CH170514A - Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, die eine karbidhaltige Aussenschicht aufweisen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, die eine karbidhaltige Aussenschicht aufweisen.

Info

Publication number
CH170514A
CH170514A CH170514DA CH170514A CH 170514 A CH170514 A CH 170514A CH 170514D A CH170514D A CH 170514DA CH 170514 A CH170514 A CH 170514A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
layer
chromium
dependent
carbide
sep
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellsch Edelstahlwerke
F Kruppa Erich
Original Assignee
Deutsche Edelstahlwerke Ag
F Kruppa Erich
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Edelstahlwerke Ag, F Kruppa Erich filed Critical Deutsche Edelstahlwerke Ag
Publication of CH170514A publication Critical patent/CH170514A/de

Links

Landscapes

  • Solid-Phase Diffusion Into Metallic Material Surfaces (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, die eine     karbidhaltige          Aussenschicht    aufweisen.    Die Erfindung bezweckt die Herstellung  von Gegenständen, .die eine     karbidhaltige     Oberflächenschicht aufweisen.  



  Das Verfahren gemäss, der Erfindung ist  dadurch gekennzeichnet, dass, man eine min  destens ein der     Karbidbildung    fähiges Ele  ment enthaltende Aussenschicht mit durch  thermische Dissoziation mindestens einer  kohlenstoffhaltigen .Substanz erhaltenem Koh  lenstoff     karburiert,    und zwar bei erhöhter  Temperatur, die aber     unter        Rekristallisations-          und    Schmelztemperatur des Gegenstandes  liegt.  



  Weiter     betrifft,die    Erfindung einen hier  nach erhaltenen Gegenstand, sowie eine Vor  richtung zur Ausführung des Verfahrens.       Dieselbe    ist gekennzeichnet durch eine Kam  mer zur Aufnahme des in seiner Aussen  schicht zu     karburierenden    Gegenstandes und  durch Druckmesser, die     automatisch    nach  Einbringung kohlenstoffhaltigen     Materials       in die Kammer die Erhitzung dieses Ma  terials durch elektrische Fernsteuerung ein  leiten und seine thermische Dissoziation her  beiführen und hiernach den     Auslass    eines  Teils des Materials einsteuern.  



  Das Verfahren kann bei erhöhtem Druck  durchgeführt werden. Die umzuwandelnden       Schichten,    des Körpers werden also der Ein  wirkung von Kohlenstoff unterworfen, der  aus kohlenstoffhaltigen Substanzen über der  zu     karburierenden    Schicht durch thermische  Dissoziation ausgeschieden,     insbesondere    ab  gespalten wird. Die     Kohlenstoff    enthaltende  Verbindung kann durch Erhitzen zum Zer  fall (dissoziiert) :gebracht werden, wodurch  freier     (naszierender)        Kohlenstoff        entsteht,     .der chemisch intensiv auf den zu behandeln  den Werkstoff einwirkt.

   Vorteilhaft werden  Mittel mit niedriger Zerfall- oder Spaltungs  temperatur     (Dissoziationstemperatur)    ge  wählt, zum     Beispiel    solche, die zwischen 400      und 900   C zerfallen, oder in einigen Fäl  len auch solche, die bei     Temperaturen    bis  1200' C dissoziiert werden können.

   Je  schneller die Spaltung der     Verbindung    oder  plötzliche Erhitzung erfolgt, oder je nie  driger die Spaltungstemperatur bei diesen  Mitteln liegt, desto grösser ist die Möglich  keit, Änderungen des     Kristallgefüges-des    zu       behandelnden    Werkstoffes zu vermeiden,  -die sonst bei längerer Erhitzung infolge       Rekristallisation    oder     Schmelzung    eintreten  würden.  



  Als Karbid bildende     Elemente    (Stoffe)  kommen insbesondere Chrom, Eisen, Sili  zium, Bor,     Cer,    Titan,     Zirkon,        Vanadium,          Tantal,    Wolfram,     Molybdän,    Uran in Be  tracht, die allein oder in beliebigen geeig  neten Mischungen in den     zu.    behandelnden  Schichten anwesend sein können. Sind ver  schiedene Elemente vorhanden, so müssen  diese nicht in denselben Schichten liegen,       sondern    können auch in verschiedenen unter  einander liegenden     Schichten    grösserer oder  geringerer Stärke liegen.

   Die Tiefe der  schliesslich     karburierten    Schicht hängt von  der Tiefe ab, in welche die von der ther  mischen Dissoziation frei werdenden Kohlen  stoffatome in die Aussenschicht     eindringen.     Diese Tiefenwirkung ist abhängig sowohl  vom Grade der     Dissoziation,    als auch von .der       Durchdringbarkeit    der Schichten selbst.  



  Dem     erfindungsgemässen.    Verfahren kön  nen - Gegenstände, deren zu     behandelnde          Schichten    aus einem oder mehreren Elemen  ten in Mischung oder Legierung bestehen,  von denen eines oder mehrere der Karbid  bildung fähig ist, unterworfen werden.  



  Das Verfahren ist sowohl     anwendbar    auf  Gegenstände, deren zu     karburierende    Schicht  mit dem übrigen Körper zu einem homogenen  Stück verwachsen     ist,    als auch auf solche,  bei denen die zu     karburierende    Schicht be  sonders aufgetragen wird und dabei aus glei  chen oder aber verschiedenem Stoff besteht.

    Jede Art     der        Auftragung    und Verbindung  der     Schicht        mit    dem     Gegenstand    kann. hier  bei verwendet werden, die ausreichend fest  ist, um bei     bestimmungsgemäZ'em    Gebrauch    des Gegenstandes weder eine mechanische  noch,     wenn    der Gegenstand chemisch bean  sprucht wird,     eine,    chemische Loslösung zu  zulassen.  



  Das Verfahren ist weiter     anwendbar    auf  Gegenstände, die im     Schmelzfluss    oder durch       Sinterung,    .ganz oder     teilweise,    erzeugt sind.  gleichgültig, ob sie darauffolgend irgend  einer mechanischen Bearbeitung unterworfen  wurden oder nicht.  



