Elektrische Leuchtvorrichtung. Man hat schon vorgeschlagen, eine elek trische Leuchtröhre durch eine in der Längs richtung der Röhre verlaufende, schrauben förmig ausgestaltete Zwischenwand in zwei Kanäle zu unterteilen und diese Kanäle mit Grasfüllungen zu versehen, die in verschiede nen Farben aufleuchten können. Wird in den beiden Kanälen eine Entladung erzeugt. so strahlen sie verschieden gefärbtes Licht aus. Die beiden in der- Kanälen erzeugten Licht säulen sind dabei schraubenförmig umeinander gewunden.
Unter "Gasfüllung" wird hier nicht: nur eine aus einem oder mehreren Gasen, sondern auch eine aus einem oder mehreren Dämpfen oder aus einem Gemisch von Gas und Dampf bestehende Füllung verstanden.
Es hat sich nun gezeigt, dass die schTau- benförmig umeinander gewundenen Licht bänder verschiedener Farbe zwar bei Be trachtung in kurzer Entfernung deutlich von einander zu unterscheiden sind und dann eine sehr reizvolle Wirkung haben, jedoch bei Be- trachtung in grösserer Entfernung mehr oder weniger ineinander fliessen, wodurch dem an gestrebten Zweck geschadet wird.
Bei Benützung der Erfindung kann die ser Übelstand vermieden werden, das heisst es lässt sich eine Vorrichtung schaffen, bei welcher schraubenförmig umeinander gewun dene Lichtbänder verschiedener Farbe er zeugt werden, welche auch bei Betrachtung in grösseren Abständen scharf voneinander getrennt erscheinen.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung umfasst zwei oder mehr gesonderte, schrau benförmig umeinander gewundene Leucht röhren, zur gleichzeitigen Ausstrahlung von Licht verschiedener Farbe, wobei der Abstand zwischen den Schraubenwindungen nicht grösser ist als die grösste der vorkommenden Röhrenquerschnittsdimensionen. - Die Röhren bilden also zusammen eine mehrgängige Schraube. Betrachtet man diese von einer Richtung; so sieht man beim Betriebe der Röhren aufeinander folgende Schraubenwin dungen verschiedener Farbe, welche, auch wenn man sie in grösserer Entfernung be trachtet, scharf voneinander getrennt sind.
Bei grösseren Abständen der Schrauben\vin- dungen voneinander wird & r angestrebte Eindruck, zwei in verschiedenartigen Farben leuchtende, schraubenförmig gewundene Leuchtbänder als solche zu sehen, wieder auf gehoben, da dann der Eindruck eines flächen haften Musters überwiegt. Durch Änderung der Ganghöhe der Schraube kann man die Länge der von einer Richtung sichtbaren Teile der Schraubenwindungen regeln. Die Herstellung eines solchen Leuchtröhren gebildes ist -leichter und braucht weniger Kunstfertigkeit des Glasbläsers als die Her stellung einer Röhre mit schraubenförmig verlaufender Zwischenwand.
Im besonderen wird die Herstellung von grösseren Längen erleichtert, während es auch bequemer ist. Buchstaben oder andere Zeichen zu bilden.
Der Unterschied in der Farbe der aus gestrahlten Lichtbänder kann entweder mit Hilfe verschiedener Gasfüllungen oder durch verschieden gefärbte Glaswandungen oder auch unter Zuhilfenahme beider Massnahmen erreicht werden. Bekanntlich strahlt eine Röhre aus hellem Glas mit einer Neonfüllung ein rötliches Licht aus. Ist der Füllung Quecksilberdampf zugesetzt, so hat das Licht eine blaue Farbe. Besteht die Wand einer Quecksilberdampf enthaltenden Röhre aus gelbem oder braunem Glase, so zeigt das Licht eine grüne Farbe. Gelbes Licht kann mit Hilfe einer Heliumfüllung und einer Wand aus gelbem Glase erhalten werden.
Durch Verwendung von zwei oder mehreren dieser Röhren kann man also verschiedene Kombinationen erhalten.
Die Herstellung des Röhrengebildes kann noch .dadurch erleichtert werden, dass man die Röhren an den einander zugewandten Sei ten abflacht. Im Falle, dass die Schraube aus zwei Röhren zusammengesetzt ist, kann man zum Beispiel Röhren mit halbkreisförmi gem Querschnitt benutzen, wobei die flachen Seiten ,der Röhrenwandungen einander zu gewandt werden.
In vielen Fällen ist es vorteilhaft, die Leuchtröhren um einen in der Achse der Schraube angeordneten Körper zu winden. Solches erleichtert die Herstellung und kann noch weitere Vorteile mit sich bringen. Zur Erhöhung der Leuchtwirkung kann man den in der Achse aufgestellten Körper selbst aus einer Leuchtröhre bestehen lassen. Lie gen die Schraubenwindungen der gewundenen Leuchtröhren nicht fest gegeneinander, son dern gibt es einen gewissen Abstand zwischen diesen Windungen, so kann man auch Teile der in der Achse befindlichen Röhre sehen.
Vorteilhaft erhält letztere ein Licht einer andern Farbe als die schraubenförmig ver laufenden Röhren, so dass die Vorrichtung ein in der Achse liegendes Lichtband und um dieses Band herum gewundene Lichtbän der verschiedener Farbe erglänzen lässt.
