CH170423A - Verfahren zum Verbessern von Bädern zur Behandlung von Textilien tierischen Ursprungs und solche enthaltendem Material. - Google Patents

Verfahren zum Verbessern von Bädern zur Behandlung von Textilien tierischen Ursprungs und solche enthaltendem Material.

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CH170423A
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/19—Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with synthetic macromolecular compounds
    • D06M15/37—Macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D06M15/39—Aldehyde resins; Ketone resins; Polyacetals
    • D06M15/41—Phenol-aldehyde or phenol-ketone resins
    • D06M15/412—Phenol-aldehyde or phenol-ketone resins sulfonated

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Description


  Verfahren zum     Verbessern    von Bädern zur Behandlung von Textilien tierischen  Ursprungs und solche enthaltendem     Material.       Es wurde gefunden,     .dass    man Bäder zur  Behandlung von Textilien tierischen Ur  sprungs und solche enthaltendem     Material     verbessern kann, wenn man diesen Bädern  mindestens ein mit einem     Sulfit    behandeltes  Kondensationsprodukt aus einem Phenol und  einer kondensationsfähigen     Carbonylverbin-          dung    zusetzt. Solche Bäder sind beständig.

    Tierische Fasern, die in derartigen Bädern  behandelt werden, erlangen dank dem Zusatz  eines der genannten Stoffe eine geringere  Aufnahmefähigkeit für Farbstoffe, insbeson  dere saure oder     neutralziehende,    was bei .der  Verwendung der Bäder zum Färben oder  Walken von Wichtigkeit ist. Man kann so  die tierische Faser in     Mischgeweben    reser  vieren, ferner gutdurchgefärbte und egale  Färbungen erzielen. Auch Ton- in Ton  färbungen können mit Vorteil unter Anwen  dung der angeführten Flotten hergestellt  werden. Verwendet man beim Walken, ins  besondere bei der sauren Walke solche Bäder,    die eines der genannten wasserlöslichen Deri  vate enthalten, so wird das Ausbluten von  Farbstoffen auf     mitgewalkte    weisse Wolle  vermindert.  



  Die gemäss vorliegender Erfindung zu  verwendenden Hilfsstoffe erhält man bei  spielsweise, wenn man harzartige, in ver  dünnten     Alkalihydroxydlösungen    - lösliche  Kondensationsprodukte aus Phenol und seinen  Homologen und Derivaten, wie     Kresole,          Halogenphenole,        Halogenkresole    einerseits  und aus kondensationsfähigen     Carbonylver-          bindungen,    worunter Aldehyde und     Ketone     zu verstehen sind, wie Formaldehyd, ander  seits mit einem     .Sulfit    behandelt. Die Kon  densationsprodukte können in Gegenwart von  sauren oder basischen Kondensationsmitteln       hergestellt    werden.

   Ein geeignetes Ausgangs  material     stellen    zum Beispiel .die flüssigen,  halbfesten oder festen, in Gegenwart von  basischen Kondensationsmitteln erzeugten  Phenol -     Formaldehydkondensationsprodukte         vom Typus des Bakelits A .dar. Man kann  aber auch von kristallisierten Kondensations  produkten ausgehen, die man beispielsweise  aus Phenol oder     Kresol    einerseits und For  maldehyd,     Acetaldehyd,        Aceton    und der  gleichen anderseits in Gegenwart von sauren       Kondensationsmitteln    erhält und die durch  Behandeln mit Formaldehyd und     Sulfiten    in  wasserlösliche Derivate übergeführt werden.

    In diesen Fällen entstehen sehr "wahrschein  lich Produkte, die die Gruppe<B>-CH,.</B>     SO"H     enthalten. Derartige Ausgangsstoffe sind  beispielsweise     Bis-(4-oxyphenyl)-methan,        1,1-          Bis-(p-oxyphenyl)-äthan,        Bis-(4-oxyphenyl)-          ,dimethylmethan.     



  Zur Umwandlung in die wasserlöslichen  Derivate kann man. die     Kondensationspro-          dukte.    mit wässerigen Lösungen von     Sulfiten     erhitzen, gegebenenfalls in     Gegenwart    von  Formaldehyd. Es kann zweckmässig sein,  unter Druck zu arbeiten, oder wasserlösliche,  organische Lösungsmittel zuzufügen. Die  genannten Produkte können allein oder zu  sammen mit wasserlöslichen     Salzen,    Netz  mitteln oder andern geeigneten Stoffen als       Zusatzmittel    Verwendung finden.  



       Beispiel   <I>1:</I>  Man löst in 1000 Gewichtsteilen eines  zum Färben von Halbwolle     znit    Direkt  himmelblau grünlich (Schultz, 7. Auflage,  Nr. 510) bestimmten Färbebades 0,5 Ge  wichtsteile     Jes    in folgender Weise hergestell  ten     Produktes:    Man     vermischt    1190 Ge  wichtsteile Phenol mit 1038 Gewichtsteilen  einer neutralen     Formaldehydlösung    von  <B>36,6%</B> Gehalt (Gewicht), fügt 19 Raumteile       Ammoniaklösung    von 25 % Gehalt hinzu und  erhitzt auf einem siedenden Wasserbad wäh  rend etwa 6 Stunden, nach welcher Zeit eine  deutliche Schichtentrennung eingetreten ist.

    Die     untere,    das Kondensationsprodukt enthal  tende Schicht wird abgezogen und bei etwa  50 bis 60   unter vermindertem Druck weiter  eingedampft. 31,3 Gewichtsteile des erhal  tenen dickflüssigen, in Alkohol und verdünn  ter     Natriumhydroxydlösung    löslichen Kon  densationsproduktes werden mit einer wässe-         rigen    Lösung von 42     Gewichtsteilen    wasser  freiem, neutralem     Natriumsulfit    unter     Rück-          fluss,    auf dem siedenden Wasserbad erhitzt,  bis eine Probe der entstandenen Lösung sich  mit Säure nicht mehr trübt. Dabei ist durch  Rühren für eine gute     Durchmischung    Sorge  zu tragen.

