CH169869A - Bezirks- und Ortsfernsprechnetz. - Google Patents

Bezirks- und Ortsfernsprechnetz.

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CH169869A
CH169869A CH169869DA CH169869A CH 169869 A CH169869 A CH 169869A CH 169869D A CH169869D A CH 169869DA CH 169869 A CH169869 A CH 169869A
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CH
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telephone network
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local
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Bezirks- und     Ortsfernsprechnetz.       Inder Fernsprechtechnik besteht die Auf  gabe, zwei beliebige Teilnehmer     unabhängig     von ihrer gegenseitigen, örtlichen Lage mit  angenähert der gleichen Dämpfung zu ver  binden. Die Dämpfung soll mit Rücksicht  auf ausreichende Verständlichkeit einen ge  wissen Höchstwert von etwa drei     Nepern     nicht überschreiten. Betrachten wir zunächst  die über Fernleitungen verlaufenden Fern  sprechverbindungen. Diese setzen sich aus  der Fernleitung, .die mit Verstärkern aus  gerüstet ist, und den Ortsleitungen zusam  men. Die Ortsleitungen stellen die Verbin  dung zwischen dem Fernamt und dem Teil  nehmer her.

   Da die Mehrzahl .der Teilneh  mer nicht unmittelbar mit dem Fernamt ver  bunden, sondern an ein Ortsamt     angeschlos-          sen        ist,    bestehen die     Ortsleitungen:    aus     _der          Leitung    zwischen Fernamt und Ortsamt und  aus der eigentlichen Teilnehmerleitung zwi  schen dem Ortsamt     .des    Teilnehmers     und,dem     Teilnehmer.

   Die innerhalb einer solchen    durch mehrere Ortsämter und ein Fernamt  gebildeten Netzgruppe verlaufenden     Leitun-          gen,    gehören zu einem Bezirksnetz mit meh  reren Netzgruppen, während die Leitungen  innerhalb eines     Ortes    (zum Beispiel einer  Stadt, eines Dorfes) ein Ortsnetz bilden. Für  .die Leitungsführung innerhalb einer Netz  gruppe ergeben sich grundsätzlich zwei  Möglichkeiten. Entweder ist jedes Ortsamt  der Netzgruppe durch eine besondere     Leitung     mit dem Fernamt verbunden, oder aber es  sind nur die dem Fernamt     benachbarten          Ämter    durch eine besondere Leitung mit  diesem verbunden.

   Die beiden Fälle sind in  den     F'ig.    1 und 2 dargestellt. In     Fig.    1 sind  die Ortsämter     0A1,        0A,    und<I>0A3</I> je durch  eine besondere     Fernvermittlungsleitung        FV"          FV"    und     FV,    mit -dem Fernamt     FA    ver  bunden. Die Ortsleitungen setzen sich also  in jedem Fall aus einer     Fernvermittlungs-          leitung    und der eigentlichen Teilnehmer  leitung zusammen.

        Bei der zweiten     Schaltungsart,    die in       Fig.    2 dargestellt ist, besteht nur von dem  Ortsamt     0-A:    eine .direkte Verbindung     L1    zum  Fernamt. .Die beiden übrigen Ortsämter sind  durch die Leitung     L3    untereinander     verbun-          .den    und das Ortsamt     0..2    ist über die Lei  tung     L2    mit .dem Ortsamt     09,.    verbunden.

    Für den Anschluss des Teilnehmers     T2    an das  Fernamt sind     die,    beiden     Ortsämter0A,und        0-A2     in Reihe geschaltet, und die     Ortsleitung    setzt  sich aus beiden     Leitungen        L1    und     L,    und der       Teilnehmerleitung    zusammen. Für die Teil  nehmer des     Amtes        0-.,.    ist     sogar,die        Hinter-          einanderschaltung    von drei     Ortsämtern    er  forderlich.  



  Bei der in     Fig.    1     dargestellten    Verbin  dungsart ist zwar die     Leitungsführung    für  die Herstellung einer Verbindung zum Fern  amt sehr     viel    einfacher     als    bei der Ausfüh  rung nach     Fig.    2, jedoch sind die Anlage  kosten höher, da ein grösserer Aufwand an  Leitungen erforderlich ist. Man wird daher  diese Leitungsführung nur bei grosser     Ver-          kehrsdichte    wählen und sich in allen übrigen  Fällen     mit    der in     Fig.    2 dargestellten Schal  tung begnügen.  



