CH169787A - Drosselklappe. - Google Patents

Drosselklappe.

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CH169787A
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Voith J M
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Voith Gmbh J M
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  Drosselklappe.    Vielfach müssen Drosselklappen aus Festig  keitsgründen verhältnismässig dick ausgeführt  werden.  



  Dies ist immer dann der Fall, wenn sie  als     Abschlussorgane    vor) Grundablässen ver  wendet werden oder wenn sie in Druckrohr  leitungen bei Rohrbruch gegen die volle Ge  schwindigkeit geschlossen werden müssen.  Solche Drosselklappen sind in der bisher  üblichen     Linserifor    m hydraulisch wenig günstig.  Infolge der durch. die beträchtliche Klappen  stärke bedingten starken Krümmung der  Stromfäden beginnt die Flüssigkeit meist  schon unmittelbar hinter der Mitte der Dros  selklappe sich unter starker Wirbelbildung  abzulösen. Es ist bekannt, dass solche Ab  lösungsstellen an glatten Wänden niemals  eindeutig sind, sondern starken zeitlichen  Schwankungen unterliegen und dadurch bei  höheren Strömungsgeschwindigkeiten sehr  starke Vibrationen herbeiführen können.

   Dies       trifft    zu für alle     Klappenstellen    mit solch  kleinen. Neigungen zur Rohrachse, dass bei    ihnen die Flüssigkeit sich nicht schon an  der scharfen Vorderkante eindeutig ablöst.  Bei entsprechend niedrigen Werten des Ver  hältnisses des absoluten statischen Druckes  zum Staudruck der Geschwindigkeit können  infolge harter     ungedämpfter        Kavitationsstösse     solch starke     Vibrationen    auftreten, dass die  Sicherheit des Betriebes ernstlich gefährdet  wird.

   Aus konstruktiven Gründen gelingt  es bei solchen     Klappenformen    auch meist  nicht, zur Stabilisierung der Ablösungsstellen  Luft an den notwendigen Stellen und zur  Dämpfung der     Kavitationsstösse    in hinreichen  den Mengen in die Strömung einzuführen.  



  Die Erfindung vermeidet die     angeführten     Nachteile der im Querschnitt linsenförmigen  Drosselklappen dadurch, dass der Klappen  körper zur Hauptsache nur an der bei     offener     Klappe stromaufwärts gerichteten Hälfte nach  dem Rande hin an Dicke abnimmt.  



  In den     Fig.    1-4 der     Zeichnung    ist je  ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen  standes im Schnitt dargestellt.      In allen gezeichneten Ausführungsformen  bezeichnet 1 die Rohrleitung und 2 den       Klappenkörper.     



       Fig.    1 zeigt als Ausführungsbeispiel eine  solche Drosselklappe in einer Rohrleitung 1.  Der     Klappenkörper    2 ist nur an der bei  offener Klappe stromabwärts liegenden Hälfte  nach dem Rande hin verjüngt. Die andere  Hälfte hat durchwegs gleiche Dicke wie bei  der Drehachse, das heisst in der Mitte. Durch  die scharf abgesetzten Hinterkanten des     Klap-          penkörpers    werden eindeutige stationäre Ab  lösungsstellen geschaffen und Vibrationen des       glappenkörpers    dadurch vermieden, dass die  Ablösungswirbel von der Hinterkante weg  in das Innere der Flüssigkeit verlegt werden.

    Es bietet ferner keine konstruktiven Schwierig  keiten mehr entlang der rückseitigen     Klap-          penfläche    genügend grosse     Öffnungen    anzu  bringen und durch Welle und     Klappenkörper     hindurch Luft in ausreichender Menge an  saugen zu lassen, zur Auffüllung der Hohl  räume, die durch die Verdampfung der  Flüssigkeit entstehen.

   Da sich diese Hohl  räume infolge der besondern     Klappenform     in der Nähe der     Klappenmitte    bis unmittel  bar an die Rohrwand erstrecken, ist es auch  in einfacher Weise möglich, durch hinreichend  grosse     Anbohrungen    der Rohrwand etwa an  der mit     a    bezeichneten Stelle die Hohlräume  mit Luft aufzufüllen und auf diese Weise  der     Korrodierung    des     Klappenkörpers    vorzu  beugen.