  Soll nicht ein homogener     Körper    in sei  nen Aussenschichten gemäss der Erfindung       karburiert    werden, dann können die Karbid  bildenden Elemente in jedem geeigneten  Auftrag- oder     Verbindungsverfahren    aufge  bracht, insbesondere warm oder kalt aufge  tragen, aufgespritzt,     aufgepresst    oder aufge  walzt werden. Sie können auf chemischem  oder     elektrolytischem    Wege abgesetzt wer  den.

   Sie     können    :durch     Schmelzfluss:-Elek-          trolyse,        Diffusion    oder in irgend einer     andern     geeigneten Weise, insbesondere in einem       Plattierungsverfahren,    aufgebracht sein. Sie  können schliesslich auch     aufgesintert    oder  aufgeschmolzen     werden.     



  Es ist nicht erforderlich, dass die zu       karburierende    Schicht ihrerseits auf einem       metallhaltigen.        Gegenstand    mittelbar oder  unmittelbar aufgebracht     wird.    Vielmehr  kann als Unterlage auch beispielsweise Por  zellan oder ein sonstiger keramischer Stoff,  ebenso auch Marmor und sonstiges natür  liches Gestein dienen. Aber auch :Sinter  legierungen und     Pressmassen,    wie zum Bei  spiel     Kunststein-    und     Kunstharzmassen,     können als     Unterlage    dienen.  



  Die     thermische        Dissozierung    kann durch  Erwärmung jeder     Art,    insbesondere infolge  einer     Explosion    durch     elektrischen    Zünd  funken, durch     elektrische    Widerstandserhit  zung vorgenommen werden. Die Spaltung  oder     Abscheidung    erfolgt vorteilhaft in neu  traler Atmosphäre.  



  Besonders vorteilhaft ist die Durchfüh  rung der Erfindung     derart,        dass    man den  zu behandelnden Gegenstand in ein Gefäss       einbringt,    das so     weit    als möglich luftleer      gemacht und in das sodann eine flüssige  oder gasförmige     Kohlenstoffverbindung    (oder  Verbindungen) eingelassen oder in dem diese  dann erzeugt werden.     Durch        Arbeiten    im  Vakuum sollen zunächst die zu     behandelnden,     Schichten von     okkludierten    Gasen befreit  werden.

   Diese Entgasung kann durch Er  wärmung eines Metallkörpers durch Koch  frequenz ebenso wie durch Behandlung des  Gegenstandes mit hochgespanntem Wechsel  strom beschleunigt werden.     Vorteilhaft    geht  die Entgasung im Vakuum der Einleitung  der     karburierenden    Gase voraus.  



  Für die     Abscheidung    des     Kohlenstoffes     ist es besonders vorteilhaft, Azetylengas zur       Kaburierung    zu verwenden,     -das    im geschlos  senen Raum zur     Verbrennung    (Explosion)  gebracht wird, wobei sich Kohlenstoff ab  scheidet.

   Da die Explosion einen     exothermi-          schen    Vorgang     darstellt    und von bedeutender  Druckerhöhung begleitet ist, wird ebenso  wohl der zu     karburierende    Körper zumindest  in den Oberflächenschichten ausreichend er  wärmt, als auch die gebildeten Kohlenstoff  atome in die zu     karburierenden    Schichten  durch den Druck oder die kinetische Energie  eingetrieben, so dass     Karbide    auf gewünschte  Tiefe entstehen. Natürlich kann diese Be  handlung beliebig wiederholt werden.  



  Durch die     Erfindung    ist es insbesondere  möglich, korrosionsfeste und     erosionsfeste     Oberflächenschichten zu erzeugen. Durch       geeignete    Auswahl des oder der     karbid-          bildenden    Elemente kann die Oberfläche       auch    sehr verschleissfest und hart gemacht       werden.    Durch     geeignete    Mischung der Ele  mente können     Verschleissfestigkeit    und Härte  beliebig variiert     und    insbesondere Misch  kristallbildung bei der     Karburierung    unter  stützt werden.

   Je grösser die Besetzung der  Oberfläche mit     karbidbildenden    Elementen  ist, desto grösser wird die Härte der Ober  fläche. Je grösser der Zusatz     nichtkarbid-          bildender    Elemente zwischen diesen     letzteren     in den zu behandelnden     Schichten    ist, desto  geringer wird diese Härte, während ihre Zä  higkeit vergrössert werden mag. Durch ge  eignete Wahl oder Mischung der Elemente    kann die     Oberfläche    insbesondere warmfest  gemacht und eine mit der Unterlage     haltfest     verbundene     Oberfläche        geschaffen,    werden.  



  Bei der Durchführung des erfindungs  gemässen Verfahrens können lange     Wärme-          und        Hitzebehandlungen    des     Gegenstandes     vermieden werden, da die     Dissozierung    in  kürzester Zeit, wenn man will, sogar schlag  artig,     durchgeführt    werden kann.

   Nach er  folgter thermischer     Dissozierung    durch Ex  plosion kann man den     Gegenstand    längere  oder     kürzere    Zeit der Einwirkung der ge  bildeten     Kohlenstoffatome    aussetzen und  durch     Naehsehub    Kohlenstoff abspaltender  oder abscheidender Gase und Wiederholung  der     thermischen        Dissozierung    für fortgesetzte  Einwirkung des     naszierenden    Kohlenstoffes  auf den zu behandelnden Gegenstand sorgen,  ebenso wie man nach einmaliger Einwirkung  die Behandlung alsbald     unterbrechen    kann.

    Auf jeden Fall kann hierbei die     Karburie-          rung    in viel kürzerer Zeit durchgeführt wer  den, als dies beim     Zementieren    durch Ein  setzen oder aus einer am erhitzten Gegen  stand     vorbeistreichenden    kohlenstoffhaltigen  Gasatmosphäre sonst möglich wäre.  



  Darum kann man gemässe der Erfindung  metallhaltige Gegenstände in den Eigen  schaften ihrer     Randschichten    wesentlich ver  ändern, ohne sie in ihrer     übrigen,    Struktur  zu ändern. So kann     man.    gemäss der     Erfin-          dung    hitzebeständige und     zunderfeste        karbid-          haltige    Oberflächen und Überzüge, letztere  sogar oft ohne künstliche Zwischenschicht.  aufbringen.  



       bfan    kann mit dem erfindungsgemässen  Verfahren einen verbesserten Schutz für He  talle oder     Metalloberflächen    erhalten, indem  man in oder auf diesen eine Deckschicht,  einen Belag oder einen Überzug erzeugt, die  hart, dicht und korrosionsfest ist. Die Deck  schicht kann auch besonders hohen Wider  stand gegen Verschleiss: oder andere mecha  nische Abnutzung bei erhöhter oder gewöhn  licher Temperatur darbieten. Die Deckschicht  kann einen beliebig dünnen Belag oder eine  beliebig dicke Schicht darstellen.

