Gleitbahnvorriehtung mit beweglicher Gleitbahn an Aufzügen. Vorliegende Erfindung betrifft eine Gleit- balinvorrichtung mit beweglicher Gleitbahn an Aufzügen. Es sind bereits Gleitbahnvor- richtungen an Aufzugskabinen bekannt, bei welchen die beweglich gelagerte Gleitbahn vermittelst eines Grestänges durch einen oben oder unten an die Kabine angebrachten Magneten oder Hilfsmotor betätigt wird, um sie in oder ausser dem Bereich eines an jedem Schachttürschloss befindlichen Rollen hebels zu bringen.
Nun bringt aber bei Wechselstrom-Steue- rungen, um die es sich vornehmliclihandelt, die Verwendung von Motoren und insbeson dere von Magneten stets unangenehme Ge räusche bei der Betätigung der Gleitbahn mit sich, und die Verwendung eines beson deren Gestänges ergibt eine Komplikation und bedingt einen gewissen Aufwand an Montagearbeit.
Wechselstrommagnete oder Motoren sind aber für die erforderliche Lei stung bereits so gross, dass sie nicht mehr im Räum zwischen der Kabinen- und Schacht- wand untergebracht werden können, weil der Raumverlust ein zu grosser wäre, wes halb eben ein Gestänge zwischengeschaltet werden inuss.
Diese Nachteile werden nun bei der Gleit- bahnvorrichtung gemäss der Erfindung da durch beseitigt, dass die Gleitbahn zwischen Schachtwand und Kabinenvorderwand un mittelbar an den Ankern vor) mindestens zwei parallelzueinanderangeordneten, an der Kabinenvorderwand befestigten Gleichstrom magneten angebracht und mittelst einer Parallelführungsvorrichtung geführt ist, wo bei den Magneten eine Dämpfungsvorrich- tung zur Begrenzung des Gleitbahnbubes in den Endstellungen zugeordnet ist.
Dank dieser Anordnüng wird jedes Ge stänge überflüssig und da an Stelle eines einzigen, für eine bestimmte Zugkraft zu voluminös ausfallenden Magnetes eine An zahl parallel angeordneter und wirkender Magnete vorgesehen sind, kann die Vorrich tung so kompendiös gebaut werden, dass sie im engen Raum zwischen Schaltwand und Kabinenvorderwand gut Platz findet. Dank der Verwendung von Gleichstrommagneten, -welche weder im Anzug, noch im Betrieb brummen, fällt auch das besonders in Wohn häusern eine starke Belästigung verursachende Geräusch weg.
Für der) Anschluss der Mag nete in Wechselstromsteuerungen wird zweek- mässigerweise ein Gleichrichter verwendet.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in der Zeichnung darge stellt, und zwar zeigt: Fig. <B>1</B> die Vorrichtung in Stirnansicht, Fig. 2 eine Seitenansioht und Fig. <B>3</B> eine Draufsicht derselben; Fig. 4 zeigt in kleinerem Massstab die Anbringung der Vorrichtung an der Kabine ZD und Fig. <B>5</B> das Schaltungssehema, des 31agriet- kreises.
Zwischen zwei Tragwinkeln<B>1</B> ist das Magnetgehäuse <B>5</B> mit parallel zur Seiten fläche der Tragwinkel liegenden Längsaxen der beiden Magnete 31 und<B>32</B> angebracht. Die beiden Tragwinkel<B>1</B> haben seitlich herausragende Lappen 2, die mittelst<B>je</B> einer Kopfschraube 4 an der Vorderwand der Kabine K (Fig. 4) befestigt sind, und zwar hat jeder Lappen einer) Schlitz, was das Aufsetzen der ganzen Vorrichtung V auf die lEfalteschrauben 4 und das Abnehmen von denselben sehr vereinfacht. Die Kerne 61,<B>62</B> der beiden Magnete 31, 32 sind an einem gemeinsamen Anker<B>7</B> befestigt, welcher die Gleitbahn<B>8</B> trägt.
