CH170851A - Schutzeinrichtung für parallele Leitungsstrecken. - Google Patents

Schutzeinrichtung für parallele Leitungsstrecken.

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CH170851A
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CH
Switzerland
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line
relay
auxiliary
parallel
switch
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Application number
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English (en)
Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
Original Assignee
Siemens Ag
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  Schutzeinrichtung für parallele Leitungsstrecken.    Die Erfindung betrifft eine unabhängig  verzögert wirkende Schutzeinrichtung für  parallele Leitungsstrecken, insbesondere eine       Differentialschutzeinrichtung    mit vom Diffe  renzstrom erregten Maximalrelais und besteht  darin, dass die Schutzmittel an den Enden  der parallelen Leitungsstrecken miteinander  in Verbindung stehen und dass bei Betrieb  nur einer an sich beliebigen der parallelen  Leitungen die Einrichtung wie eine auf dem  Vergleich     derEnergierichtung    an den Strecken  enden beruhende Schutzeinrichtung mit von  den Betriebsgrössen der Leitung unabhängiger  Zeitverzögerung wirkt.  



  Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbei  spiel der Erfindung.  



  In der Figur sind zwei parallele Leitungen  einphasig gezeichnet. Die Leitung 1 kann  durch Öffnung der Schalter 2 und 3 abge  schaltet werden. Die Leitung 4 besitzt ent  sprechende Schalter 5 und 6. An den Enden  sind die Leitungen durch Sammelschienen 7         bezw.    8 miteinander verbunden. Der Strom  in den Leitungen 1 und 4 erregt über zwei  Stromwandler 9 und     @10,    welche in der     soge-          nannten    Achterschaltung angeordnet sind, ein       Überstromrelais    11 und das Stromsystem eines       Energierichtungsrelais    12. Die für das andere  Ende der Doppelleitung notwendigen genau  übereinstimmenden Teile sind zwar darge.  stellt, aber nicht alle mit Kennziffern versehen.  



  Die Einrichtung enthält ferner noch Aus  lösespulen für die Schalter 2 und 5, sowie  mit diesen     Leitungsschaltern        gekuppelte    Um  schaltkontakte 13 und 14. Der     Auslösestrom-          kreis    für den Leitungsschalter 5 ist über den  Hilfskontakt 13 des Leitungsschalters 2 ge  führt. Umgekehrt verläuft der Stromkreis für  die     Auslösespule    des Schalters 2 über Hilfs  kontakte des Leitungsschalters 5. Die Er  regerstromkreise für die beiden     Auslösespulen     sind an die Hilfsleitung nur dann angeschlos  sen, wenn jeweilig der Schalter der andern  Leitung geschlossen ist.

             ,Wenn    das     Überstrornrelais    11 anspricht,  weil die     Differenz    der Ströme in den Lei  tungen 1 und 4 entsprechend gross geworden  ist, dann wird ein Zeitrelais 15 eingeschal  tet. Das Zeitrelais 15 besitzt einen Anker  16, der nach kurzer Verzögerungszeit einen  Stromkreis für den Hilfsmagneten 17 des       Energierichtungsrelais    12 einschaltet. Das       Energierichtungsrelais    12 wird ausser vom       Differenzstrom    der Leitungen 1 und 4 noch  über einen     Spannungswandler    18 von der ge  meinsamen Spannung der Leitungen 1 und 4  erregt.

   Wenn der Fehler auf der Strecke 1  entstanden ist, ist die     Ausschlagsrichtung    des       Energieriehtungsrelais    derartig, dass ein Strom  kreis für die     Auslösespule    des Leitungsschal  ters 2 über den in der -gezeichneten Lage  stehenden Hilfskontakt 14 des Leitungsschal  ters 5 geschlossen wird. Bei einem- Fehler  auf der Leitung 4 schlägt das     Energierich-          tungsrelais    nach der andern Seite aus; so  dass dann die     Auslösespule    des Schalters 5  über den in der gezeichneten Lage stehenden  Hilfskontakt 13 des Leitungsschalters 2 er  regt wird.

