CH169811A - Dampferzeuger mit Zwangsdurchlauf des Arbeitsmittels. - Google Patents
Dampferzeuger mit Zwangsdurchlauf des Arbeitsmittels.Info
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Description
Dampferzeuger mit Zwangsdarclilauf des Arbeitsmittels. Beim Röhrendampferzeuger mit Zwangs durchlauf des Arbeitsmittels entstehen die Hauptschwierigkeiten, wie zahlreiche Be triebserfahrungen beweisen, durch den Salz gehalt des zu verdampfenden Wassers. Um sich das klar zu machen, muss man zunächst einmal die Verhältnisse betrachten. die beim Trommelkessel, also dem Kessel mit natür lichem Umlauf, vorhanden sind. In der Trom inel ist ein bestimmter Wasserinhalt vorhan den, der von Hand oder selbsttätig durch Speisewasserregler eingehalten wird.
Das Speisewasser ist, selbst wenn es chemisch auf bereitet wird oder aus Verdampfern gewon nen wird, niemals ganz rein, sondern enthält gewisse chemische lösliche Verunreinigungen. Wenn derartiges Wasser verdampft, so blei ben die Verunreinigungen (Salze) in dem nicht verdampften Wasser zurück. Der Was serinhalt des Kessels wird sich also langsam mit Salzbestandteilen anreichern.
Es entsteht eine im Laufe der Zeit immer stärker wer- dende Laitge, die dann von Zeit zii Zeit oder auch fortlaufend abgelassen werden kann, um dadurch den Kesselinhalt auf einer be stimmten Laugenkonzentration zu halten. Beim Röhrendampferzeuger mit Zwangs durchlauf des Arbeitsmittels fehlt die Trom mel und damit die Möglichkeit der Selbst reinigung.
Der Verdampfungsvorgang ver läuft vielmehr in der Weise, dass das Was ser durch eine Pumpe an dem einen Rohr ende in das System hineingedrückt wird und dieses als Dampf am andern Rohrende ver- leässt. Ein flüssiger Kesselinhalt, der sich nach und nach mit Laue anreichern könnte und den man wie beim Trommelkessel ab lassen könnte, fehlt daher.
Die Folge davon ist, dass sich in der Zone, in der die innern iZolirwände nicht mehr genügend von Was ser bespült werden, die Salze in Form einer Kruste absetzen, und zwar, wie Versuche zeigen. so lange. bis der Dampf einen gewis sen Überhitzungsgrad erreicht hat. Solange die Wärmebelastung der Heizfläche, das heisst der Rohre, niedrig ist, kann der Salz absatz eine erhebliche Stärke erlangen, ohne dass die Rohre durch Verbrennen gefährdet erden.
Gänzlich anders liegen die Verhältnisse da; eben bei den hohen @Värmebelastunbeii der Heizfläche, wie sie zum Beispiel bei neu zeitlichen Strahlungskesseln üblich sind. Bei diesen führt schon eine verhältnismässig be ringe Salzablaberunb zu einer Zerstörun- der Rohre.
Da, es nun aus den erwähnten Grün den nicht möglich ist. die unvermeidlichen Verunreini"unben des Speisewassers aus die sen herauszubringen, so muss für Dampf erzeuger mit Zwanbsdurchlauf des Arbeits- mittels und hochbelasteter Heizfläche ein an derer Web besucht --erden, um die Wirkun- ;ren der ,Salzablagerung unschädlich zu ma chen.
Das lässt sich gemäss der Erfindun- (ladurch erreichen, dass die Heizfläche. in welcher die Verdampfung vor sich )-ebt, in zwei Heizflächenteile verschiedener Wä rme- l)elastunb aufgeteilt -wird, und zwar in einen He izflächenteil hoher Wärmebelastung, in welchem. auf die Gesamterstreckung des Heizflächenteils berechnet.
der Flüssigkeits anteil den Dampfanteil des Arbeitsmittels überwiest und einen zweiten Heizfläehenteil geringerer Belastung, in dem umgekehrt der Dampfanteil den Flüssigkeitsanteil über wiegt.