  Bei der Schaltung gemäss     Fig.    1 lassen  sich die an die Dämpfung einer Verbindung  gestellten Anforderungen durch entspre  chende Bemessung der     Fernvermittlungslei-          tungen,    die meist als     pupinisierte        Leitungen     verlegt werden, verhältnismässig leicht er  füllen. Bei -dem zweiten     Fall    hat man jedoch  damit zu rechnen, dass die Verbindungs  leitungen     zwisehen    den Ämtern die verschie  densten Eigenschaften besitzen und daher die  Dämpfungen zwischen dem Fernamt und den  Teilnehmern der verschiedenen Ortsämter  voneinander abweichen.  



  Um diese Unterschiede zu vermeiden, hat  man bisher die in die Aussenbezirke führen  den Leitungen mit besonders dickem Quer  schnitt verlegt. Man konnte dadurch zwar  erreichen, dass die zulässige Höchstgrenze für  .die Dämpfung     nicht    überschritten wurde,  jedoch bedeuteten diese     Leitungen,    die bei der  :geringen<I>V</I>erkehrsdichte in den Aussenbe  zirken nur sehr schlecht     ausgenutzt    werden,    eine ausserordentlich     ungünstige    Kapital  anlage. Für den reinen Ortsverkehr waren  diese Leitungen ebenfalls zu stark, so dass       .sich    eine unnötig grosse Lautstärke für diese  Verbindungen ergab.  



  Für die Verbindungen innerhalb einer  Netzgruppe liegen ähnliche Verhältnisse vor,  wie sie oben für die Fernverbindungen ge  schildert wurden. Mit Rücksicht auf eine aus  reichende Verständigung zwischen zwei Teil  nehmern, .die an gegenüberliegenden Punkten  der Peripherie der Netzgruppe angeschlossen  sind, mussten von den     Aussenbezirken    zum  Zentrum der Netzgruppe starke Leitungen  verlegt werden. Da Gespräche über die gröss  ten Entfernungen innerhalb :der Netzgruppe  nur selten geführt werden, werden auch       diese    Leitungen sehr schlecht ausgenützt.  



  Zur Vermeidung .dieser Nachteile werden  gemäss der Erfindung     Leitungen    innerhalb  der Netzgruppen derart bemessen., dass ein  Teil der über diese Leitungen     herstellbaren     Verbindungen die vom C. C. J. vorgeschrie  bene Höchstdämpfung überschreitet. Zur  Aufhebung ,dieses     Dämpfungsüberschusses     sind innerhalb der Netzgruppen im Bedarfs  falle in die Verbindungen einzuschaltende  Verstärker vorgesehen, deren Einschaltung  vorzugsweise selbsttätig erfolgt. Man er  reicht auf diese Weise, dass Gespräche mit  den in den Aussenbezirken der Netzgruppen  liegenden Teilnehmern mit derselben Ver  ständlichkeit geführt werden können wie Ge  spräche zwischen Teilnehmern der Innen  bezirke.

   Ein unnötiger Aufwand an schlecht  ausgenützten und infolge ihres grossen Quer  schnittes sehr     teuren    Leitungen kann ver  mieden werden. Ebenso können die     Pupin-          spulen,    die zur Verbesserung der Verständi  gung vorgesehen wurden, fortfallen. Ander  seits erhält man durch die erfindungsge  mässen     Massnahmen    die Möglichkeit, die Netz  gruppen weiter auszudehnen, ohne     stärkere          Leitungen    verlegen zu müssen. Die Bereit  haltung und Ein-     bezw.        Ausschaltung    der  Verstärker ist mit Hilfe der modernen Selbst  anschlusstechnik in betriebssicherer Weise  durchführbar.

   Die Anlage- und Betriebs-      kosten für die Verstärker sind geringer als  die     Ersparnisse,    die sich durch die Ver  legung von dünneren     Leitungen,    ergeben.  



