CH170758A - Verfahren zur Herstellung von weissem Alkalicyanid. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von weissem Alkalicyanid.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von weisseln Alkalieyanid. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von weissem Al- kalicyanid aus einem Alkalicyanid, das auf eine unmittelbar oberhalb des Schmelzpunktes des Cyanids liegende Temperatur erhitzt wurde und infolgedessen freien Kohlenstoff enthält.
Alkalicyanide, wie Natriuineyanid, das beispielsweise aus wässerigen Lösungen her gestellt ist oder das mit Wasser, welches nachträglich durch Verdampfen entfernt wurde, in Berührung gekommen ist, wobei es etwas über seinen Schmelzpunkt erhitzt (Natriumeyanid <B>5630,</B> Kaliumcyanid <B>6350)</B> und wieder abgekühlt ist, hat eine schwarze Farbe von verschiedener Intensität.
Diese schwarze Farbe, die von durch Zersetzung ausgeschiedenem elementarem Kohlenstoff her rührt, wird im Handel als so unerwünscht angesehen, dass Cyanide, die aus wässerigen Lösungen hergestellt sind, bei hohem Druck brikettiert werden, anstatt sie zu schmelzen und zu giessen.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein technisch weisses Produkt herzustellen. Das Verfahren gemäss vorlie- genderErfindung kennzeichnet sich dadurch, dass man das Cyanid auf eine Temperatur erhitzt, die genügend hoch ist, um die Oxy dierung des genannten Kohlenstoffes durch im Cyanid als Verunreinigungen enthaltene Karbonate oder Cyanate zu verursachen, worauf man die Masse verhältnismässig Lang sam bis auf eine Temperatur abkühlt, bei welcher der .durch Dissoziation des Alkali- cyanids frei gewordene Kohlenstoff wieder gebunden wird,
und hierauf bis auf gewöhn liche Zimmertemperatur herunterkühlt.
Bei der praktischen Ausführung der Er findung kann man beispielsweise wie folgt vorgehen: Das getrocknete Cyanid, beispiels weise ein Cyanid, das vom Wasser befreit ist, wird auf eine Temperatur von etwa 1150 bis 12500 erhitzt. Hierauf lässt man die Schmelze sich abkühlen, und zwar inner halb einer Zeit von zweckmässig 1 bis 3 Minuten oder mehr. Jedenfalls soll die Ab kühlungszeit nicht weniger als 30 Sekunden betragen. Man lässt das Gemisch bis zu einer Temperatur sich abkühlen, die etwa 50 bis<B>100'</B> über dem Erstarrungapunkt liegt. Hierauf wird das Erzeugnis in bekann ter Weise in Formen gegossen, worin es auf Zimmertemperatur abgekühlt wird.
Anstatt das Cyanid auf eine Temperatur von etwa 1200 zu erhitzen, bei der die Entfärbungsreaktion sehr schnell vor sich geht und für gewöhnlich innerhalb 1 bis 3 Minuten vollendet ist, kann man die Er hitzung auch bei etwas geringerer Tempe ratur vornehmen, wobei man dann der Re aktion zum Stattfinden eine wesentlich län gere Zeit geben muss. Wie die Anmelderin gefunden hat, entspricht jede Temperatur verminderung um etwa 1011/o einer Verdop pelung der Reaktionsdauer zur Vollendung der Entfärbungsreaktion.
In die geschmolzene Masse kann eine geringe Menge Luft eingeblasen oder ein anderes Oxydationsmittel zugesetzt werden. Wie jedoch gefunden wurde, ist dies für ge wöhnlich nicht erforderlich. Bei etwa 12000 ist das Alkalicyanid selbst teilweise in Al kali, Kohlenstoff und Stickstoff dissoziiert. Ein zu rasches Abschrecken der Masse scheint zu bewirken, dass der Kohlenstoff in freiem Zustande bleibt und das gekühlte Produkt färbt.
Wenn jedoch die Schmelze langsam gekühlt wird, d. h. wesentlich lang samer; als wenn sie sogleich in die kalte Form gegossen wird, und zwar bis auf eine Temperatur, die 50 bis<B>1000</B> über der Er starrungstemperatur liegt, so wird dieser Kohlenstoff, wie überraschenderweise gefun den wurde, chemisch wieder gebunden, und zwar verbindet- er sich anscheinend mit dem Alkali, wobei ein weisses Alkalikarbonat ent steht. Ob nun diese Erklärung zutrifft oder nicht, Tatsache ist jedenfalls, dass eine weisse Verbindung gebildet wird. Wie gefunden wurde, ist eine durchschnittliche Kühlge schwindigkeit von etwa 200 bis 400' in der Minute ausreichend.
Nachdem die Temperatur der Schmelze in die Nähe des Erstarrungs- punktes gekommen ist, kann die Masse mit jeder gewünschten Geschwindigkeit auf ge wöhnliche Temperatur weiter gekühlt wer den, wobei in allen Fällen ein weisses Pro dukt entsteht.
In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist eine Arbeitsweise beschrieben, nach der hervorragende Ergebnisse erzielt worden sind. Für den Fachmann ergeben sich jedoch na turgemäss aus diesen Angaben zahlreiche weitere Ausführungen, ohne dass hierbei das Wesen der vorliegenden Erfindung geändert wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von weissem Alkalicyanid aus einem Alkalicyanid, das auf eine unmittelbar oberhalb des Schmelz punktes des Cyanids liegende Temperatur erhitzt wurde und infolgedessen freien Koh lenstoff enthält, dadurch gekennzeichnet, dass man das Cyanid auf eine Temperatur erhitzt, die genügend hoch ist, um die Oxy dierung des genannten Kohlenstoffes durch im Cyanid als Verunreinigungen enthaltene Karbonate oder Cyanate zu verursachen, wo rauf man die Masse verhältnismässig langsam bis auf eine Temperatur abkühlt,bei welcher der durch Dissoziation des Alkalicyanids frei gewordene Kohlenstoff wieder gebunden wird, und hierauf bis auf gewöhnliche Zim mertemperatur herunterkühlt. ÜNTERANSPRMHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Cyanid auf eine Temperatur zwischen 1150 und<B>12500</B> er hitzt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Cyanid auf eine Temperatur von etwa 12000 erhitzt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in das geschmolzene Cyanid ein Stoff eingeführt wird, der eine oxydierende Wirkung besitzt. 4.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das erhitzte Cyanid verhältnismässig langsam auf eine Tem peratur gekühlt wird, die in der Nähe des Erstarrungspunktes des Cyanids liegt, worauf es bis zu der gewöhnlichen Tem peratur heruntergekühlt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Cyanid bis auf eine Temperatur ge kühlt wird, die etwa 50 bis 10011 über dem Erstarrungspunkt des Cyanids liegt. 6.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlen des Cyanids von der Höchsttemperatur auf die in der Nähe des Erstarrungspunktes des Cyanids lie gende Temperatur in nicht weniger als 30 Sekunden erfolgt.
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