        Des weiteren kann die     erzeugte        Deck-          schieht        ebenso    hart, als auch von hoher       Hitzebeständigkeit    sein, ohne dass sie     abblät-          tert    oder abspringt. Sie kann, ferner glatt.,  regelmässig, frei von mikroskopischen Rissen  und vollkommen gleichmässig dick sein, und  die Dicke kann dabei nach Wunsch bemessen  werden.  



  Es ist weiterhin möglich, mit dem Ver  fuhren gemäss der Erfindung eine Deck  schicht zu erzeugen, welche eine Mehrzahl  von     Schichten,    von verschiedenen metallischen       Legierungen    und     Gemengen    enthält, die so  angeordnet sind, dass, etwaige Differenzen  zwischen     den,        Ausdehnungskoeffizienten    an  einander grenzender     Schichten    so herabge  mindert sind,     :dass    jede Gefahr des     Splitterns     oder     Abtrennens        einer    :der Schichten ver  mieden ist.

   Eine     solche    Deckschicht schützt  den bedeckten Gegenstand auch bei grossen  und plötzlichen Temperaturschwankungen,  ohne abzuspringen.  



  Die     Erfindungsei    nun anhand eines Aus  führungsbeispiels erläutert. Ein Gegenstand  aus Stahl sei vorher mit Chrom galvanisiert  worden, und dieser Chromniederschlag soll       nun    ganz oder     teilweise    in eine     karbidische     Deckschicht umgewandelt werden.

   In der  mehr     schematischen.    Zeichnung sind       Fig.    1 ein Schnitt durch ein zunächst gal  vanisch überzogenes     Stück    Stahl,       Fig.    2: eine Ansicht einer Deckschicht, die  durch     Kohlung        (Karburierung)    im Sinne       :

  der    Erfindung auf dem Grundmaterial  (Stahl)     entwickelt    wurde,       F'ig.        31eine    ähnliche Ansicht, die eine  Umwandlung der Deckschicht durch weitere       Kohlung    der in     Fig.    2 gezeigten Schicht     ge-          mässl    der Erfindung zeigt,       Fig,    4     ein    teilweiser Schnitt und teilweise  Ansicht einer Apparatur zur Durchführung  einer     Ausführungsform    der Erfindung,       Fig.    5 eine schematische Skizze gewisser  Einzelteile :

  der     Fig.    4 und verschiedener       elektrischer    Schaltungen und Zubehörteile  zur Ausführung einer     Kohlung    durch auto  matisch wiederholtes     schrittweises    Kohlen,         Fig.    6 ein senkrechter Schnitt, hauptsäch  lich längs der Linie     6- &     in     Fig.    5, :der wei  tere     Einzelheiten    zeigt,       Fig.    7 eine der     Fig.    4 ähnliche Ansicht  einer andern Apparatur, um die Deckschicht  an einer     innern    Oberfläche, anstatt einer  äussern, zu erzeugen.  



  In     Fig.    1 trägt     ein.    Stahlstück 10 auf  einer zu schützenden Oberfläche eine Chrom  planierung 11. Diese     Planierung    wird vor  teilhaft einem     Reinigungsprozess1    unter  worfen, um etwa eingeschlossene Gase zu  entfernen; am besten wird     -der        plattierte    Ge  genstand im Vakuum etwa 30     Minuten    lang  auf etwa<B>800'</B> C erhitzt.

   Die Planierung  kann in jeder geeigneten Weise vollzogen  sein, zum Beispiel :durch     G%lvanisieren.    Die  Dicke der Chromschicht kann nach den Er  fordernissen gewählt werden; sie soll jeden  falls einen dichten     zusammenhängenden     Niederschlag auf dem .Stahl     bilden.     



  Bei der     galvanischen,        Verchromung    ent  steht an :der Kathode eine starke Wasser  stoffentwicklung und demzufolge ein Ein  schluss von etwas Wasserstoff in das nieder  geschlagene Chrom. Überdies sind regel  mässig mikroskopische Risse und Spalten in  der     Chromplattierung    vorhanden. Aus die  sem     Grunde    nimmt man gewöhnlich zuerst  eine (galvanische)     Vernicklung,        Verkup-          ferung    oder dergleichen vor und bringt auf  dieser erst die Chromplanierung an, wenn der  so     plattierte        Gegenstand    gegen Rost oder  Korrosion geschützt werden soll.

   Ein Vor  teil der vorliegenden Erfindung ist, dass eine  solche Grundlage aus Nickel, Kupfer und  dergleichen für eine     Chromplattierung    oder  Deckschicht wegfallen kann, da alle Spalten  und Risse während der Erzeugung -der       Schutzschicht    gleichsam mit Kohlenstoff ge  füllt werden und     :die    Schutzschicht voll  ständig undurchdringlich gemacht wird.  



       Vorzugsweise    wird     eine    Chromplanie  rung, wie in     Fig.    1 gezeigt,     karburiert    (ge  kohlt), bis eine     .Schutzschicht    für :das     Stahl-          grundmaterial    10, entwickelt ist, die eine  äussere     Chromkarbid-Oberflächenschicht    12,       :darunter    eine Chromschicht 13" und zu           innerst    eine Grundschicht 14 aus einer Le  gierung von Chrom und Stahl aufweist, wie       Fig.    2 zeigt.

   Die Tiefe (Dicke) der in     Kar-          bide    umgewandelten Schicht 12 kann ge  wünscht eingestellt werden. In     Fig.    3 ist ge  zeigt, wie nicht nur     Schichten.    12', 13', 14'  entsprechend     :den    Schichten 12, 13, 14 der       Fig.    2, sondern auch eine     Zwischens-chicht     15 entwickelt werden, welch letztere eine Le  gierung von Chrom und Chromkarbiden  zwischen     :den        Schichten    12' und 13' dar  stellt.  



