Elektrische Klingelvorrichtung. Den verschiedenen bekannten Bauarten von elektrischen Klingelvorrichtungen haftet der gemeinsame Nachteil an, dass eine be sondere Leitung von der Stromquelle zu der eigentlichen Klingel notwendig ist, wodurch die Montage der Einrichtung erschwert wird, indem die Leitungsverlegung immerhin ge wisse Fachkenntnis voraussetzt.
Gemäss vorliegender Erfindung wird die ser Nachteil dadurch beseitigt, dass zur Be tätigung einer Glocke vorgesehene Mittel mit einer Batterie in einem gemeinsamen Ge häuse vereinigt sind, so dass auch dem nicht fachkundigen Verbraucher die Einrichtung einer Klingelanlage in einfachster Weise er möglicht wird.
Die weiteren Merkmale der Erfindung be ziehen sich auf die konstruktive Ausbildung der Klingelvorrichtung mit Hinblick auf möglichst geringen Stromverbrauch.
Der wesentliche Bestandteil der bisher üblichen .elektrischen Batterieklingeln ist ein aus zwei auf einen U-förmigen Eisenkern aufgesetzten Spulen bestehender Elektro- magnet, dessen magnetischer Kraftlinien fluss über einen mit Schlegel versehenen Anker geschlossen wird. Die Kraftlinien müssen daher den Widerstand von zwei Luft spalten zwischen dem Anker und den Elek- tromagnetkernen überwinden, was den Strom bedarf zur Speisung der Spulen wesentlich erhöht.
Dieser Nachteil wird gemäss der Erfin dung dadurch beseitigt, dass nur eine einzige Spule angeordnet wird, deren Kern mit einer einen Anker tragenden Blattfeder mittelst eines Bügels verbunden ist, wobei Kern, Bügel und Anker aus Weicheisen hergestellt sind.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Klingelvorrichtung gemäss der Erfindung dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 eine Ansicht der Klingelvorrich tung bei um<B>90'</B> geöffnetem Gehäusedeckel, Fig.2 die Klingelvorrichtung in teil weisem Schnitt bei um<B>90'</B> geöffnetem Ge häusedeckel, und Fig. 3 das Schaltungsschema der Gesamt einrichtung einschliesslich Batterie.
Auf dem Deckel 3 des Gehäuses 1, in welchem die Batterie .2 untergebracht ist, ist die Glocke 4 befestigt. Die Mittel zur Betätigung derselben bestehen aus dem Weicheisenkern 5, der die Spule 6 trägt und an seinem äussern Ende mit einem Schrauben gewinde versehen ist, das dazu dient, den gern 5 mittelst Schraubenmutter 7 an dem Weicheisenbügel 8 und das Ganze an dem Gehäuse mittelst der Gegenmutter 9 fest zuhalten. An dem andern Schenkel des Bügels 8 wird mittelst Schrauben 10, 11 die den Anker 13 tragende Blattfeder 12 fest gehalten.
Der mit dem Anker 13 verbun dene und am freien Ende mit der Kugel 15 versehene Schlegelschaft 14 greift durch eine Öffnung im Gehäusedeckel 3 zu der ausser halb gelagerten Glocke 4 .durch. Der Unter brechungskontakt wird von der am Anker 13 isoliert befestigten Blattfeder 16 einer seits und der Stellschraube 17 anderseits ge bildet. Diese Stellschraube ist in der Hülse 18 befestigt, mit welcher auch der Bügel 8, und zwar elektrisch isoliert, verbunden ist, und die zugleich mit ihrem untern, federnd wirkenden Schenkel die Auflagefläche für die eine Kontaktfeder 19 der Batterie liefert.
Die zweite Feder 20 der Batterie liegt gegen den mittelst Schraube 22 und Schrauben muttern 23, 24 isoliert an der Seitenwand des Gehäuses befestigten Kontaktwinkel 21 auf. Zugleich bildet die Schraube 2,2 die eine Anschlussklemme für den Leitungsdraht 25 (Fig. 3) zum Taster 26.
Die zweite Ansehlussklemme für den Lei tungsdraht 27 wird von der Schraubenmutter 28 auf dem früher erwähnten Schrauben fortsatz des Magnetkernes 5 gebildet.
Die Schaltung der Klingelvorrichtung ist aus dem in Fig. 3 dargestellten Schema er- sichtlich. Die Batterie 2 ist über die Kon taktfeder 19 und den Bügel 18 mit der Stell schraube 17 verbunden, welch letztere mit der auf dem Anker befestigten Blattfeder 16, die an die Wicklung der um den Eisenkern 5 gelagerten Spule 6 angeschlossen ist, den Unterbrechungskontakt bildet. Das andere Ende der Spulenwicklung ist mit dem gern verbunden, dessen mit Schraubengewinde versehener Fortsatz zusammen mit der Schraubenmutter 28 die Anschlussklemme für die Verbindungsleitung 27 mit dem Taster 26 bildet.
Der zweite Pol der Bat terie wird durch die Kontaktfeder 20 auf. den Kontaktwinkel 2,1 gebracht, mit dem die als Anschlussklemme für die Tasterleitung 25 dienende .Schraube 2-2 verbunden ist. Die Wirkungsweise der Klingelvorrichtung er gibt sich aus dem Gesagten von selbst und braucht nicht besonders erläutert zu werden.