  Im allgemeinen wird     es    nicht erforderlich  sein, die Verstärkung an die verschiedenen  Längen der Verbindungen stetig anzupassen,  sondern genügen, von einer bestimmten Lei  tungslänge ab einen Verstärker von bestimm  tem Verstärkungsgrad einzuschalten. In den  Fällen, in .denen je nach der örtlichen Lage  der Teilnehmer die Verbindungen über ein  oder mehrere Ortsämter verlaufen, werden  die Verstärker     zweckmässigerweise    je nach  den     Längen    der Verbindung mit solchem       Verstärkungsgrad    eingeschaltet, dass die       Dämpfungen    zwischen dem Fernamt und     den,     Ortsämtern der Teilnehmer unabhängig von  der Lage der Teilnehmer dieselbe ist.  



  Die     Eigenschaften    des     tbertragungs-          systems    lassen sich besonders günstig ge  stalten, wenn die Verstärker nicht an den  Enden der     Leitungen    zwischen Fernamt und       'Peilnehmer,    sondern etwa in der elektrischen  Mitte dieser Leitungen eingeschaltet werden.  



  Die Gründe, die zu dieser Einschaltung  führen, sollen anhand der     Fig.    4 und 5 näher  erläutert werden. In     Fig.    4 ist eine Verbin  dung zwischen dem Fernamt     FA    und dem  Teilnehmer T     dargestellt.    Die Verbindung  verläuft über die beiden Ortsämter     0A,    und       OAS,    die durch     Feruvermittlungsleitungen          FVl    und     FV.,    mit dem Fernamt und     unter-          einander    verbunden sind.

   Die in das Fern  amt einmündende Fernleitung ist mit<I>FL</I>       bezeichnet.    1, 2, .3 und 4 sind     .Stossstellen,     die durch     Pupinspulen    oder sonstige Unregel  mässigkeiten in der Leitung hervorgerufen  werden. Stossstellen sind auch in den Orts  ämtern vorhanden,     beispielsweise    infolge der  Einschaltung von     Mithöreinrichtungen.     



  An diesen     Stossstellen    treten bekanntlich  Reflexionen auf.     Betrachtet    man beispiels  weise die über die Fernleitung<I>FL</I> ankom  menden     Sprechströme,    so werden die von  sämtlichen Stossstellen in die Fernleitung     zu-          rüsskMessenden    Teilströme verstärkt, wenn  man den     Vers%rlier    entsprechend     Fig.    1 im  Fernamt in die Verbindung einschaltet. We-         sentlich    günstiger gestalten sich die Verhält  nisse, wenn der Verstärker in einem der  Ortsämter, beispielsweise in dem Amt     0A,,     aufgestellt wird.

   (Vergleiche     Fig.    5.) In  diesem Falle werden nur die von den Stoss  stellen 3 und 4     reflektierten        ,Ströme    verstärkt,  während die Reflexionsströme von den Stoss  stellen, die zwischen dem Verstärker und dem  Fernamt liegen,     unverstärkt    in die Fern  leitung zurückfliessen. Die von den ,Stoss  stellen 3 und 4 zurückfliessenden Ströme  müssen aber nicht nur den Verstärker, son  dern auch die Leitung     FV,    passieren, so     dass     sie     wieder    gedämpft werden und dadurch  weniger stören.

   Es     ergibt    sich daher im       ganzen    eine geringere Störwirkung der  Echos und höhere     Stabilität    der Übertra  gungsleitung. wenn man den Verstärker nicht  im Fernamt .aufstellt.  



  Die Einschaltung des Verstärkers 'unmit  telbar beim Teilnehmer würde insofern un  günstig     sein,    als für jeden     Teilnehmeran-          schluss    ein Verstärker vorgesehen werden  müsste. Um in einem solchen Fall die Ver  stärker so billig wie möglich ausführen zu  können, müssten einfache Nachbildungsmittel  verwendet werden, mit denen ein genauer       Abgleich    nicht möglich ist. Ein genauer     Ab-          gleich    ist auch technisch sehr erschwert, da  ,der     Scheinwiderstandsverlauf    der     Teilneh-          merleitung    infolge der Stossstellen ausser  ordentlich kompliziert ist.

   Der Teilnehmer  würde dann beim Sprechen seine eigene  Sprache mit grosser Lautstärke in dem Tele  phon seines Apparates wahrnehmen und da  durch gestört werden.  