  Bei einer beispielsweisen Durchführung  der Erfindung wird ein Chromüberzug auf  irgendein Grundmaterial     dureh    Elektrolyse  aufgebracht, und ein Kohlenwasserstoff ent  weder gasförmig (wie zum Beispiel Methan  oder Acetylen) oder in einem andern Zu  stand (zum     Beispiel        flüssig,    wie Benzin oder  Benzol) mit :der     chromierten,    oder aus Chrom  bestehenden, Schicht in Berührung gebracht.

    Die Hitze, welche zur     Dissozierung    der im  Kohlenwasserstoff verbundenen Kohlenstoff  und Wasserstoffatome notwendig ist, wird  gleichzeitig dazu benutzt, um die     Karburie-          rung    des Chroms auf gewünschte Tiefe     züz     bewirken. Die Tiefe der Umwandlung der  Chromschicht kann durch Wahl :des     Druckes     mitbestimmt werden. Die Erhaltung einer  neutralen oder reduzierenden Atmosphäre im  Augenblick der Anlagerung .des Kohlenstof  fes an :das Chrom geschieht in :diesem Fall  durch den frei werdenden Wasserstoff selbst.  



  Die in     Fig.    4, 5 und 6 dargestellte Appa  ratur stellt einen hermetisch verschlossenen  Behälter dar mit einer Grundplatte 16 und  einer Haube 15. In den geöffneten Behälter  können ein oder mehrere     Staeke    (17) einge  setzt werden, in :diesem Beispiel zwei Kolben,  die auf einer äussern     Chromplattierung    eine  schützende Deck- oder Oberflächenschicht  oder     -struktur    erhalten sollen. Durch Schrau  ben 1.8 werden die Teile 15 und 16 zusam  mengehalten; 19 ist eine Dichtung.

   Ein  Rohr 20 führt zu einer nicht gezeichneten  Vakuumpumpe und eine Leitung 21 zu einem       nieht    dargestellten Tank, der einen Vorrat  zum Beispiel von Acetylengas unter einem         Druck    von<B>W</B> bis 50     kg/cm@    enthält. 22     ist     ein Manometer,     23    sind Zündkerzen.  



  In der     Leitung    20 liegt ein elektromagne  tisch gesteuertes Ventil 2,4 mit Ventilstange  2:4a, an der ein Magnetanker     24b    sitzt.  Wenn .dieser Anker durch zwei Barüberlie  gende     Elektromagnetspulen        24c    angezogen  wird, ist :das     Ventil    geöffnet; wird     :der    An  ker durch zwei     :Barunterliegende    Spulen     24d     angezogen, so ist :das Ventil     geschlossen.     



  In der Leitung 21 sitzt ein ähnliches Ven  til 25, :das :durch einen Anker 2:5b auf :der  Ventilstange 25a und darüber- und Barunter  liegende     "Spulen        25c        bezw.    25d in gleicher  Weise gesteuert wird. Am obern Ende der  Stange     25a    sitzt ein Kontakt 26, :der     auf     einen feststehenden Gegenkontakt 26 auf  trifft, wenn sich :die Stange 25a in Schliess  stellung befindet.  



  Im     Manometergehäuse    befinden sich drei  Kontaktpaare<I>A</I> und<I>A', B</I> und B', C und  C'. Die Kontakte<I>A', B',</I> C', sind durch     die     Leitungen .27, 28, 29 mit einer passenden  Stromquelle verbunden     bezw.    geerdet. Der  Kontakt A ist     :durch        Leitungen    30, 31 mit  :den beiden Spulen     2-5c    verbunden und ge  erdet, und     durch    Leitungen 32,     33    mit den  beiden ,Spulen 24d verbunden und geerdet.

    Der Kontakt B ist durch     Leitungen    34,35 mit  :den     beiden,    Spulen 25d verbunden und geerdet,  und durch eine Leitung 36 mit     :dem    Kontakt  26, auf der Ventilstange 25a. Der festste  hende Kontakt 26 ist durch Leitungen 37,  38 mit :den Zündkerzen 23 verbunden. Der  Kontakt C ist :durch Leitungen 39, 40 an die  beiden Spulen 24c angeschlossen.  



  Die     Manometernadel    22a zeigt normaler  weise auf Null auf der .Skala     (Fig.    5 und 6).  Sie zeigt     :den    Gasdruck an. An der Zeiger  spitze sitzt ein     Mitnehmer    41, der eine Bürste  42 aus     leitendem    Material trägt, mit der je  eines der drei Kontaktpaare<I>A, A'; B, B'</I>       bezw.    C, C' überbrückt werden kann, wenn  der Zeiger auf eine entsprechende Stelle :der  Skala weist. Die Kontakte haben zweck  mässig bogenförmige Gestalt und sind im  Kreise angeordnet.

   Wenn das Manometer  einen passenden Überdruck zeigt, zum Bei-           spiel        zwei    Atmosphären, dann möge das Kon  taktpaar B, B'     :durch    die     Bürste    42 über  brückt sein. Wenn ,das Manometer auf einen  vorher festgesetzten tieferen Druck fällt,  mögen die Kontakte A, A' :durch :die Bürste  überbrückt werden; wenn das Manometer auf  höhere Werte zeigt, -4 bis .20 Atmosphären,  mögen die     Kontakte    C,<B><I>C</I></B> überbrückt wer  den.  



  Es. sei angenommen,     :dass    der Behälter 15,  16 nach Aufnahme der     chromplattierten     Kolben 17 (Fix. 4) luftdicht geschlossen und  hierauf -aufgeheizt wurde. Wenn vor den  Kolben 17 andere Gegenstände im Apparat  behandelt worden waren, ist das Ventil 25  der     Acetylenleitung    21 zu schliessen und das  Ventil 24 in der     Vakuumpumpenleitung    zu  öffnen: Ebenso     wird,die    Vakuumpumpe an  gelassen und am Schluss der Behandlung  zweckmässig abgestellt.  



  Der Druck im     Behälter    15, 16 sei zu  nächst gleich     äusserem        Atmosphärendruck     (Null auf der Skala), obwohl das in der  Pumpenleitung 20 befindliche Ventil offen  ist.     Infolgedessen    nimmt die Bürste 42 die  Stellung gemäss     Fig.    5 ein, und alle Strom  kreise sind offen.  



