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Laufkupplung für Maschinengewehre und dergleichen. Bei Maschinengewehren, insbesondere bei solchen mit Luftkühlung, ist es notwendig, nach grösseren Schussserien (etwa nach 250 bis 500 Schuss) den heiss geschossenen Lauf gegen einen Reservelauf auszuwechseln. Das Wechseln des Laufes, da es meist schnell vorgenommen werden muss, setzt demgemäss auch eine rasch lösbare Laufbefestigung voraus, bei der das Abnehmen des Laufes bequem mit einfachen Handgriffen erfolgt, ohne dass die übrigen Teile des Gewehres in Mitleidenschaft gezogen werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine solche neuartige Laufbefestigung, bei der der Laufträger und der Verschlusskasten in einfachster und bequem lösbarer Weise miteinander gekuppelt sind, so dass es nur einer kurzen seitlichen Schwenkbewegung von etwa l20 der gekoppelten Teile gegeneinander bedarf, um den Lauf in die Abnahmelage zu bringen.
In der Zeichnung ist die Erfindung in zwai beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 die Teile in der Kupplungslage in Längsansicht, teilweise im Schnitt, Fig. 2 die Teile in gleicher Lage im Querschnitt nach Schnitt A-B,der Fig. 1, Fig. 3 die Teile in gleicher Schnittführung, jedoch in der entkuppelten Lage, gegeneinander verschwenkt; Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform in Längsansicht; Fig. 5 ist ein Längsschnitt nach Fig. 4. Der Lauf 1 ist mit seinem hintern Ende in der Führungsmuffe (Laufmuffe) m mit Gleitsitz eingelagert, während die Schloss- hülse h wie gewöhnlich ,die Kammer k und .die andern Schlossteile aufnimmt.
Laufmuffe und Schlosshülse stossen: in einer senkrecht zur Mittelachse liegenden. Ebene, der Trennfuge f, aneinander. An der Oberseite von Muffe und Hülse ist .die beide verbindende .Schraube s angeordnet, welche parallel zur Mittelachse liegend und mit ihrem Gewindestück in die Hülse verschraubt, den Drehbolzen bildet, um ,den Muffe und Hülse seitlich gegeneinander
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verschwenkt werden können. Auf diese Weise bilden Muffe und Hülse gewissermassen Teile einer Kupplung.
Der Zusammengriff der beiden unter Sicherung gegen axiale und radiale Verschiebung zu kuppelnden Teile erfolgt an der Unterseite vermittelst eines dort an der Führungsmuffe vorgesehenen,@ parallel zur Stossfläche genuteten Fortsatzes m3 und einem in dessen Nut m1 passenden Bund hl an der schwenkbaren Schlosshülse h. Die seitliche Abstützung in der Eingriffslage bewirken aneinander zur Anlage kommende Schulterflächen na2 und h2, die auf ms neben der Nut f1 bezw. neben dem Bund hl angebracht sind.
Als Sicherungsriegel der Kupplung, der die Teile in der Eingriffs- oder Kupplungslage feststellt, ist parallel zur Verbindungsschraube s, und dieser in bezug auf die Laufbohrung diametral gegenüberliegend, unterhalb des Bundes hl und der Nut ml der Druckstift c angeordnet, welcher in der Kupplungslage der Teile unter der Wirkung seiner Feder mit einer rückwärtigen Nase c3 in eine Rast (Ausnehmung) h3 des Bundes hl eintritt, hingegen, wenn die Teile entkuppelt (abgeschwenkt) werden sollen, soweit zurückgedrückt wird, dass seine Nase aus der Rast austritt und die Hülse freigibt.
In der abgeschwenkten Lage (Fig. 3) kann dann der hierdurch freigelegte Lauf ohne weiteres aus seiner Muffe herausgezogen und der Reservelauf eingeschoben werden, worauf dann die Teile wieder in die Schluss- oder Eingriffslage zurückgeschwenkt werden. Sobald die Schultern m2, h2 aneinander zur Anlage gekommen sind, schnappt auch der Druckstift c bezw. dessen Nase c3 in ihre Rast h3 des Bundes hl ein, womit die Teile in der Kupplungslage festgestellt sind. Es bedarf also zum Laufauswechseln lediglich ein paar einfacher Handgriffe, welche bequem und ohne besondere Vorsicht ausgeführt werden können; die Möglichkeit eines Versehens oder einer unrichtigen Einstellung der Teile ist völlig ausgeschlossen.
Um die Handhabung beim Herausziehen des heissen Laufes zu erleichtern, ist die Anordnung so getroffen, dass vermittelst des Druckstiftes c zugleich auch die Lockerung des Laufes in der Muffe erfolgen kann. Zu diesem Behufe ist die Nabe des auf dem Vorderbund c2 des Bolzens c sitzenden, hül- senförmigen Druckknopfes cl nach rückwärts verlängert und der Lauf an seiner Unterseite mit einer kurzen Leiste h versehen, gegen die die verlängerte Nabe des Druckknopfes zur Anlage gebracht werden kann. Infolgedessen kann, durch entsprechendes Einwärtsdrücken des Knopfes, der Lauf um ein gewisses Stück aus der Muffe herausgeschoben und damit leichter erfasst werden.
Entsprechend der Ausführungsform nach den Fig. 4 und 5 ist der Lauf n mit seinem hintern, aussen völlig glatten Ende n1 in einer entsprechenden glatten Bohrung der Laufmuffe c (nach rückwärts ausziehbar) gelagert. Laufmuffe o und Verschlusskasten p stossen in einer senkrecht zur Längsachse liegenden Trennfuge q zusammen, in der die Kupplung mittelst der über die Ansätze oder Gegenschultern r1, r2 des Verschlusskastens p bezw. dessen Vorderstück greifenden Schultern t1, t2 erfolgt.
Die Übergriffschultern der Laufmuffe und die entsprechenden Ansätze oder Gegenschultern ,des Verschluss- kastens sind, wie aus der Zeichnung ersichtlich, paarweise, diametral einander gegenüber angeordnet, so @dass eine symmetrische schlüssige Abstützung beider gekuppelter Teile,des Laufes am Verschlusskasten erzielt wird. In dieser Kupplungslage sind die Teile ausser- .dem noch gegen unwillkürliche Drehung durch die Federklinke zs, n1 gesichert,
.die in der obern Schulterleiste t' an .der Laufmuffe eingelagert ist und mit ihrer Nase u' in eine Aussparung der .Schulter r' einrastet. Zur Verbindung zwischen Laufmuffe und Schloss- kasten dient der gleiche Schraubenbolzen s, wie bei der ersten Ausführung, der zugleich .die Drehachse beim Abschwenken ergibt.
Um diesen Bolzen als ,Drehachse kann also der Lauf nach Ausrücken der Sperre W, W vom Verschlusskasten parallel zur Längsachse so weit abgeschwenkt werden, dass nach Trennung der Stützschultern der Lauf in die seitliche Abnahmestellung gelangt, in der er
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frei aus der Muffe (vorzugsweise nach rückwärts) herausgezogen werden kann, ohne dass es weiterer Lösungsmanipulationen bedarf. Nach dem Einschieben des frischen Laufes wird die Muffe mit dem Lauf in die Kupplungslage zurückgeschwenkt und durch die Sperre u1, u2 selbsttätig gesichert, womit die Schiessbereitschaft wieder hergestellt ist.