  Aus .dem Vorstehenden geht hervor, dass  es für die Stabilität der     Fernsprechverbin-          @dung    günstig     ist,    den Verstärker weder im  Fernamt noch bei den Teilnehmern aufzu  stellen. Für die     prali#tische    Wahl des Auf  stellungsortes werden naturgemäss .die jeweils  vorliegenden Verhältnisse entscheidend sein.  Da die Verstärker im allgemeinen nicht fest  in die einzelnen Verbindungen eingeschaltet  sind, sondern ein-     und    derselbe Verstärker       zwieckmässigerweise    für Verbindungen ver  schiedener Länge benutzt wird, kann dieser      Verstärker naturgemäss nicht für alle Ver  bindungen elektrisch in der     Mitte    liegen.

   Mit  Rücksicht auf die in der Nähe .des Fern  amtes vorhandene grössere Verkehrsdichte       wird    man, um die Verstärker möglichst  gut auszunutzen, ihren Aufstellungsort nach  Möglichkeit in das Zentrum der Netzgruppe  verlegen. Vorteilhaft     ist    für die Aufstellung  .der Verstärker, dass die Leitung zwischen  Verstärker und Fernamt     mindestens    eine  Dämpfung von etwa 0,4     Neper    aufweist. In  einem solchen Fall bleiben die durch die Ver  stärkung .der Echos     hervorgerufenen    Störun  gen innerhalb zulässiger Grenzen.  



  Um an     Schaltmitteln    zu sparen und die  Einschaltung der Verstärker zu vereinfachen,  können die Nachbildungen den Verstärkern  fest zugeordnet werden.     Damit    trotzdem die  Echodämpfung der     Gabelschaltung    auf  einem genügend hohen Wert gehalten wer  den kann, empfiehlt     es    sich, die     Fernvermitt-          lungsleitungen    zwischen .dem Fernamt     und     einem     Verstärkeramt    in ihren elektrischen  Eigenschaften einander gleich zu machen.  Hierfür können gegebenenfalls     LeitunGsver-          iängerungen    und Umbildungsnetzwerke An  wendung finden.

   Die Nachbildung wird  zweckmässig auf der     Fernamtseitc    der Gabel  schaltungen     möglichst    gut gemacht, auf der  Teilnehmerseite ist dann ein geringerer Güte  grad zulässig und die Nachbildung mit ein  fachen     Ohmschen    Widerständen     ausführbar.     



  Im Interesse möglichst grosser Betriebs  sicherheit empfiehlt es sich, die Leitungen  so zu bemessen, dass im allgemeinen eine Ver  stärkung von 1     Neper    ausreicht. Wird die       Verstärkung    .der in die Leitungen einzu  schaltenden Verstärker nicht wesentlich  grösser als     dieser    Wert gewählt, so besteht  die Gewähr, dass das     System    trotz der unter  Umständen schlechten Nachbildungen     an,den     Gabelschaltungen stabil genug ist. Die Sta  bilität ist bekanntlich     gewährleistet,        wenn     die     Gesamtverstärkung    kleiner als die Ge  samtdämpfung ist.

   Es kann also bei schlech  ter Nachbildung, das heisst kleiner Dämp  fung, die Stabilität gewahrt werden, wenn  die Verstärkung klein genug gehalten wird.    Die Verstärker können     selbsttätig    ein  geschaltet werden, und zwar entweder wäh  renddes Wahlvorganges oder nach beendeter  Wahl, oder aber, nachdem der angerufene  Teilnehmer seinen Handapparat abgehoben  hat. Im ersteren Fall müssen die Verstärker  durch Umgehungsschaltungen für die Signal  ströme überbrückt werden. Für den Fall, dass  die Verstärker nur in über Fernleitungen  verlaufende Verbindungen eingeschaltet wer  den, können die Verstärker durch Schalt  mittel in die Verbindung gelegt werden, die  auf die bei der Wahl des Fernamtes durch  den Teilnehmer ausgesandten Wahlimpulse  ansprechen.  