  Mit     fortschreitender    Evakuierung fällt  der     Druck    in dem Gefäss 15, 16, bis eine       vorbestimmte    Grenze nahe dem absoluten  Vakuum erreicht ist. Jetzt wird das Kon  taktpaar<I>A, A'</I>     durch    die Bürste 42     über-          brückt,    die beiden Magnetspulen 24d werden  erregt und     schliessen    das Ventil in der Va  kuumleitung 20, während die Spulen 25c das       Ventil    in der     Aoetylenleitung    21 öffnen.

    Nun strömt unter gewünschtem hohem  Druck     (gegebenenfalls    über ein Reduzier  ventil) Acetylengas in das Gefäss 15, 16, so       dass    der     Druck    auf ungefähr 2 Atmosphären       steigt.    In diesem Augenblick mögen die       Kontakte    B, B' durch die     Bürste    42 über  brückt werden und die beiden     Magnetspulen     25d schliessen .das     Ventil    in der     Acetylen-          leitung    21.

       Hierbei    werden auch die Kon  takte     2 &     geschlossen     (Fig.    5) und die Zünd  kerzen 23 an Spannung gelegt, an denen der  Funke überspringt und     :das    Gas in :dem Ge-         fäss    15, 16 entzündet. Die nun erfolgende  Explosion     :dissoziert    den Kohlenstoff und den       Wasserstoff    des Gases und .die     Kohlung          (Karburierung)    der     Chromplattierung    17 be  ginnt.

   Die plötzliche Druckerhöhung in :dem  Behälter ist ausserordentlich gross, der     Mano-          meterzeiger    wird auf einen viel höheren  Druck zeigen, und dadurch wird fast augen  blicklich die Bürste 42 von den Kontakten  <I>B, B'</I> wieder weggerissen und im Uhrzeiger  sinn über die     Kontakte    C, C'     geführt;    dabei  verursachen :die zwei Magnetspulen 24e das  Öffnen des Ventils     in,der    Pumpenleitung 20,  wodurch der     Explosionsdruck    gemindert,  wird und eine Temperatursenkung fast  augenblicklich der Explosion folgt.

   Die  Bürste 42 schlägt so schnell nach rechts     aus,          dass,    es wünschenswert ist, die Kontakte C.  <B>C</B> (wie dargestellt) über einen beträchtlichen  Teil des Bürstenweges auf der Skala     aüszu-          ,dehnen,    um die zwei Magnetspulen 24c mit  Sicherheit zu erregen und das Ventil in der  Pumpenleitung 20 zu öffnen. Hierbei mag  eine Schliessung des Zündstromkreises vor  übergehend erfolgen; sie     ist    jedenfalls ohne  Wirkung, weil noch kein frisches Acetylen  gas in der Kammer vorhanden ist.  



  Nach Öffnen des Ventils in der Leitung  2:0 werden die Gasrückstände des Behälters  15, 16, durch :die Vakuumpumpe     abgesogen.     Der Druck in diesem Behälter fällt, und der       Manometerzeiger    fällt wieder auf Unter  druck, wo die Kontakte<I>A, A'</I> wieder durch  die Bürste 42 überbrückt werden.  



  Bei der Beendigung der Linksdrehung  :der Bürste 42 während des. Druckabfalles  werden die Kontakte<I>A, A'</I> wieder über  brückt,     und    es wiederholt sieh der beschrie  bene Kreislauf.  



  Wenn diese Kreisläufe gewünscht oft  wiederholt sind, wird der Chromüberzug der  Kolben 17 auf     beabsichtigte    Tiefe gekohlt       (karburiert)    sein. Nunmehr     wird    die Va  kuumpumpe     abgestellt.    Um eine     Kohlung    zu  erreichen, wie sie zum Beispiel in     Fig.    2  dargestellt wurde, genügen etwa 5 bis 10  Wiederholungen, eine Operation, .die etwa      1 bis 2 Minuten erfordert. Um eine     Kohlung     zum Beispiel nach     Fig.    3 zu erzielen, genü  gen 50 bis 100 Wiederholungen des Kreis  laufes, was etwa 10 bis 15 Minuten erfordert.  



  Beim Abstellen der Vakuumpumpe, zum       Beispiel    von Hand, bleiben die Teile der Ap  paratur     (Fig.    4, 5 und 6) immer in der für  Beginn und Fortsetzung einer neuen auto  matischen Operation erforderlichen     Stellung     (das ist mit dem     Manometerzeiger        22a    auf  Null Atmosphären Überdruck, mit offenem  Ventil 24 in der Pumpenleitung und ge  schlossenem Ventil 25 in der Acetylen  leitung).

   Wird zum Beispiel die Pumpe ab  gestellt, so schwenkt die     Bürste    42 nach  rechts von den Kontakten     A,A'    hinweg nach  den Kontakten<I>B, B'</I> unter dem Druck des  in die Kammer 15, 16     einströmenden    Ace  tylens, da, das Ventil 25 offen ist. Das Ven  til 24 ist aber geschlossen und die Pumpe,  ob sie läuft oder nicht, ohne Einfluss.

   Daher  wird die Bürste 42 ihre     Rechtsbewegung     fortsetzen, die Kontakte B, B' überbrücken,  hierdurch das Ventil 25 in der Acetylen  leitung schliessen und das Acetylen in dem  Behälter 15, 16 zum Explodieren bringen,  Darnach wird, als Folge der Explosion, die  Bürste 42 die Kontakte C,<B><I>C</I></B> überbrücken,  die das Ventil in der Pumpenleitung     öffnen,     aber das Ventil 25 in der Acetylenleitung  noch geschlossen lassen.

   Mit nun offenem  Ventil in .der Pumpenleitung sinkt der Druck  in dem     Behälter    und die sich daraus er  gebende Linksbewegung der Nadel     22a    setzt  sich nur so weit fort, bis Atmosphärendruck  im     Behälter    herrscht; die Bürste 42 wird  also nicht. bis zu den Kontakten<I>A, A'</I> ge  langen, und dadurch wird das Ventil 24  nicht wieder geschlossen und das Ventil 25  nicht wieder geöffnet.  



  Der in     Fig.    7 gezeigte Apparat arbeitet  wie der eben beschriebene. Er soll haupt  sächlich zur     Kohlung    verchromter Ober  flächen im Innern hohler Gegenstände die  nen, wie es etwa ein Rohr 43 ist. Das  Innere solcher Gegenstände kann also einen  Teil des Expansionsraumes bilden.