   Falls die Abschaltung versagen  sollte, wird nach Ablauf einer grösseren Ver  zögerungszeit durch den Anker 19 des be  reits     genannten    Zeitrelais 15 ein Stromkreis  zur Erregung der     Auslösespulen    beider Schal  ter 2 und 5 geschlossen, der aber ebenfalls  über die     Hilfskontakte    der Ölschalter verläuft  und nur bei noch geschlossenen Schaltern  eine Wirkung haben kann.  



  Wenn beispielsweise die Strecke 1 abge  schaltet ist, das heisst der Hilfskontakt 13  in der obern Lage steht, dann soll die Ein  richtung als     Streckenschutzeinrichtung    wir  ken. Zu dein Zweck wird durch die Stellungs  änderung des Hilfskontaktes 13 die Aus  lösung des Leitungsschalters 5 direkt vorn  Richtungsrelais 12 aus unmöglich gemacht.  Wenn das Richtungsrelais wiederum die Kon  taktstellung einnimmt, welche bei Betrieb der  Doppelleitung zur Erregung der     Auslösespule     des Leitungsschalters 5 geführt hat, dann  wird jetzt an Stelle der     Auslösespule    die  eine Wicklungshälfte eines Hilfsrelais 20 ein  geschaltet.

   Dem Hilfsrelais 20     entspricht    ein    Hilfsrelais 29 am selben     Doppelleitungsende.     Diese beiden Relais besitzen eine zweiteilige  Wicklung und erhalten, sobald das Über  stromrelais 11 anspricht, Strom für die eine  Wicklungshälfte. Die Relais besitzen Ruhe  kontakte 21     bezw._    28. Die Ruhekontakte wer  den geöffnet, sobald eine Wicklungshälfte der  Erregerwicklungen dieser Relais Strom führt.  Sie werden aber wieder geschlossen, sobald  auch die zweite     Erregerwicklungshälfte    Strom  bekommt, weil die beiden Wicklungshälften  einander entgegengesetzte Magnetfelder her  vorrufen.  



  Über die parallel geschalteten Kontakte  21 und 28 verläuft ein Ruhestromkreis von  Plus über den geschlossenen Kontakt 21 (oder  28), die Wicklung eines Hilfsrelais 22, die  eine Ader 23 einer zweiadrigen Fernleitung  und entsprechend am andern Streckenende  der Doppelleitung über die Wicklung eines  dein Relais 22 entsprechenden Hilfsrelais 24  und über die normalerweise geschlossenen paral  lelgeschalteten Kontakte 25 und 31 zweier  Relais 26 und 30, welche den Relais 20 und 29  am andern     Doppelleitungsende    entsprechen und  zurück über die zweite Ader 27 der Hilfslei  tung nach Minus. Die Stromquellen für diesen  Stromkreis sind in dem Ausführungsbeispiel  auf die beiden     Doppelleitungsenden    verteilt,  was an sich nicht notwendig ist.

   Sobald das       Überstromrelais    11 anspricht, werden die  Relais 20 und 29 so erregt, dass sie die Ruhe  kontakte 21 und 28 öffnen, wodurch der Ruhe  stromkreis über die Fernleitungen 23 und 27  und die Relais 22 und 24 unterbrochen wird.  Von dem Ausschlag des     Energierichtungs-          relais    12 und der Stellung der Hilfskontakte  13 und 14 hängt es dann ab, ob die zweite       Erregerwicklungshälfte    des Relais 20 oder  des Relais 29 geschlossen wird. Dadurch  kehrt darin der Kontakt 21 oder der Kontakt  28 in die Ruhelage zurück, was zur Folge  hat, dass der Ruhestromkreis an diesem Dop  pelleitungsende wieder geschlossen wird. Die  Schliessung des Ruhestromkreises stellt dann  die normale Lage der Relais wieder her.