  Handelt es sich um reinen Handbetrieb,  so weiss die Beamtin, sobald der Teilnehmer  sein Ortsamt genannt hat,     bezw.    kann in  einer Tabelle feststellen,     wieviel    Ortsämter  in der Verbindung zu .dem Teilnehmer liegen,  das     heisst    wie lang die     Leitung    ist. Durch  Drücken einer besonderen Taste kann der  Verstärker durch die     Beamtin.    in die Leitung  eingeschaltet werden.

   Eine andere Möglich  keit besteht darin,     dass,    sobald die Verbin  dung     zwischen    den Ortsämtern der beiden  Teilnehmer     bezw.    zwischen dem Teilnehmer  und dem Fernamt durchgeschaltet ist, ent  weder von Hand oder     selbsttätig    eine     kurze          Dämpfungsmessung    dieser Verbindung statt  findet. Der so erhaltene     Messwert    kann als  Kriterium für die Einschaltung der erforder  lichen Verstärkung von Hand .oder auf selbst  tätigem Wege benutzt werden. Im reinen  Ortsverkehr wird man vorzugsweise die Ver  stärker nur bei voll     selbsttätigemVermittlungs-          verkehr    anwenden.

   In diesem Fall stellt die  Nummernfolge des angerufenen Teilnehmers  ein     Kriterium    für die Zahl der Ortsämter  zwischen diesem und dem anrufenden Teil  nehmer dar. Die bei der Wahl     ausgesandten     Stromstösse können .daher zur Einschaltung  ,der erforderlichen Verstärkung auf selbst  tätigem Wege benutzt     werden,    indem sie  beispielsweise ein besonderes auf dem Orts  amt des     anrufenden    Teilnehmers vorgesehenes       @Schrittschaltwerk,    einen     sogenannten    Mit  läufer, in Gang setzen.      Schaltet sich ein Teilnehmer mit Hilfe  seiner selbsttätigen Wahleinrichtung an das  Fernamt an, so wählt die Beamtin im Fern  amt zur Kontrolle die Nummer des Teil  nehmers.

   Die bei dieser Wahl     ausgesandten     Stromimpulse können zur     Einschaltung    der  Verstärkung benutzt werden.  



  Es kann in vielen Fällen vorteilhaft sein,  die für den Betrieb der Verstärker erforder  lichen. Heiz- und Anodenspannungen über an  sich bekannte     Netzanschlusseinrichtungen     ausschliesslich dem Netz zu entnehmen. Bei  der bisherigen Anwendung der Verstärker  in den Fernleitungen war man gezwungen,  aus     Sicherheitsgründen    Batterien vorzusehen,  die im Falle einer Störung am Netz die  Stromlieferung sofort übernehmen können.  Eine derartige     T.Torsichtsmassregel    ist bei der  Anwendung der Verstärker im Ortsverkehr  nicht erforderlich, da im Gegensatz zum  Fernverkehr eine Verständigung zwischen       z@vei'Teilnehmern    auch ohne den Verstärker  an sich     möglich    ist.

   Die Lautstärke nimmt  zwar ab, und .die Dämpfung überschreitet  den vom C. C. .7. vorgeschriebenen Wert,  jedoch     wird    trotz alledem eine Verstärkung  möglich sein.  



  Es ist weiterhin zweckmässig, selbsttätige       Schalteinrichtungen    vorzusehen, die beim  Ausbleibender Netzspannung den Verstärker  aus der Verbindung ausschalten und diese  unmittelbar durchschalten. Beim Fernver  kehr würde der Ausfall der Verstärker die       Verständigung    vollkommen unterbinden, so  dass die erwähnten Sicherheitsmassnahmen  unbedingt erforderlich sind. Im Rahmen der  Erfindung gestaltet sich also die Strom  versorgung der Verstärker aus dem Netz be  sonders einfach.  



  In den     Fig    3 und 6 ist ein Ausführungs  beispiel des Erfindungsgegenstandes .darge  stellt. In     Fig.    3 ist auf dem Ortsamt     OAl     der Verstärker V vorgesehen, der durch die  Umschalter     irl    und     u,.    in die Verbindung  zwischen .den beiden Ämtern     0A1    und     0A2     eingeschaltet werden kann.