   Ein sol  ches ausreichend festes Rohr ruht an seinen    beiden Enden auf Dichtungsringen, so     dass     .der Innenraum hermetisch abgeschlossen  wird, wenn die     Verschlussstüeke    45 und 46,  die auf diesen Dichtungen sitzen, zusammen  gepresst werden, indem man zum Beispiel  den Deckel 45 auf einen Träger 47 montiert,  der fest an einer hydraulischen Presse 48  sitzt, während man den Deckel 46 auf .den       PreZkolben    49 montiert.     Leitungen    20a, 21a  entsprechender Pumpenleitung 20     bezw.    der  Acetylenleitung 21 in     Fig.    4, Zündkerzen  23a entsprechen den Zündkerzen 23 in     Fig.    4,  ein Manometer 22' entspricht dem Manometer  22.

   Die Leitungen 20a,     21a    sind mit Ventilen  versehen, wie die Ventile 24 und 25 in     Fig.    4,  und     .das    Manometer 22' hat entsprechende  Kontakte und eine Schleifbürste am Zeiger.  Mit diesem Teile sind elektrische Leitungen  verbunden wie in     Fig.    4, 5 und 6. Der Ap  parat wird in gleicher Weise wie der zuerst  beschriebene benutzt, indem natürlich gleich  falls Innenflächen     karburiert    werden könn  ten.  



  Acetylen ist ein ungesättigter Kohlen  wasserstoff, der unter Hitze oder Druck oder  infolge einer Entzündung in seine Kompo  nenten Wasserstoff und Kohlenstoff zerfällt.  Diese thermische Dissoziation erfolgt bei  <B>600'</B> C bereits zu<B>87%.</B> Bei<B>750'</B> C     steigt     die Dissoziation auf<B>97%,</B> sogar unter nor  malem Druck, wenn das     Acetylen    zum Bei  spiel durch ein entsprechend erhitztes Rohr  geleitet wird. Bei einer Temperatur von  900   C und einem Überdruck von nur einer  Atmosphäre verläuft die Dissoziation explo  siv. Wenn Acetylen mit einem elektrischen  Funken oder Glühdraht in Berührung ge  langt, unter normalem Druck bei konstantem  Volumen, so erfolgt die explosive Dissozia  tion nur in der Nähe des     Drahtes    oder des  Funkens.

   Bei höherem Druck     und    konstan  tem Volumen verursacht die Zündung jedoch  eine vollständige Dissoziation. Eine solche       thermische    Dissoziation bei konstantem Vo  lumen wird hier benutzt und trägt wesent  lich zur sauberen Erzeugung von     Chrom-          karbiden    bei.  



  Zunächst überschreitet die Dissoziations-           temperatur    des explodierten reinen     Acetylens     <B>3000'</B> C. Die beider Explosion entwickelte  Wärme     heizt,die    zu kohlende, chromhaltige  Aussenschicht ausreichend auf, um eine Kali,       lung    des Chroms, das     heisst    die Bildung eines  oder mehrerer Chromkarbide, zu gewähr  leisten, ,die bereits bei viel niedrigeren Tem  peraturen erfolgt (wenn Chrom und Kohlen  stoff anwesend sind).

   Ferner wird eine ent  sprechende Menge Wasserstoffes frei und  bleibt gasförmig     anwesend.    Frei werdender  Kohlenstoff wird auch durch den     Wasser-          stGffdruck    in die Poren der Chromschicht ge  drückt. Der Wasserstoff gewährleistet so  mit nicht nur eine neutrale Atmosphäre um    die zu     karburierende    Schicht, sondern wirkt  mit seinem hohen     Druck    bei konstantem Vo  lumen wie ein Treiber, welcher die abgespal  tenen     Kohlenstoffteilchen    tief in alle Poren,  Spalten und ausserdem in das zu behandelnde  Material selbst treibt.

   Wenn die beschriebe  nen Vorgänge wiederholt werden, so     wird    die  Chromschicht bei höheren     Temperaturen    und  dementsprechend grösserer Geschwindigkeit  und damit     Eindringfähigkeit    der abgespal  tenen     Kohlenstoffatome    auf immer grössere  Tiefe     karburiert.    Die folgende Tabelle zeigt  .die Ergebnisse, die bei Explosionsversuchen  mit reinem Acetylengas (100%     C,H2)    bei       konstantem    Volumen erhalten wurden.

    
EMI0008.0019     
  
    Zündüberdruck <SEP> Druck <SEP> unmittelbar <SEP> nach <SEP> Dissoziationsdauer <SEP> Verhältnis <SEP> von <SEP> Zünd  in <SEP> Atm. <SEP> der <SEP> Dissoziation <SEP> (in <SEP> t/tooo <SEP> Sek.) <SEP> zu <SEP> Enddruck
<tb>  <B>2,23 <SEP> 8,77</B> <SEP> Atm. <SEP> - <SEP> <B>3,93</B>
<tb>  2,23 <SEP> 10,73 <SEP> <I>2)</I> <SEP> - <SEP> 4,81
<tb>  <B>3,50 <SEP> 18,58 <SEP> 17 <SEP> 77,8 <SEP> 5,31</B>
<tb>  <B>3,73 <SEP> 19,33</B> <SEP> " <SEP> - <SEP> <B>5,53</B>
<tb>  <B>5,98</B> <SEP> 41,13 <SEP> <B>21 <SEP> 66,7 <SEP> 6,90</B>
<tb>  <B>5,98</B> <SEP> 43,43 <SEP> " <SEP> - <SEP> <B>7,26</B>
<tb>  <B>6,98</B> <SEP> 41,53 <SEP> " <SEP> 45,9 <SEP> 6,94
<tb>  <B>11,23 <SEP> 92,73</B> <SEP> " <SEP> 26,1 <SEP> 8,24
<tb>  <B>11,23 <SEP> 91,73 <SEP> 39,2 <SEP> 8,0</B>
<tb>  21,13 <SEP> <B>213,70</B> <SEP> " <SEP> <B>16,6</B> <SEP> 10,13
<tb>  21,

  13 <SEP> 212, <SEP> 60 <SEP> " <SEP> 18, <SEP> 2 <SEP> 10,13       Wenn zum Beispiel auf elektrochemi  schem Wege hergestellte Chromoberflächen       mittelst    der     Diamant-Ritzmethode    unter  sucht werden, werden Härtegrade     erreicht,     die etwa 960     Brinellgraden    entsprechen.