   Selbstverständlich kann der Klappen  körper stromabwärts von der grössten Dicke,  das heisst von der Mitte ab, zwecks Ver  minderung der Gesamtverluste, schwach ko  nisch verjüngt ausgebildet werden, so lange  diese     Konizität    sich unterhalb des aus der  Literatur genügend bekannten Grenzwertes  bewegt, der zu einer frühzeitigen Ablösung  führt. Wie eingangs schon erwähnt, beginnt  -bei relativ dicken Drosselklappen üblicher  Form die Ablösung der Strömung bereits  unweit der Stelle grösster Dicke. Es ist da  her leicht einzusehen,     da.ss    die dargestellte       $lappenform    keine wesentlich höheren Druck  verloste verursacht, als eine im Querschnitt  linsenförmige Klappe.

      Ganz besondere Vorteile bietet aber eine  in der beschriebenen Weise ausgebildete  Drosselklappe, wenn sie als     Abschlussorgan     am freien Ende einer Druckrohrleitung be  nützt wird.     Fig.    2 gibt eine solche Anordnung  in Mittelstellung der Klappe mit dem Strö  mungsverlauf wieder. Aus experimentellen  Untersuchungen der     Strahlform    hat sich er  geben, dass auch bei jeder andern Klappen  stellung die durch Ablösung entstehenden  Hohlräume stets mit der Aussenluft in Ver  bindung stehen.

   Es können also an keiner  Stelle Flüssigkeitsgebiete existieren, die den       Klappenkörper    in der Strömungsebene voll  ständig einschliessen, so dass die Klappe in  jeder Stellung     erschütterungs-    und     kavitations-          frei    arbeitet. Die beschriebene Drosselklappe  kann somit in der Anordnung gemäss     Fig.    2  als vollständig sicheres Regelorgan in Grund  ablassleitungen verwendet werden und ist in  dieser Eigenschaft infolge der Billigkeit und  einfachen Bedienung dem teuren und kompli  zierten Ringschieber überlegen.  



  Es können besondere Fälle vorkommen,  in welchen die grösste     Klappendicke    lediglich  hydraulisch durch die noch zulässige Quer  schnittsverengung vorgeschrieben ist und  grösser ausfallen darf, als sie aus Festigkeits  gründen notwendig wäre. Ein solcher Sonder  fall ist z. B. dann möglich, wenn das     Klap-          penmoment    auf beide Wellenenden übertra  gen wird. Dieser Umstand kann gemäss     Fig.    3  und 4 dazu ausgenützt werden, die Strom  linienkrümmung auf die ganze Länge der  Klappe zu verteilen, indem man deren dickste  Stelle an das stromabwärts liegende Ende  des     Klappenkörpers    verlegt.

   Auf diese Weise  ist es infolge der schwächeren Krümmung  möglich, selbst bei ganz extrem hohen Ge  schwindigkeiten des Wassers auch kleinste  örtliche     lZavitationen    zu verhindern. Diese  Drosselklappe stellt den Grenzfall der     Klap-          penform    dar, indem die Länge der Scheibe  gleicher oder annähernd gleicher Dicke von  der dicksten Stelle ab gleich Null wird.  Auch für diesen Grenzfall tritt mit Sicher  heit die dargelegte Wirkung ein, dass eine  eindeutige stationäre Ablösungsstelle ge-      schaffen wird und die Wirbel von der Hinter  kante des     Klappenkörpers    weg in das Innere  der Flüssigkeit verlegt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Drosselklappe, dadurch gekennzeichnet, dass der Klappenkörper zur Hauptsache nur an der bei offener Klappe stromaufwärts ge richteten Hälfte nach dem Rand hin an ticke abnimmt. UNTt,1LA@TSP1i,I@C$k' 1. Drosselklappe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Klappen- körper an der bei offener Klappe strom abwärts gerichteten Hälfte gleiche Dicke wie bei der Drehachse aufweist. 2. Drosselklappe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Klappen körper an dem bei offener Klappe strom abwärts gerichteten Ende seine grösste Dicke hat.
CH169787D 1932-08-06 1933-08-04 Drosselklappe. CH169787A (de)

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