CH170098A - Verfahren zur Herstellung von sodahaltigem Seifenpulver. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von sodahaltigem Seifenpulver.Info
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verfahren zur Herstellung von solohaltigem Seifenpulver. Es ist bereits bekannt geworden, durch Verarbeitung von Seifenschnitzeln mit Soda, Wasserglas und andern Salzen in Misch- maschinen Seifenpulver herzustellen. Man hat aber hierbei bisher kein gleichmässiges Pulver erhalten können.
Es wurde nun gefunden, dass man in tech nisch einfacher Weise sodahaltiges Seifen pulver dadurch herstellen kann, dass man feste Seife, z. B. in Form von Schnitzeln, Stücken oder Riegeln, mit einer zur Bindung des vor handenen Wassers genügenden Menge caIci- nierter Soda vermischt, diese Mischung auf Walzenmaschinen ohne Wärmezufuhr bis zum Vorliegen eines homogenen, trockenen Pulvers knetet und danach gegebenenfalls zerkleinert.
Den Mischungen von fester Seife und calci- nierter Soda können auch andere alkalisch reagierende Salze, wie Wasserglas, Boiax, ferner Parfüms und dergleichen zugesetzt werden.
Zum Kneten der angegebenen Mischung können die bekannten Walzenmaschinen, bei- spielsweise Walzenstühle oder Kollergänge, benutzt werden. Insbesondere sind hierfür die in der Seifenindustrie unter der Bezeichnung "Piliermaschineri" bekannten Vorrichtungen geeignet.
Wenn man die Mischung durch eine Pilier- maschine gehen lässt, so fällt bereits von dieser ein vollkommen homogenes Pulver an. Man kann hierbei zweckmässigerweise so verfahren, dass man zum Abnehmen des Pulvers von der Phermaschine an Stelle der üblichen Ab- nehü.emesser Bürsten verwendet. Das so er- halterie#S_e fe-rpulver kann gegebenenfalls zur weiteren Verfeinerung in einer Mühle gemahlen werden.
Dieses ist bei einer Mischung, die nicht über eine Walzenmaschine gelaufen ist, bedeutend schwerer und in den meisten Fällen überhaupt nicht möglich, weil die nicht gänz lich mit der Soda verarbeiteten Seifenschnitzel von 60 bis 65 % Fettsäuregehalt beim Mahlen kleben, so dass die Mühle stehen bleibt.
Beim Durchkneten der vorstehend ange gebenen Mischung auf Walzenmaschinen wird jedoch der Wassergehalt der Seifenschnitzel von der Soda vollkommen gebunden, so dass ein trockenes Pulver entsteht, das mahlfähig ist: Das vorliegende Verfahren ist besonders für solche Betriebe wertvoll, die keine flüssige Seife herstellen und auch nicht die Möglich keit haben, Seife in flüssige Form zu über führen.
Nach dem Verfahren gemäss der Erfin dung gelingt es, in technisch einfacher Weise ohne Erwärmen aus fester Seife Seifenpulver von ausgezeichneter Qualität herzustellen, die den nach andern Verfahren, beispielsweise nach dem Zerstäubungsverfahren hergestellten Seifenpulvern vollkommen ebenbürtig sind. <I>Beispiele;</I> 1. 673 kg gehobelte Kernseife mit 67% Fettsäuregehalt werden im Knetwerk mit 204 kg kalz. Soda, 82,5 Wasserglas<B>(380</B> Be) und 53,5 kg Wasser vermischt.
Die Mischung wird auf einer 4-Walzen-Piliermaschine ein mal piliert und sodann gemahlen. Man erhält ein ausgezeichnetes, feines Seifenpulver, das vollkommen gleichmässig zusammengesetzt ist und einen Fettsäuregehalt von 44,9'/o auf weist.
2. 696 kg Seifenriegel mit 65% Fettsäure- gehalt, 234 kg Wasserglas (38 0 B6) und 70 kg kalz. Soda werden mittelst eines Kollerganges geknetet und gewalzt.
Man erhält so ein Seifenpulver, das einen Fettsäuregehalt von 45% aufweist. Es ist bereits bekannt geworden, seifen- haltige Waschmittel in Form geformter Pro dukte durch Vermischen von Seifen mit den üblichen Salzen in geeigneten Misch- und Walzenmaschinen herzustellen und von diesen in Form von Flocken, Bändern und dergleichen abzunehmen.
Demgegenüber unterscheidet sich das vor liegende Verfahren dadurch; dass keine ge formten Seifenprodukte, sondern Seifenpulver in technisch ausserordentlich einfacher und vor teilhafter Weise hergestellt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von sodahal- tigem Seifenpulver, dadurch gekennzeichnet, dass man feste Seife mit einer zur Bindung des vorhandenen Wassers genügenden Menge kalzinierter Soda auf einer Walzenmaschine ohne Wärmezufuhr bis zum Vorliegen eines homogenen, trockenen Pulvers knetet. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Mischungen von Kernseife und Soda noch andere al kalisch reagierende Salze zusetzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als alkalisch reagierendes Salz Borax zusetzt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE170098X | 1932-10-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH170098A true CH170098A (de) | 1934-06-30 |
Family
ID=5688163
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH170098D CH170098A (de) | 1932-10-10 | 1933-08-07 | Verfahren zur Herstellung von sodahaltigem Seifenpulver. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH170098A (de) |
-
1933
- 1933-08-07 CH CH170098D patent/CH170098A/de unknown
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