   Diese Einschal  tung wird vorgenommen, wenn die über die       Leitung        L@    geführte     Verbindung    den vorge-         schriebenen        Dämpfungswert    überschreitet,  wenn also beispielsweise eine Verbindung von  einem an das Ortsamt     0A3    angeschlossenen  Teilnehmer mit ,dem Fernamt<I>FA</I> hergestellt  werden soll. Der Verstärker V kann sowohl  für den Verkehr mit dem Fernamt, als auch  mit einem andern Ortsamt, zum Beispiel<I>0A4</I>  zur Verstärkung der .Sprechströme herange  zogen werden. Wie schon erwähnt, lässt sich  der Verstärkungsgrad .des Verstärkers an die  Länge der Verbindungsleitung gegebenen  falls selbsttätig anpassen.  



       Fig.    6 zeigt ein Beispiel für eine Netz  gruppe, die gemäss der Erfindung mit Ver  stärkern versehen ist. Im Mittelpunkt .der  Netzgruppe liegt das Fernamt<I>FA.</I> Die mit  Verstärkern versehenen Ortsämter sind durch  schraffierte Rechtecke und die übrigen Orts  ämter     durch    Kreise dargestellt. Die Teil  nehmeranschlüsse sind nur bei den Ämtern       VA,    und<U>0-4.</U> angedeutet. Die Zahlen an  den     Verbindungsleitungen    beziehen sich auf  die     Dämpfungswerte    in     Neper    dieser Leitun  gen.  



  Die Dämpfung b zwischen dem Fernamt  und einem angeschlossenen Teilnehmer setzt  sich aus der von den Amtseinrichtungen her  vorgerufenen Dämpfung     bA,    der Dämpfung  der     Fernvermittlungsleitung        bpv    und der  Dämpfung der Teilnehmerleitung     bT    zusam  men:    b =     b,±        +        bpv        +        bT,       Bei der bisher üblichen Ausführung der  Netzgruppen hatten diese Dämpfungen etwa  die folgenden Werte:

    
EMI0005.0039     
  
    b, <SEP> = <SEP> 0,2 <SEP> Neper
<tb>  bFV <SEP> = <SEP> 0,4 <SEP> @a
<tb>  bT <SEP> - <SEP> 0,4       Wollte man für die Vermittlungsleitun  gen ein     vollkommenes    Bündel, das heisst  gleichartige Leitungen haben, was grosse  wirtschaftliche Vorteile bietet, so musste die       Leiterstärke    nach den längsten Leitungen  bemessen werden. Die grösste     Länge    kann  etwa gleich .dem halben     Verstärkerabstand     des     Fernleitungsnetzes    sein     (bei-    70 km Ver-           stärkerabstan.d    etwa 35 km).

   Daraus folgt,       dass    selbst die kürzesten Vermittlungsleitun  gen mit einem sehr grossen Kupferaufwand       igebaut    werden     :mussten.    Nach der     Erein-          Üung    ist .dieser Nachteil vermieden, da das  Netz so dimensioniert werden kann, dass die       Dämpfung    für die kürzeren Vermittlungs  leitungen den bisher üblichen maximal zu  lässigen Wert von 0,4     Neper    erreicht. Diese       Leitungen    können     unverstärkt    betrieben wer  den.

   Bei Verbindungen über längere Leitun  gen wird zweckmässig etwa an dieser oder an  einer vom Fernamt um mehr als 0,4     Neper     entfernt liegenden     Stelle    der     Verstärker    ein  geschaltet.  



  Nach den     CCJ-Vorschlägen    soll die grösste  Dämpfung zwischen zwei Teilnehmern etwa  3     Neper    betragen, wovon bei der bisher  üblichen Dimensionierung der Fernleitungen  je 1     Neper    auf die Fernleitung und auf die  Ortsleitungen entfällt. Mit dieser Bemes  sung würde bei einem Ortsgespräch über  zwei solcher (einheitlicher) Ortsleitungen :die  maximale Dämpfung nicht ausgenützt, da sie  bloss 2 statt 3     Neper    beträgt.

   Will man den       Ortsverkehr        unverstärkt    abwickeln, so darf  unter     Zugrundelegung,der    Anordnung gemäss       Fig.    6 die Dämpfung     zwischen    Fernamt und  Teilnehmer höchstens 1,5 Neger betragen.  Dann muss bei     Ferngesprächen    .der Verstär  ker eine Verstärkung von 0,5     Neper    haben.  