Zwischen den beiden im Abstand angeordneten Magnetspulen ist ein Luftdämpfer<B>9</B> im Magnetgebäuse eingesetzt, dessen Kolbenstange<B>10</B> am Anker<B>8</B> befe stigt ist, und dessen Dämpfungswirkung so einreguliert<B>,</B> werden kann, dass die Magnete ohne Schlag anziehen. Die beiden Magnet kerne sind in üblicher Weise zwecks Ver hinderung des Klebens ausgebildet. Der An ker<B>7</B> hat an beiden Enden gegen die Mag nete gerichtete Gabeln<B>11,</B> welche an Win kelhebeln 12 angelenkt sind, die an den Tragwinkeln<B>1</B> gelagert sind.
Die beiden freien Arme der Winkelhebel 12 sind durch eine Stange<B>13</B> miteinander verbunden, so dass der Anker mit den Magnetkernen parallel geführt ist. Zur Rückführung der Gleitbahn in die Betriebsstellung ist eine Zugfeder 14 vorgesehen, welche zum Beispiel am Magnet gehäuse<B>6</B> verankert ist und am untern Win kelhebel 12 angreift. Sowohl hierbei, als auch beim magnetischen Verschieben irr die Ausser- betriebsstellung bewirkt der Luftdämpffer <B>9</B> eine Dämpfung und schlagfreie Hubbegren zung.
Auf dein obern Tragwinkel<B>1</B> ist isoliert eine Stenkdose <B>15</B> befestigt, und vor dieser sind zwei Kontaktfedern<B>16</B> angebracht, zwischen welchen ein am Anker isoliert an gebrachter Kontaktstift<B>17</B> Kontakt macht. Die Vorrichtung wird mittelst eines in die Steckdose<B>15</B> einzusetzenden Steckers an die Aufzugssteuerung angeschlossen, so dass bei einer Demontage kein Lösen der Anschluss- leitung erforderlich ist.
Wie Fig. 4 zeigt, ist die Vorrichtung<B>T7</B> an der Vorderwand der Kabine K in solcher Höhe befestigt, dass sie bei in Haltestellung befindlicher Kabine sich gegenüber dem Schachttürschloss <B>8</B> befindet, an welchem der mit der beweglichen Gleitbahn zusammen wirkende Rollenhebel sitzt.
Fig. <B>5</B> zeigt das Schaltungsschema des Magnetkreises. T ist der Transformator, welcher den Gleichrichter<B>G</B> speist, an wel chen die Magnetspulen 31 und 32 in Parallel- scbaltung angeschlossen sind. In Serie mit den Magnetspulen liegt ein Vorschaltwider- stand W, welcher durch den Schalter<B>16, 17</B> kurzgeschlossen werden kann. Zum Aus- und Einschalten der Magnetspulen dient ein Schalter r.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vor richtung ist folgende-.
Wenn die Schachttüren der Aufzugsan lage sämtlich vollkommen geschlossen sind, wird zum Beispiel durch einen Druck auf einen Druckknopf der Stockwerksteuerung der Schalter I geschlossen, so dass der Strom vom Pluspol des Gleichrichters<B>G</B> über den Schalter<B>1</B> zu den Magnetspulen Si und<B>32</B> und den geschlossenen Schalter<B>16, 17</B> zum Minuspol des Gleichrichters fliesst. Die Mag nete ziehen den Anker<B>7</B> an, so dass die Gleitbahn aus dem Bereich des damit zu sammenwirkenden Rollenhebels herausgerückt wird.
Im letzter) Augenblick der Magiietbe- wegung unterbricht der Kontakt<B>16, 17</B> den Stromkreis, so dass nun der Strom über den Vorschalt- bezw. Begrenzungswiderstand TV fliesst, da der Gleichstrommagnet zum Halten ein geringeres Kraftfeld benötigt. Sobald der Strom am Kontakt I wieder unterbrochen wird, fällt der Anker<B>7</B> ab und die Feder 14 führt durch Vermittlung der Witikelhebel 12 die Gleitballti in die in Fig. 2 dargestellte Betriebsstellung zurück, wobei sich der Kon takt<B>16, 17</B> wieder schliesst.
Der Hilfsstrom kreis init letzterem Kontakt und dem Vor- schaltwiderstand W ergibt den weiteren Vor.- teil, dass der Schalter,<B>1</B> infolge der geringeren Haltestromstärke beim Anschalten weniger beansprucht wird und der Magnetanker in folge des schwächeren Feldes der beider) Mag nete rascher zurückfällt.
Es könnten auch mehr als zwei Magnete vorgesehen sein.