    Wenn jedoch ein derartiger Chromüberzug  nach der Erfindung in     Karbide    verwandelt       wird,    werden     mittelst    der     Diamant-Ritz-'          methode        Härtegrade        festgestellt,    die etwa,'  <B>3800</B>     Brinellgraden    entsprechen. Die Härte "  von Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt von  <B>0,8%</B> entspricht nur 220     Brineilgraden.    Der  Schmelzpunkt von reinem Chrom liegt bei  etwa 16,15   C, derjenige der Chromkarbide  bei     etwa    2000 o C.

   Ferner werden     Chrom-          karbide    nicht durch Salpetersäuren ange-    griffen, während sogar     :Schwefelsäure,    wenn  auch nur schwer, und Salzsäure sehr schnell  Chrom auflöst.  



  Obwohl Chrom     Alkalien    widersteht,  schützt ein auf     elektrolytischem    Wege auf  gebrachter Chromüberzug die     plattierte     Oberfläche dennoch nicht vollständig, weil  der     Überzug    nicht porenfrei ist. Weiterhin  ist elektrolytisch niedergeschlagenes Chrom  übersättigt mit dem bei der     Galvanisierung     entstehendem Wasserstoff, der die Zwischen  räume zwischen. den Chromkristallen aus  füllt und von diesen eingeschlossen wird.

    Schwache Temperaturänderungen verur  sachen verschiedene Ausdehnung des Chroms  und .des darin eingeschlossenen Wasserstoffes,      wodurch ein Ablösen der     Chromplatzierung     von der     darunterliegenden    Oberfläche unter  stützt wird. Mit Hilfe der Erfindung ist  es möglich, einen elektrolytisch niederge  schlagenen Chromüberzug in     Chromkarbide     zu verwandeln     Lind    einen     Chromkarbidüber-          zug    zu erzeugen, der ein idealer Schutz für  ein     darunterliegendes    Metall ist. Ein der  artiger Oberzug hat ausserordentliche Härte,  sehr hohen Schmelzpunkt und weist eine  absolut homogene und gleichmässige Struktur  auf.

   Die Umwandlung eines auf elektro  lytischem Wege hergestellten Chromüber  zuges in Chromkarbid erfolgt. in einer be  währten     Ausführunw    der Erfindung nach Er  hitzung des Chromüberzuges auf hohe Tem  peraturen im Vakuum, wobei der     inter-          kristalline    Wasserstoff ausgetrieben wird  und die Poren und Risse im Chrom offen       lässt,    die nunmehr das tiefe Eindringen des  Kohlenstoffes in das Chrom erleichtern. Die  ses Erhitzen im Vakuum wird am besten aus  geführt, nachdem die mit dem Chromüber  zug versehenen Gegenstände abgespült und  getrocknet wurden.

   Hierzu wird vorteilhaft  im Explosionsraum eine     Vorwärinevorrich-          tung    für die zu kohlenden Oberflächen vor  gesehen. Am besten verwendet man dazu  einen entsprechend geschützten elektrischen       Heizwiderstand.    Die Anzahl der auszufüh  renden Explosionen hängt von der Dicke= der  Chromschicht und dein gewünschten     Koh-          lungsgrad    ab.

   Wenn die Explosionen genug  oft wiederholt. worden sind, schreitet die Um  wandlung von Chrom in Chromkarbid fort,  so     da.ss    man eine     Schutzdeckschicht    erhält,  die eine Oberflächenschicht von Chrom  karbid, darunter eine Schicht von Chrom und  Chromkarbid und darunter eine Chrom  schicht enthält, wie zum Beispiel in     Fig.        .f     gezeigt wurde.

   Wenn das Chrom auf eine  Eisen- oder Stahloberfläche aufgebracht       wurzle,        wirft    es auch, wie in     Fig.    3 gezeigt,  eine     unterste    Schicht von Chrom und Eisen  legierungen geben, welche die Chromkarbide  von dem Eisen trennen und doch zugleich  eine feste Verbindung zwischen der Chrom  schicht und dem Eisen bilden.         Wenn,die    Oberfläche nur gegen Korrosion  geschützt werden     sohl,    werden einige Explo  sionen genügen, und in diesem Fall wird  auch eine sehr dünne Chromschicht     ('/l0000     oder     '/iooooo    Zoll)     ausreiehend    sein.

   Wenn  man einen Schutz gegen mechanische Ab  nutzung und Verschleiss schaffen will, ist es  ratsam, mit einer dickeren Chromschicht (un  gefähr wenige Tausendstel eines Zolles dick)  anzufangen und durch eine grössere Anzahl  von     Explosionen    eine dickere Chromkarbid  schicht entstehen zu lassen.

Claims (1)