  In diesem Fall wird die Dämpfung der       Fernvermittlungsleitungen    vorzugsweise auf  einen     Mittelwert    von ungefähr 0,9     Neper     erhöht. Der Verstärker mit 0,5     Neper    Ver  stärkung     wirrt    in den Ortsämtern eingeschal  tet, deren Verbindungsleitungen zum Fern  amt eine Dämpfung von     etwa    0,4 bis 0,9       Neper    haben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Bezirks- und Ortsfernsprechnetz, dadurch gekennzeichnet, dass Leitungen innerhalb von Netzgruppen Tierart bemessen sind, dass ein Teil -der über .diese Leitungen herstellbaren Verbindungen die von C. C. J. vorgeschrie bene Höchstdämpfung überschreitet und dass zur Aufhebung .dieses Dämpfungsüberschus- ses innerhalb der Netzgruppen im Bedarfs falle in die Verbindungen einzuschaltende Verstärker vorgesehen sind. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Fernsprechnetz nach Patentanspruch, da- .durch -gekennzeichnet, dass die Verstär ker an solcher Stelle angeordnet sind, .dass zwischen Fernamt und Verstärker eine Dämpfung von mindestens 0,4 Neper be steht. 2. Fernsprechnetz nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitun gen derart bemessen sind, dass die erfor derliche Verstärkung höchstens 1 Neper beträgt. 3. Fernsprechnetz nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitun gen zwischen Fernamt und einem an die ses angeschlossenen Verstärkeramt glei che elektrische Eigenschaften aufweisen. 4.
    Fernsprechnetz nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den ein zelnen Verstärkern feste Nachbildungen zugeordnet sind. 5. Fernsprechnetz nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Schaltmittel vorgesehen<B>-</B>sind, die Verstärker bei zu hoher Dämpfung einer Verbindung wäh rend des Wahlvorganges oder am Ende desselben einschalten, und dass Umge hungsschaltungen vorgesehen sind, ulie die Verstärker für .die Signalströme über brücken. 6.
    Fernsprechnetz nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Schalt- mittel vorgesehen sind, die Verstärker bei zu hoher Dämpfung einer Verbindung selbsttätig einschalten, wenn der ange rufene Teilnehmer seinen Handapparat abhebt. 7. Fernsprechnetz nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ;Schaltmittel . vorgesehen sind, die durch die bei der Wahl des Fernamtes durch den Teil nehmer ausgesandten Stromstösse betä- tiL't werden und die Einschaltung .der Verstärker bei zu hoher Dämpfung der Verbindung vornehmen. B.
    Fernsprechnetz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass :die Ver stärker in die Verbindungsleitungen zwischen dem Fernamt des Netzes und den an dieses angeschlossenen Teilneh mern, die je nach der örtlichen Lage der Teilnehmer über ein oder mehrere Orts ämter verlaufen, je nach der Länge der Verbindung mit solchem Verstärkungs grad eingeschaltet sind, dass die Dämp fungen zwischen .dem Fernamt und .den Ortsämtern der Teilnehmer unabhängig von der Lage der Teilnehmer dieselbe ist. 9.
    Fernsprechnetz mit selbsttätigen Wahlein richtungen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Schaltmittel vorge sehen sind, die in Abhängigkeit von dem durch eine Dämpfungsmessung an der Leitung zwischen Fernamt und 'Teil nehmer erhaltenen Messwert selbsttätig die Einschaltung der Verstärker be wirken. 10. Fernsprechnetz mit selbsttätigen Wahl einrichtungen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass 'Schaltmittel vorgeseben sind, die durch -die bei der Nummernwahl ausgesandten Stromim pulse betätigt werden und die Einschal tung der Verstärker steuern. 11.
    Fernsprechnetz nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass für die Lie ferung der Heiz- und Anodenspannungen für die Verstärker ausschliesslich Netz anschlusseinrichtungen vorgesehen und dass Schalteinrichtungen angeordnet sind, ,die bei Ausfall der Netzspannung ein geschaltete Verstärker aus der Verbin dung ausschalten und diese unmittel- bar unter Umgehung .des Verstärkers durchschalten.
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