Dabei hat es sich als zweckmässig er wiesen, zu dem Heizflächenteil äerin-erer Wärmebelastung auch noch den ersten Teil des t\berhitzers hinzuzunehmen.
und zwar ein mal deshalb, -weil schwach überhitzter Dampf auch noch Wasser enthalten kann und zwei tens deshalb, um bei Änderungen der Be- lastun-'' und der damit verbundenen Ver- schiebun-, der Verdampfungszone innerhalb ('.e# Bohrsystems eine Art Sieberheitsstreeke einzuschalten, welche die Verdampfunbszone im Bereich der geringeren Wärmebelastun der Heizfläche hält.
Die Abbildung :oll schematisch die Ver- hältnisse zeigen, die sich bei einem Dampf erzeuger mit unterteilter Verdampfun;:sheiz- fläche bemä.ss der Erfindun- ergeben. Es .sind zunächst drei grundsätzliche Zonen zu unter scheiden.
nämlich die Vorwärmunbszone 1l', die Verdampfunbszone I' und die Überhit- zunbszone t@. In der Vorwärmunbszone TI' wird dem Arbeitsmittel die fühlbare Wärine, in der Zone 1' die Verdampfungswärme und in der Zone C die L berhitzunbswärnie zu geführt.
Beim Eintritt in die Zone I' besitzt das Arbeitsmittel<B>100</B> ö Flüssigkeit und (l Dampf, beim Austritt dagegen 1007o Dampf (theoretisch) und 0/'0 Flüssigkeit. Die ge fährliche Zone ist durch den Bereich G an gedeutet.
Es ist dies die Zone. in welcher die Heizfläche nicht mehr genübend von 1Vasser bespült -wird. so dass mit der Salz- ablaberung gerechnet -werden muss.
DiesE, Zone -wird @-emäss der Erfindung der hoben MTärmebelastunb entzogen, und zwar da durch, dass die Heizfläche I' in die Ab- schnitte a und b unterteilt wird.
Der Heiz flächenabschnitt a arbeitet mit hoher, der Abschnitt b mit geringer Wärmebelastang. I'ber die CTesamterstreckung a berechnet. überwiebt der Flüssigkeitsanteil des Arbeits mittels, über die Zone b berechnet, der Dampfanteil.
Die Gefahrenzone G umfa.sst, -wie die Abbildunol erkennen lässt, nicht wir den Heizflächenteil b der Verdampfunbszon- I', sondern auch noch den Heizflächenteil c des L'berhit:zers. Wie gross im einzelnen das Verhältnis b : a zu gestalten ist, hängt von den Bedingungen ab, unter denen der Kessel arbeiten soll.
Nach den bisherigen Erfah- rungen kann man die Trennung der Heiz- Näche in Riclitunb der fortschreitenden Ver dampfung bis zu etwa 107o relative Fliis- :ig11eit (Strecke e) verschieben.
Wie weit es möc,-lich ist, die Trennung der Heizfläche noch mehr nach der Dampfseite zu zu ver schieben. -wird im Einzelfall zu entscheiden sein, ebenso -wie eine Verschiebung nach der Seite der Flüssigkeit zu, die insbesondere dann zweckmässig sein -wird. -wenn man mit weit,.;
-ehenden Verschiebungen der Verdamp- fungszone innerhalb der Gesamtheizfläche, z. B. infol--e von Belzistunbsänderungen oder von Änderungen der Speisewassertemperatur oder Änderungen in der Feuerung zu rech- nen hat.
Ebenso wird sich der Anteil c der Überhitzerheizfläche, die in dem Bereich ge- ringererWärmebelastung anzuordnen ist, aus den gleichen Gründen bestimmen lassen.
Verfährt man bei der Bemessung bezw. Anordnung der Heizflächen entsprechend den vorstehend angegebenen Regeln, so ist nor inalerweise weitgehend Gewähr dafür ge geben, dass keine Betriebsstörungen durch Salzablagerungen eintreten. Es kann nun aber vorkommen, dass die bezeichneten Dampferzeugungsphasen -im Betrieb nicht innerhalb der dafür ausersehenen Heiz flächenteile verbleiben.
