CH170805A - Stoss- und schlagsichere Uhr. - Google Patents
Stoss- und schlagsichere Uhr.Info
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Description
Stoss- und schlagsichere Uhr. Bekanntlich sucht man der Gefahr des Brechens der sehr empfindlichen Zapfen bei Uhrwerken durch allerlei Mittel vorzubeugen. Am häufigsten benutzt man Einrichtungen, inn die Lager- und Decksteine der Zapfen radial und in der Achsenrichtung derselben abzufedern.
Die vorliegende Erfindung sucht das Brechen der empfindlichen Zapfen bei Uhren dadurch zu vermeiden, dass die Lager für die bruchempfindlichen Zapfen aus einer berylliumhaltigen Metallegierung hergestellt sind, die- durch Erhitzung auf eine solche Härte gebracht ist, dass sie der Abnützung genügend Widerstand leistet, beim Auftreten starker Stösse aber durch den Druck der Zapfen sich plastisch deformieren lässt,, um Stösse zu dämpfen und den Bruch der Zapfen zu vermeiden.
Als Material, welches für solche Lager geeignet ist, kann beispielsweise eine durch Erhitzen vergütbare Kupfer-Berylliuinlegie- rung dienen, welche z. B. aus 98 % Kupfer,
1% Mangan und 10% Beryllium-oder 98% Kupfer und 2% Beryllium, usw. bestehen kann. Eine solche Legierung lässt sich nun durch Erhitzung z.
B. in einem elektrischen Ofen, während 2 Stunden auf<B>250-3000</B> C unter Luftabschluss auf eine solche Härte bringen, dass ein aus dieser Legierung her gestelltes Lager einerseits der Abnützung durch Zapfenreibung genügend Widerstand leistet und anderseits noch genügend Plasti zität besitzt, um das Zapfenende bei Stössen zu schonen. Die günstigsten Ergebnisse zeigen sich bei einer Härte der Legierung von 300--400 Brinell.
Versuche haben gezeigt, dass eine Uhr mit aus einer solchen Legierung hergestell ten Lagern einen Fall aus beträchticher Höhe ohne Schaden erträgt. Iin Lagermaterial er gibt sich nur eine winzig kleine Mulde, die keine Gangstörung zur Folge hat und jeden falls diesbezüglich ruhiger in Kauf genommen werden kann, als wenn eine Biegung oder Knickung des dünnen Zapfens eintreten würde.
In zusätzlicher Weise kann immer zu demselben Zwecke der Stossdämpfung die Werkplatine mit dem Gehäuse der Uhr durch ein als Puffer dienendes Organ verbunden sein, das derart ausgebildet ist, dass es so wohl in radialer, als auch in achsialer Rich tung zur Platine beziehungsweise zum Uhr werk auftretende Stösse zu dämpfen vermag.
Die Zeichnung veranschaulicht beispiels weise eine mit einer solchen Zusatzeinrich tung versehene Uhr.
Fig. 1 ist ein vertikaler Schnitt durch das Gehäuse der Uhr; Fig. 2 zeigt eine Unteransicht desselben bei abgenommenem Boden; Fig. 3 und 4 stellen ein Detail in kleine rem Massstabe, und zwar eine Ringfeder in gestrecktem Zustande dar.
Im Körper a des gezeichneten Uhrge häuses liegt an dessen Seitenwandung hoch kantstehend eine ringförmige, Wellungen aufweisende Blattfeder b an, welche sich mittelst der am untern Rand vorgesehenen Stollen c auf dem Gehäuseboden d abstützt und mit mehreren Längsschlitzen f versehen ist. Auf dem den Stollen c entgegengesetzten Ringfederrand b1 ruht im Gehäuse a die Werkplatine g auf.
Der Boden d ist vom Gehäusekörper a so distanziert, dass zwischen beiden ein freier Abstand la vorgesehen ist, während das Kaliber der Platine g bezie hungsweise deren Randteil 9l etwas kleiner als der diametrale Raum des Gehäusekörpers a gehalten ist, um ein gewisses Bewegungs spiel für die Platine g zu schaffen. Die Stol len c sind an der gewellten Ringfeder b ge genüber den Längsschlitzen f derselben an geordnet, so dass bei einem Schlag bezie hungsweise Stoss auf die Feder ein Nach geben des Materials an den geschlitzten Stellen erfolgen kann.
Anderseits schmiegt sich die Ringfeder b so an die innere Gehäuseseiten wand und an das Werk an, dass dieses förm lich im Gehäusekörper federnd eingebettet ist, wie Fig. 1 zeigt. Man erhält auf diese Weise für das Werk durch die Federwellen spannung eine Schlag- und Stosssicherung in Richtung I (Fig.2), in Richtung II eine Abfederung gegen Schläge vermöge der Stol len und Schlitze der Ringfeder. Um auch in Richtung IH einen Schutz gegen Stösse zu erreichen, kann das Uhrglas i aus Cellon hergestellt, daher federnd ausgebildet werden.
Statt der erwähnten -Ringfeder b liesse sich als Pufferorgan auch eine in das Uhr gehäuse eingelegte zylindrische Schrauben feder oder ein in das Uhrgehäuse eingelegter Gummiring verwenden. Auch könnte die Ringfeder, statt mit Längsschlitzen, mit an dern Ausnehmungen versehen sein, die eine elastische Nachgiebigkeit der Feder in Rich tung von einer Längskante zur andern ge statten würden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Stoss- und schlagsichere Uhr, dadurch gekennzeichnet, dass die bruchempfindlichen Zapfen des Werkes in je einem Lager aus einer berylliumhaltigen Metallegierung ge lagert sind, die durch Erhitzung auf eine solche Härte gebracht ist, dass sie der Ab nützung genügend Widerstand leistet, beim Auftreten starker Stösse aber durch den Druck der Zapfen sich plastisch deformieren lässt, um Stösse zu dämpfen und den Bruch der Zapfen zu vermeiden. UNTERAN SPRü CHE 1. Stoss- und schlagsichere Uhr nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zapfenlager aus einer durch Erhitzung vergüteten Kupfer-Berylliumlegierung be stehen. 2.Stoss- und schlagsichere Uhr nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkplatine mit dem Gehäuse der Uhr durch ein als Puffer dienendes Organ verbunden ist, das derart ausgebildet ist, dass es sowohl in radialer, als auch in achsialer Richtung zur Platine beziehungs weise zum Uhrwerk auftretende Stösse zu dämpfen vermag. 3. Stoss- und schlagsichere Uhr nach Patent anspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das als Puffer dienende Organ in einer im Uhrgehäuse hochkantste- hend untergebrachten ringförmigen Blatt feder besteht. 4.Stoss- und schlagsichere Uhr nach Patent anspruch und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die als Puffer dienende Ringfeder mit Stollen und Längs schlitzen versehen ist. 5. Stoss- und. schlagsichere Uhr nach Patent anspruch und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die als Puffer dienende Ringfeder Wellungen aufweist. 6. Stoss- und schlagsichere Uhr nach Patent anspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das als Puffer dienende Organ aus einer in das Uhrgehäuse ein gelegten zylindrischen Schraubenfeder be steht. 7. Stoss- und schlagsichere Uhr nach Patent anspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das als Puffer dienende Organ aus einem in das Uhrgehäuse ein gelegten Gummiring besteht.
Applications Claiming Priority (1)
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1932
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