CH169896A - Verfahren zur Sicherung von Vorratsbehältern für feuergefährliche Flüssigkeiten gegen das Hineinschlagen von Flammen und die dadurch entstehende Explosion der Behälter. - Google Patents
Verfahren zur Sicherung von Vorratsbehältern für feuergefährliche Flüssigkeiten gegen das Hineinschlagen von Flammen und die dadurch entstehende Explosion der Behälter.Info
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Description
Verfahren zur Sicherung von Vorratsbehältern für feuergefährliche Flüssigkeiten gegen das Hineinschlagen von Flammen und die dadurch entstehende Explosion der Behälter. Die vorliegende Erfindung betrifft. ein Verfahren zur Sicherung von Vorratsbehäl tern für feuergefährliche Flüssigkeiten gegen das Hineinschlagen von Flammen und die dadurch entstehende Explosion der Behälter.
Dieses Verfahren beruht auf der Ent deckung, dass ein einerends in eine entzünd bare Flüssigkeit eintauchendes Rohr eine in diesem Rohr sich fortpflanzende Explo sion aufhält, und besteht erfindungsgemäss darin, dass man den Boden des Vorratsbehäl ters stets mit einer Sperrflüssigkeitsschielit bedeckt hält, in welehe die im Behälter aus mündenden Enden der Rohrleitungen für die Flüssigkeit eintauchen.
Die Erfindung betrifft ferner eine Ein richtung zur Ausführung dieses Verfahrens. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass an dem in den Vorratsbehälter ausmündenden Ende der Flüssigkeitsentnahmerohrleitung eine Vor richtung vorgesehen ist, welche die vollstän dige Entleerung des Behälters verhindert, so dass stets eine gewisse Menge Sperrflüssigkeit in dem Behälter zurückbleibt, wobei alle in den Behälter ausmündenden Enden der Rohr leitungen für die Flüssigkeit in diese Sperr flüssigkeit eintauchen.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungs beispiel der erfindungsgemässen Einrichtung und Detailvarianten dar.
Fig. 1 zeigt eine vorzugsweise unter irdisch angeordnete Vorratsbehälteranlage, welche mit dem ersten Ausführungsbeispiel versehen ist, im Längsschnitt, während Fix. 2 bis 5 vier Detailvarianten ver anschaulichen.
Die in Fig. 1 dargestellte Speicheranlage besitzt einen Vorratsbehälter 1, der eine mit- telst einer Schraubkappe 2 abschliessbare Einfüllrohrleitung 3, ein Be- bezw. Ent lüftungsrohr 4, eine Rückflussrohrleitung 5 und eine Flüssigkeitsentnahmerohrleitung 6 aufweist. Die Rohrleitungen 3, 5 und 6 rei chen mit ihren Ausmündungen bis kurz ober- halb des Behälterbodens, während das Rohr 4 an der,
höchst gelegenen Stelle des Behälters einmündet. Dieses Rohr 4 trägt eine mit Lö chern versehene Abschlusskappe 7, wobei im obern Ende des Rohres eine Siebsicherung 8 eingebaut ist, während eine Lamellensiche- rung 9 von bekannter Bauart .das Eintreten einer Explosionswelle in den Tank verhin dert. Die Rohrleitung 6 wird vorzugsweise an die Saugleitung einer Förderpumpe und die Rohrleitung 5 an eine Leitung angeschlos sen sein, durch die zu viel geförderte Flüs sigkeit in den Behälter 1 zurückfliessen kann.
Der Behälter 1 besitzt ferner eine sogenannte Hauptsicherung 10, bestehend aus einer La mellensicherung mit Schmelzplatte oder Über druckventil bekannter Bauart, welche Siche rung ein Bersten des Behälters verhindert, wenn sich zum Beispiel infolge eines Aussen feuers Flammen der sich allfällig entzün denden Gase bilden würden, die dann am Hineinschlagen in .den Lagerbehälter durch die Sicherung verhindert sind.
An Stelle der Lamellensicherung 9 könnte auch ein Kiestopf oder eine Kapillarröhren- sicherung bekannter Bauart vorgesehen sein. Auch ist es möglich, derartige Sicherungs einrichtungen an der Einfüllrohrleitung 3. vorzugsweise ausserhalb des Behälters 1, an zubringen.
Die Rohrleitung 6 taucht in einen auf dem Boden des Behälters stehenden Becher 11, so dass' bei Entleerung des Behälters durch diese Rohrleitung immer noch eine gewisse Sperrflüssigkeitsmenge in dem Behälter zu rückbleiben wird. Der Rand des nur oben offenen Flüssigkeitsbechers 11 ist höher als die Ausmündung der Rohrleitung 6 und ebenfalls der Rohrleitungen 3 und 5. Der Becher 11 kann lose sein oder an dem Be hälterboden bezw. an dem Rohr 6 beispiels weise durch Stege befestigt sein.
Sobald also der Vorratsbehälter 1 bis auf die Höhe des Becherrandes leergesaugt ist, bleibt !die Flüssigkeitshöhe 0-0 unverändert und die Rohrleitungen 3 und 5, die nahe dem Behältergrund ausmünden, tauchen finit ihren in den Behälter ausmündenden Enden in die Flüssigkeit ein. Nur die in dem Be cher 11 befindliche Flüssigkeit kann von der Pumpe weggesaugt werden.
Im Augenblick aber, wo durch das untere Ende derselben Luft in die Saugleitung eintritt, wird die in der Saugleitung unterhalb der Pumpe vorhandene Flüssigkeit über den Becher 11 in den Behälter 1 zurückfliessen, so dass die ser Becher wieder aufgefüllt ist und das in den Behälter ausmündende Ende der Rohr leitung 6 nunmehr auch in die Flüssigk .it eintaucht.