   Sie  erfolgt aber erst, nachdem das Richtungsrelais  seinen Kontakt geschlossen hat.      Solange das Relais 22 stromlos ist, weil  der     Rubestrom    unterbrochen ist, sind die Kon  takte 33 und 34 des Hilfsrelais 32     offen.    Es  wird dann für diejenige     Auslösespule,    deren  Schalter geschlossen ist, der     Auslösestrom-          kreis    vollendet, wenn das Richtungsrelais den  richtigen Kontakt schliesst. Zur Auslösung  des Leitungsschalters 5 beispielsweise muss  das Richtungsrelais einen Kontakt schliessen,  der den Stromkreis vom Minuspol der Orts  batterie über die     Auslösespule    des Schalters  5, über den Kontakt 34 den in der Ausschalt  stellung stehenden Hilfskontakt 13 vollendet.

    Gleichzeitig muss das Richtungsrelais am  andern Leitungsende nach einer solchen Seite  ausschlagen, dass auch dort der Ruhestrom  kreis wieder geschlossen wird; das heisst es  muss, wenn an einem     Doppelleitungsende    das  Hilfsrelais 29 oder 20 den Korntakt 28     bezw.21     schliesst, am andern Ende das Richtungsrelais  dementsprechend nach solcher Seite ausschla  gen, dass dann- der Kontakt 25 oder der Kon  takt 31 geschlossen wird. Weil die Leitung  zur Erregung der zweiten Wicklungshälfte  der Relais 20 und 29     bezw.    26 und 30 über  die Hilfskontakte der Ölschalter geführt ist,  kann der Ruhestromkreis nur dann geschlos  sen werden, wenn beide     Energierichtungsrelais     nach einer bestimmter) Seite ausschlagen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Unabhängig verzögert wirkende Schutz einrichtung für parallele Leitungsstrecken, insbesondere Differentialschutzeinrichtung mit vom Differenzstrom erregten Maximalrelais dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzmit tel an den Enden der parallelen Leitungs strecken miteinander in Verbindung stehen und dass bei Betrieb nur einer an sich be liebigen der parallelen Leitungen die Ein richtung wie eine auf dem Vergleich der Energierichtungen an den Streckenenden be ruhende Schutzeinrichtung mit von den Be triebsgrössen der Leitung unabhängiger Zeit verzögerung wirkt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die nach Abschaltung der übrigen Leitungen zuletzt allein in Betrieb bleibende Leitung abgeschaltet wird, wenn aus dem Verhalten von Über stromrelais und Energierichtungsreläis zu erkennen ist, dass ein Fehler innerhalb derselben entstanden ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Schutzmittel der beiden Parallelleitungsenden verbindende Hilfs leitung von einem Ruhestrom durchflos sen ist. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Energierichtungs- relais sowohl für den Differentialschutz, als auch für den Streckenschutz bei Be trieb mit nur einer Leitung -dienen. 4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der Ruhestrom über die Hilfs leitung bei jedem Ansprechen der Strom relais unterbrochen, bei Betrieb mit nur einer Leitung aber durch das Energie richtungsrelais zum Schutz der in Betrieb befindlichen Leitung wieder eingeschaltet wird, wenn ein Fehler innerhalb dieser Leitungsstrecke entstanden ist. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Erregung der Aus lösespule jedes Leitungsschalters nur mög- lich-ist, wenn auch der Schalter der paral lelen Leitung geschlossen ist, dass aber die Auslösung der Schalter einer allein in Betrieb befindlichen Leitung vermittelst an jedem Leitungsende angeordneter Hilfs relais herbeigeführt werden kann, deren Ansprechen von dem Ausschlag der Ener- gierichtungsrelais abhängig ist.
CH170851D 1951-08-17 1933-02-11 Schutzeinrichtung für parallele Leitungsstrecken. CH170851A (de)

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