   Nach dem Eindampfen zur       Troehne,    was zweckmässig unter verminder  tem Druck erfolgt, erhält man ein Pulver, das  von Wasser und verdünnter Mineralsäure  leicht gelöst wird. Verwendet man die be  schriebene Flotte zum Färben von Halbwolle,  so wird die Wolle viel weniger angefärbt als  bei Verwendung einer Färbeflotte, die ohne  den genannten Zusatz hergestellt wurde.  



       Beispiel   <I>2:</I>       Man    löst 1 Gewichtsteil des im Beispiel 1  beschriebenen Hilfsstoffes in 1000 Gewichts  teilen eines mit 1 % Direkthimmelblau, grün  lich (Schultz, 7. Auflage, Nr. 510) angesetz  ten Färbebades, das zum Nachdecken einer  mit 2 % Orange     II        (Schultz,    7. Auflage,  Nr. 189), 4 % Ameisensäure,<B>10%</B> kristalli  siertem Natriumsulfat hergestellten Färbung  auf     Halbwollstück    dienen soll.  



  Verwendet man eine solche Flotte zum  Färben, so zeigt die Halbwolle nach dem  Waschen und Trocknen einen klaren Zwei  farbeneffekt, der ohne den Zusatz     .des    Hilfs  stoffes nicht erreicht wird.  



       Beispiel   <I>3:</I>  Man löst 0,5 Gewichtsteile des im Bei  spiel 1 beschriebenen Hilfsstoffes in 1000       Gewichtsteilen    eines Färbebades, das     0,127          Gewichtsteile        Benzylbordeaux    B     (Schultz,     7. Auflage,     Nr.120),    1 Gewichtsteil Schwe  felsäure von 66       B6    und 1,25 Gewichtsteile  kristallisiertes Natriumsulfat enthält.  



  Färbt man ein Stück schweren Herren  stoff in dieser Flotte erst bei<B>50',</B> dann bei       Kochtemperatur,    so erhält man eine aus  gezeichnet egale Ausfärbung.  



  <I>Beispiel</I>  Man löst 0,4 Gewichtsteile des im Bei  spiel 1 beschriebenen Hilfsstoffes und 1     gr              Schwefelsäure    in 1000 Gewichtsteilen Was  ser. Walkt man Wolle, die mit 1 % des Na  triumsalzes der     Monos:ulfonsäure    des oxy  dierten     Kondensationsproduktes    aus     4;

  4'-Di-          äthylamino-diphenylcarbinol    und     N--Benzyl-          a-naphthylamin    wie     üblieh    sauer .gefärbt  wurde,     zusammen    mit weisser Wolle, so wird  die letztere nicht oder nur spurenweise an  gefärbt, während ohne Zusatz des erwähnten  Produktes starkes Ausbluten eintritt.

   Ähn  liche Resultate erhält man mit Farbstoffen  anderer Gruppen, zum Beispiel mit     Azofarb-          stoffen,    wie Orange     II        (cf.        Colour    Index 151)  oder mit Chromverbindungen von     o-Oxyazo-          farbstoffen,    wie zum Beispiel die Chromver  bindung des Farbstoffes aus     5-Nitro-o-amino-          phenol    und     2-Amino-naphthalin-6-sulfosäure.            Beispiel   <I>5:</I>  In 3000 Gewichtsteilen Wasser löst man  2     Gewichtsteile        Alizarinsaphirblau    G (Schultz,  7.

   Auflage, Nr. 1187), 12     gr    eines     sulfonier-          ten    Öls und 0,6 Gewichtsteile eines Farbstoff  präparates, bestehend aus  40%     1,4-Dimethyl@diaminoanthrachinon,     20% des im Beispiel 1 beschriebenen  Hilfsstoffes,  40%     trockener        Sulfitablauge.       Färbt man in obiger Flotte 100 Gewichtsteile  eines Mischgewebes aus Wolle und Acetat  seide während einer Stunde bei 40 bis<B>80'</B>    aus, wobei gegen das Ende der Operation  zweckmässig 2 Teile Ameisensäure zugesetzt  werden, so erhält man eine egale Färbung.  Die Wolle ist dabei reibechter als bei Ver  wendung einer Flotte, die den genannten  Hilfsstoff nicht enthält.  



  <I>Beispiel 6:</I>  An Stelle des im Beispiel 1 beschriebenen  Hilfsstoffes löst man 0;5 Gewichtsteile des  Einwirkungsproduktes von Formaldehyd und       Sulfit    auf     Di-p-oxyphenyl-methyl-methan    in  1000 Gewichtsteilen eines zum Färben von  Halbwolle mit Direkthimmelblau grünlich       (Schultz,    7. Auflage, Nr. 510) bestimmten  Färbebades. Man erzielt so eine ähnlich  günstige Wirkung wie im Beispiel 1.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Verbessern von Bädern zur Behandlung von Textilien tierischen Ursprungs und solche enthaltendem Ma terial, dadurch gekennzeichnet, dass man Bädern mindestens ein mit einem Sulfit behandeltes Kondensationsprodukt aus einem Phenol und einer kondensations fähigen Carbonylverbindung zusetzt. Solche Bäder sind beständig. II. Bad, hergestellt nach dem Verfahren ge mäss Patentanspruch I.
CH170423D 1933-06-30 1933-06-30 Verfahren zum Verbessern von Bädern zur Behandlung von Textilien tierischen Ursprungs und solche enthaltendem Material. CH170423A (de)

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