Ein ZVandern dieser Dampferzeugungsphasen tritt beispielsweise ein, wenn sich während des Betriebes das Verhältnis der Wärmebelastung der einzel nen Heizflächenteile zueinander oder die Speisewassereintrittstemperatur ungewollt än dern. Nimmt die Speisewassertemperatur zu, so wird der Verdampfungsdruck früher er reicht, das heisst, es tritt ein Wandern der gesamten Verdampfungszone, in der Strö mungsrichtung gesehen, in Richtung auf die Speispumpe zu, ein.
Das umbekehrte ist der Fall, wenn die Speisewassertemperatur ab nimmt. Ein Herauswandern der genannten Dampferzeugungsphasen aus den dafür be stimmten Heizflächenteilen würde aber wie der eine Betriebsstörung durch Salzablage- rungen zur Folge haben.
In den Fällen, bei denen mit einem Wandern der Dampferzeu- @,unbsphasen während des Betriebes zu rech nen ist. ist es weiterhin zweckmässig, nicht nur die vorstehend angegebenen Heizflächen- teile, sondern darüber hinaus weitere Teile der Verdampfiinbsheizfläche der Einwirkung ;ler strahlenden Wärme der Feuerung zu entziehen, also ebenfalls niedrig zu belasten.
Unter Umständen wird man hierbei so weit gehen müssen, dass man die besamte Ver- dampftinbsheizfläche der Einwirkung der strahlenden ZVärme der Feuerung entzieht. (ranz allgemein kann man die Heizflächen der strahlenden Wärme entziehen, indem man gie in einem der Brennkammern nachgeschal teten Zu; unterbringt oder auch indem man sie in der Brennkammer zwar lässt. sie aber durch Abschirmen vor der Einwirkung der strahlenden Wärme schützt.
Claims (1)
- P ATEM TAB SPRUCH Dampferzeuger mit Zwangsdurchlauf des Arbeitsmittels. dadurch < gekennzeichnet, dass die Heizfläche, in welcher die Verdampfung vor sich geht. in zwei Heizflächenteile ver schiedener Wärmebelastung unterteilt ist, und zwar einen Heizflächenteil hoher Wärme belastung, in welchem.auf die Gesamt erstreckung dieses Heizflächenteils berechnet, der Flüssigkeitsanteil des Arbeitsmittels überwiegt, und einen zweiten Heizflächenteil geringerer Wärmebelastung, in dem umge kehrt der Dampfanteil den Flüssigkeitsanteil überwiegt. UNTERANSPRttCHE 1. Dampferzeuger nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auch der erste Teil des auf die Verdampfungsheiz- fläche folgenden tberhitzers eine Heiz fläche verringerter Wärmebelastung bil det.n. Dampferzeuger nach dem Patentanspruch. dadurch beliennzeichnet. dass zur weiteren Sicherung des Betriebes geben Störungen durch Salzablagerungen ausser den im Pa- . tentanspruch angeführten weitere Teile der Verdampfunbsheizfläche durch Rohre gebildet werden, die der Ein wirkung der strahlenden -N\"ärme der Feuerung ent- äoben sind. 3.Dampferzeuger nach Unteranspruch 2, da durch -@ekennzeicluiet. dass die gesamte Verdampfun gsheiz fläche durch Rohre ge bildet wird. die der Ein wirkun-; der strah lenden Wärme der Feuerung entzogen sind.4. Dampferzeuger nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Verdainp- fungsbeizfläche ganz orler teilweise in einem der Drennka.mmer nacligesclialteten Zu- untergebracht ist.5. Dampferzett@ger nach U nteransprueh ?, da durch ;-ekennzeichnet, class die Verdamp- fungslieizfläche ganz in einer Brennkam- mer untergebracht, aber durch Abschir mung der Einwirkung der strahlenden Wärme der Feuerung entzogen ist. G.Dampferzeuger nach LTnteranspruch 3. da durch gekennzeichnet, dass die Verdamp- fungSheizfläche teilweise in einer Brenn- Kammer untergebracht, aber durch Ab schirmung der Einwirkung der strahlen den Wärme der Feuerung entzogen ist.
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