11-23 1932-04-30 Verfahren zur Herstellung eines schnelltrocknenden Firnisses. CH169710A (de)

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