Damit eine Mischung des von den Leucht röhren ausgestrahlten Lichtes noch ,mehr verhindert wird, als dies schon durch .die Trennung der Röhren erfolgt, ist es öfters zweckmässig, zwischen einander zugewandten Seiten der Röhren einen Körper anzuordnen, der für die in den Röhren erzeugten Licht strahlen undurchlässig ist. Auch dazu kann der in der Schraubenachse angeordnete Kör per benutzt werden, von dem oben die Rede war. Dieser Körper kann dann z.B. aus einem lichtundurchlässigen Glasrohr oder -stab oder aus einem mit einem lichtundurchlässigen Stoff bedeckten Glasrohr bestehen.
Es ist auch möglich, auf die Röhrenwand eine lei tende Schicht, die undurchlässig ist für die in der Röhre erzeugten Strahlen, anzubringen. Diese Schicht kann dabei zur Herabsetzung ,der Zündspannung benutzt und zum Bei spiel aus dem unter dem Warenzeichen "Aquadag" bekannten Präparate hergestellt werden.
In der Zeichnung sind beispielsweise einige Ausführungsformen der Erfindung schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt zwei Leuchtröhren, welche schraubenförmig umeinander gewunden sind; Fig. 2 gibt den Durchschnitt von zwei Röhren wieder, die zur Herstellung der Schraube benutzt werden können; Fig. 3 stellt eine Vorrichtung dar mit zwei schraubenförmig umeinander gewunde nen Leuchtröhren, wobei in der Achse der Schraube ein gerades Rohr angeordnet ist.
In F ig. 1 sind zwei Leuchtröhren 1 und 2 dargestellt. Beide Röhren sind an den En den mit Elektrodenkammern versehen, von denen nur die untern Kammern 3 und 4 in der Figur gezeichnet sind. In diesen Kam mern sind in bekannter Weise die Elektroden 5 und 6 angeordnet. Die beiden Leuchtröhren sind derart gestaltet, dass sie eine zwei gängige Schraube bilden. Einige der Schrau benwindungen sind in der Figur gezeichnet.
Die Leuchtröhre 1 ist mit Neon gefüllt, so dass die Röhre beim Betriebe ein rötliches Licht ausstrahlt. Auch die Leuchtröhre 2 enthält Neon, dem ein wenig Argon zugesetzt sein kann. Ausser diesen Gasen befindet sich in der Leuchtröhre 2 Quecksilberdampf, wo zu in der Röhre flüssiges Quecksilber ein gebracht ist. Wenn sich beim Betrieb dieser Röhre ein genügender Quecksilberdampf druck entwickelt, wird das ausgestrahlte Licht eine blaue Farbe haben. Bei gleich zeitigem Betrieb der Röhren 1 und 2 wer den also zwei Leuchtbänder verschiedener Farbe, nämlich roter und blauer Farbe, ge bildet. Verwendet man drei oder mehr Röh ren, so erhält man eine drei- oder mehr gängige Schraube.
Die Herstellung des Leuchtröhrengebildes ist ziemlich einfach, während die Röhren auch in grossen Längen hergestellt werden können.
Obwohl gemäss Fig. 1 ein kleiner A<B>b</B> stand zwischen den Schraubenwindungen vorhanden ist, ist es auch möglich, die Win dungen gegeneinander ruhen zu lassen. Be sonders in diesem Falle kann die Herstellung dadurch erleichtert werden, dass den Röhren ein halbkreisförmiger Querschnitt gegeben wird, wie solches in Fig. 2 dargestellt ist.
Mrenn das Licht der beiden Entladungs röhren sich dabei wieder zu stark miteinander vermischen würde und man scharf getrennte Lichtbänder erhalten will, kann zwischen den einander zugewendeten Seiten der beiden Röhren ein Körper angebracht werden, der undurchlässig ist für die in den Röhren er zeugten Strahlen. Dieser Körper kann zum Beispiel zwischen den flachen Seiten der in Fig. 2 im Durchschnitt angegebenen Röhren angebracht werden.
Diese flachen Seiten können zum Beispiel mit einer aus. "Aqua- dag" bestehenden Schicht überzogen werden. Diese Schicht kann dann mit einer der Elektroden der Röhre verbunden werden, wodurch die Zündung der Entladung erleich tert wird.
Die in Fig. 3 dargestellte Vorrichtung enthält auch zwei eine zweigängige Schraube bildende Leuchtröhren 7 und -8. Die Gang höhe der Schraube ist grösser als in,der Vor richtung nach Fig. 1, so dass zwischen .den Schraubenwindungen ein beträchtlicher, im merhin den grössten Röhrendurchmesser nicht überschreitender Abstand besteht. In der Schraubenachse ist eine gerade Leuchtröhre 9 angeordnet, so dass die Röhren 7 und 8 um die Röhre 9 herum gewunden sind.
Letztere ist mit einer Quecksilberdampf enthaltenden Füllung versehen, während ihre Wand aus gelbem Glase besteht. Demzufolge hat das aus dieser Röhre heraustretende Licht eine grüne Farbe. Die Röhren 7 und 8 leuchten, wie solches auch mit den Röhren der Vorrichtung nach Fig. 1 der Fall war, rot beziehungsweise blau auf. Bei der in Fig. 3 dargestellten Vorrichtung werden also drei Lichtbänder verschiedener Farbe erzeugt.