Entstehen durch irgendwelche Umstände Explosionen in den Rohrleitungen 3, 5 und 6 für die Flüssigkeit oder in,den in der Zeich nung nicht dargestellten Anschlussorganen dieser Rohre, so werden sich diese Explosio nen nicht auf die im Innern des Behälters 1 vorhandenen explosiven Gase erstrecken, son dern werden durch die Sperrflüssigkeit er stickt. Durch zahlreiche praktische Versuche ist diese Tatsache bewiesen.
An Stelle des Bechers 11 können auch andere Mittel verwendet werden zur Her stellung des Sperrflüssigkeitsverschlusses.
Bei der Variante gemäss Fig. 2 ist das untere Ende der Entnahmerohrleitung 6 un ten U-förmig abgebogen, so dass der Flüssig keitsspiegel beim Absaugen auf die Linie 0-0 sinken kann. Bei der Variante gemäss Fig. 3 mündet die Rohrleitung 6 in die an ihr befestigte Kapsel 11' ein, die oberhalb des Rohrleitungsendes Öffnungen aufweist. Auch hier kann beim Absaugen der Flüssig keitsspiegel nur auf die Linie 0-0 sinken. da beim Erreichen dieser Linie Luft ange saugt wird. Bei den Varianten nach Fig. 4 und 5 tauchen die beiden Rohrleitungen 3 und 6 in einen Bodensack 1' des Behälters 1 ein.
Die Entnahmerohrleitung 6 besitzt kurz oberhalb des Bodens des Behälters 1 einen halbkreisförmigen, wagrechten Schlitz 6', der von einem an das Ende der Rohrleitung 6 angeschweissten Kragen 12, wie aus der Zeichnung ersichtlich, umgeben ist. Durch diese Vorrichtung wird die Rohrleitung 6 sofort belüftet, wenn der Flüssigkeitsstand auf die Linie 0-0 gefallen ist, so dass der Sack 1' immer gefüllt bleiben wird. Diese Belüftung kann, wie in Fig. 5 gezeigt ist, auch mittelst eines an dem untern Ende der Rohrleitung G befestigten U-Rohres 1statt- finden.
Claims (1)
- PATEN TANSPRirCHE I. Verfahren zur Sicherung von Vorrats behältern für feuergefährliche Flüssig keiten gegen das Hineinschlagen von Flammen und die dadurch entstehende Explosion,der Behälter, dadurch gekenn zeichnet, dass man den Boden des Vor ratsbehälters stets mit einer Sperrflüssig keitsschicht bedeckt hält, in welche die im Behälter ausmündenden Enden der Rohrleitungen für die Flüssigkeit ein tauchen.1I. Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass an dem in den Vor ratsbehälter ausmündenden Ende der Flüssigkeitsentnahmerohrleitung eine Vorrichtung vorgesehen ist, welche die vollständige Entleerung des Behälters ' verhindert, so dass stets eine gewisse Menge Sperrflüssigkeit in dem Behälter zurückbleibt, wobei alle in den Behälter ausmündenden Enden der Rohrleitungen für die Flüssigkeit in diese Sperrflüssig keit eintauchen.UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ent nahmerohrleitung in einen Becher ein taucht, dessen Rand höher ist als die Ausmündungen der bis in die Nähe des Behälterbodens reichenden Rohrleitungen für die Flüssigkeit. 2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Becher mit der Entnahmerohrleitung verbunden ist.3. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das untern Ende der Entnahmerohrleitung U-förmig abgebogen ist. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ent- nahmerohrleitung in eine an ihr befestigte Kapsel einmündet, die oberhalb des R.ohr- leitungsendes Öffnungen besitzt.5. Einrichtung nach Patentanspruch Il. dadurch gekennzeichnet, dass die Ent nahmerohrleitung in einen Bodensack des Behälters eintaucht, wobei die Rohr leitung an diesem Ende eine Belüftungs vorrichtung aufweist, so dass der Boden sack stets gefüllt bleibt. 6. Einrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die Be- lüftungsvorrichtung aus einem von einem Kragen umgebenen wagrechten Schlitz besteht.7. Einrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, däss die Be lüftungsvorrichtung aus einem an dem einen Ende der Entnahmerohrleitung be festigten U-Rohr besteht.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH169896T | 1933-06-28 |
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| CH169896D CH169896A (de) | 1933-06-28 | 1933-06-28 | Verfahren zur Sicherung von Vorratsbehältern für feuergefährliche Flüssigkeiten gegen das Hineinschlagen von Flammen und die dadurch entstehende Explosion der Behälter. |
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Cited By (5)
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|---|---|---|---|---|
| US2521773A (en) * | 1945-07-12 | 1950-09-12 | Daniel H Bierman | Vented closure |
| DE961426C (de) * | 1953-11-18 | 1957-04-04 | Nynaes Petroleum Ab | Ventilationsvorrichtung fuer Tanks |
| US2790578A (en) * | 1952-10-10 | 1957-04-30 | Benjamin A Moeller | Liquid conservation system |
| DE1032173B (de) * | 1957-05-11 | 1958-06-12 | Wilke Werke Ag | Sicherheitstopf mit Fluessigkeitsverschluss fuer Behaelter mit brennbaren Fluessigkeiten |
| US5494084A (en) * | 1994-06-27 | 1996-02-27 | Ashland Inc. | Inert gas fill nozzle and pressure relief valve |
-
1933
- 1933-06-28 CH CH169896D patent/CH169896A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2521773A (en) * | 1945-07-12 | 1950-09-12 | Daniel H Bierman | Vented closure |
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