  1. PATENTA11iSPRüCHE I. Verfahren zur Herstellung von Gegen ständen, die eine karbidhaltige Aussen schicht aufweisen, dadurch gekenn zeichnet, dass man eine mindestens ein der Karbidbildung fähiges Element ent haltende Aussenschicht mit durch ther mische Dissoziation mindestens einer kohlenstoffhaltigen Substanz erhaltenem Kohlenstoff karburiert, und zwar bei erhöhter, jedoch unter Rekristallisa- tions- oder Schmelztemperatur des Ge genstandes liegender Temperatur. II. Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I hergestellter Gegenstand.
    III. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens gemäss Patentanspruch I, ge kennzeichnet .durch eine Kammer zur Aufnahme des in seiner Aussenschicht zu karburierenden Gegenstandes und durch Druckmesser, die automatisch nach Einbringung kohlenstoffhaltigen Materials in die Kammer die Erhitzung dieses Materials durch elektrische Fern steuerung einleiten und seine ther mische Dissoziation herbeiführen und hiernach den Auslass eines, Teils des Ma terials einsteuern. UNTERANSPRüCHE I.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man -die Karburierung bei erhöhtem Druek vor nimmt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man min destens einmal eine zu karburierende Schicht auf einem Grundkörper auf bringt und diese wenigstens einmal kar- buriert. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, da3 man die Schicht durch Abscheiden aus einer Lö sung aufbringt. 4. Verfahren nach Unteranspruch 2, da .durch gekennzeichnet, dass. man die Schicht durch Elektrolyse aufbringt. 5. Verfahren nach Unteranspruch 2, ,da durch gekennzeichnet, dass man die Schicht durch Schmelzfluss-Elektrolyse aufbringt. 6. Verfahren nach Unteranspruch 2, da ,durch gekennzeichnet, dass man die Schicht durch Aufspritzen aufbringt. 7. Verfahren nach Unteranspruch 2, da- ,durch gekennzeichnet, dass, man die Schicht durch Plattieren aufbringt. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da ,durch gekennzeichnet, dass, man die zu karburierende Schicht vor dem Kar burieren ausreichend entgast. 9. Verfahren nach Unteranspruch 8, da ,durch gekennzeichnet, dass man die Ent gasung im Vakuum und unter gleich zeitiger Erwärmung durchführt. 1,0. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch .gekennzeichnet, dass. man min destens einmal eine Schicht aufbringt, .die ein der Karbidbildung fähiges Ele ment der Chromgruppe enthält, und mindestens' die letzte der Schichten mindestens teilweise karburiert. 11.
    Verfahren nach Unteranspruch 10, da- ,durch gekennzeichnet, dass die Aussen schicht nach dem Aufbringen und vor dem Karburieren im Vakuum erhitzt wird. 12.
    Verfahren nach Unteranspruch 10, da .durch gekennzeichnet, dass eine Chrom enthaltende Aussenschicht dadurch min destens teilweise in Chromkarbid ver- wandelt wird, dass man einen Kohlen- wasserstoff in Anwesenheit des Chro- mes hoch erhitzt und dadurch thermisch dissoziiert. 13. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeiohnet, dass man die kohlenstoffhaltige Substanz durch Ex plosion dissoziiert. 14.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da .durch gekennzeichnet, dass, man die ther mische Dissoziation -der kohlenstoff haltigen .Substanz durch einen elek trischen Zündfunken auslöst. 15. Verfahren nach Unteranspruch 13, da durch :gekennzeichnet, dass. man Ace tylengas, durch Explosion dissoziiert. 16. Gegenstand nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die auf einen, metallhaltigen Grundkörper auf gebrachte und mit diesem verbundene Aussenschicht ein Metallkarbid enthält, dessen Metall dem des Grundkörpers verschieden ist. 17.
    Gegenstand nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Oberfläche eines metallenen Grund körpers eine Schicht einer Chromlegie rung und darüher eine chromkarbid- haltige Schicht vorhanden ist. 18. Gegenstand nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er unter einer chromkarbidhaltigen Aussenschicht noch eine Chromschicht aufweist. 19.
    Gegenstand nach Unteranspruch 17, .dadurch gekennzeichnet, dass. zwischen ,der chromkarbidhaltigen Schicht und der eine Chromlegierung enthaltenden Schicht noch mindestens zwei Zwi- schenschichten vorhanden sind, von denen eine hauptsächlich aus reinem Chrom, die andere aus einem Gemisch von reinem Chrom und Chromkarbiden besteht.
CH170514D 1932-06-02 1932-09-02 Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, die eine karbidhaltige Aussenschicht aufweisen. CH170514A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CS170514X 1932-06-02
CS260732X 1932-07-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH170514A true CH170514A (de) 1934-07-15

Family

ID=25746697

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH170514D CH170514A (de) 1932-06-02 1932-09-02 Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, die eine karbidhaltige Aussenschicht aufweisen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH170514A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2357814A1 (de) Graphitkoerper mit siliciumcarbidbeschichtung
DE2233700A1 (de) Verfahren zur erhoehung der abreibfestigkeit der oberflaeche von schneidwerkzeugen u.dgl. hartmetallteilen
DE2830578A1 (de) Auftragschweissen von metallsubstraten
DE489659T1 (de) Verfahren zur behandlung von metallen mittels beschichtung sowie anlage zur durchfuehrung des verfahrens.
DE2647088B2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Oberflächen
DE1263576B (de) Verfahren zur Herstellung von Cermets
CH627722A5 (de) Polykristallines, ueberhartes material und verfahren zu seiner herstellung.
EP0012448B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur selektiven Abtrennung von Wasserstoff aus einer Gasmischung durch Diffusion
DE2332624A1 (de) Geformte und gebrannte kohleelektrode sowie verfahren zu ihrer herstellung
DE635100C (de) Verfahren zur Erzeugung von harten Schichten aus Metallcarbiden durch Behandeln von metallischen oder mit metallischen Schichten versehenen Gegenstaenden
AT144343B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Karburieren (Zementieren) metallhaltiger Gegenstände oder Schichten.
WO2004108632A1 (de) Sinterkörper und verfahren zu seiner herstellung
Jafarpour et al. Plasma Nitrocarburizing of AISI 316L Austenitic Stainless Steel: a First Step for Treatment of Components with Complex Geometries
DE621200C (de) Verfahren zur Behandlung von Metallen und Metall-Legierungen
DE112012001978T5 (de) Verfahren zum Modifizieren der Oberflächeneigenschaften von Materialien und Gegenständen
AT149330B (de) Verfahren zum Einverleiben von Elementen, wie Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor, Silizium, Bor und Mischungen von diesen zumindest in Oberflächenschichten von Gegenständen.
DE2149835A1 (de) Verfahren zur Verbesserung der Schwingdauer-und Verschleissfestigkeit,der Gleiteigenschaften und der Korrosionsbestaendigkeit von Werkstueckoberflaechen aus Eisen und Stahl
DE420581C (de) Verfahren zur Herstellung von Materialien, welche faehig sind, in hohem Masse bei Erhitzung Elektronen auszusenden
DE4126240C1 (en) Bar segment for vegetable oil press - comprises of steel coated with composite contg. hard material e.g. tungsten carbide and nickel@-based brazing alloy
DE1667373A1 (de) Verfahren zur Reinigung von synthetischem Diamant
CH186611A (de) Verfahren zur Herstellung harter, verschleissfester Oberflächen auf Metallen.
DE690816C (de) Verfahren zur Herstellung gesinterter harter Metallegierungen
CH281431A (de) Verfahren zur Herstellung von Metallpulver.
DE2063649C3 (de) Wärmebehandlungsverfahren zur Herstellung eines innenoxidierten Metall/Metalloxid-Verbundwerkstoffes
DE3347037C2 (de) Verfahren zum Erzeugen von Pulvern aus Metallen und/oder Metallverbindungen aus der Gasphase